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Artikelaktionen

2005

ALICE

ALICE
nach Lewis Carroll

Inszenierung: Bastian Kraft
Licht: Milena Kipfmüller
mit: Anna Baumgart, Sebastian Blasius, Roland Siegwald

 

Gut, wenn alles seine Ordnung hat. Wenn man weiß, auf welchem Weg man nach Hause kommt, um wieviel Uhr es Essen gibt und vor allem: wer man ist - Alice nämlich. Was aber, wenn einem diese Ordnung abhanden kommt? Woran soll man sich festhalten, wenn man in ein Kaninchenloch fällt und sich die ganze Welt plötzlich in Absurdität auflöst? Nie hat Orientierungslosigkeit mehr Spaß gemacht als in Lewis Carrolls Klassiker ALICE. Der vor Wortwitz und schwindelerregenden Sinverdrehungen strotzende Text wird inszeniert als bilderstarker Theatertrip, der die wohlgeordneten Fäden der Vernunft durcheinanderwirbelt wie eine große Waschmaschine. Alles scheint sich zu drehen - oben, unten, rechts und links verlieren ihre Bedeutung - die Konventionen spielen verrückt. Aber was macht das schon, solange man noch weiß, wer man ist - Alice nämlich.

 

Aufführungen:
16.4.2005, Probebühne (Premiere)
18.4.2005, Probebühne
9.6.2005, zwei Vorstellungen, Stadttheater Gießen, TiL Studiobühne (Theatermaschine)
16.9.2005, zwei Vorstellungen, PACT-Zollverein Essen (SQUATT im Rahmen der Ruhrtriennale 2005)

 

(...) Psychedelische Projektionen bilden den Hintergrund, vor dem Anna Baumgart, Sebastian Blasius und Roland Siegwald abwechselnd die Titelrolle übernehmen und andere zentrale Figuren gut konturiert darstellen. Immer neue, in ihrer Aussagekraft deutliche und exakt gearbeitete Personenarrangements reihen sich aneinander. Die fantasievolle, gut strukturierte und in ihrer Geschlossenheit perfekt zu nennende Produktion fand grosse Resonanz beim Publikum. 
(Giessener Anzeiger, 11.06.2005)

 

Inszenierung
von Bastian Kraft 

 

Bisherige Aufführungen

  • 16.4.2005, Premiere , Probebühne / TiL Studiobühne / PACT Zollverein

 

ALICE

ALICE

ALICE

Alle paar Minuten

Ein Chor tanzt Standardtänze ohne Partner. Ein Mann kauft ein belegtes Brötchen und berichtet, dass man es hier nicht mehr aushalten kann. Eine Frau kann ihren Mann nicht mehr wiederfinden. Ein Hausmeister, den seine Frau Elke verlassen hat, träumt von San Francisco.

In einem Park trifft Tom Lea nach elf Jahren wieder. In der Zwischenzeit, in der die beiden sich nicht gesehen haben, hat Tom sich erhängt und schlägt sich seitdem mit Aushilfsjobs durch. Lea hat ihre Eltern tot, nackt und vollständig rasiert im Bad gefunden.

Tom und Lea kommen ins Gespräch. Lea berichtet, warum sie selbst aufgenommene Kassetten mit den Geräuschen von Regen, einem Waisenhaus und dem Schnarchen ihrer Eltern hört und mit Kidneybohnen spielt.

Tom und Lea werden ein Paar.In einer Kirche offenbart Lea Tom, dass sie sterben wird. Tom versucht erfolglos zu schlafen. Lea spricht darüber, warum geliebt wird, wer Durst hat und der Hausmeister entscheidet sich nach San Francisco zu gehen, auch wenn er keine Weltgeschichte mehr schreiben wird.

 


Buch:
Stephan Koch, Matthias Meppelink

Mit:
Leonie Abbassi, Beate Bernard, Daniela Bette, Peter Clös, Corinna Dorenkamp, Björn Geske, Matthias Hermann, Michael Che Koch, Stefanie Panknin, Malte Scholz

Ton:
Carsten Schmidt

Set-Logistik:
Lars Lucas

 

monster.truck@web.de


Film
von Monster Truck 


Bisherige Aufführungen

  • 10.6.2005, Premiere , Probebühne

Aufführungsanalyse von medialen Inszenierungen des Realen: Bush und Katrina (Kolloquium „Das Reale und die (neuen) Bilder.")

Als Ende August/Anfang September 2005 Hurricane Katrina und ihre Ausläufer über die Golfküstenregion hinwegfegten, ließen sie als vermutlich schlimmste Naturkatastrophe in der Geschichte der Vereinigten Staaten die Überlebenden vor allem in Louisiana und Mississippi zwischen Toten und Trümmern orientierungslos und in einem tagelangen Zustand unterlassener föderaler und staatlicher Hilfe an Zufluchtsorten wie Superdome und Convention Center zurück.
Dem daran anschließenden Lärm aus gegenseitigen Schuldzuweisungen, Entlassungen, den Forderungen nach staatlicher Präsenz, Anteilnahme und politischer, aktiver Konsequenz begegnete Präsident Bush mit einer zuvor angekündigten Rede: Bushs Rede an die Nation bildhaft inszeniert auf dem Jackson Square in New Orleans, Louisiana am Abend des 
15. September (16. Sept. MESZ, 3:00h). 
Welche Strategien verfolgt die Inszenierung dieser Rede, die - gemessen an anderen Bildern vorausgegangener Reden des Präsidenten und an den Bildern, die Präsident Bush im Anschluß daran im Zusammenhang mit der Hurricane Hilfe und dem Wiederaufbau zeigen - das Bildgeschehen in ein zeitliches Vorher und Nachher teilt?
Welche Bildelemente lassen sich als Zeichen einer Bildrhetorik ausmachen, die ihren Protagonisten in einem anderen Verhältnis zum Realen der Katastrophe und daran unmittelbar Beteiligter dargestellt sehen will?

Wie treten Vater Staat und Mutter Natur in eine bildhafte Konfrontation? Und wo spielt sich ihre Begegnung ab?

Petra Bolte-Picker, Justus-Liebig-Universität Giessen 
Petra Bolte-Picker, Jg. 1967, arbeitete als ausgebildete Tänzerin, Choreographin und Schauspielerin für das deutsche Fernsehen und für Theater in Frankfurt, Rom und Brüssel (Needcompany; Jan Lauwers/Grace Ellen Barkey), bevor sie 2000 ihr Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Giessen abschloß.
2001-2002 und 2005 Vertretung einer wissenschaftlichen Mitarbeiterstelle am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft, Giessen.
Forschung und Lehre: Seminare zu den Themenbereichen Schauspieltheorie und -praxis; Theorie und Geschichte des Rundfunks; Belgisches Theater der 80er und 90er Jahre.
Arbeit an einer von Prof. Helga Finter betreuten Dissertation mit dem Arbeitstitel Theatralisierung von Politikerstimme und Schauspielerstimme im 20. Jahrhundert.

 

Im Rahmen des internationalen Kolloquiums „Das Reale und die (neuen) Bilder. Repräsentationen des Anderen oder Terror der Bilder?“ an der JLU Gießen vom 11. bis 12. November 2005

Das Kolloquium ist eine Kooperation des Zentrums für Medien und Interaktivität, Giessen und des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft, Giessen im Rahmen der Forschungsreihe "Inszenierungen in den Neuen Medien". Es wird veranstaltet von Prof. Helga Finter und Prof. Heiner Goebbels.

 

Vortrag
von Petra Bolte-Picker (Justus Liebig Universität Gießen) 

Bisherige Termine

  • 12.11.2005, Premiere , Margarethe-Bieber-Saal, Gießen


Auge, Blick und Bild: Mediale Zäsuren im Sichtbaren (Kolloquium „Das Reale und die (neuen) Bilder.")

Mit der digitalen Erzeugung von Bildwelten ist eine Krise des Bildes als mimetische Beglaubigung der Wirklichkeit zum Fokus der Kulturwissenschaften geworden. Im Kontext des sog. Paradigmawechsels vom linguistic turn zum iconic turn wird zunehmend nach der medialen Interferenz von Sichtweisen und Blickbeziehungen innerhalb der visuellen Kultur gefragt.
Belegt nicht die intermediale Verkreuzung von malerischen, photographischen, filmischen und numerisch generierten Bildern innerhalb eines Darstellungsraums - gerade im „postdramatischen“ Theaterraum seit Robert Wilson, dass das Konzept der ‚Abbildung der Wahrheit’, die der Augen-Schein der Bilder seit Aristoteles und Platon in letzter Instanz zu berücksichtigen habe, in eine kategoriale Krise geraten ist? Die Eigensinnigkeit der Bilder scheint die wechselseitige Referenz von Wahrheit und Schein, von Sichtbarkeit und Intelligibilität zu verabschieden. Zu zeigen ist daher, wie innerhalb der okularen Logik des „Sehens“ der „Blick“ interveniert, der selbst nicht sichtbar werden kann. Im Gegenzug zur seit der antiken Episteme langlebigen Vorstellung des ‚sonnenähnlichen’ Auges als Quelle der höheren Erkenntnis ist der „Blick“, der uns allererst zu sehen gibt, in keinem Augenpunkt zu fixieren. Die Kluft von Auge und Blick in der Wahrnehmung zu bedenken, ist für die zeitgenössische Debatte über den Verlust oder gar die Auflösung des Körpers und der Bilder zentral, weil der Blick weder aufgelöst noch ersetzt werden kann.

G. C. Tholen, Universität Basel
Prof. Dr. Georg Christoph Tholen, geb.1948, Ordinarius für Medienwissenschaft mit kulturwissenschaftlichem Schwerpunkt an der Universität Basel, Studium der Philosophie, Soziologie und Psychologie an den Universitäten Bonn, Köln, Marburg und Hannover. Forschungsschwerpunkte: Grundlagen der Medientheorie, Zeit und Raum, Aisthesis und Medialität, Erinnern und Vergessen. Veröffentlichungen u. a.: Die Zäsur der Medien. Kulturphilosophische Konturen, Frankfurt am Main 2002, als Mitherausgeber: HyperKult. Geschichte, Theorie und Kontext digitaler Medien, Frankfurt am Main/Basel, Bd. I: 1997, Bd. II: 2005; Konfigurationen. Zwischen Kunst und Medien, München 1999; Mimetische Differenzen. Der Spielraum der Medien zwischen Abbildung und Nachbildung, Kassel 2002; SchnittStellen. Basler Beiträge zur Medienwissenschaft, Bd.1, Basel 2005.

 

Im Rahmen des internationalen Kolloquiums „Das Reale und die (neuen) Bilder. Repräsentationen des Anderen oder Terror der Bilder?“ an der JLU Gießen vom 11. bis 12. November 2005

Das Kolloquium ist eine Kooperation des Zentrums für Medien und Interaktivität, Giessen und des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft, Giessen im Rahmen der Forschungsreihe "Inszenierungen in den Neuen Medien". Es wird veranstaltet von Prof. Helga Finter und Prof. Heiner Goebbels.

 

Vortrag
von Prof. Dr. Georg Christoph Tholen (Universität Basel) 

 

Bisherige Termine

  • 12.11.2005, Premiere , Margarethe-Bieber-Saal, Gießen

Constructing duration (Kolloquium „Das Reale und die (neuen) Bilder. Repräsentationen des Anderen oder Terror der Bilder?“)

La conférence portera sur une image de lamentation funèbre (image prise au Kosovo par Georges Mérillon en 1990) qui a servi de départ à une œuvre actuelle de l’artiste Pascal Convert. Il s’agira d’introduire à la question des temporalités multiples dont un seul geste simple — un geste de souffrance et de deuil — est porteur, le geste étant peut-être plus ancien encore que nos vestiges de marbre.

Né en 1953. Philosophe et historien de l’art, enseigne à l’École des Hautes Études en Sciences Sociales (Paris). Il a séjourné à Rome (Académie de France), à Florence (Villa I Tatti-Harvard University Center for Italian Renaissance Studies), à Londres (Institute of Advanced Study, Warburg Institute). Il a enseigné dans plusieurs universités étrangères (Johns Hopkins, Northwestern, Berkeley, Courtauld Institute, Berlin). Il a reçu le Hans-Reimer-Preis de la Aby-Warburg-Stiftung (Hambourg). Il a dirigé plusieurs expositions, dont L’Empreinte au Centre Georges Pompidou (Paris, 1997) et Fables du lieu au Studio national des Arts contemporains (Tourcoing, 2001).Il a publié une vingtaine d’ouvrages sur l’histoire et la théorie des images, notamment, pour les plus récents : Ouvrir Vénus. Nudité, rêve, cruauté (Gallimard, 1999) ; Devant le temps. Histoire de l’art et anachronisme des images (Minuit, 2000) ; L’Image survivante. Histoire de l’art et temps des fantômes selon Aby Warburg (Minuit, 2002) ; Ninfa Moderna. Essai sur le drapé tombé (Gallimard, 2002) ; Images malgré tout (Minuit, 2003) ; Mouvements de l’air : Étienne-Jules Marey, photographe des fluides (Gallimard, 2004). Gestes d’air et de pierre. Corps, parole, souffle, image (Minuit, 2005).

Im Rahmen des internationalen Kolloquiums „Das Reale und die (neuen) Bilder. Repräsentationen des Anderen oder Terror der Bilder?“ an der JLU Gießen vom 11. bis 12. November 2005

Das Kolloqiuum ist eine Kooperation des Zentrums für Medien und Interaktivität, Giessen und des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft, Giessen im Rahmen der Forschungsreihe "Inszenierungen in den Neuen Medien". Es wird veranstaltet von Prof. Helga Finter und Prof. Heiner Goebbels.

 

Vortrag
von Georges Didi-Huberman (Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales Paris) 

 

Bisherige Termine

  • 11.11.2005, Premiere , Margarethe-Bieber-Saal, Gießen

Cubox 3:3 - Eine Multi-Monitor-Performance für drei Fernseher, drei Kameras und drei Tänzer

20. Oktober 2005 (Diskursfestival05)

Eine feine Membran hält das Auge des Betrachters davon ab, sich wirklich sicher sein zu können, was dahinter passiert. Sie öffnet und schliesst sich in Intervallen. Was entsteht, ist ein Zwischenraum, eine Kette von Intensitäten, die unaufhörlich in ihrer Nuancierung zwischen zwei Zuständen changiert: AN UND AUS.
Das Verhältnis von Teleraum und Bühnenraum wird ins Wanken gebracht. Eine Abwesenheit im Sichtbaren, weil man auf beiden Seiten nicht ankommt. Das, was real auf der Bühne passiert, ist nicht präsenter als das, was man in Ausschnitten auf der Mattscheibe zu Gesicht bekommt. Rohmaterial dessen, was man auf den Bildschirmen sieht, ist die vermeintliche „Präsenz“ des Live-Raums. - Liveness als etwas medial Vermitteltes. Der Körper erscheint nur in den Bildern, die er von sich produziert.

„Wenn es stimmt, dass die heutige Kunst .. die Frage nach dem Ort des Körpers neu und anders stellt, dann geschieht dies bewusst als hybride Performierung bzw. Perforcierung der vermeintlichen Leibunmittelbarkeit des Körpers.“ (Georg Christoph Tholen)

Der Körper als gesampelter Körper. Ohne Unterlass kommt er näher und entfernt sich. Jemand hat vergessen, auf der Fernbedienung die Zoomtaste loszulassen. Und plötzlich ist alles ganz nah, extrem weit weg, ein Loop aus Nähe und Distanz. 
Fragile Leiberfahrungen, zwischen denen gezappt wird. Die ebenso schnell verschwinden wie sie auftauchen. Das Bild franst an den Rändern aus und flieht in alle Richtungen. Der Rahmen schwappt weg. Posen und stereotype Gesten werden in ihrer Multiplizierung zur Implusion gebracht, fallen in sich zusammen, werden gecuttet, gepastet, vor– und zurückgespult, angehalten, beschleunigt, verlangsamt, in einen rasend schnellen Freeze verwandelt. In der raschen Aufeinanderfolge ausgehöhlt und ihrer Bedeutung beraubt. 

„Die Welt der Kunst besteht aus drei Faktoren:
1)Eitelkeit
2)Exklusivität
3)Schönheit
Selbstverständlich kann die Videowelt nur mit der dritten Sache aufwarten... Schönheit, nicht aber mit Eitelkeit oder Exklusivität, da Video essentiell ein multipolitisches und deshalb >demokartisches< Medium ist.“ (Nam June Paik)

Eine Kooperation zwischen dem Institut für Angewandte Theaterwissenschaft und der Tanzcompagnie Giessen im Rahmen der hessischen Theaterakademie.

 

Tanzprojekt
von Miranda Glikson/Mirko Hecktor/Jens Heitjohann/Stefan Hölscher/Marc Jungreithmeier/Charlotte Könenkamp/Melodie Lasselin/Lucie Tuma/Hiroshi Wakamatsu 

 

Bisherige Aufführungen

  • 20.10.2005, Premiere , Probebühne

 

Cubox 3:3 - Eine Multi-Monitor-Performance für drei Fernseher, drei Kameras und drei Tänzer

Das Photo und der Tod in der Maske (Kolloquium „Das Reale und die (neuen) Bilder. Repräsentationen des Anderen oder Terror der Bilder?“)

Hans Belting, IFK WienHans Belting ist gegenwärtig Direktor des Internationalen Forschungszentrums für Kulturwissenschaften (IFK) in Wien. Er hat zuletzt an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe die Professur für Kunstwissenschaft und Medientheorie innegehabt. Anschließend lehrte er für ein Jahr auf dem Europäischen Lehrstuhl des Collège de France in Paris und an der Northwestern University in Chicago. Er ist Mitglied vieler wissenschaftlicher Akademien im In- und Ausland und wurde in den Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste gewählt. Unter seinen neuen Publikationen sind zu nennen: Bildanthropologie - Entwürfe für eine Bildwissenschaft (München 3. Auflage 2005); Hieronymus Bosch: Der Garten der Lüste (München 2002); Das echte Bild - Bildfragen als Glaubensfragen (München 2005); Szenarien der Moderne - Die offenen Grenzen der Kunst (Hamburg 2005).

Im Rahmen des internationalen Kolloquiums „Das Reale und die (neuen) Bilder. Repräsentationen des Anderen oder Terror der Bilder?“ an der JLU Gießen vom 11. bis 12. November 2005

Das Kolloquium ist eine Kooperation des Zentrums für Medien und Interaktivität, Giessen und des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft, Giessen im Rahmen der Forschungsreihe "Inszenierungen in den Neuen Medien". Es wird veranstaltet von Prof. Helga Finter und Prof. Heiner Goebbels.

 

Vortrag
von Prof. Dr. Hans Belting (IFK Wien) 

 

Bisherige Termine

  • 11.11.2005, Premiere , Margarethe-Bieber-Saal, Gießen

Das Reale und die (neuen) Bilder. Repräsentationen des Anderen oder Terror der Bilder. Ein Internationales Kolloquium

Das Kolloquium ist eine Kooperation des Zentrums für Medien und Interaktivität, Giessen und des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft, Giessen im Rahmen der Forschungsreihe "Inszenierungen in den Neuen Medien". Es wird veranstaltet von Prof. Helga Finter und Prof. Heiner Goebbels.

Das internationale Kolloquium "Das Reale und die (neuen) Bilder. Repräsentationen des Anderen oder Terror der Bilder?" führt Forscher verschiedener Disziplinen mit dem Ziel zusammen, die Frage der theoretischen und ästhetischen Grundlagen der neuen Bilder und ihres Bezugs zum Realen in einem, nach dem 11. September 2001 radikal veränderten gesellschaftlichen Kontext zu diskutieren. Denn heute, nach dem 11. September, ist das Problemfeld der Darstellung und ihren Grenzen sowie der Repräsentation des Anderen nicht nur auf die Frage der gesellschaftlichen Funktion von Bildern angesichts des Einbruchs des Realen erweitert. Auch deren ästhetische, politische und religiöse Legitimation in einer postmodernen Gesellschaft des Spektakels (Guy Debord) steht zur Debatte.

Die Referentinnen und Referenten aus Kunst-, Medien-, Kultur-, Theater- und Tanzwissenschaft, die sich mit dem Problem des Verhältnisses von Realem und medialen Bild, Körper und Medium, Inszenierung und Repräsentation in ihren Publikationen auseinandergesetzt haben, werden den Komplex an Fragen, der sich mit der Veränderung des soziopolitischen Kontextes einer globalisierten Medialisierung des Realen stellt, sondieren. Die Grenzen der Darstellung werden in diesem Zusammenhang auch im Hinblick auf die psychische Ökonomie des rezipierenden Subjekts anhand von Beispielen aus dem aktuellen wie auch dem historischen Kontext, der sich bislang bewährter ikonographischer, ästhetischer und ritueller Strategien bedient, in folgenden Sektionen diskutiert werden:

I Theoretische und mediale Voraussetzungen des Verhältnisses von Realem und Darstellung
II Bedingungen und Grenzen der Darstellbarkeit des Realen
III Historischer und aktueller ikonographischer wie ritueller Umgang mit dem Realen
(I. Kunstgeschichte, II. Ästhetische Strategien Theater/Tanz )

Referenten
Marcel Baumgartner, Justus-Liebig-Universität Giessen
Hans Belting, IFK Wien
Petra Bolte-Picker, Justus-Liebig-Universität Giessen
Georges Didi-Huberman, École des Hautes Études, Paris
Helga Finter, Justus-Liebig-Universität Giessen
Jochen Hörisch, Universität MannheimGerald Siegmund, Universität Bern
G. C. Tholen, Universität Basel
Silke Tammen, Justus-Liebig-Universität Giessen

Der Kongress wird gefördert von: Hochschulgesellschaft der Justus Liebig Universität, Giessen 


Programm

Freitag 11. November 2005

14.30 Uhr Eröffnung und Begrüßung Prof. Dr. Stefan Hormuth (Präsident der JLU), Prof. Dr. Monika Wingender (Dekanin FB 05), Prof. Dr. Claus Leggewie (ZMI), Prof. Heiner Goebbels (Institut ATW)

15.15 Uhr Prof. Dr. Helga Finter: "Ikonophilie, Ikonophobie: Das Reale und die (neuen) Bilder, Fragestellungen"

16.00 - 16.15 Uhr Kaffeepause

16.15 - 18.15 Uhr Theoretische und mediale Voraussetzungen des Verhältnisses von Realem und Darstellung
Chair: Prof. Dr. Helga Finter
Prof. Dr. Didi-Huberman: "Constructing duration"
Prof. Dr. Hans Belting: "Das Photo und der Tod in der Maske"

19.00 Uhr Abendessen mit den Referentinnen und Referenten

21.00 Uhr Institut für Angewandte Theaterwissenschaft
"Cubox 3:3" , eine Multi-Monitor-Performance für 3 Kameras, 3 Fernseher und 3 Tänzer von Glikson, Hecktor, Hölscher, Könenkamp, Lasselin, Wakamatsu
"32nds treat : moments found and lost", Videoinstallation nebensächlicher Augenblicke der Künstlerin und Institutsabsolventin Hanna Linn Wiegel

Samstag 12. November 2005

9.00 - 11.00 Uhr Bedingungen und Grenzen der Darstellbarkeit des Realen
Chair: Prof. Dr. Claus Leggewie
Prof. Dr. Georg Christoph Tholen: "Auge, Blick und Bild: Mediale Zäsuren im Sichtbaren"
Prof. Dr. Jochen Hörisch: "Medien des Terrors und der Terrorbekämpfung"

11.00 - 11.15 Uhr Kaffeepause

11.15 - 12.15 Uhr 
Chair: Prof. Dr. Gerald Siegmund
Petra Bolte-Picker: "Aufführungsanalyse von medialen Inszenierungen des Realen"

12.15 - 14.00 Uhr Mittagessen mit den Referentinnen und Referenten

14.00 - 16.00 Uhr Historischer und aktueller ikonographischer wie ritueller Umgang mit dem Realen I (Kunstgeschichte)
Chair: Prof. Heiner Goebbels
Prof. Dr. Silke Tammen: "Krieg und Erinnerung auf, in und unter dem 'roten Teppich' Via Lewandowskys im Berliner Bundesministerium der Verteidigung"
Prof. Dr. Marcel Baumgartner: "Goya nach Chapman"

16.00 - 16.15 Uhr Kaffeepause

16.15 - 18.30 Uhr Historischer und aktueller ikonographischer wie ritueller Umgang mit dem Realen II (Ästhetische Stragien Theater/Tanz)
Prof. Dr. Gerald Siegmund: "Passivität und Perversion: Das Reale und die Körperbilder"
Bilanz (Prof. Dr. Helga Finter/ Prof. Heiner Goebbels) und Schlußdiskussion

20.00 Uhr Abendessen mit den Referentinnen und Referenten

 

Vortrag
von Institut ATW / ZMI Gießen 

 

Bisherige Termine

  • 11.11.2005, Premiere , JLU Gießen

Dreckig tanzen

„Dreckig tanzen – oder Schleiertanz bei Kellermanns“
- Eine Choreographie für einen Mädchenchor, einen Animateur und vier Melonen -

„Es war im Sommer ’63. Alle nannten mich Baby. Irgendwie hat mir das gefallen.
Es war bevor Präsident Kennedy ermordet wurde, bevor es die Beatles gab und als ich nicht abwarten konnte, der Friedensbewegung anzugehören.
Das war der Sommer, in dem ich dachte, dass ich nie einen Jungen finden würde, der so toll ist wie mein Dad.“

Eine doppelschneidige Hommage an „Dirty Dancing“. Dreckig tanzen geht dem Phänomen des Kultfilms auf den Grund. Vier Darstellerinnen mixen Filmzitate mit Ausschnitten aus Fanpost und eigenen Bekenntnissen zu einer grotesken Collage.

Idee und Inszenierung: Susanne Zaun
Dramaturgie und Regiemitarbeit: Marion Schneider
Bühne: Philipp Schulte
Ton: Friederike Kenneweg
Licht: Kathi Loch
Darsteller:
Isabell Dachsteiner, Annika Scheffel, Anna Schewelew, Anne Tenhaef und Philipp Schulte
Aufführungsdauer: ca. 45 Minuten

 

Inszenierung
von Susanne Zaun 

 

Bisherige Aufführungen

  • 30.4.2005, Premiere , Probebühne des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen

 

Dreckig tanzen

eingebildet krank

nach Motiven von Molière

6 Aufführungen

 

Inszenierung
von Philipp Schulte; mit Katharina Kownatzki, Sebastian Deufel, Johanna Kienitz

 

Bisherige Aufführungen

  • 27.1.2005, Premiere , Hannoversche Kammerspiele, Altes Magazin

Everything is black and I don't know

Kurzfilm. Gedreht in Estland, Filmfestival Tallin
Akademia nOn Grata, KinoBerlino
Kamera: Maxim Surin, Timo Toots
Schnitt: Team

 

Film
von Ana Berkenhoff / Anselm Belser 


Bisherige Aufführungen

  • 22.9.2005, Premiere , Akademia nOn Grata Pernu, Film+ VideoFestival Tallin, Estland

Fünf Freunde im Meuchelblutwald des Schreckens

Krimihörspielparodie

 

Lesung
von Philipp Schulte; mit Julia Freienberg, Daniel Stock, Susanne Zaun 


Bisherige Aufführungen

  • 28.2.2005, Premiere , Alte Räucherei Kiel

Goya nach Chapman (Kolloquium „Das Reale und die (neuen) Bilder. Repräsentationen des Anderen oder Terror der Bilder?“)

Im Rahmen des internationalen Kolloquiums „Das Reale und die (neuen) Bilder. Repräsentationen des Anderen oder Terror der Bilder?“ an der JLU Gießen vom 11. bis 12. November 2005

Das Kolloquium ist eine Kooperation des Zentrums für Medien und Interaktivität, Giessen und des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft, Giessen im Rahmen der Forschungsreihe "Inszenierungen in den Neuen Medien". Es wird veranstaltet von Prof. Helga Finter und Prof. Heiner Goebbels.

 

Vortrag
von Prof. Dr. Marcel Baumgartner (Justus-Liebig-Universität Gießen) 

 

Bisherige Termine

  • 12.11.2005, Premiere , Margarethe-Bieber-Saal, Gießen

Ikonophobie, Ikonophilie (Kolloquium „Das Reale und die (neuen) Bilder. Repräsentationen des Anderen oder Terror der Bilder?“)

Der Vortrag sucht das breite von Ikonophobie und Ikonophilie gezeichnete Feld zuerst anhand einer Befragung der theoretischen Implikationen von Darstellungsfeindlichkeit, Ikonophobie und Ikonophilie im Hinblick auf die Ökonomie des Subjekts als spezifisches Verhältnis zum Imaginären, Symbolischen und Realen zu skizzieren. Ein zweiter Punkt diskutiert sodann den Stellenwert von Mediation und Medien im Hinblick auf diesen Themenkomplex, ausgehend von Georges Batailles Religionstheorie, um die Frage der fehlenden Mediation und den Haß auf die Medien als zentral für die terroristische Ikonophobie zur Debatte zu stellen. Sodann wird der heutige Kontext nach 9/11 als Bilderkampf vorgestellt, wobei die Antworten auf terroristische Ikonophobie als Zensur und Selbstzensur problematisiert werden. Schließlich werden an drei Beispielen – der Totenmesse für Papst Johannes Pauls II., Batailles Expérience intérieure und Gregor Schneiders Cube Venice 2005 - ikonophile Strategien der Transfiguration des Realen vorgestellt, die als institutionelle und singuläre Antworten auf die Frage nach einer möglichen kritischen Funktion von Bildern analysiert werden

Helga Finter, Justus-Liebig-Universität Giessen
Studium der Romanistik und Geschichte in Freiburg, Konstanz, Paris. Promotion 1976 in Konstanz, Habilitation 1986 in Mannheim; seit 1991 Professorin für Theaterwissenschaft am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Giessen; Gastseminare am Collège de Philosophie, Paris und an den Universitäten Venedig, Straßburg, Avignon; 2006 Max Kade Visiting Professor of German an der University of Notre Dame, U.S.A. 
Schwerpunkte der Forschung: Ästhetik der Stimme, Theatralität nicht-dramatischer Texte, historische Avantgarden, Theater und Medien. 
Bücher als Autorin: Semiotik des Avantgardetextes, Stuttgart 1980; Der subjektive Raum, 2 Bde, Tübingen 1990; 
(Mit-)Herausgeberin von Bataille lesen, München 1992; Grenzgänge. Das Theater und die anderen Künste, Tübingen 1998; Kommentierte Ausgabe von César Antechrist und L’Amour en visites in Alfred Jarry, Oeuvres, Paris 2004. 
Zahlreiche Aufsätze zuletzt u.a.: „Mime de voix, mime de corps : L'intervocalité sur scène“, in: Christine Hamon-Siréjols/ Anne Surgers (Hg.), Théâtre : Espace sonore, espace visuel, Lyon 2003; Georges Batailles unsichtbarer Film: Das Szenario La maison brûlée , in: Volker Roloff et altri (Hg.), Französische Theaterfilme - zwischen Surrealismus und Existentialismus, Bielefeld, 2004; Cyberraum versus Theaterraum: Zur Dramatisierung abwesender Körper, in: C. Bieber, C. Leggewie (Hg.), Interaktivität. Ein transdisziplinärer Schlüsselbegriff, Frankfurt/ New York: 2004; Identität und Alterität: Theatralität der performativen Künste im Zeitalter der Medien, in Walter Bruno Berg et altri (Hg.) „Fliegende Bilder, fliehende Texte. Identität und Alterität im Kontext von Gattung und Medium“, Frankfurt/Main, Madrid, 2004, ; Stimmkörperbilder : Ursprungsmythen der Stimme und ihre Dramatisierung auf der Bühne, in: D. Kolesch/ J. Schrödl (Hg.)Kunst-Stimmen, Berlin, 2004

Im Rahmen des internationalen Kolloquiums „Das Reale und die (neuen) Bilder. Repräsentationen des Anderen oder Terror der Bilder?“ an der JLU Gießen vom 11. bis 12. November 2005

Das Kolloqiuum ist eine Kooperation des Zentrums für Medien und Interaktivität, Giessen und des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft, Giessen im Rahmen der Forschungsreihe "Inszenierungen in den Neuen Medien". Es wird veranstaltet von Prof. Helga Finter und Prof. Heiner Goebbels.

 

Vortrag
von Helga Finter (Justus Liebig Universität Gießen) 


Bisherige Termine

  • 11.11.2005, Premiere , Margarethe-Bieber-Saal, Gießen

It´s not the past that will dirve the future - das Glück liegt in der Mitte

It´s not the past that will dirve the future (das Glück liegt in der Mitte)

Aufführung im Rahmen des Szenischen Projekts "Documents" bei Rabih Mroué

Chinesische Glückskekse
Warum chinesische Glückskekse selber backen? Ganz einfach, weil der Reiz der Glückkekse im Innenleben der Kekse steckt . Als Überraschung kommt beim Reinbeißen der Kekse ein von Hand oder Maschine geschriebener kleiner Zettel zu Tage, auf welchem man ganz individuelle Botschaften, zum Beispiel Lebensweisheiten, Vorhersagen, Liebesgrüße, gute Wünsche usw. aufschreiben kann.

Glückskekse sorgen nach dem Essen, zum Beispiel beim Espresso, für lebhaften Gesprächsstoff bei Ihren Gästen, zumal wen auf den Zetteln auf die Personen zugeschnittene Texte stehen.

Tipp:
Zu einer Silvesterparty oder auch anderen Festen können diese Kekse mit Innenleben für sehr großen Spaß und interessante Unterhaltungen sorgen! (Vielleicht wollen sie ja das "Glück" eines bestimmten Menschen gezielt mitbestimmen.)

 

(10 Stück)
Zutaten:
2 Eiweiß
60 g Puderzucker
25 g weiche Butter
40 g Mehl

Zubereitung:
Mit einem elektrischen Handmixer Eiweiß zu steifem Schnee schlagen. Danach langsam den Puderzucker einrieseln lassen, weiter schlagen. Weiche Butter unterrühren und das Mehl dazugeben. Mit einem Rührlöffel alles vorsichtig unterheben.
10 Minuten ruhen lassen.
In der Zwischenzeit den Backofen auf 180° C vorheizen.
Zwei Kuchenbleche mit Backpapier auslegen. Mit einem Glas von ca. 8 cm Durchmesser jeweils 3 Kreise auf das Papier aufzeichnen.
Botschaften oder Glückwünsche auf kleine Streifen von Zetteln schreiben und zusammenfalten. 
Ungefähr 1 gehäuften und einen halben TL voll Teig jeweils auf einen Kreis mit einem Messer aufstreichen.
Im Backofen auf der mittleren Schiene bei 180° C 8 Minuten nach der Uhr backen.
Herausnehmen, mit einem breitem Messer vorsichtig einen Kreis abheben, Zettel in die Mitte legen und rasch einmal in der Mitte zusammenfalten, dabei den hinteren Rand nicht knicken, sondern rund lassen, sofort den Halbkreis über dem Rand einer stumpfen Kante, zum Beispiel einem Trinkglas , erneut ganz vorsichtig etwas anknicken. 
Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, wobei man die beiden Enden des Kekses ein bisschen in den Rillen des Gitters hineinsteckt, so dass sie bis zum Auskühlen etwas die Form behalten. 
Auf dem zweiten Blech die nächsten 3 Kreise mit Teig bestreichen, wieder backen.
Anschließend wieder das andere ausgekühlte Blech benutzen . So fort fahren, bis der Teig aufgebraucht ist.
Es klingt zwar etwas schwierig, ist aber in Wirklichkeit ganz einfach herzustellen, wenn man immer wieder ein kühles Kuchenblech und nicht mehr als 3 Kekse auf einmal macht. 
Bis zum Verzehr , nicht zu lange, in einer gut schließenden Dose trocken aufbewahren, damit die Knusprigkeit der Kekse nicht verloren geht. 

Tipp:
Sollten die Glückskekse nach etwas längerer Lagerung etwas weich geworden sein:Backofen auf 150 ° C vorheizen. Kekse auf einem Backblech 8 Minuten aufbacken. 

Ein Glückskeks hat ca. 63 kcal und ca. 2 g Fett

 

Dieses Rezept stammt von Mamas Rezepte Homepage.
http://www.mamas-rezepte.de


Performance
von Anna K. Becker 

 

Bisherige Aufführungen

  • 20.7.2005, Premiere , Probebühne

Krieg und Erinnerung auf, in und unter dem 'roten Teppich' Via Lewandowskys im Berliner Bundesministerium der Verteidigung

Seit 2003 wird der Atriumsboden des Verteidigungsministeriums von einem „roten Teppich“ bedeckt, der aus der Nähe abstrakt gemustert erscheint und sich erst dem erhöhten und distanzierten Betrachterblick offenbart - als gewebte Version einer fotografischen Luftaufnahme aus dem Februar 1945, die den Bezirk Tiergarten und den Bendlerblock zeigt.
Während im Zentrum der Tagung wohl eher die „neuen“ Medien stehen werden, möchte ich danach fragen, mit welchen Aussagezielen und und mit welchem Erfolg das altehrwürdige Medium des Bildteppichs in einem „neuen“ Ministerium eingesetzt wird, das zugleich Erinnerungsort des gescheiterten militärischen Widerstands ist, und wie ein solcher Teppich auch dazu einlädt, über Sehweisen, über das Verhältnis von fotografisch und textil erzeugtem Bild, von dokumentarischen und memorativ-repräsentativen Ansprüchen nachzudenken. Wie verhält sich der „rote Teppich“ mit seinem fragmentarischen, aus der Perspektive von Kampfflugzeugen aufgenommen Bild der Zerstörung zur Tradition des Bildteppichs, der seit dem Mittelalter Räume der herrscherlichen Machtentfaltung als maßgebliches Medium gestaltete und dabei immer wieder auch Kriege als Siegergeschichten prachtvoll und szenenreich darstellte? Wie ist das im „roten Teppich“ manifeste Spannungsverhältnis zwischen dem ausschnitthaften, ungerahmten Bild einer ruinösen Stadt und einer textilen Materialität zu werten, die dieses Bild in geordneter Weise aus sich kreuzenden Fäden zu einem geschlossenen, den Boden (ver-)deckenden Gewebe aufbaut? Ist ein solches Gewebe bzw. die verwirrende Nahsicht auf die textile Oberfläche geeignet, das vergangene reale Grauen einer zerstörten Stadtoberfläche und zerstörter Leiber in ihren Tiefen wieder aufscheinen zu lassen oder ist der „rote Teppich“ doch nur ein Angebot der Oberfläche - eine ironische Geste des heutigen Verzichts auf Zeremoniell und echte rote Teppiche oder die didaktisch motivierte Öffnung des Besucherblicks in die Tiefe des historischen Raums, dessen Komplexität vielleicht aber wieder überdeckt wird mit dem konsensfähigen Zitat der zerstörten Stadt?

Silke Tammen, Justus-Liebig-Universität Giessen
Jg. 1964; Studium der Kunstgeschichte, Mittlerer und Neuerer Geschichte und Romanistik in Marburg/L. und Trier; 1990 Promotion in Trier; 1991-1992 Postdoktorandenstipendium der DFG; 1992-1995 Wissenschaftliche Assistentin am Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn; 1996-1999 Wissenschaftliche Assistentin am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg; 1999 Habilitation (Habilitationsschrift „Im Meer der Bilder: Ecclesia, die Christen und die Anderen. Studien zu Ideologie, Funktionen und Lesbarkeit der Bible moralisée des 13. Jhs.“, derzeit in Überarbeitung für den Druck; Privatdozentin am Hamburger Seminar. Im Sommersemester 2001 Vertretungsprofessur in Tübingen, im Sommersemester 2002 Gastvorlesung in Wien und Vertretungsprofessur in Karlsruhe; im Wintersemester 2002/3 Vertretungsprofessur in Gießen, seit Sommer 2003 dort C 3-Professur. Mitglied im Graduiertenkolleg „Transnationale Medienereignisse“, der „IAG Frauenforschung“ und des SFB „Erinnerungskulturen“ (Projekt: „Gründerväter, Inquisitorenmärtyrer und Gelehrte - Bildmedien und Heiligenkult im Dienste dominikanischer Erinnerung und Identitätsbildung 13.-15. Jh.)“
Mitgliedschaften: Fachvertreterin für Kunstgeschichte im Beirat des Mediävistenverbandes, Deutscher Kunsthistorikerverband, Ulmer Verein, Carl-Justi-Gesellschaft 

 


Im Rahmen des internationalen Kolloquiums „Das Reale und die (neuen) Bilder. Repräsentationen des Anderen oder Terror der Bilder?“ an der JLU Gießen vom 11. bis 12. November 2005

Das Kolloquium ist eine Kooperation des Zentrums für Medien und Interaktivität, Giessen und des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft, Giessen im Rahmen der Forschungsreihe "Inszenierungen in den Neuen Medien". Es wird veranstaltet von Prof. Helga Finter und Prof. Heiner Goebbels.

 

Vortrag
von Prof. Dr. Silke Tammen (Justus Liebig Universität Gießen) 

 

Bisherige Termine

  • 12.11.2005, Premiere , Margarethe-Bieber-Saal, Gießen

LnE in Dia

Eine Arbeit über die Brüchigkeit und Uneindeutigkeit von Herkunft und Zugehörigkeit.

Eine Photographie ist ein Dokument. Dokumente lügen nicht. Das zumindest behauptet diejenige Instanz, in deren Interesse es liegt, dass an der Wahrhaftigkeit eines Dokuments, an seiner Autorität, keine Zweifel aufkommen. 

Gehört sie dahin, gehört dahin zu ihr, gehört es ihr?
Ein Umschlag mit 36 entwickelten Fotos wird an ihre Adresse in Zürich geschickt. Der Absender ist ein Photogeschäft in Zürich. Die Bilder zeigen Unbekannte an bekannten Orten: Die Stadt, aus der ihre Familie im September 1968 emigriert ist. Woher kommen diese Bilder und wie kann sie sich gegen sie behaupten?

 

Performance
von Lucie Tuma 

 

Bisherige Aufführungen

  • 27.7.2005, ATW Probebühne
LnE in Dia
LnE in Dia

 

LnE in Dia

LnE in Dia

Medien des Terrors und der Terrorbekämpfung (Kolloquium „Das Reale und die (neuen) Bilder. Repräsentationen des Anderen oder Terror der Bi

Jochen Hörisch, Universität MannheimJ.H. wurde 1951 in Bad Oldesloe geboren, ist seit 1975 verheiratet und hat drei Kinder (geb. 1980, 1983 und 1987). 1970-76 Studium von Germanistik, Philosophie und Geschichte in Düsseldorf, Paris und Heidelberg. Nach der Promotion 1976-88 Assistent bzw. nach der Habilitation (1982) Privatdozent und Professor (C 2) an der Universität Düsseldorf. Seit 1988 Ordinarius für Neuere Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim. Ruf an die University of Virginia in Charlottesville (USA) im Jahr 2000 und Ruf auf den Lehrstuhl "Medientheorien" an der HUB Berlin abgelehnt (2002). Gastprofessuren 1986 an der Universität Klagenfurt, 1993 am CIPH und der ENS in Paris, 1996 in Charlottesville (USA/Virginia), 1999 in Princeton (USA) und 2002 in Bloomington (USA/Indiana); Vorträge (häufig auf Einladung des Goethe-Instituts bzw. des DAAD) u.a. in Frankreich (wiederholt ab 1979), Italien (1982, 1984, 2000), Großbritannien (Cambridge 1985, 2005), USA und Kanada (1989, 1991, 1993, 1995, 2000, 2003), Japan (1994, 1998, 2005), Marokko (1995), Bulgarien (1997), Indien (1998), Spanien (1998), Litauen (1999), Türkei (1999), Dänemark (1994, 2000, 2003), Österreich (1998, 2000), Israel (2001), Portugal (2002, 2003, 2005), Brasilien und Argentinien (2003, 2005), Irland (2005), Korea (2005). Mitglied der europäischen Akademie für Wissenschaften und Künste in Salzburg, der Freien Akademie der Künste in Mannheim und der Freien Akademie der Künste in Hamburg. Preise: Heynen-Preis der Stadt Düsseldorf 1988 (DM 10000); Reimers-Preis der Aby-Warburg Stiftung Hamburg 1999 (DM 10000). 

Veröffentlichungen u.a.: Die fröhliche Wissenschaft der Poesie (über frühromantische Poetologie). Ffm (Suhrkamp) 1976; Materialien zur Sprachlosigkeit des Kaspar Hauser. Ffm (Suhrkamp) 1979; Gott, Geld und Glück (über Bildungsromane). Ffm (Suhrkamp) 1983; Das Tier, das es nicht gibt (über Einhörner). Nördlingen (Greno) 1986; Die Wut des Verstehens - Zur Kritik der Hermeneutik. Ffm (Suhrkamp) 1988; Die andere Goethezeit. München (Fink) 1992; Brot und Wein - Die Poesie des Abendmahls. Ffm (Suhrkamp) 1992; Kopf oder Zahl - Die Poesie des Geldes. Ffm (Suhrkamp) 1996; Das Ende der Vorstellung – Die Poesie der Medien. Ffm (Suhrkamp) 1999; Der Sinn und die Sinne - Eine Geschichte der Medien. Ffm (Eichborn, Andere Bibliothek) 2001; Es gibt (k)ein richtiges Leben im falschen. Ffm (Suhrkamp) 2003; Gott, Geld, Medien. Ffm (Suhrkamp) 2004; Theorie-Apotheke – Eine Handreichung zu den humanwissenschaftlichen Theorien der letzten fünfzig Jahre, einschließlich ihrer Risiken und Nebenwirkungen. Ffm (Eichborn, Andere Bibliothek) 2004. Rundfunk- und Fernsehsendungen zu kultur- und medienanalytischen Themen. 

Im Rahmen des internationalen Kolloquiums „Das Reale und die (neuen) Bilder. Repräsentationen des Anderen oder Terror der Bilder?“ an der JLU Gießen vom 11. bis 12. November 2005

Das Kolloquium ist eine Kooperation des Zentrums für Medien und Interaktivität, Giessen und des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft, Giessen im Rahmen der Forschungsreihe "Inszenierungen in den Neuen Medien". Es wird veranstaltet von Prof. Helga Finter und Prof. Heiner Goebbels.

 

Vortrag
von Prof. Dr. Jochen Hörisch 

 

Bisherige Termine

  • 12.11.2005, Premiere , Margarethe-Bieber-Saal, Gießen

MELTDOWN 2040

Eine Science-Fiction Show von Monster Truck nach Texten von Stanislaw Lem und Wolf Singer

"Erstens, es kann Niemanden auf dieser Erde geben, der es wesentlich besser wissen könnte als wir selbst und zweitens, selbst wenn es diese Meta-Intelligenz gäbe, wäre sie aus prinzipiellen Gründen nicht in der Lage zukünftige Entwicklungen so zu beeinflussen, dass diese sich langfristig auf ein bestimmtes Ziel hin bewegen."

Die Erdbevölkerung muss evakuiert werden; Ein kybernetischer Meltdown steht kurz bevor. Doch die Gefahr steht in keiner Relation mit dem zu erwartenden Erfolg: Im Headquarter der UAC arbeiten Spezialisten an der Kalibrierung des Intelligenzverstärkers. Sie tragen Partyhüte. Sie trinken Kaffee. Der freie Wille ist ihre Utopie.

 

 

Performance
von Monster Truck 

 

Bisherige Aufführungen

  • 9.2.2005, Premiere , Probebühne

 

MELTDOWN 2040

MELTDOWN 2040

MELTDOWN 2040

MOORBACH

„Das klatscht und quatscht und schlappt und jappt, verstummt und hebt von Neuem an und endlich bricht es in der Dickung. Und wieder werden seine Augen groß. Denn da unten schwebt der Schwarzstorch. Aber es war nur eine Schwebfliege.“

Mit o.g. und : Roland Siegwald
Leonie Rebentisch (9.J.)
Bläserquartett des Türmchens 
Frauenchor Aull
Schafe des Hardhofs Giessen

Material: Hermann Löns, Tiergeschichten
allerhand Liedgut
Deutsche Geschichte in einem Band, von den Anfängen 
bis heute

Ort: ein sehr altes, leer stehendes Juweliergeschäft in der Innenstadt.

Situation: die Zuschauer stehen auf der Straße, durch die Schaufenster und die Glastür wird das Geschehen verfolgt. 
Das Stück entwickelt sich langsam, Licht und Ton und Bild etablieren sich und entwickeln sich. Z.B. spielt draußen das Bläserquartett, geht hinein. Licht im Hintergrund. Stummes Spiel. Schließlich wird der Ton eines Lappens, der über den Tisch streicht nach draußen übertragen, bis die Darsteller schließlich draußen live sprechen. Zunehmend öffnet sich das Stück dem Zuschauer, bis er schließlich aufgefordert wird einzutreten und es in einem Fest endet.

 

Inszenierung
von Ana Berkenhoff / Anselm Belser 

 

Bisherige Aufführungen

  • 10.6.2005, Premiere , Theatermaschine Giessen , Hardhoffestival Gießen

ONE - warum ist eins eine einsame zahl?

One - warum ist eins eine einsame zahl?

One ist ein Versuch die beiden Welten Wissenschaft und Kunst in ihren Gemeinsamkeiten zusammenzuführen. Die auf den ersten Blick völlig unterschiedlich scheinenden Systeme beruhen beide auf Subjektivität und bedürfen der Interpretation; denn Eindeutigkeit und überzeitliche Gültigkeit besitzt eine mathematische Formel ebenso wenig wie ein Kunstobjekt. 
Um diese Schnittstelle zu beleuchten, werden in der performativen Installation Antworten auf vermeintlich wissenschaftlichen Thesen als Kunstwerke ausgestellt. 

Die Beiträge stammen von Menschen die sowohl Künstler als auch Naturwissenschaftler sind (beispielsweise eine Medizinstudentin und Cellistin, ein Mathematikprofessor und Museumskurator, etc.) und damit die Fähigkeit haben, ebenso mit Formeln wie auch mit Metaphern und Symbolen zu operieren.

Die Thesen sind Textzeilen aus Popsongs 

One ist the lonliest number that you'll ever do
You are a magnet and I am steel
You don't have to be a scientist to do experiments to your own heart

 

Von: Anna K. Becker 
Technik: André Schallenberg

Mit Beiträgen von:Prof. Albrecht Beutelspacher,Johanna Eras, Alan Fabian, Nicolas Gerber, Ansgar Jones und Dr. Jörg Meiseel u.a.

Dauer: etwa 10 Minuten

Danke: Pavel Fidermak, Katharina Bischoff, Prof. Heiner Goebbels

Premiere: 9. Februar 2005, Giessen

Aufführungen: 3. und 4. Juni 2005, Kampnagel Hamburg
17. September 2005, Ruhrtriennale,PACT, Essen

 

One - warum ist eins eine einsame zahl? entstand im Wintersemester 2004/05 im Rahmen des szenischen Projektes "Theater und Wissenschaft" unter der Leitung von Prof. Heiner Goebbels


Performance
von Anna K. Becker 


Bisherige Aufführungen

  • 9.2.2005, Premiere , Probebühne


ONE - warum ist eins eine einsame zahl?

Passivität und Perversion: Das Reale und die Körperbilder (Kolloquium „Das Reale und die (neuen) Bilder.")

Seit sie 1991 mit Disfigure Study zum ersten Mal internationale Tanzszene betrat, artikuliert die Tänzerin und Choreographin Meg Stuart in ihren Stücken eine Erfahrung des Kontrollverlusts. Der tanzende Körper verliert die Kontrolle über die von ihm hervorgebrachten Bewegungen. Sie formulieren mithin eine Dissoziationserfahrung, die den Körper durch den Einsatz von visuellen und akustischen Bildern von sich abspaltet, bis das „sich“ keine Identität mehr bezeichnet. In Stückkomplexen wie Highway 1001 (2000/01) oder Visitors Only (2003) ist zunehmend eine Verschiebung auf das Phänomen der Überwachung durch einen unsichtbaren dritten Blick zu beobachten, der die Frage nach der Auflösung der Grenze zwischen privatem und öffentlichem Raum stellt. Der Vortrag möchte dem Verhältnis von Körper und Bild im symbolischen Rahmen des Theaters nachgehen, eines Rahmens, innerhalb dessen verschiedene Bildmedien gegeneinander ausgespielt werden, um eine totalitäre Verabsolutierung des Einen zu verhindern. Meg Stuarts Arbeiten erscheinen dabei als Reflexion auf die Möglichkeitsbedingung jeder Theater- und Tanzaufführung, der die dreifache Gliederung des Körpers in einen symbolischen, imaginären und realen Körper sichtbar macht.

Gerald Siegmund, Universität Bern
Dr. Gerald Siegmund wurde 1963 in Eschollbrücken bei Darmstadt geboren. Zwischen 1983-90 studierte er Anglistik, Romanistik und Theaterwissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, wo er 1990 seinen Magisterabschluss zum Thema "Aspekte der Negativität in den Dramen Joe Ortons" ablegte. 1990/91 arbeitete er als Dramaturgieassistent bei verschiedenen Produktionen am Theater am Turm, Frankfurt und Theater Basel. 1994 promovierte er in Frankfurt über das Thema "Theater als Gedächtnis" in den Fächern Anglistik und Theaterwissenschaft. Die Arbeit enthält Studien zu Sigmund Freuds Gedächtnismodellen und zu Texten von Heiner Müller, Samuel Beckett, Joe Orton und Steven Berkoff. 1996-1998 war er Postdoktorand am Graduiertenkolleg "Pragmatisierung/Entpragmatisierung" an der Eberhard Karls Universität Tübingen mit einem Projekt über Manierismus im englischen Theater des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts. Seit 1995 schreibt er Tanzkritiken für die F.A.Z./Rhein-Main Zeitung sowie Ballet-Tanz, Tanzjournal und Dance Europe. Er hat zahlreiche Essays und Aufsätze zum zeitgenössischen Tanz veröffentlicht. Seit 1996 hat er Lehraufträge zu den Themen Tanz und englisches Theater an den Universitäten Frankfurt/Main, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt /Main, Tübingen, Mainz, Bergen und Wien gehalten. Er unterrichtet außerdem am Aufbaustudiengang "Tanz Kultur" der Universität Bern, Schweiz und hat Workshops beim Festival "Tanz im August", Berlin und der "Internationalen Sommerakademie" in Frankfurt/Main gegeben. Seit 1998 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen, bis er zum WS 2005/06 eine Professur am Institut für Theaterwissenschaft an der Universität in Bern übernahm.Dr. Gerald Siegmund lebt in Bern und Frankfurt am Main. 

 

Im Rahmen des internationalen Kolloquiums „Das Reale und die (neuen) Bilder. Repräsentationen des Anderen oder Terror der Bilder?“ an der JLU Gießen vom 11. bis 12. November 2005

Das Kolloquium ist eine Kooperation des Zentrums für Medien und Interaktivität, Giessen und des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft, Giessen im Rahmen der Forschungsreihe "Inszenierungen in den Neuen Medien". Es wird veranstaltet von Prof. Helga Finter und Prof. Heiner Goebbels.

 

Vortrag
von Prof. Dr. Gerald Siegmund (Universität Bern) 

 

Bisherige Termine

  • 12.11.2005, Premiere , Margarethe-Bieber-Saal, Gießen

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push the button von bigNOTWENDIGKEIT

Aber gerade um dem Zuschauer den größtmöglichen Spielraum zu geben, muß dieses System, Theater genannt, genügend stabil sein. Gerade um dem Zuschauer größtmögliche Vielfalt, Verschiedenheit, Individualität, ja, Zufälligkeit auf der Bühne zu sichern, muß die Bühne selbst genügend invariant sein. Manfred Wekwerth

Theater ist auch Spiel. Und als solches ist es immer ein verabredetes Spiel, dessen Regeln Schauspielern und Publikum gleichermaßen bekannt sind. Aber was sind die Regeln und was die Verabredungen?
Als qualitatives Produkt entzieht sich Theater der Eindeutigkeit. Seine Ästhetik kann nur über einen von vielen möglichen Umwegen rezipiert werden und die Lust am Umweg ist die Lust am Theater.
Zeichen, Bilder, Geschichten auf der Bühne erschließen sich den Zuschauenden nicht direkt und eine unmittelbare Übersetzung der Zeichen widerspräche dem Charakter des Theaters. Jedes wahrnehmende Bewusstsein wählt aus dem vielfältigen Bedeutungsangebot aus, während es die Aufführung entstehen lässt. 
Erst wenn das Geschehen auf der Bühne das Bühnenspiel das Publikum zum Spielen veranlasst, entsteht Theater. 
Das ist das Spiel.

Es existieren prinzipiell so viele Bedeutungen wie es Zuschauer gibt. Jürgen Kleindiek

 

Idee, Konzept, Regie bigNOTWENDIGKEIT (Anna K. Becker,Katharina Bischoff)

mit Björn Deigner, Lina Lindheimer

Licht & der der rein kommt René Liebert

 

Inszenierung
von bigNOTWENDIGKEIT 


Bisherige Aufführungen

  • 2.4.2005, Premiere , Probebühne

 

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The Flight of the Lindbergh

nach Motiven von Bertolt Brecht


Lesung
von Jules Buchholtz, Philipp Schulte, Dominique Manu 

 

Bisherige Aufführungen

  • 19.10.2005, Premiere , GAIL Giessen

Zerbombt

der todkranke journalist ian und seine ehemalige freundin cate haben sich in einem luxeriösen hotelzimmer verabredet. obwohl ian die liebesbeziehung vor längerem beendet hat, sucht er erneut cates nähe. sie hingegen verweist darauf, der verabredung aus mitleid gefolgt zu sein. ian bedroht und demütigt cate. außerhalb des hotels herrscht kriegszustand. als cate ian am nächsten morgen verlässt, erscheint ein soldat im hotelzimmer - der krieg bricht nun mit seiner ganzen brutalität und destruktiven kraft über ian hinein.

trotz apokalyptischer gewaltakte beschrieb sarah kane, die sich 1999 mit 28 jahren in einer nervenheilanstalt das leben nahm, "zerbombt" als eines ihrer optimistischsten stücke. die inszenierung bemüht sich sowohl inhaltlich als auch ästhetisch um das ausloten dieser gegensätze.

Ian: Stafan Migge
Cate: Anna Peschke
Soldat: Peter Weiss / Christian Volkmann

Inszenierung: Sebastian Blasius
Dramaturgie/Regie-Mitarbeit: Christian Grammel
Tonbearbeitung: Björn Deigner

 

Inszenierung
von Sebastian Blasius / Christian Grammel 

 

Bisherige Aufführungen

  • 6.5.2005, Premiere , Gießen
  • 10.5.2005, Probebühne Institut für Angewandte Theaterwissenschaft
  • 8.6.2005, TiL Gießen
  • 1.12.2005, Megafon Bochum

Zerbombt