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Artikelaktionen

Cremer, Annette C., Dr.

28196 | annette.cremer@geschichte.uni-giessen.de | Akademische Rätin

Genereal research interest

  • European Nobilities in the 17th and 18th Centuries, History of Collecting, Gender History, Material Culture, History of Mentalities, History of Education; Combining Career and Family; German Research Politics

Current Research Projects

  • Prinzessin, unterwegs (conference).Justus-Liebig-Universität Gießen, Gästehaus, 21./22.01.2016 (Dr. A.C. Cremer/Gießen, Dr. E. Bender/Marburg, Prof. A. Baumann/Gießen) Historisches Institut, Neuere Geschichte, Univ. Gießen 21.01.2016-22.01.2016, Universität Gießen Die frühneuzeitliche Gesellschaft war von der Mobilität der Menschen auf vielfältige Weise geprägt. Vor allem für den Adel war das Reisen eine gegenwärtige Erscheinungsform. Während die Reisen adeliger Männer gut erforscht sind und das Reisen während des Grand Tour, zum Reichstag oder zu Krönungen und die damit verbundene Beweglichkeit zum üblichen Handlungsrepertoire gezählt wird, werden adelige Frauen immer noch in polarer Sichtweise als örtlich gebunden konzeptionalisiert. In den allgemeinen Vorstellungen wird die als statisch und in ihrem Raumhandeln begrenzt verstandene Frau dem beweglichen, raumgreifenden Mann gegenübergestellt. Adelige Frauen reisten jedoch ebenfalls häufig und aus vielen verschiedenen Motiven. Die Tagung will sich dem Thema Mobilität im weiblichen Hochadel mittels eines systematischen Zugriffs nähern und damit die gängigen Vorstellungen über die Unbeweglichkeit der Prinzessinnen, Fürstinnen und Witwen relativieren. Galt es bisher als selbstverständlich, dass sich eine Hochadelige im Prinzip nur einmal in ihrem Leben sich auf Reisen begab, nämlich, wenn sie zu ihrer politisch motivierten Eheschließung in ein anderes Territorium reiste, zeigt sich bereits beim Blick in die Lebensläufe von adeligen Frauen, dass sie sich häufig von ihrem heimischen Hof entfernten. Ebenso wie ihre männlichen Standesgenossen wurden sie von einer unterschiedlich großen Entourage begleitet, die selbst dieser Mobilität unterworfen war. Zu den Standarderfahrungen weiblicher Mobilität unabhängig von Personenstand, politischer Position oder Alter gehörten Verwandtschaftsbesuche, Divertissement-Reisen (Karneval in Hannover/ Venedig), aber auch Reisen zur Förderung der Gesundheit. Die Ausgangsthese lautet also, dass adelige Frauen häufig reisten, ähnlich wie ihre männlichen Standesgenossen. Dabei etablierten sich jedoch geschlechterspezifische Erscheinungsformen. Diese sollen während der Tagung herausgearbeitet werden. Gefragt wird nach Konjunkturen bestimmter Reiseformen, Reiseziele oder Reisegründen. Besondere Aufmerksamkeit soll den persönlichen Gestaltungsmöglichkeiten gelten sowie der Frage nach dem Antrieb, also dem Grad der Freiwilligkeit bzw. den Widerständen oder dem Zwang, der zu den Reisen führten oder sie begleitete. Die Umstände der Reisen sind ebenfalls von Interesse. Wie reisten die Prinzessinnen, die Fürstinnen? Über Reiselängen, Reiserouten, die Nutzung der eigenen Kutsche oder der Postkutsche, die Unterkünfte, die Verwendung des Inkognitos, höfische Entourage und Sicherheitsbegleitung können Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den Reisen adeliger Männer abgeleitet werden. Nicht nur Reiseberichte, Selbstzeugnisse oder Fourierbücher können hier Aufschluss geben, sondern auch Gemälde und Objektzeugnisse ("Mitbringsel"). Kann also von Allgemeingültigkeiten weiblicher Mobilität im Adel ausgegangen werden?
  • Parenthood and Research, Conference January 2015, Gießen. Elternschaft und Forschung. Zum generativen Potenzial einer Gratwanderung Justus-Liebig-Universität Gießen, Gästehaus, 29./30.1.2015 Nicht nur im deutschen Wissenschaftssystem gehören forschende Eltern zu Randerscheinungen. Im Zuge der Gleichstellungsbemühungen wurde in den letzten Jahren verstärkt die Frage nach der Vereinbarkeit der vermeintlich komplementären Lebensmodelle von Wissenschaft und Familie gestellt. Bislang wurden meist die negativen Folgen des einen (fehlende Flexibilität) für das andere (zu wenig Zeit mit der Familie) in die Waagschalen gelegt und die Vereinbarkeit entweder im Brustton der Überzeugung beschworen oder ihre Machbarkeit bestritten. Die betroffenen „Menschen mit Familie“ schildern ihr Leben als permanente Gratwanderung. Die Standortgebundenheit des Forschenden, der Einfluss des eigenen Geschlechts, der sozialen Herkunft oder des Alters nicht nur auf die Perspektive, sondern sogar auf die Auswahl der Forschungsgegenstände gehört zum etablierten Kanon selbstreflektorischer Praxis kulturwissenschaftlicher Autoren und Autorinnen. Zu den beeinflussenden Faktoren gehören neben den unveränderlichen, auch die der subjektiven Erfahrung. Die inhaltliche Befeuerung der Wissenschaft durch die subjektive Erfahrung von Elternschaft hat bislang keine Betrachtung gefunden. Die Tagung will deshalb zweierlei: Elternschaft als produktiven Forschungshintergrund sichtbar machen und die Vereinbarkeit neu thematisieren, um die forschenden Eltern zugleich aus der Position der permanenten Legitimationsnot zu entlassen. Die Tagung wird gefördert von der Frauenbeauftragten der JLU Gießen.
  • Fürst und Fürstin als Künstler.Herrschaftliches Künstlertum zwischen Habitus, Norm und Neigung, Conference/ Tagung in der Herzog August-Bibliothek Wolfenbüttel, 9.-11.10.2014, mit Matthias Müller/Mainz und Klaus Pietschmann/Mainz. Die Tagung des Rudolstädter Arbeitskreises für Residenzkultur will das Phänomen der künstlerisch tätigen, zeichnenden, bauenden, drechselnden, stickenden, tanzenden oder musizierenden Fürsten und Fürstinnen diachron in den Blick nehmen und auf die damit verbundenen Theorien, Kategorien und historischen (Habitus-) Entwürfe eingehen. Die Frage, welches herrscherliche Selbstverständnis sich in der Kunstpraxis artikuliert, an welchen Normen es ausgerichtet ist und inwiefern sich daraus ein bestimmter, zeitlich differierender herrschaftlicher Habitus ableiten lässt, steht im Zentrum der Tagung.
  • Early modern material culture:Conference Project, Gotha 12/2013, Gießen 11/2014 The conference is a co-operation between the Research Centre for Culture and Social Studies Gotha of the University of Erfurt, and the International Graduate Centre for Study of the Culture/ Justus-Liebig-University Gießen. The aim of this conference is to fundamentally examine the potential of material culture research. What forms of insight result from the study of objects/things/artefacts as source materials? How are the field’s terminology and concepts distinguished? Do established historical phenomena develop new significance when viewed via ‘things’? Can ‘things’ be regarded as sources for understanding modes of thought and cultural habits that yield information that is not attainable via textual or iconic sources? Which kind of information do objects immediately convey and how can we decode them? How does the haptic quality of things add to their meaning? Methodologically of particular interest are the medial fractures that result when ‘things’ are not conveyed in their three-dimensional physicality but only described by texts and pictures.
  • Miniatures and Miniaturisation. Since the antiquity things have been reduced in size and were used as magical tokens or objects of devotion, as educational tools, as memory-pieces, signs, symbols and representations. The original was translated into the small format and thereby re-modelled not only in size but also in meaning. The process of transformation, the epistemic possibilities of the small form in its own right as well as the different functions of the miniature as such (i.e. as three-dimensional storage of knowledge) will be systematically analysed. This diachronic research project is designed in close cooperation with several major European museums.
  • Oikos. Norm and Praxis of Early Modern Countrylife. The seminar 2013/2014 will oppose normative ideas of ideal house holding conveyed by housefather-tract-literature with the conditions of rural life in reality in early modern Germany. The seminar will result in an exhibition in Freilichtmuseum Hessenpark in 2015.
  • Female Dilettanti in early modern nobility. Female handcrafting as well as artistic production in high aristocracy has long been dismissed as daily gendered occupation beyond any value. All sorts of handcrafting (lace-making, knitting, embroidery, sewing and satin-stitch), drawing and painting were employed to shape women serving gendered normative ideals. However, this praxis should be considered as female form of dilettantism comparable to the male habit of ivory-turning and its representative connotations, the results being highly intellectual and artistic. This project seeks to systematically investigate female lay artistic production by looking at a broad range of examples all over Europe. Its aim is to establish a different perspective not only on traditional female occupation but on using them as means to decode the world and as strategies of personal and dynastic representation.
  • Things, property, identity. On the hierarchy of things in the early modern household. Concerning objects, early modern law differentiates between movable and immovable goods when it comes to inheritance. But: Why does a painting showing a male prince counts as immovable and why does a sink tied to the wall counts as movable? These categories do not reflect the objects portability as such but rather refer to their gendered usage, their iconographic programme or its symbolic value and importance for the construction of the dynastic identity. The legal approach thus enables us to understand the contemporary views on objects of the household in its hierarchical estimation that did not mainly depend on its monetary value but on its function as medium of dynastic values such as tradition, memory and honour. How is it possible that a detached cupboard symbolises the shared values of a family and is thereby considered as its most precious property? This study will deliver insights into the construction of dynastic identities across generations, which is fundamentally meditated by and dependent on things, objects and artefacts.

Minor projects

  • On the mutual dependencies of house, distribution of space and life formation. Looking at 18th century city palaces in Paris, one will not find nursery-rooms as result of the fact that the French aristocracy handed over their children to distant families in the countryside. Is the distribution of rooms therefore the result of a cultural habit or does the missing nursery foster the abandoning of children? Looking at floor-plans in different centuries, places and social strata the projects wants to examine the relation between cultural formation of life and its architectonic representations.
  • Shakespeare in Love? Anne Thursby nee Hanbury of Kelmarsh Hall and the actor David Garrick. This project focuses on the landed gentry in the late 18th century and its relation to the world of the stage in London.

 

Lehrveranstaltungen