Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Navigation

Artikelaktionen

Valentin Hemberger

 

Biographie

10/2009–07/2011

Bachelorstudium Geschichts- und Kulturwissenschaft (Hauptfach: Geschichte, Nebenfach: Fachjournalismus Geschichte) an der JLU Gießen
10/2010–09/2013 Studentische Hilfskraft des Historischen Instituts der JLU (Lehrstuhl Fachjournalismus Geschichte), des Graduiertenkollegs „Transnationale Medienereignisse von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart“ sowie des Gießener Zentrums Östliches Europa (GiZo)
10/2011–11/2013 Masterstudium Geschichte an der JLU Gießen
11/2013–09/2014 Wissenschaftliche Hilfskraft am Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo) an der JLU Gießen
11/2013–12/2014 Koordinator des Graduiertenkollegs „Transnationale Medienereignisse von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart“ an der JLU Gießen
Seit 05/2015 Aushilfe der J. B. Metzler Verlag GmbH
Seit 01/2016 Bibliotheksangestellter der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart


Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte der Weimarer Republik, Schwerpunkt Pressewesen
  • Geschichte der Sowjetunion (vor 1945)
  • Kommunismusforschung

 

Promotionsvorhaben

Arbeitstitel: Gedruckte Bilderwelten des Neuen Russlands. Die Darstellung der Sowjetunion in Illustrierten der Weimarer Republik, 1919-1933

Das Zusammenspiel aus sowjetischem Ereignisraum und medialen deutschen Darstellungs- und Konstruktionsräumen umfasst grundlegende Probleme und Konflikte deutsch-sowjetischer Kontakte und Kommunikation während der Weimarer Epoche. Dieser Prämisse folgend steht im Zentrum des geplanten Forschungsvorhabens die bildliche und textuelle Darstellung der Sowjetunion in Illustrierten der Weimarer Republik. Anknüpfend an deutsche Russlandbilder des 18. und 19. Jahrhunderts, entwickelte sich im Deutschland der 1920er Jahre eine ideologisch wie medial vielschichtige Widerspiegelung und Konstruktion der Sowjetunion. Verbunden durch die Stellung eines Parias innerhalb der Staatengemeinschaft nach dem Ersten Weltkrieg, wuchs in Weimar Deutschland das Interesse am sowjetischen Weg von einem agrarisch-halbindustriellen Land zum Experimentierfeld sozioökonomischer Modernisierungsprojekte unter der Hegemonie der Bolschewiki. Das revolutionäre Russland, seine Geschichte und bolschewistische Gegenwart zogen an, stießen ab, waren Versprechen und Drohung, je nach politischem Standpunkt des deutschen Betrachters.

Die (Fort-)Entwicklung des Sowjetunionbildes in der Weimarer Epoche wurde bisher unter verschiedenen Forschungsblickwinkeln und Methoden analysiert. Neben Forschungsarbeiten zu institutionellen und parteilichen Verknüpfungen – hier im Besonderen zum Verhältnis zwischen der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und der UdSSR – liegen unter anderem einige Werke neueren Datums zur Thematik der (intellektuellen) Sowjetunionreisenden vor. Unweit schwächer ist die Forschungslandschaft in Bezug auf die journalistische Berichterstattung aus und über die Sowjetunion aufgestellt: Neben einigen Standardwerken über namhafte Korrespondenten sind lediglich einzelne Untersuchungen zur Berichterstattung ausgewählter textdominanter Periodika auszumachen. In allen oben genannten Forschungsbereichen wird die Darstellung der Sowjetunion in einem höchst unzureichenden Maßstab von den Darstellungspolen Text und Bild ausgehend aufgeschlüsselt. Das Sowjetunionbild in Illustrierten der Weimarer Republik ist somit als wissenschaftlich ertragsversprechende Forschungslücke zu benennen. Dies gilt umso mehr, wenn man bedenkt, dass die Geschichtswissenschaft in Hinwendung zur florierenden Bildwissenschaft bilddominante Medien wie eben die Illustrierte als wertvolle soziohistorische Quelle (neu-)entdeckt und im Bereich der Illustriertenforschung – als einem Teil der interdisziplinär aufgestellten Bildwissenschaft – aktuell wesentliche methodische und inhaltliche Neuerungen zu verzeichnen sind.

Im Zentrum des hier skizzierten Dissertationsvorhabens stehen demnach die Rezeption und Verarbeitung der komplexen sowjetischen Realität durch und in bilddominierten Presseerzeugnissen der Weimarer Republik. Die dabei angestrebte Hinwendung zum Bild-Text-Komplex der Illustrierten soll als organische Weiterentwicklung und Ergänzung der vorhandenen Forschungsergebnisse in Bezug auf das/die zeitgenössische Russlandbild, die Berichterstattung über das Land und dessen Performanz fungieren.