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Artikelaktionen

2007

25 Jahre ATW

Institut für Angewandte Theaterwissenschaft - Selbstreflexion als künstlerisches Prinzip

Was ist Theater, welche Inspirationen bekommt es von anderen Kunstformen und welche Funktion kann es in einer sich verändernden Gesellschaft haben? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Lehrende und Studierende am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Giessen seit seiner Gründung vor nunmehr fünfundzwanzig Jahren.

Als alternatives Ausbildungskonzept, das der Wissenschaft ebenso Rechnung trägt wie der künstlerischen Praxis, wurde die Einrichtung eines theaterwissenschaftlichen Studiengangs nach dem Vorbild amerikanischer "Drama Departments" auf Initiative der Gießener Anglistik ins Leben gerufen, und mit dem international ausgewiesenen Theaterwissenschaftler Andrzej Wirth konnte 1982 der erste Professor berufen werden, der zusammen mit Hans-Thies Lehmann das Institut schnell bundesweit als Schmiede der Theateravantgarde bekannt machte. Theater wurde hier von anfang an als eigenständige Kunstform mit eigenen Ausdrucksmitteln in den Mittelpunkt des Forschungsinteresses gerückt und nie nur als Umsetzung von Dramen begriffen.
Seit der Emeritierung von Andrzej Wirth und der Berufung der Theaterwissenschaftlerin und Romanistin Helga Finter 1991 zu seiner Nachfolgerin, hat sich die Ausrichtung des Instituts zunehmend erweitert. Mit Frau Prof. Dr. Brandstetter und Dr. Gerald Siegmund wurde auch ein tanzwissenschaftlicher Schwerpunkt eröffnet, der im kommenden Jahr mit einer neu einzurichtenden Professur für Tanzwissenschaft Rechnung getragen wird. Mit der Berufung des Komponisten und Theatermachers Heiner Goebbels 1999, der seit 2003 das Institut als geschäftsführender Direktor leitet, entwickelte das Institut auf vielen Ebenen die künstlerische Praxis weiter.
Diese in dieser Intensität in der Theaterausbildung immer noch einmalige, enge Verbindung von Forschung und Lehre ist mit der künstlerischen Arbeit der Studierenden und Ehemaligen nicht ohne Einfluß auf die Theaterlandschaft. Und die Liste der Namen - unter vielen anderen: René Pollesch, She She Pop, Rimini Protokoll, Auftrag: Lorey, Monstertruck etc. - kann nicht die ganze Bandbreite einer Ästhetik wiedergeben, die auch mit "Gießener Schule" nur sehr unzureichend benannt wird: es ist gerade die Vielstimmigkeit, die in den Arbeiten zum Ausdruck kommt.
Das Institut kooperiert mit vielen internationalen Partnern, gehört zum Ausbildungsverbund der Hessischen Theaterakademie, zum Gießener Zentrum für Medien und Interaktivität ZMI, ist in die Arbeit der Exzellenzinitiative "Graduate Centre for the Study of Culture" an der JLU eingebunden und hat zusammen mit dem Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt und dem Ausbildungsbereich ZuKT der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt das "tanzlabor_21 Tanzplan Frankfurt Rhein-Main" gegründet. Seit diesem Wintersemester bietet das Institut nach erfolgreicher Akkreditierung einen Bachelor- und Master- Studiengang "Angewandte Theaterwissenschaft" an.

Das Institut feiert sein 25-jähriges Bestehen im Rahmen des von den Studierenden veranstalteten "diskurs 07 - festival for performing arts" am Samstag, den 13. Oktober 2007 im Margarete-Biebersaal, Ludwigstrasse 34 in Giessen, mit Vorträgen des französischen Philosophen Jean-Luc Nancy (Straßburg) und der Intendantin des Schauspiel Frankfurt, Dr. Elisabeth Schweeger. Der Festakt beginnt um 15.00 Uhr mit Grußworten des Präsidenten der Justus-Liebig-Universität, Prof. Dr. Stefan Hormuth, sowie des Gründungsdirektors des Instituts, Prof. Dr. Andrzej Wirth (Berlin).

Der Vortrag des französischen Philosophen Jean Luc Nancy (in deutscher Sprache) ist dem Gedächtnis seines, Anfang dieses Jahres verstorbenen Kollegen und Freundes Philippe Lacoue-Labarthe gewidmet, der mit seinem Werk, in dem die Verbindung von philosophischer Reflexion und ästhetischer Praxis im Zentrum steht, unserem Institut in besonderer Weise verbunden war. Seine Reflexion über das Theater und die Musik, erprobte sich auch in einer Theaterpraxis, die ihn die heutigen Möglichkeiten der antiken Tragödie untersuchen ließen.

 

Vortrag
von Jean-Luc Nancy und Dr. Elisabeth Schweeger im Rahmen der Jubiläumsfeier

 

Bisherige Termine

  • 13.10.2007, Premiere , Margarete-Bieber-Saal, 15 Uhr

400 Jahre in Licht und Bild ...

Festakt der Universität Gießen zum 400jährigen Jubiläum

Lichtkonzept und Videoprojektionen, zur Illumination der renovierten Aula und Öffnung eines bildhaften Assoziationsraums der Universitätsgeschichte ...

 

Inszenierung
von Christian Grammel und Janosch Pommerencke

 

Bisherige Aufführungen

  • 19.5.2007, Premiere , Hauptgebäude der JLU-Gießen, Aula

 

400 Jahre in Licht und Bild ...

400 Jahre in Licht und Bild ...

Ausstellung

"Every art school usually has a show at the end of the year so people can see all the best work its students have done. Project: Hold your show in your bedroom or a garage. Choose a day and a time then send out invitation cards. If you've done some projects with friends, invite them to show your work with yours. You may like to prepare some snacks and drinks and play some gentle music. Try not to be nervous, and good luck!" Mick Manning. Brita Granström. Art School. London. 1996.

 

Projekt
von Rosalie Schweiker

 

Bisherige Aufführungen

  • 22.6.2007, Premiere , Galerie Bildung&Besitz

Breathing City

Breathing City ist eine Video- und Soundinstallation. Auf vier Bildschirmen ist ein achtminütiger Rundumblick auf städtische Umgebung zu sehen, eingefangen von computerkontrollierten Überwachungskameras, begeleitet von einer musikalischen Komposition für vier atmende Stimmen. Die Vielheit der Elemente erzeigt einen Kontrast von Einheit und Vielheit: Die vier Stimmen fließen ineinander zu einem Sound, die vier Bildschirme zeigen ein einziges Objekt in verschiedenen Momenten und aus verschiedenen Perspektiven, so dass das Singuläre desintegriert wird in eine Vielheit. Die Manipulation entsteht im zeitlichen Ablauf, der Wiederholungen vermeidet. Die roboterartigen Kamerabewegungen bilden einen Kontrast zur menschlichen Bewegung, das Bewegte zum Unbewegten, das Stadtleben und die lebende Stadt.

 

Installation
von Tobias Rosenberger. Audio: Elad Shniderman.


Bisherige Aufführungen

  • 15.6.2007, Premiere , Les Intranquilles Festival #6, Les Subsistances, Lyon
  • 30.7.2007, Alfred Gallery, Tel Aviv
  • 20.10.2007, Giessen, JLU
  • 17.11.2007, Harvestworks, New York City
  • 28.4.2008, Goetheinstitut Barcelona
  • 18.5.2009, re-new 2009 festival Copenhagen
  • 19.5.2009, re-new 2009 festival Copenhagen
  • 20.5.2009, re-new 2009 festival Copenhagen
  • 21.5.2009, re-new 2009 festival Copenhagen
  • 22.5.2009, re-new 2009 festival Copenhagen
  • 19.12.2009, Kunstfilmtag 09, im Theatersaal des Künstlerverein Malkasten Düsseldorf
  • 21.4.2010, moves - International Festival of Movement on Screen, Liverpool UK
Breathing City
Breathing City

Breathing City

Check- In Offenbach

Die Drei sind diesmal als Kulturforscher
unterwegs.
Der Verkehr wird während der Dauer der
Arbeiten über den Parkstreifen geführt.
Im Zuge des Ausbaus des Kommunikationsnetzes
werden im Stadtgebiet an einigen
Stellen Punktaufbrüche durchgeführt.
Wir bohren horizontal im gesteuerten und
ungesteuerten Verfahren. Stehen bei Ihnen
demnächst Horizontal-Bohrprojekte bzw.
Durchpressungen an?
Offenbacher Welten auf der Rollbahn.

Ausgangslage bildeten die Begegnungen, die wir während unseres 2- monatigen Besuchs der Stadt Offenbach erlebten. Ein Spiel mit dem tradierten und kulturellen Wissen der Stadt. Eine Konfrontation von uns als Außenstehende und den Bewohnern. Herausfinden, was das existierende Bild der Stadt trägt. Eine Irritation und Verunsicherung in der gesellschaftlich getragenen und akzeptierten Ordnung hervorrufen, die dadurch ihre Souveränität in Frage stellt.

Verschiedenste Bürger schufen mit Geschichten und Taten das Bühnengeschehen. Ein altes Ehepaar tanzte. Zwei Studenten, ein russischer, ein japanischer, mit dem Plan einen Doppeldecker zu bauen, obwohl sie jeder für sich fluguntüchtig sind: einer hat eine Sehschwäche, der andere in der Luft Magenprobleme. Ein 16 jähriger Rapper, der über seine Familie singt. Zwei türkische Amateurschauspielerinnen. Ein kleiner Junge von den Kickers Offenbach. Eine Stuardess......

 

Inszenierung
von Ana Berkenhoff, Anselm Belser, Roland Siegwald

 

Bisherige Aufführungen

  • 21.4.2007, Premiere , Festival Junger Talente Offenbach

Das beste Theaterstück der Welt

 

DAS BESTE THEATERSTÜCK DER WELT®
ONE NIGHT SHOT
von und mit Philipp Schulte, Susanne Zaun und Annika Scheffel
Der Vollkommene Theaterabend®, die Perfekte Inszenierung®, die wirklich ALLE Zuschauerherzen erwärmt. Ein Fragebogen der Spektakulus Incorporated soll eruieren: Welche Themen müssen in einem Stück behandelt werden? Wie sieht das Perfekte Bühnenbild® aus? Wie soll der Held sterben, was hat er dabei an? Zwei Mitarbeiter werden sämtliche Erkenntnisse der Befragung über die Beschaffenheit des Vollkommenen Bühnenkunstwerkes® erstmals präsentieren.
Damit ebnen sie den Weg zu einer Theaterutopie, die niemals nötiger war als heute:
DAS BESTE THEATERSTÜCK DER WELT®.

 

Projekt
von Philipp Schulte, Susanne Zaun und Annika Scheffel

 

Bisherige Aufführungen

  • 26.5.2007, Premiere , Schauspiel Frankfurt, Schmidtstraße

Das Busenattentat

Am 31. Januar 1969 - auf dem Höhepunkt der 68er- Proteste - besetzten Studierende unter der Führung von Hans-Jürgen Krahl das Frankfurter Institut für Sozialforschung. Theodor W. Adorno, der seit 1959 die Leitung dieser Einrichtung innehatte, reagierte unnachgiebig. Er ließ das Gebäude durch die Polizei räumen, was den endgültigen Bruch mit der Studierendenschaft besiegelte. Die anschließenden, zumTeil heftigen Auseinandersetzungen gipfelten in der so genannten "Busen-Aktion" vom 22. April 1969.
Kurz nach Beginn seiner Vorlesung "Einführung in das dialektische Denken" wurde der 65-jährige Gelehrte lautstark unterbrochen. Plötzlich sprangen drei langhaarige, in schwarze Ledermäntel gehüllte Studentinnen auf das Podium, bestreuten ihn mit Rosenblüten, entblößten ihre Brüste und versuchten, ihn zu küssen. Adorno, ein affärenreicher Mann, verließ fluchtartig den Saal und sagte die Veranstaltung auf unbestimmte Zeit ab. In einem Flugblatt der Basisgruppe Soziologie hieß es: "Adorno als Institution ist tot."
Am 6. August 1969 starb der Mitbegründer der Kritischen Theorie an den Folgen eines Herzinfarkts.

Mit: Kai Dietzel, Alexander Eilers, Jan Hufnagel, Florian Siebrecht

 

Lesung
von Arbeitskreis Bildungsperspektiven an der JLU Gießen (Regie: Florian Siebrecht)

 

Bisherige Aufführungen

  • 24.1.2007, Premiere , Otto-Eger-Heim, Neue Mensa, Foyer im Hauptgebäude der JLU, Café Amélie (Gießen)

Das Elisabeth Syndrom

Das Elisabeth Syndrom
Fragmente einer Kaiserin

„Übersieht man die Legion schmarotzender Aufdringlinge, von denen seit dem Tode der Kaiserin jeder einzelne jeden Tag uns glauben machen möchte, daß sie ihm gestorben sei, so würde man wohl im Sinne der Hohen handeln, wenn man auf die Frage, wie der Künstler sie darstellen soll, die Antwort ertheilte: Mit dem Fächer vor dem Gesicht, wie sie bei Lebzeiten dem sie umkreischenden Pöbel sich zeigte.“ (Karl Kraus in: Die Fackel, Nr. 90, Dezember 1901)


von und mit: Friederike Kenneweg, Annika Scheffel, Anna Schewelew, Philipp Schulte, Anne Tenhaef und Susanne Zaun

sowie Katharina Kownatzki (Kostümdesign), Juliane Freitag und Renata Kos (Kostümanfertigung), Daniel Feige (Musik)

Mit freundlicher Unterstützung der Gießener Hochschulgesellschaft und des Kulturamt der Stadt Gießen

 

Inszenierung
von Friederike Kenneweg, Annika Scheffel, Anna Schewelew, Philipp Schulte, Anne Tenhaef und Susanne Zaun

 

Bisherige Aufführungen

  • 6.5.2007, Premiere , Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Giessen

 

 

Das Elisabeth Syndrom. Fragmente einer Kaiserin

Dear Stranger/Ballonaktion

Eine Aktion in vier Teilen und einem Jahr

Erster Teil: „eine geheime Zeichnung…“ von Kindern aus dem Waldorfkindergarten Giessen.
Zweiter Teil: „…für eine geheime Person.“ Ballonaktion am Giessener Stadtturm, Kirchplatz.
Dritter Teil: „ist unsichtbar“ und passiert irgendwo in Deutschland.

79 Ballons, ausgestattet mit "einer geheimen Zeichnung", Fragen an die Empfänger und einem Rückantwortumschlag haben ihren Abflugsort verlassen um Kontakt mit einem unbekannten Publikum, der "unbekannten Person" aufzunehmen. Die eingehenden Antworten werden zu einer Performance verarbeitet:

„Fortsetzung folgt.“ Eine Performance aus Bruchstücken der Teile Eins bis Drei,
Fragmenten der Erinnerung und des eigenen Anliegens.

Der Film vom Abflug der Ballons am 20. Juni kann angesehen werden unter:
www.theatermaschine07.de, Aktuell: Ballonaktion/Dear Stranger oder
www.youtube.com, Ballonaktion/Dear Stranger

 

Projekt
von Rebecca Egeling

 

Bisherige Aufführungen

  • 20.6.2007, Premiere , Stadtturm am Kirchplatz im Rahmen der Stadtrauminszenierungen der Theatermaschine 07

 

Dear Stranger/Ballonaktion

Der Brand. Proscaenium emblematicum

Samstag, 3. Februar 19 Uhr
Sonntag, 4. Februar 11.30 Uhr

Jens Joneleit
Der Brand. Proscaenium emblematicum
nach den Kirchhofs-Gedanken des Andreas Gryphius

für vier Stimmen und Ensemble (Uraufführung)

Michael Herrschel, Libretto
Matthias Mohr, Regie
Gunnar Hartmann, Video und Projektion

Neue Vocalsolisten
Susanne Leitz-Lorey, Sopran / Truike van der Poel, Mezzosopran /
Martin Nagy, Tenor / Andreas Fischer, Bass
Ensemble Modern
Leitung Franck Ollu

Im Rahmen von ECLAT - Festival Neue Musik Stuttgart
1. bis 4. Februar 2007

www.eclat.org

Theaterhaus Stuttgart | Siemensstraße 11 | 70469 Stuttgart
Telefon 0711-4020720
www.theaterhaus.com


Projekt
von Jens Joneleit (Komposition) / Matthias Mohr (Regie)

 

Bisherige Aufführungen

  • 3.2.2007, Premiere , Theaterhaus Stuttgart

der raum bewegt sich

Raumprojektionen und Videoinstallation während des Uni-Theater-Balls im Audimax und -foyer der JLU, im Rahmen der Feierlichkeiten zum 400jährigen Jubiläum der Universität

 

Installation
von Christian Grammel / Janosch Pomerenke

 

Bisherige Aufführungen

  • 20.1.2007, Premiere , Audimax der JLU Gießen

 

der raum bewegt sich

Die Welt im Kopf funktioniert einfach besser

Szenisches Konzert für Barockquartett, Radiosprecher und philosophierende Roboter von André Schallenberg
mit Musik von Bach, Couperin, Ferneyhough, Hauer, Lully und Nancarrow
mit: Niklas Seidl (Barockcello), Matthew Lewis (Violine), Arve Stavran (Cembalo), Julian Fricker (Blockflöte), Michael May (Sprecher), Felix Dreher (Live-Elektronik & Sounddesign), Bernhard Müller / Dirk Ziervogel (Technik), Björn Rohwedder / Robert Seifert (Robotik & Automatenbau), Jan Rohwedder (Assistenz), André Schallenberg (Konzept & Regie)
eine Produktion von André Schallenberg in Koproduktion mit dem LOFFT Leipzig und dem Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt/M., mit freundlicher Unterstützung durch die Hessische Theaterakademie, das Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der JLU Giessen, die Stadt Leipzig, Kling&Freitag Sound Systems Hannover sowie OVAL Filmemacher Berlin
www.lofft.de
www.mousonturm.de


 

Performance
von André Schallenberg

 

 

Bisherige Aufführungen


  • 12.10.2007, Abschlussprojekt , LOFFT Leipzig
Die Welt im Kopf funktioniert einfach besser
Die Welt im Kopf funktioniert einfach besser
Die Welt im Kopf funktioniert einfach besser


DISCUSSIONPERFORMANCE NEVERLAND

DISCUSSIONPERFORMANCE NEVERLAND
a choreography of spoken words

 

Nederland, 4th of January 2007: Ambroise Vardon, Anka Pajor, Boris Nikitin, Bregtje Radstake, Lot Broos, Marcel Schwald, Ruud van der Zalm and Soula Notos meet in Utrecht to plan the new order in Holland. How doing it?
1. kill the prime minister (and bankdirectors)
2. make a revolution
3. create an anarchistic situation
4. establishing a friendly dictatorship

"What's the problem with moral superiority?"
Now they meet again.

DISCUSSIONPERFORMANCE NEVERLAND is a text that is being written by the encounter of an audience and the performers.

With Sacha Janatti as Tinkerbell.

Produced by Theatergroep Nooduitgang. Supported by Stunkhalle Hamfurt. Thanks to Het Zuidelijk Toneel and Hogeschool voor de Kunsten Utrecht.

Dates (pilot):10./11.2, 20:30; Parnassos (Utrecht)
Further performances in March throughout the state known as Nederland
Tickets and information: info@theatergroepnooduitgang.nl
www.theatergroepnooduitgang.nl

 

Projekt
von Theatergroep Nooduitgang

 

Bisherige Aufführungen

  • 10.2.2007, Premiere , Parnassos (Utrecht)

Eröffnungsvortrag zur Theatermaschine 2007

Theatermaschine 2007

Entsprechend dem Thema Stadt bzw. Stadtraum als Kunstraum habt ihr der Theatermaschine 07 einen Satz von Henri Lefèbvre vorangestellt: „Der städtische Raum ist konkreter Widerspruch“. Das ist interessant, weil Lefèbvre nicht nur für eine politische Sicht auf das Urbane steht, sondern seine Schriften zur Stadt gleichsam einen spatial turn in der Geschichte des Urbanismus markieren: Lefèbvre begreift den Stadtraum nicht als einen, der allein durch Materialisierung – also Bausubstanz, Gebäude, Straßen, Plätze etc. – produziert, definiert und festgelegt wäre, sondern als ein dynamisches System, als raumzeitliche Struktur, die ständig erzeugt und verändert wird. Dieses ständige Neu-Erzeugen geschieht durch soziale Praktiken, durch Praktiken des Alltags. Denn Lefèbvre ist auch einer der Theoretiker der 60er/70er Jahre, der den Begriff des Alltags aufwertet und der Alltagspraxis eine zentrale gesellschaftliche und kulturstiftende Funktion zuschreibt. Er begreift den Alltag als einen Ort der Selbstproduktion des Menschen; die Alltagspraxis restrukturiert permanent das Soziale und damit das Urbane – er spricht auch von „urbanem Gewebe“, um auf die nicht-materiellen Aspekte der Produktion von Stadt hinzuweisen und auf die gewebe-ähnliche Struktur eben dieser ständigen Neu-Konstruktion (ohne fixen Anfang und Ende). Er versteht die Stadt also nicht mehr als ein abgegrenztes Gebilde (das Modell der europäischen Stadt war lange Inbegriff eines solchen geschlossenen Ganzen), sondern das Urbane als eine – letztlich ortsungebundene - Struktur der Produktion von Gesellschaft.
Wenn der städtische Raum ein dynamisches System ist, das durch die Alltagspraktiken seiner Bewohnerinnen und Bewohner ständig aufs Neue erzeugt wird, dann birgt er auch immer das Potential zur Veränderung in sich, der städtische Raum hängt von der Art und Weise ab, wie wir ihn nutzen und wahrnehmen, wie wir uns in ihm bewegen, wie wir ihn und uns in ihm artikulieren, disartikulieren, reartikulieren.

Die europäische Stadt hat eine lange Geschichte seit der antiken Polis als Geburtsort der Demokratie – die Stadt trägt diesen ihren Ursprung als Utopie immer noch in sich – die Utopie einer Bürgergesellschaft, in der die freien Bürger am öffentlichen Leben (aktiv) partizipieren. In ihrer späteren Geschichte ist die Stadt als Lebens- und Gesellschaftsform eng mit der Geschichte der Emanzipation des Bürgertums verknüpft, auch dieser emanzipatorische Impuls liegt der Idee von Stadt immer noch inne. Die Stadt ist immer ein soziales und politisches Gebilde – auch im knallhart-realen Sinne: Jeder dritte Stadtbewohner weltweit lebt in Slums, das sind 1 Milliarde Menschen.
Gleichzeitig ist die Stadt ein Raum vielfältiger Lebensentwürfe, subjektiver Erfahrungen, Erinnerungen und imaginärer Bilder, immer treffen sich in der Stadt gesellschaftliche Machträume und subjektive Erfahrungsräume.
Die europäische Stadt hat sich in den letzten 150 Jahren radikal gewandelt. Zunächst im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, als sie zum Paradigma der Moderne und ihres spezifischen Wahrnehmungsmodus’ wurde – die Schriften Walter Benjamins beispielsweise erzählen davon. Dann im Nachkriegseuropa, v.a. durch die Suburbanisierung, also die Ausdehnung der Stadt ins Umland, die mit der Spezialisierung der Lebens- und Arbeitsräume und der Dezentralisierung, teils auch der Verödung der Kernstädte, einhergeht sowie mit dem Ausbau transitorischer Räume, die nur fahrend erlebt werden. Also eine Dynamisierung und Fragmentierung des städtischen Raums; eine „fraktale Stadt“ oder Netzstadt, wie Thomas Sieverts sagt, die in ihrer offenen Netzstruktur auch Chancen birgt (z.B. diejenige der Dehierarchisierung; „Netzstadt“, offen, aber auch selektiv, dezentriert, aber auch Macht-„cluster“ etc.).
Und heute, im Zeitalter der Globalisierung, ist die Stadt, zumal das Modell der europäischen Stadt (also geschlossene, demokratisch verfasste Stadt, gekennzeichnet durch hohe Dichte und Mischung der Bevölkerung und einen komplexen, polyfunktional genutzten öffentlichen Raum), dieses Modell der europäischen Stadt ist also erneut radikalen Veränderungen ausgesetzt. Denn die postfordistische Produktion, die Dienstleistungen, Informations- und Kapitalflüsse sind nicht in dem Maße ortsgebunden wie die fordistische Industrie. Dennoch kommt es auch in den postindustriellen Dienstleistungsmetropolen zu ortsspezifischen Zentralisierungen, und zwar v.a. von Kontroll- und Steuerungsfunktionen – die sogenannten Global Cities sind die Knotenpunkte der globalen Ökonomie. Und in diesen Global Cities bekommt die Verbindung von Raum- und Machtstrukturen, wie wir von Saskia Sassen wissen, eine neue Dynamik: Die soziale Polarisierung nimmt zu und schlägt sich im städtischen Raum nieder (Gentrifizierung), und der städtische Raum wird zunehmend von Privatisierungs-, Kontroll- und Ausgrenzungsprozessen bestimmt (von Menschen, Bevölkerungsgruppen, aber auch Nutzungsweisen; z.B. Gefahrenabwehrverordnung Gießen). Die Kontrolle des öffentlichen und semi-öffentlichen Raums bedeutet eine Neustrukturierung, bedeutet eine spezifische Hierarchisierung und eine Homogenisierung – die heutige Vorstellung von Stadt, die in Diskursen über die Stadt, in politischen Entscheidungen und in konkreten Maßnahmen und Eingriffen in den öffentlichen Raum zum Ausdruck kommt, ist nicht mehr so sehr diejenige einer Vielfalt, einer Multiplizität, einer Begegnung mit dem Fremden, Anderen (für die das Modell der europäischen Stadt steht), sondern diejenige einer möglichst großen Homogenität.
Gleichzeitig wird der städtische Raum mehr und mehr zum Spektakel im Sinne einer durchgreifenden Verbindung von Konsum und Unterhaltung, bei der alles zum Bild, zur Ware wird. Die Stadt als Event, als Erlebnislandschaft – der partizipierende Bürger, der das Ideal der bürgerlichen Stadt war, wird hier zum rein passiven Zuschauer, auch die Erfahrung wird zur Ware.

Wie also können künstlerische Strategien aussehen, die sich nicht nur inhaltlich mit dem Thema Stadt auseinandersetzen, sondern auch direkt in den städtischen Raum intervenieren, um in ihm andere Erfahrungsweisen, andere Wahrnehmungsformen, Nicht-Spektakuläres und Nicht-Homogenes zu ermöglichen?
Die Projekte der diesjährigen Theatermaschine möchten neue Perspektiven auf den Stadtraum eröffnen. Dafür wurden Aktionen, Installationen, Projektionen in Schaufenstern, auf Häuserfassaden, auf Straßen und Plätzen Gießens, aber auch für Bühnenräume konzipiert.
Manche Projekte – wie z.B. die Installation von Hannah Borisch, die in der Katharinengasse zu sehen sein wird - arbeiten mit den Geräuschen der Stadt und den Geschichten ihrer Bewohner, befragen die Bedeutung von Räumen für die einzelnen Menschen, für ihren Alltag, für ihre subjektive Erinnerung und Imagination. Andere spüren dem Verhältnis von einzelnem Subjekt und städtischem Raum, auch dem Verhältnis von Raum und Bild nach – wie etwa Jean LePelletier mit seiner Fotoarbeit „Masken im Stadtraum“. Lina Hermsdorf und Melchior B. Tacet beschäftigen sich in ihrer Aufführung „Space Odyssey“ mit dem Wahrnehmungsmodus der Großstadt, mit transitorischen Räumen, mit der Frage der Bewegung und Geschwindigkeit als wesentlichem Element urbaner Erfahrung. Transitorische Räume sind laut Richard Sennett beispielhaft für die Veränderung von Stadt und ihrer Wahrnehmung: Raum sei hier nur noch Funktionselement von Bewegung, er werde nur mehr durchquert, aber nicht mehr genutzt. Interessanter Weise stellt sich in der künstlerischen Bearbeitung dieser transitorischen Räume gerade wieder eine starke Raumerfahrung her, eine Raumerfahrung, die nicht einfach den realen Stadtraum, seine Dynamik und Geschwindigkeit reproduziert, sondern die nach dem Verhältnis des einzelnen und seiner Wahrnehmung zu diesem bewegten städtischen Raum fragt.
Einige der jetzt in Giessen präsentierten Projekte waren letztes Wochenende bereits in Lyon zu sehen, sie entstanden in Kooperation mit dem Goethe-Institut Lyon und der dortigen Musikhochschule. So etwa die Installation von Tobias Rosenberger, der den Blick auf die Stadt, auf einen öffentlichen städtischen Platz – den Rathausplatz in Lyon - inszeniert und dabei durch leichte zeitliche und perspektivische Verschiebungen sowohl das Verhältnis von städtischem Raum und seiner Wahrnehmung, als auch die Strukturierung und Veränderung des materiellen Raums durch seine Nutzung durch die Menschen, durch die Bewegungen in ihm, erfahrbar macht.
Als letztes Beispiel möchte ich auf die Video- und Audioinstallation von Teresa Marenzi hinweisen, die hier leider nur als Video zu sehen ist. Teresa Marenzi inszeniert den fremden Blick auf die Stadt, erzeugt Postkarten-ähnliche Bilder von Lyon, nur leicht irritiert durch eine flüchtige Bewegung, ein wehendes Blatt, ein leichtes Zittern der Kamera. Diese wunderbar komponierten Bilder der Blicke auf das bauliche Lyon werden verbunden mit Porträts der Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt. Auch sie sind weitgehend statisch aufgenommen, erscheinen in Großaufnahme im Bild und werfen den auf sie geworfenen Blick zurück in die Kamera, auf den Betrachter. Ruhe und Konzentration auf den einzelnen Menschen kontrastieren hier die Vorstellung einer von Geschwindigkeit und Schocks geprägten Großstadterfahrung. Marenzis Lyon setzt sich aus den einzelnen, sehr unterschiedlichen Menschen und Stimmen zusammen, das Stadtporträt ist hier auch das Porträt einer demokratisch verfassten Gesellschaft. Zugleich wird der Akt der Wahrnehmung reflektiert und, im Gegensatz zum touristischen Blick, dem Anderen, also dem Betrachteten, dabei Respekt erwiesen.

Einige Projekte nehmen das Gehen in der Stadt zum Ausgangspunkt, angelehnt an die Figur des Flaneurs von Baudelaire (bzw. in der Lesart Benjamins) oder an das Konzept des Gehens in der Stadt von Michel de Certeau, der das Gehen als eine Taktik versteht, als eine Alltagspraktik, die die Wege, die beschritten werden, überhaupt erst erzeugt und sie zugleich – durch die Flüchtigkeit – in Zweifel zieht. Certeau sieht das Gehen als eine Möglichkeit der subjektiven Wiederaneignung von Raum, die sich der Lesbarkeit, der Fixierung und Eindeutigkeit entzieht – und damit letztlich auch dem Eigenen, der Identität. Es erzeugt Diskontinuität, Zweideutigkeit und Zwielichtigkeit, es schafft Spielräume, indem es immer neue Räume erfindet, indem es, als Taktik, die Ordnung der Stadt von innen durchlöchert, unterbricht, aufs Spiel setzt. „Gehen bedeutet, den Ort zu verfehlen“, so Certeau, oder, an anderer Stelle, „am Ort anders zu sein“. Ich wünsche Ihnen, dass Sie, wenn Sie den Spuren der Projekte der diesjährigen Theatermaschine folgen, möglichst viele Orte verfehlen und andere Erfahrungen bzw. Erfahrungen des Anderen, Fremden machen.

 

Vortrag
von Dr. Miriam Dreysse

 

Bisherige Termine

  • 20.6.2007, Premiere , Probebühne

Flitterwochen

Flitterwochen
- und was zu richtigen und falschen Ehen noch dazu gehört....
(Audiospaziergang für das Frankfurter Bahnhofsviertel)

Zusammen wohnen, gemeinsam unterwegs sein. Ist das die große Liebe? – Geschichten über die zurückgelassene Heimat, das neue Zuhause und immer wieder die Frage, wie das perfekte Zuhause denn nun bitteschön zu funktionieren hat. Und wer bestimmt das überhaupt? – Gemeinsam mit Kopfhörern auf den Ohren durchs Bahnhofsviertel laufen und dabei Reisende und Daheim-Gebliebene treffen. Geschichten hören, Fragen beantworten.

 

Installation
von Katharina Kellermann

 

Bisherige Aufführungen

  • 1.7.2007, Schauspiel Frankfurt, im Rahmen von "feel@home" - ein Picknick
  • 18.10.2007, Willy-Brandt-Platz, Frankfurt am Main

 

Flitterwochen

Flitterwochen

Flitterwochen

Für eine bessere Welt (Roland Schimmelpfennig)

Werkstattaufführung

„Für eine bessere Welt“
Von Roland Schimmelpfennig.

„Die haben uns vergessen. Die haben einfach vergessen das wir hier draußen sind.“

„Seit dem Versorgungsengpass mit Dexedrin greifen wir auf Koffein zurück. Wir nehmen Koffein in allen möglichen Formen zu uns: Tabletten, Coca Cola, meistens Kaffee. Kaffee ist eine Grundvoraussetzung für die Fortdauer unseres Überlebens geworden, besonders Kaffe in Dosen: Das sind schwarze, länglich schlanke Dosen, die sich ungeöffnet fast unbegrenzt aufbewahren lassen: Sie enthalten ein gesüßtes Getränk auf Espresso-Basis. Diese Dosen führen wir bei uns wie Munition.“

Das Erzähltheaterstück spielt weder zu einer konkreten Zeit noch an einem konkreten Ort, heute oder in der Zukunft. Es herrscht Krieg überall oder nur in Afrika. Warum er geführt wird, ist schon lange nicht mehr relevant. Verlorene Ziele in der Wüste. Soldaten, vergessen im Dschungel. Menschen auf das Soldatsein reduziert, kämpfen ums Überleben. Alles ist unwirklich, sinnentleert, denn die Bedrohung ist real und hat doch kein Gesicht.

„Dieser Raum kann gar nicht existieren: Er ist das Auge des Sturms, Tag und Nacht sind hier gleich, es ist immer dunkel, und im Dunkel leuchten die grünen Radarschirme, die Karten, die Computer, die Leuchtdioden, die durchleuchteten Karten mit den roten Linien. Es ist so still, dass das Surren der Lüftungen in den Computersystemen zu hören ist.“

Wir nehmen euch mit in die poetischen Welten Roland Schimmelpfennigs. Wir bringen Bilder zum Klingen. Es entsteht ein verworrener Knoten aus Sprache, Sounds, Musik und Bildern.

„Schimmelpfennig weigert sich einfach, Verständlichkeit als Wert an sich anzuerkennen, direkte Heutigkeit als Maxime zu akzeptieren, Anschlussfähigkeit als künstlerischen Imperativ zu begreifen. Er will die Schönheit des Rätsels nicht einer schnellen Lösung opfern. Vielleicht könnte man sagen, das Rätsel ist die Lösung, wenn das nicht auch schon wieder viel zu stimmig wäre.“ (Peter Michalzik)

Mitwirkende: Simone Dede Ayivi, Marie von Borstel, Aljoscha Domes, Patrick Ernst, Uli Haug, Katharina Kellermann, Phin Spielhoff, Elisabeth Trümner und andere

 

Projekt
von Simone Dede Ayivi Katharina Kellermann, Sound (ATW)


Bisherige Aufführungen

  • 9.4.2007, Theaterhaus Hildesheim
  • 11.4.2007, Theaterhaus Hildesheim
  • 12.4.2007, Theaterhaus Hildesheim
  • 13.4.2007, Theaterhaus Hildesheim
  • 14.4.2007, Theaterhaus Hildesheim
  • 15.4.2007, Theaterhaus Hildesheim

 

Für eine bessere Welt (Roland Schimmelpfennig)

giessen - auf den zweiten blick

eine dezentrale Installation, die sehenswerte Facetten der Stadt offeriert

Video: Sebastian König
Foto: Milena Kipfmüller
Ton: Jean-Noel Lenhard

 

Installation
von Grammel, Pomerenke

 

Bisherige Aufführungen

  • 20.9.2007, Premiere , Hauptgebäude der Universität, Ludwigstraße

 

giessen - auf den zweiten blick

h+m betamachine - tryouts, errors, corrections

Good evening, my name is Ophelia. I was Hamlet. Will I be Hamlet? Ein kleines Solo nach Heiner Müllers "Hamletmaschine". Seziert und neu arrangiert wurden ebenso die Fragmente des Originals wie dessen Paraphrasierungen. Hamlet, der Zögerer und Zauderer. Ophelia, das Meer, das Opfer, die Rächerin. Zwei durchaus fragile Identitäten werden einander gegenübergestellt, ineinander verschoben und zu etwas Drittem. I put the temperature on 250 degrees which is the best temperature to be in a gas stove. Plötzlich: Das Heulen der Wölfe.

Konzept: Stefan Hölscher / Umsetzung und Ideen: Enad Marouf / Sprecherin: Paula Rosolen

Eine Kooperation im Rahmen der hessischen Theaterakademie zwischen dem Institut für Angewandte Theaterwissenschaft und dem Fachbereich Zeitgenössischer und klassischer Tanz der HfMDK.

 

Tanzprojekt
von Stefan Hölscher


Bisherige Aufführungen

  • 22.6.2007, Premiere , Probebühne, Institut für ATW
h+m betamachine - tryouts, errors, corrections

 

Ich bin eh` ich war

"ICH HABE DICH HEUTE NACHT VERLASSEN

Für lange Zeit, mir ist: für immer.
Der Morgen war ein graues Zimmer
Und als du gingst war Rauch in den Straßen"
(Inge Müller)

Eine Arbeit über das, was übrig bleibt.

Mitarbeit: Katharina Runte
Text: Inge Müller, Heiner Müller, Jean Daive
Musik: Helmut Lachenmann "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern"

 

Installation
von Sarah Bonnert 

 

Bisherige Aufführungen

  • 20.6.2007, Premiere , Goethestraße 6 Gießen

Ich bin eh` ich war

Ich bin eh` ich war

Ich bin eh` ich war

Île flottante

-Problem working Solutions- 
Part One: presentation before confrontation
WIR HABEN UNS HEUTE HIER VERSAMMELT, DEN UTOPISCHEN RUCK ZU BEJAHEN!
Es ist eine kurze Gemeinschaft, die zum Singen zusammen findet.
Ein Kongress mit Musikern, Tänzern und einem alle Hindernisse nehmenden Traceur.
Haben sie ein Nichts im Haus, das immer mehr Platz einnimmt?

Mit: Félix Maurin, Petros Chrkhoyan, Charles Pietri, Bryan Eliason, Joris Ruhl, Pierre-Nicolas Buisson, Dominique Legland, Clement Cannone, Nathan Freyermuth, Maxime Echardour.

In Kooperation mit dem Theater “Les Subsistance“, Lyon
dem Goethe Institut Lyon, der Hochschule für Musik und Tanz, Lyon und dem Institut für Angewandte Theaterwissenschaften, Giessen.
und des Festival „Les Intranquilles“
Mit freundlicher Unterstützung des Deutsch – französischen Jugendwerkes
Und Meininger Hostels.
100° Berlin, HAU 2
Eingeladen zum Arena Festival Erlangen und Tanzart Ost/West Giessen

Gute Unterhaltung und viel Spaß beim verstehenden Nichtverstehen.

 

Projekt
von Berkenhoff/Siegwald 


Bisherige Aufführungen

  • 14.4.2007, Hebbel am Ufer, Berlin, HAU 2
  • 21.6.2007, Premiere , Theater Les Subsistances Lyon, Festival "Les Intranquilles"

 

Île flottante

Île flottante

Île flottante

Île flottante

Je t’embrassais tu m’embrassais je m’embrassais tu t’embrassais sans bien savoir qui nous étions

Sound-Video Installation. Anlässlich des Festivals "Les Intranquilles" in den Subsistances, Lyon.


Projekt
von Sarah Bahr

  • Bisherige Aufführungen
  • 16.6.2007, Lyon

ladies prefer gentlemen- eine sex komödie (work in progress)

von "wie angelt man sich einen millionär" (1953) bis "wer heiratet den millionär" (2001): ein raubzug durch die popkultur der letzten 50 jahre auf der suche nach geschlechteridentität(en) im zeitalter von judith butler.
untersucht werden soll, was die unterhaltungsindustrie an (vor-) bildern liefert um diese einem gründlichen geländetest zu unterziehen.

mit lina hermsdorf, teresa marenzi, johanna seitz und rostislav tumanov.
technik: sabine feuerbach
konzept und regie: fabian wallenfels

 

Inszenierung
von lina hermsdorf, teresa marenzi, johanna seitz rostislav tumanov und fabian wallenfels

 

Bisherige Aufführungen

  • 5.5.2007, Premiere , Probebühne, Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Giessen

 

ladies prefer gentlemen- eine sex komödie (work in progress)

Lilly - ein Solo

Lilly liest aus der Erinnerung und setzt sich mit den dabei entstehenden Lücken auseinander. Im Wechsel von Nahaufnahme und Totale stehen sich Bruchstück und Memorien gegenüber. Es offenbaren sich Kanäle, durch welche das Zurückliegende in den erfahrbaren Raum dringt. Es gibt kein Bedauern; dem Riss, dem Bruch, dem Blackout, wird für einen Moment das Grauen genommen. Im Fluchtpunkt der Zentralperspektive erscheint und verschwindet ein Körper. Er richtet den Blick auf die Lücke und führt zu ihrer lustvollen Besetzung. Die gehörten Stimmen entziehen sich einer klaren Verortung. Wer spricht da? Die Medialität der Erinnerung wird anhand Radio, Sampler und Telefon ins Spiel gebracht und unterstützt ihre Materialität. Dadurch wird ein Raum geöffnet, innerhalb dessen eine je immer andere Version des Erinnerten möglich wird.

 

Performance
von Lucie Tuma und Frank Müller 

 

Bisherige Aufführungen

  • 22.6.2007, ATW / Theatermaschine

Lilly - ein Solo

Lilly - ein Solo

Lilly - ein Solo

Lilly - ein Solo

Ninfa

"Vor einer Bäckerei der Rue Descartes spuckt der Rinnstein sein Wasser aus, und genau neben den beiden Abwasserdeckeln befindet sich die Nymphe mit ihrer Drapage."

 

Mit (im Video) Alanna Pfeiffer, Tarah Pfeiffer

Dank an Philipp Karau, Terry Pedersen-Pfeiffer, Sebastian M. Schulz, Rosalie Schweiker

Material: Äste der letzten Ulme Gießens, Pilze, Beeren, Pappe, Seife, Moos, Glitzernagellack

verwendete Bilder: "Das Gastmahl des Nastagio degli Onesti" (Botticelli), "Venus der Mediziner" (Susini)

Texte: Georges Didi-Huberman

Unterstützt durch den AStA der Justus-Liebig-Universität Gießen

 

Installation
von Verena Billinger 

 

Bisherige Aufführungen

  • 19.7.2007, Premiere , Fotolabor im Institut für Angewandte Theaterwissenschaft
  • 7.9.2007, Damendusche der ehemaligen Waschkaue PACT Zollverein
  • 12.6.2008, Institutskeller, Theatermaschine 08
  • 13.6.2008, Institutskeller, Theatermaschine 08
  • 14.6.2008, Institutskeller, Theatermaschine 08
  • 15.6.2008, Institutskeller, Theatermaschine 08

 

Ninfa

Ninfa

O`Clock

15. März 2007, Theatre Marni, Brüssel (Belgien)
16. März 2007, Le Manège, Mons (Belgien)

Szenisches Konzert mit dem Ensemble Modern, Frankfurt am Main
JEAN-PAUL DESSY: O`CLOCK

Auftragskomposition für die Frankfurter Positionen 2006. Sie wurde im Januar 2006 in Frankfurt am Main in szenischer Inszenierung vom Ensemble Modern in Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der JLU Giessen uraufgeführt. Die Frankfurter Positionen sind eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung, die auch die szenische Umsetzung in Brüssel und Mons unterstützt.

Regie/Bühne: André Schallenberg, Jean-Paul Dessy
Dirigentin: Sian Edwards
Klangregie: Norbert Ommer
www.ensemble-modern.de

 

Projekt
von André Schallenberg, Jean-Paul Dessy 

 

Bisherige Aufführungen

  • 15.3.2007, Premiere , Theatre Marni, Brüssel (Belgien)

PLASTIK Tanzfigurationen nach Oskar Schlemmer

"Raum! [...] Zu erfassen durch Ausschreiten, Abtasten seiner Begrenzungen. Hilfsmittel etwa die Raumlinien, die ihn zerteilen, um ihn auf diese Weise erfassen und begreifen zu können. [...]
Mensch! Körper! Tänzer! Organismus aus Fleisch und Blut als auch gesetzbestimmtes Gefüge, ausgestattet mit dem Mechanismus der Gelenke. (...)"

"Mensch und Raum sind gesetzerfüllt. Wessen Gesetz soll gelten?"

(O.Schlemmer: "Abstraktion in Tanz und Kostüm" [1928], "Mensch und Kunstfigur" [1925] )

Die Stilisierung des menschlichen Körpers zur Kunstfigur und das ästhetische Zusammenspiel dieser Kunst-Körper ist das zentrale Thema von Plastik.
Im Sinne Schlemmers durchlaufen in diesem Stück drei Tänzer unterschiedliche Stadien der Körper-Abstraktion, in denen der individuelle "Organismus aus Fleisch und Blut" zunehmend zurückgedrängt wird.

 

Konzept und Choreografie: Juliane Scherf (Diplominszenierung)
Bühne und Kostüme: Corinna Mattner
Musik und Tonbearbeitung: Friederike Kenneweg
Video: Csongor Dobrotka
Licht: Christian Flierl

Tänzer der Tanzcompagnie Gießen (Kai Guzowski, Mélodie Lasselin, Carla Pulvermacher)

Eine Produktion der Hessischen Theaterakademie 
in Kooperation mit dem Stadttheater Gießen.
Premiere 25.Mai
weitere Vorstellungen 2. / 9. und 15. Juni
jeweils um 20 Uhr
im TiL
Dank an die Gießener Hochschulgesellschaft und an das Kulturamt der Stadt Gießen

 

Tanzprojekt
von Juliane Scherf 

 

Bisherige Aufführungen

  • 25.5.2007, Abschlussprojekt , TiL (Studiobühne Stadttheater Gießen)

 

PLASTIK Tanzfigurationen nach Oskar Schlemmer

Prinzenraub an der Universität - PLAGIUM

Akt I
Herzog Friedrich grübelt über sein Herrscherdasein. Untreue Höflinge hat er momentan nicht zu befürchten, allenfalls die Rachegelüste des Ritters
Kuntz. Viertausend Gulden erwartet dieser für seine vergangenen Söldnerdienste. Vergeblich... denn Friedrich sieht weder die Verpflichtung zu
zahlen, noch schätzt er seinen Widersacher als ernsthafte Gefahr ein. Stattdessen plant er einen Ritt nach Leipzig. In Böhmen ärgert sich unterdessen Kuntz über die ihm widerfahrene Ungerechtigkeit und sinnt auf Rache. Schon bald hat er die Gelegenheit dazu, denn der hinterlistige Koch des Herzogs berichtet ihm von Friedrichs Ausflug und bietet seine Hilfe an.

Akt II
Die angekündigte Rache des Kuntz lässt Herzogin Margaretha keine Ruhe. Ein Traum weissagt ihr, dass jener die günstige Gelegenheit des vom Herzog
verlassenen Schlosses ergreifen wird. Der Herzog reist gegen den Willen seiner Gemahlin ab, allerdings nicht ohne Comes Pflug die Verantwortung für das Schloss, die Herzogin und die beiden Söhne Ernst und Albert zu übertragen. Statt jedoch seinen Pflichten gewissenhaft nachzukommen, feiert der Comes mit den anderen Hofbediensteten ausgelassen das Fest des Hl. Kilian in der Stadt. Unterdessen plant der Koch den Überfall durch Kuntz.

Akt III
Der Köhler Rumpelt ist angereist, um den Herzog um die Zurücknahme der neuen Kohlholzsteuer zu bitten. Vor dem Schloss begegnet er dem Schreiber
und bringt seine Bitte samt mitgebrachtem Hahn als Geschenk vor. Dieser akzeptiert zwar den Hahn, nimmt jedoch das Problem nicht ernst und treibt
stattdessen Unfug mit dem armen Köhler: Rumpelt muss sich einem Strebekatz-Wettkampf mit dem Hofnarr (Morio) stellen, verliert und wird seines
Bartes beraubt. Mit einer Heerschar rückt Kuntz bis zum Schloss vor. Hier wartet der Koch und führt ihn durch ein Mauerloch ins Innere des Schlosses, wo er die Prinzen Ernst und Albert findet und entführt. Seinen ausstehenden Lohn in Form von Lösegeld zu erlangen, dürfte nun ein Leichtes sein…

Akt IV
Mit schlechtem Gewissen bittet Comes Pflug die Herzogin um Verzeihung und nimmt die Verfolgung der Entführer auf, um seinen Kragen und die beiden
Prinzen zu retten. Unterdessen kehrt der bartlose Rumpelt unverrichteter Dinge nach Hause zurück und wird vom Köhler Pitack und dessen Frau Carna
verspottet. Rumpelts Frau Jutta dagegen will ihren entstellten Mann zunächst nicht wiedererkennen und es kommt zu einer heftigen Auseinandersetzung. Am nächsten Tag begegnen die Köhler Kuntz, dessen Getreuen Gothes und Prinz Albert im Wald. Sie durchschauen die Situation, nehmen die Entführer gefangen und bringen Albert in Sicherheit.

Akt V
Die Köhler bringen Kuntz, Gothes und den Prinzen zum nahe gelegenen Schloss des Junkers Schönburg. Dieser informiert die Herzogin, die sehnsüchtig Albert entgegen eilt. Schönburg macht sich auf, um (schließlich erfolgreich) auch Ernst aus der Gewalt der Entführer zu befreien. Nachdem die Herzogsfamilie wieder glücklich vereint ist, zeigt sich der Herzog großzügig. Den Köhlern wird die Steuer erlassen und Rumpelt darf sich für seinen verlorenen Bart am Schreiber rächen. Zu Ehren des denkwürdigen Ereignisses beschließt Friedrich, Schulen (und auch eine Universität?) zu stiften.

Produktion und Dramaturgie ……………………...…...Cora Dietl
Regie ……………………………………………..….Elisabeth Sommerhoff, Florian Siebrecht
Beratung …………………………………..………………...Behzad Borhani
Bühnenbild/Technik ………………………..……………...Masja Raab/Christopher Köbel
Flyer/Plakate/Programm ….………………….....Claudia Lauer
Jubiläumskoordination ……………………...…...Oliver Behnecke
Kamera ………………………………………………….…………………..Carsten
Fama ………………………………………………….…………………..Cora Dietl
Herzog Friedrich ………………………….……………..Daniel Randau
Herzogin Margaretha ………………...….……….Elisabeth Wagner
Ernestus ………………………………….…..……………... Verena Konrad
Albertus ……………………………………..…………………..Jasmina Mulhi
Anna ………………………………..……………………..……...Martina Preuß
Sophia …………………………..……………………...Catharina Schwenke
Comes Pflug ………………………….…………...…..Heinrich Hofmann
Scriba ……………………………………………..….Jan-Markus Engelbach
Morio ……………………………….…………..………………..Cynthia Becker
Pompa ……………………………………..……………………...Sylvia Bischof
Satelles ……………………………….…….……………....Michael Schmidt
Schönburg ………………………..………….…………….Valerie Neweling
Kuntz ………………………….………………….…………….Behzad Borhani
Gothes ……………………………………………..………...Hubertus Redlich
Coquus Schwalb ……………………….…..……….Christopher Köbel
Wilhelmus ……………………………….…………………..…...Masja Raab
Rumpelt ……………………………………..………………..Alexander Eilers
Pitack ………………………………….……………………….Benjamin Müller
Iutta …………………………………….………………………...Verena Konrad
Carna …………………………………..…………………….....Sabine Limmer
Postboth ………………………………………………………………….Mira Krol
Statisten…………………………….…………………….. Ludger Hellmann, Jochen Wilhelm

Inszenierung
von Siebrecht, F. (Regie) & Sommerhoff, E. (Regie) & Prof. Dr. Cora Dietl (Produktion) 

 

Bisherige Aufführungen

  • 9.10.2007, Premiere , Aula im Hauptgebäude der JLU Gießen

 

Sana'a - City of Light

Außen eröffnet der Blick auf das festlich beleuchtete Bab al-Yemen dem Besucher die Schönheit Sanaas und des Yemen. Im Fluchtpunkt des Tores erscheint ein Kubus, der stellvertretend für die traditionelle Architektur Sanaas steht, und der mit seiner Umgebung interagiert.
Der Besucher wird eingeladen, am spirituellen Leben des Jemens während des Ramadans teilzunehmen, und einzutauchen in die Atmossphäre der Altstadt zu dieser ganz besonderen Zeit.
Hier, am inneren Vorplatz des Bab al-Yemens, ist jeder eingeladen auf Entdeckungsreise zu gehen: Videoprojektionen an der Innenseite der Stadtmauer arbeiten mit deren Struktur und eröffnen virtuelle Fenster. Klänge und traditionelle Musik des Jemens werden an verschiedenen Orten über Lautsprecher erfahrbar gemacht und ergeben in ihrer Gesamtheit eine Komposition, die sich organisch in das Spiel von Innen und Aussen einfügt.

21.09.2007 - 03.10.2007, 22.00 - 24.00
Sana'a, Bab al-Yemen (Tor des Jemens)

Auf Einladung der dt. und frz. Botschaft in Sana'a/Jemen ("The German-French Cultural Project 2007), unter der Schirmherrschaft des Kulturministers des Jemen und des Bürgermeisters von Sana'a
Weitere Informationen, Bilder, Videos, Presse, Links... auf unserem Blog:

www.bab-al-yemen.de

 

Installation
von René Liebert, Matthias Mohr, Tobias Rosenberger 

 

Bisherige Aufführungen

  • 21.9.2007, Premiere , Sana'a, Bab al-yemen

 

Sana'a - City of Light

Sana'a - City of Light

Sana'a - City of Light

Sana'a - City of Light

Songs am Rande des Nervenzusammenbruchs

Live-Konzert-Abend.
Abschlusspräsentation des Szenischen Projektes von Studierenden des Instituts mit Gastprofessor Felix Kubin
www.felixkubin.com

 

Projekt
von Szenisches Projekt Felix Kubin 

 

Bisherige Aufführungen

  • 27.1.2007, Premiere , Probebühne des Instituts für ATW

SPECTRES GHOSTS EERINESS

Wir schnitten philosophische Gedanken wie die der Dekonstruktion zum Thema Spur und Abwesenheit ebenso an wie zeitgenössische Praktiken des schon geschehenen Umgangs mit unserem Phänomen. Wir kommunizierten unsere indivuellen Arbeitsweisen und Interessen, bauten Luftschlösser, gingen Möglichkeiten durch, wägten ab. 
Im Interview hatte uns der Ladenbesitzer noch erzählt: "But stones don´t talk". Wie aber diese Geschichten zum Sprechen bringen? 
Zehn Tage lang arbeiteten wir in dem leer stehenden Erdgeschoß eines alten Gebäudes in Groningen. Anfangs waren wir noch sehr fokusiert auf das Spiel mit Wahrnehmungsweisen, erzeugten bsp. mit bewegten Scheinwerfern künstliche Schatten von fiktiven Ereignissen auf der Straße draußen, warfen sie auf die Wände drinnen, filmten das Ergebnis ab, postproducten es, projizierten es wieder in den Raum. Filmten die gläserne Eingangstür ab, manipulierten das Bild live im Computer, warfen es - mit zwei sich überlagernden Delay-Effekten versehen - auf einen Holzrahmen vor einer zugemauerten Tür in den Eingangsraum des ehemaligen Optikerladens. Montierten das Interview mit dem Optiker und stellten es den gewonnen visuellen Materialen gegenüber. Machten Aufnahmen in einem real noch existierenden Optikergeschäft, nahmen Sehtests akustisch auf, das Klackern der Sehmaschine, wenn sie die Linse wechselt, die wiederholte Frage "Können Sie das lesen?", wieder das Klackern und die neue Linse, brachten die ebenfalls ins Spiel.
Und neben der Arbeit am Material immer wieder ernsthaft geführte, nicht auf Konsens ausgerichtete, erbittliche und wichtige Diskussionen innerhalb unseres temporären Kollektivs, bis wir unser Problem formulieren konnten: Wir brauchten noch etwas Konkretes, physisch Präsentes, nicht zu sehr symbolisch Eindeutiges, aber doch etwas von starker metaphorischer Tragweite, um einen weiteren Aspekt in unser Projekt einfließen zu lassen: Den des Zerfalls. Des Zerfalls von (historischen) Gebäuden, des Zerfalls von Körpern, des Zerfalls von geschichtlicher Zeit. Wir brauchten Fliegen.

Eine Kooperation zwischen dem Frank Mohr Institut (Groningen) und dem Institut für Angewandte Theaterwissenschaft (Gießen), mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturamt Gießen.

www.mohr-i.nl

 

Installation
von Florian Krauss, Franzis Wiese, Freya Eshuijs, Marc Schröppel, Mirko Hecktor, Rebecca Egeling, Stefan Hölscher, Yaron Abulafia und Zuzana Hudekova 

 

Bisherige Aufführungen

  • 17.3.2007, Premiere , Nieuweweg 3, Groningen (NL)

Studierzimmer / Nachts

"Die Zeit ist ein spielendes Kind, das hin und her die Brettsteine setzt:
Herrschaft des Kindes!"

Studierzimmer / Nachts
Installatives Theater nach dem Text "Sizilischer Brief an den Mann im Mond" von Ernst Jünger

Der Ausgangstext von Ernst Jünger stellt die Frage nach der "ordnenden Funktion der Reorganisation von Raum und Wahrnehmung entlang des Flächigkeitsparadigmas". Im Zusammenlauf von mikro- und makroskopischen Blick wird die Welt neu formatiert, es kommt zu einer heterogenste Teile umfassenden Synthese. Diese Analyse, die gerade vor dem Hintergrund urbaner Entwicklungen / Theorien des 21. Jahrhunderts (vgl. u.a. Rem Koolhaas "City of most exacerbated difference"), eine interessante Folie abwirft, geht bei Jünger einher mit der Ankündigung der Figur des "homo ludens", der in einer Welt, in der nach dem Tod Gottes das Ludische zum konstituierenden Faktum geworden ist, zum Gegenspieler des der Zeit unterworfenen Arbeiters erwächst, und der durch die innerliche Restitution der Kinderzeit das Potential einer umfassenden Wiederherstellung der Welt in ein Spielfeld, in das selbst die Technik einbeziehbar ist, in sich trägt.

Das Konzept:

Unsere Spielfläche ist ein quadratischer Raum, der Ausmasse zwischen 8x8m und 12x12m hat. Jeder Durchgang besteht aus 8 Teilen a 5 Minuten. Die Zuschauer (höchstens 20 gleichzeitig) befinden sich im gleichen Raum, können sich frei bewegen. An den 4 Ecken des Raumes sind 4 Lautsprecher aufgebaut, auf denen pro Durchgang 8 Samples (Außenaufnahmen in unmittelbarer Umgebung des Aufführungsortes, mit speziellen Charakteristika wie bspw. Vögelgezwitscher, Martinshorn...) abgespielt werden, die randomatisch ausgewählt werden (d.h. 8x7x6x5x4x3x2x1 Kombinationsmöglichkeiten) und die jeweils innerhalb eines festgelegten Rahmens weiteren generativen Prozessen (Loop-Start- und Endpunkt, Delaylinien, Panning...) unterzogen werden, so dass es auch bei mehreren Durchgängen niemals zu einer Wiederholung kommt. Ebenso gibt es durch 16 geometrisch auf dem Boden angeordnete kleine Baustellenfluter 8 verschiedene globale Lichtstimmungen, welche ebenfalls randomatisch ausgewählt werden. Das weitere Bühnenbild besteht aus einem 30er-Jahre Schlafzimmer, Bett, Nachttisch und großem Kleiderschrank, sowie einem "der Zeit entsprechenden" Studiertisch mit grünem Oberflächenbelag, alles Elemente die im Verlauf eines Durchgangs spielerisch und multifunktional von den Darstellern benutzt werden. Pro Durchgang befindet sich ein, auf 4 weiteren im Raum verteilten kleineren Lautsprechern (welche mit dem Holz des Schlafzimmers verkleidet sind) , akustisch verstärkter Darsteller im Raum, der einerseits als Konstante den Vorlagentext in dem festgelegten Zeitrahmen von 40 Minuten wiedergibt, andererseits über ein endliches Reservoir an Aktionen im Raum verfügt, die generell durch das spezielle Charakteristika des jeweiligen Soundsamples ausgelöst werden und durch ein entsprechendes Aktionslicht, produziert von 16 auf dem Schrank positionierten und heterogen ausgerichteten Pinspots, unterstützt werden. Diese fünfminütigen Aktionen funktionieren in sich abgeschlossen, wobei sie gleichzeitig aufeinander Bezug nehmen können, wenn bspw. eine Aktion darin besteht in der Rolle eines Entomologen, am Tisch sitzend kleine Solarzellen mit Piezos, die verschiedene Frequenzbereiche haben, zu verbinden und anschließend an einer gespannten Wäscheleine aufzuhängen, während eine andere Aktion die Eingabe der Koordinaten eines an der Decke ausgerichteten Movinglightes beinhaltet, welches dann innerhalb dieser eingegebenen Koordinaten randomatisch für eine festgelegte Dauer den Bereich der Solarzellen mit Strom versorgt.

1. Testlauf:
Pb Giessen, 10.2.07
19.30
20.15
21.00

Beteiligte:
Regie: Tobias Rosenberger
Musik: Gilles Aubry
Licht / Dramaturgie: Christian Flierl
Darsteller: Lars Brückmann

 

Projekt
von Tobias Rosenberger, Gilles Aubry, Christian Flierl 

 

Bisherige Aufführungen

  • 10.2.2007, Premiere , Probebühne des Instituts für ATW

 

Studierzimmer / Nachts

Studierzimmer / Nachts

Woyzeck

Konzept, Bühne, Regie: Boris Nikitin (Alumnus ATW)
Darsteller: Malte Scholz (ATW)
Technik: Matthias Meppelink (ATW),

 

Eine Produktion von Boris Nikitin.
Mit Unterstützung des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen

 

Die Inszenierung Woyzeck entstand 2007 in Giessen im Rahmen des Projektes „Theater und Wissenschaft“. Woyzeck wurde 2008 beim Festival 100° im HAU mit dem 1.Preis der Jury ausgezwichnet und 2009 als eine der 10 bemerkenswertesten freien Theaterproduktionen der deutschsprachigen Szene zum Festival Impulse eingeladen.

 

«Ein guter Mord, ein ächter Mord, ein schöner Mord...» Mit dieser Feststellung endet Georg Büchners Drama. Der historische Fall des Bürgers Woyzeck fand dagegen seinen Abschluss am Galgen und hinterliess der juristischen Welt einen neuen Begriff: die Zurechnungsfähigkeit. Büchner nahm den Fall zum Anlass, um mit seinem Drama eine eigene Version dieses Diskurses zu formulieren.


Woyzeck von Boris Niktin und Malte Scholz beginnt mit einer furiosen Einführung zum Stück durch den Performer. Sein über zehn Minuten dauernder Monolog, ein auf höchster Geschwindigkeit ratterndes, körperliches Denken, fasst zusammen, was sich innerhalb der nächsten Stunde ereignen wird: ein Diskurs um den Begriff der Zurechnungsfähigkeit.



Scheinwerfer liegen verstreut auf dem Boden, eine Nebelmaschine sprotzt leise vor sich hin, Kabel und Mikros hängen von der Decke. Woyzeck verwandelt den Theaterraum in ein Radio-Studio. Für Daheim-Gebliebene ist dieser als Audio-Live-Stream unter www.paraform.ch zu hören. Der Performer ist somit Moderator und gleichzeitig Provisorium der Hauptfigur Woyzeck und stellt seine generelle Frage in den Sende-Raum: «Was spricht da?»



Ein Abend, changierend zwischen kruder Lecture-Performance und experimenteller Radio-Show.

Die Inszenierung ist im Besitz von Tobias Brenk

 

Presse:

"Im klugen, atmosphärischen Bühnenraum – einzelne Lichtstrahlen werfen Schneisen in ein dunkles Bühnenfeld, in dem ein Schreibtischtäterpult mit Ghettoblaster steht –, zeigen die Giessener eher unterspannt lakonisch, dass man auch das Sprechen über (und im) Theater inszenieren kann. (...) Büchner hätte die Ohren gespitzt."
(Theater heute)

 

„Dagegen ist „Woyzeck“ von Boris Nikitin und Malte Scholz von großer theatralischer Direktheit und Sinnlichkeit: eine Performance, die von der intellektuellen Lecture zu Beginn – einem ausladend engagierten, philologisch-juristischen Vortrag – direkt ins Spiel fällt und ihm verfällt.(...) Eine spannende, beunruhigend schöne Vorstellung; ein Woyzeck-Hallraum. Anregend und aufregend, weil sie nicht nur ihr Material ernst und beim Wort nimmt, sondern auch die eigenen Mittel.“
(Basler Zeitung)

 

"Damit hat Nikitin einen frischen Weg zu einem Stück gefunden, das häufig von seiner eigenen Klassizität verdeckt wird.“
(Theater der Zeit)

 

„Nikitins Umgang mit dem Büchner-Klassiker ist in der Tat ungewohnt und sehenswert.“
(nachtkritik)

 

Inszenierung
von Boris Nikitin 

  • Bisherige Aufführungen
  • 17.7.2007, Probebühne ATW
  • 22.2.2008, Festival 100°, HAU3 - Gewinner des 1. Preis der Jury
  • 26.4.2008, INSTANTFESTIVAL, Hildesheim
  • 4.6.2008, Festival "unithea", Frankfurt/Oder
  • 24.9.2008, Festival "perfect performance, Kulturhuset, Stockholm
  • 30.10.2008, Mousonturm, Studiobühne
  • 1.11.2008, Mousonturm, Studiobühne
  • 6.12.2008, Rote Fabrik Zürich
  • 7.12.2008, Rote Fabrik Zürich
  • 7.1.2009, Kaserne Basel
  • 8.1.2009, Kaserne Basel
  • 22.5.2009, i-Camp München
  • 5.11.2009, Festival "OKNO", Teatr Kana, Sczezin (PL)
  • 26.11.2009, Köln - Alte Feuerwache (Impulse-Festival)
  • 28.11.2009, Bochum - prinz regent theater (Impulse-Festival)
  • 3.12.2009, Mülheim - Ringlockschuppen (Impulse-Festival)
  • 16.4.2010, zeitraumexit, Mannheim
  • 30.4.2010, PAZZ - Performing Arts Festival, Staatstheater Oldenburg
  • 1.5.2010, PAZZ - Performing Arts Festival, Staatstheater Oldenburg
  • 7.5.2010, Symposium "Who's there?", Kopenhagen/Double Feature mit "Pitchet Klunchun and myself" von Jerome Bel, Theater Republique
  • 5.11.2010, Landestheater Marburg
  • 20.11.2010, Landestheater Marburg
  • 10.12.2010, Landestheater Marburg
  • 17.12.2010, Landestheater Marburg
  • 25.1.2011, Landestheater Marburg
  • 8.9.2012, Festival "Grenzenlos Kultur", Mainz
  • 25.11.2012, Market Theatre Laboratory, Johannesburg, South Africa
  • 26.11.2012, Market Theatre Laboratory, Johannesburg, South Africa

Woyzeck

Woyzeck

Woyzeck

Woyzeck

Würstchen im Schlafrock

Aber das Schönste war immer, wenn das Theater vorbei war. Mit der Dampflock nach Gießen rein und noch einmal Würstchen im Schlafrock essen. Hmmm. Köstlich. Und belegte Brötchen und Milch für die Kinder im Bus. Aber ab 12 gabs nur noch ein Buch. Macht aber nichts. Wir ziehen in die Stadtbibliothek um. Und gucken das bunte Marktgemüse an. Und finden unsere Sonnenbrille wieder und fahren noch mal Bobbycar, mit Daniel.

Eine Stadt besteht vordergründig aus Steinen, Beton und Menschen. 
Aber sie lebt Dank der Assoziationen, die einzelne Orte prägen.

Ein Versuch, dicht dahinter zu blicken.

 

Projekt
von Hannah Borisch 


Bisherige Aufführungen

  • 20.6.2007, Gießen, Katharinengasse/Ecke Löwengasse

 

Würstchen im Schlafrock

Würstchen im Schlafrock