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Dr. Paul Srodecki

Inhalt: Biographie | Wissenschaftliche Publikationen | Forschungsschwerpunkte | Dissertationsprojekt

Biographie

Abschlüsse und berufliche Qualifikationen
11/2013–05/2014 Berufliche Fortbildung an der Steuer- und Wirtschaftsakademie Frankfurt a. M. zum zertifizierten Referenten für: Kultur- und Wissenschaftsmanagement, Projektmanagement, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising, Personal
12/2009–11/2013 Promotion in Mittelalterlicher und Osteuropäischer Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen Prädikat: summa cum laude
10/2002–02/2009 Studium der Mittelalterlichen Geschichte (HF), der Wirtschafts- und Sozialgeschichte (NF) und der Wissenschaftlichen Politik (NF) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Brsg. Abschluss: Magister Artium
09/2001–08/2002 Berufsakademie Mosbach, Fachrichtung: Diplom-Betriebswirt
07/2000 Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife am Gustav-von-Schmoller-Gymnasium Heilbronn
Berufliche Tätigkeiten, Praktika

Seit 06/2015

Stellvertretender Projektleiter des EU-geförderten Projektes „Collective Identity in Social Networks in East Central Europe“, Universität Ostrava, Tschechien

Seit 06/2015

Freier Dozent am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte der Universität Ostrava, Tschechien

Seit 04/2015

Freier Dozent an den Lehrstühlen für Osteuropäische Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Landesgeschichte der Justus-Liebig-Universität Gießen

Seit 12/2014 Ausbildungsakquisiteur, Hochschulteam der Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF) sowie für Arbeit und Soziales (BMAS)
11/2014–12/2014 Praktikum beim Kreisarchiv Gießen
12/2009–11/2013 Projektkoordinator am Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo) Arbeitsbereich: Projektmanagement, Planung, Organisation und Durchführung von „GiZo-Karrieretagen“, Tagungen, Konferenzen und Workshops, Archivierung von Akten und Dokumenten, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Akquise und Verwaltung von Drittmitteln und Zuschüssen
12/2009–11/2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der JLU Gießen, Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften, Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte
08/2000–07/2001 Zivildienst an der Astrid-Lindgren-Sonderschule für Körper- und Geistigbehinderte
Werkverträge, Stipendien, Auslandsaufenthalte
05/2014–06/2014 Gastwissenschaftler am Historischen Institut der Universität Pécs (Stipendium des Gießener Zentrums Östliches Europa)
Seit 01/2014 Redaktionelle Mitarbeit an der DFG-finanzierten Publikation „Kulturelle Prozesse und Identitätsdiskurse im östlichen Europa“
Seit 07/2012 Freier Mitarbeiter am Herder Institut, Marburg, Sektion: Dokumente und Materialien zur ostmitteleuropäischen Geschichte (Redaktionelle Mitarbeit, Übersetzungen: Latein – Deutsch, Französisch – Deutsch, Polnisch – Deutsch, Englisch – Deutsch)
03/2011–05/2011 Stipendium des Geisteswissenschaftlichen Zentrums Östliches Europa (GWZO), Leipzig
09/2010–11/2010 Gastwissenschaftler am Historischen Institut der Universität Pécs (Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes)
Bisherige, forschungsbedingte Archivaufenthalte
05/2014–06/2014 Klimó-Bibliothek, Pécs, Ungarn
09/2013–10/2013 Archiwum Państwowe [Staatsarchiv], Zamość, Polen
11/2012–12/2012 Biblioteca Marciana, Venedig, Italien
10/2012–11/2012 Archivio Segreto, Vatikan
09/2011–10/2011 Staatsarchiv Wolfenbüttel (Niedersächsisches Landesarchiv)
03/2011–05/2011 Archiv des Geisteswissenschaftlichen Zentrums Östliches Europa (GWZO), Leipzig
11/2010 Zentralarchiv des Deutschen Ordens, Wien, Österreich
09/2010–11/2010 Széchényi Nationalbibliohek, Budapest, Ungarn
03/2008–06/2008 Bundesarchiv, Abt. Militärarchiv, Freiburg i. Brsg.

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Wissenschaftliche Publikationen

Monographien und Herausgeberschaften

  • Antemurale Christianitatis. Zur Genese der Bollwerksrhetorik im östlichen Mitteleuropa an der Schwelle vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit, Husum 2015 (Historische Studien, 508). [mehr...]

Aufsätze

  • …quia inter vos, qui estis firmissima propugnacula christianorum, stabilita concordia est valde opportune… Sacerdotium und Imperium als vermittelnde Kräfte im Konflikt zwischen dem Deutschen Orden und dem Königreich Polen im frühen 15. Jahrhundert, in: Krisen – Konflikte – Konsolidierungen. Politische, religiöse und gesellschaftliche Herausforderungen in Zentraleuropa um 1400, hg. v. Renata Skowrońska u. a. [im Druck].
  • Bullwarks of Anti-Bolshevism. The Roman Catholic Church in East Central Europe and the Antemurale Propaganda of the Interwar Years, in: Bulwarks in a „Religious Triangle“. Borderland Myths in East European Multiconfessional Societies in the Age of Nationalism, hg. v. Liliya Berezhnaya u. Heidi Hein-Kirchner [im Druck].
  • Antemurale-based frontier identities in East Central Europe and their ideological roots in medieval/early modern alterity and alienity discourses, in: Collective Identity in the Context of Medieval Studies, hg. v. Robert Antonín u. Michaela Antonín Malaníková [im Druck].
  • The Polish-Swedish War of 1655–1660 in contemporary German reports, in: Wokół układu kiejdańskiego 1655 roku. Rzeczpospolita Obojga Narodów w dobie potopu, hg. v. Instytut Historii im. Tadeusza Manteuffla PAN u. Instytut Historii Akademii im. Jana Długosza w Częstochowie [in Vorbereitung].

  • Władysław III and the Polish-Hungarian bulwark topoi against the background of the Ottoman threat in the 15th century, in: Hungary and Poland in the Middle Ages, hg. v. Dániel Bagi, Gábor Barabás, Zsolt Máté [im Druck].

  • Universe christiane reipublice validissima propugnacula – Jagiellonian Europe in bulwark descriptions around 1500, in: The Jagiellonians in Europe. Dynastic Diplomacy and Foreign Relations, hg. v. Attila Bárán, Attila Györkös u. Ádám Novák [im Druck].

  • Porta della Christianita und muro del Hungaria et Pollonia. Das defensio fidei-Motiv in den Donaufürstentümern unter Vlad III. dem Pfähler und Stephan III. dem Großen, in: Vlad Dracula. Tyrann oder Volkstribun?, hg. v. Thomas Bohn, Rayk Einax u. Stefan Rohdewald [im Druck].
  • Veränderungen im europäischen Wehrbau an der Schwelle vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit im Spiegel humanistischer Bollwerksrhetorik, in: Von der Burg zur Festung. Aufsätze zur 22. Jahrestagung der Wartburg-Gesellschaft zur Erforschung von Burgen und Schlössern e. V., hg. v. Christian Otterbach u. Guido von Büren [im Druck].
  • Humanisten als Träger dynastischer Diplomatie an ostmitteleuropäischen Höfen, in: Akteure mittelalterlicher Außenpolitik. Das Beispiel Ostmitteleuropas, hg. v. Norbert Kersken u. Stephan Flemmig [im Druck].
  • Religiös motivierte Alteritäts- und Alienitätsdiskurse im christilichen Abendland vor dem Hintergrund der frühneuzeitlichen Glaubenskriege, in: Kulturelle Prozesse und Identitätsdiskurse im östlichen Europa, hg. v. Hans-Jürgen Bömelburg, Monika Wingender, Markus Koller u. Mark Kirchner [Harrassowitz Verlag, erscheint 2016].
  • Polen in der Piasten- und Anjouzeit, in: Dokumente und Materialien zur ostmitteleuropäischen Geschichte (2015), url: https://www.herder-institut.de/go/HF-c892e0 (03.05.2016).
  • [mit Krista Zach] Michaelskirche, in: Lexikon der regionalen Literaturgeschichte des Mittelalters. Ungarn und Rumänien, hg. v. Cora Dietl u. Anna-Lena Liebermann, Berlin u. a. 2015, S. 211. [mehr...]
  • Murus et antemurale pollens et propugnaculum tocius christianitatis. Der Traktatenstreit zwischen dem Deutschen Orden und dem Königreich Polen im Zeitalter des Konziliarismus, in: Schweizerische Zeitschrift für Religions- und Kulturgeschichte109 (2015), S. 47–65. [mehr...].
  • Einige Bemerkungen zur gescheiterten Kronkandidatur Bertholds V. von Zähringen im März 1198, in: Specima Nova. Pars Prima. Sectio Mediaevalis 8 (2015), S. 45–63. [mehr...]
  • Schilt der cristenheite i scutum christianitatis - spory polsko-krzyżackie a retoryka przedmurza/ tarczy na początku XV wieku [Schilt der cristenheite und scutum christianitatis. Der Streit zwischen dem Deutschen Orden und dem Königreich Polen und die Bollwerks-/Schildrhetorik am Anfang des 15. Jahrhunderts], in: Unia w Horodle na tle stosunków polsko-litewskich. Od Krewa do Zaręczenia wzajemnego Obojga Narodów [Die Union von Horodło vor dem Hintergrund der polnisch-litauischen Beziehungen. Von Krewo bis zur Republik Beider Nationen], hg. v. Sławomir Górzyński, Warszawa 2015, S. 147-163. [mehr...]
  • Antemurale Christianitatis, in: Religiöse Erinnerungsorte in Ostmitteleuropa. Konstruktion und Konkurrenz im nationalen- und epochenübergreifenden Zugriff, hg. v. Joachim Bahlcke u. Thomas Wünsch, Berlin 2013, S. 804–822. [mehr...]
  • Contre les ennemis de la foy de Dieu. Der Kreuzzug von Nikopolis und das abendländische Türkenbild um 1400, in: Das Bild des Feindes. Konstruktion von Antagonismen und Kulturtransfer im Zeitalter der Türkenkriege, hg. v. Eckhard Leuschner u. Thomas Wünsch, Berlin 2013, S. 33–49. [mehr...]
  • Scutum inexpugnabile contra crudelem gentem Tartarorum. The use of the „Christian outpost“ propaganda to legitimise the conquest of Galicia-Volhynia under the two last Piast kings of Poland, 1323–1370, in: Colloquia Russica 2 (2012), S. 114–120. [mehr...]
  • Validissima semper Christianitatis propugnacula. Zur Entstehung der Bollwerksrhetorik in Polen und Ungarn im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit, in: Sarmatismus versus Orientalismus in Mitteleuropa, Berlin 2012, S. 131–168. [mehr...]

Rezensionen (Auswahl)

  • Naegle, Gisela (Hg.): Frieden schaffen und sich verteidigen im Spätmittelalter/Faire la paix et se défendre à la fin du Moyen Âge (Pariser Historische Studien 98), in: Historische Zeitschrift [im Druck].
  • Dücker, Julia: Reichsversammlungen im Spätmittelalter. Politische Willensbildung in Polen, Ungarn und Deutschland (Mittelalter-Forschungen 37), in: ZfO 63,1 (2014), S. 113–115.
  • Koller, Markus: Eine Gesellschaft im Wandel. Die osmanische Herrschaft in Ungarn im 17. Jahrhundert (1606–1683), in: ZfO 62 (2013), S. 650–652.
  • Bues, Almut: Die Jagiellonen. Herrscher zwischen Ostsee und Adria, in: ZfO 61,1 (2012), S. 73–76.
  • Borkowska, Urszula/ Hörsch, Markus (Hg.): Hofkultur der Jagiellonendynastie und verwandter Fürstenhäuser (Studia Jagellonica Lipsiensia 6), in: ZfO 61,1 (2012), S. 73–76.

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Forschungsschwerpunkte

  • Mittelalterliche und frühneuzeitliche Kultur-, Geistes-, Politik- und Militärgeschichte des östlichen und südöstlichen Europa
  • Geschichte der Kreuzzüge und der Kreuzzugsbewegung vom Hochmittelalter bis in die Frühe Neuzeit
  • Adlige Herrschaft und Kultur
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Dissertationsprojekt

Arbeitstitel: „Antemurale-Vorstellungen zwischen Heiligem Stuhl, Venedig, Ungarn und Polen. Verbreitungsinstanzen und Rezeptionspfade 1440-1550“

Ausgangspunkt des Forschungsprojekts soll die Beobachtung sein, dass insbesondere in den ostmitteleuropäischen Gesellschaften, konkret in Ungarn, Kroatien und Polen, seit dem späten Mittelalter eine Begriffsschicht und eine Topik existiert, die jeweils das eigene Regnum und die eigene Gemeinschaft zu einer „Vormauer der Christenheit“ – säkularisiert dann zu einer „Vormauer Europas“ – stilisiert. Eine Topik, die insbesondere vom 15. bis zum 17. Jahrhundert eine europaweite Ausbreitung findet. Das suggestive Bild einer sich in einer Festung befindenden und von Feinden umringten Gemeinschaft, die auf den Vormauern verteidigt werden muss, erlebte insbesondere in der Zeit der Türkenkriege einen starken Anstieg und letztendlich eine europaweite Diffusion der Verteidigungstopoi. Der Begriff wurde aus dem zeitgenössisch höchst modernen Feld der Militärtechnik und –strategie entlehnt. Hier waren mit der Entwicklung der Artillerie herkömmliche Burg- und Festungsbauten entwertet, ja fast nutzlos geworden und es mussten neue Befestigungsformen bzw. neue Strategien gefunden werden. Befestigungsanlagen in Form von sternförmigen Bastionen und Vormauern hinter massiven Erdwällen, die auch einem konzentrierten Angriff standhalten konnten, wurden entwickelt. Der Diskurs besitzt durch seinen Rückbezug auf zeitgenössische Kriegspraxen also von Anfang an eine hohe Militanz, die ein Aufgreifen vor allem in Krisensituationen und unter dem Eindruck von Bedrohungsszenarios nahe legte. Der Fall der Vormauern bedeutete frei nach der spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Domino-Theorie die unmittelbare Bedrohung der Festung und mit ihr der ganzen Gemeinschaft, ja der ganzen Zivilisation, in diesem Fall der christianitas.

Das Ziel der Dissertation soll es sein, die Entstehung, Durchsetzung, Diffusion und europaweite Rezeption des Antemurale-Konzepts zwischen dem 15. und dem 16. Jahrhundert mithilfe der Transfer-, Diskurs-, Begriffs- und Rezeptionsforschung aufzuzeigen. Dabei sollen die Untersuchungen der sich ausbildenden Topik – hier spielt insbesondere das 15. Jahrhundert eine entscheidende Rolle –, die bisher größtenteils außer Acht gelassenen Bildquellen als auch die recht früh einsetzende Instrumentalisierung und propagandistische Nutzung der Topoi durch die beteiligten kirchlichen Instanzen bis hin zum Papsttum als womöglichen Initiator des Antemurale-Konzepts, in der höfischen Politik der spätmittelalterlichen/frühneuzeitlichen Dynastien wie auch in der Diplomatie behandeln. Die Kombination der Ansätze innerhalb der Begriffsgeschichte, der Diskursanalyse und der historischen Bildwissenschaften ermöglicht eine tiefgreifende Analyse der bereits erwähnten, zahlreichen lateinischen wie auch nationalsprachlichen Ausprägungen des Antemurale-Begriffes.

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