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Dr. Stanislava Kolková

Biographie

seit 2011

Stipendiatin der Leibniz Graduate School for Cultures of Knowledge in Central European Transnational Contexts

2008-2010

wissenschaftliche Mitarbeiterin am Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo) der Justus-Liebig-Universität in Gießen (verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit und Internationalisierung)

seit 2007

Doktorandin an der Justus-Liebig-Universität in Gießen

2004-2008

studentische u. wissenschaftliche Hilfskraft am Herder-Institut in Marburg

2007

Magisterarbeit zum Thema: „Die Folgen der Niederschlagung des „Prager Frühlings“ für die Slowakei 1968-1975 (unter besonderer Berücksichtigung der Partei- und Staatsebene)“

2001-2007

Studium der Osteuropäischen Geschichte und Slavischen Philologie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und der Philipps-Universität in Marburg

1978

geb. in Považská Bystrica, Slowakei

 

 

Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte der böhmischen Länder und der Slowakei im 20. Jahrhundert
  • Elitenforschung
  • Erinnerungskultur
  • Wissenstransfer; slowakische politische Diskurse

Promotionsvorhaben

Arbeitstitel: "Textualisierung und Kontextualisierung von „Nation“ und „Staat“. Die kulturellen und wissenschaftlichen Eliten als Wissensimporteure und Wissensexporteure in der Slowakei von 1938 bis 1948."

Die Textualisierung und Kontextualisierung der „Nations-“ und „Staatskonzepte“ durch die kulturellen und wissenschaftlichen Eliten in der späten Zwischenkriegs- und unmittelbarer Nachkriegszeit in der Slowakei stehen im Mittelpunkt dieser Arbeit. Dabei steht die Frage im Vordergrund, welche Nations- und Staatlichkeitskonzepte in der Slowakei von 1938 bis 1948 generiert und/oder übernommen wurden und ob und wie diese Konzepte in Kunst, Kultur und Wissenschaft reflektiert, rezipiert, transformiert, repräsentiert und medialisiert wurden. Einen wesentlichen Aspekt bildet die Frage, aus welchen Wissenskulturen die Konzepte rezipiert wurden. Die Transformation der „Nations-“ und „Staatskonzepte“ und deren Adaptation in den slowakischen Kontext wurde durch die sich in kurzer Zeit gravierend ändernde politische Situation nach 1938 und durch die vorherrschende politische Macht geprägt. Die Slowakei war ein Interferenzraum verschiedener wissenskultureller Einflüsse, die unter anderem durch die geopolitischen Rahmenbedingungen – durch die politische Zugehörigkeit zu einem größeren Staatsgebilde (Ungarn, Tschechoslowakei) oder der Abhängigkeit von einer Ostmitteleuropa dominierenden politischen Macht (Deutschland 1938-1945) – bestimmt waren.

Transnationale Kultur- und Wissenschaftsverflechtungen haben auf Wissenstransfer und Rezeption neuer Ideen Einfluss genommen. Dabei kam den kulturellen und wissenschaftlichen Eliten als Akteuren des Wissenstransfers – Wissensimporteuren oder Wissensexporteuren – eine wesentliche Rolle zu, die u.a. bei der Herausbildung eines neuen Geschichtsbildes deutlich wurde. Diese beiden Funktionseliten sind im Allgemeinen für die Formulierung moralischer Verbindlichkeiten sowie die Erhaltung der Moral in Alltagssituationen zuständig. Die Kunst arbeitet dabei wesentliche Momente gesellschaftlicher Entwicklung in besonderer Zuspitzung heraus. Zudem sind Kunst und Wissenschaft bei der Formulierung neuer Konzepte erforderlich, da dies einen spezifischen und strukturierten Umgang mit Wissen bedingt.

Kulturelle und wissenschaftliche Eliten verfügen über massenwirksame Mechanismen – d.h. kulturelle und wissenschaftliche Plattformen, die der Verbreitung nationaler Geschichtskonzepte dienen bzw. dienen können und die sie für den Wissenstransfer nicht nur auf der nationalen bzw. regionalen Ebene, sondern auch für den Transfer kulturell-historischen Wissens in und über die Slowakei nutzten.