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Artikelaktionen

2020

Abrupt Live Set - Tresor Linz

Abrupt ist das Soloprojekt von Sara Trawöger. Im März 2019 feierte sie ihren ersten Auftritt in der SSTR6 in Wien, wo auch ihr erstes Loop Tape via House veröffentlicht wurde. Letzten Sommer performte Abrupt im Tresor in Linz (Oberösterreich) und lässt auch online das Publikum mit ihrem Live Set - von verzerrter Gitarre und brüchiger Stimme gestützt - sanft in den Untergrund driften.

Das Konzert kann unter folgenden Links nachgeschaut werden:
https://www.dorftv.at/video/33470
https://www.youtube.com/watch?v=gtO_BlVwzxU&t=6s

 

  • Concert
  • 21.7.2020
    Tresor Linz
    canceled but not canceled - live broadcasting of sound art concerts and more without audience from Tresor Linz on Dorf TV

 

Abrupt Live Set - Tresor Linz
(c) Verena Mayrhofer

Topoideologien des (Un)Erreichbaren

 (Arbeitsbericht aus dem dislozierten Seminar)

Die vorweggenommene Intention, sich den Orten sinnlich zu nähren und die Stad von innen zu betrachten, fehlte am Anfang. Zunächst verblieb das Seminar auf Distanz und digital. Wir kommunizierten disloziert zwischen Deutschland, Österreich, Schweden, Italien, Nord Mazedonien und Japan. Körperlose Wesen, die aus einer zerstreuten Geographie über Topo(ideo)logie diskutieren und manchmal auch rausflogen, wenn das Netzt zu stottern begann. Durchdrungen von Abwesenheit ereignete sich das topo(ideo)logische in Form von Ansammlung von Bildern, Wörtern und Gedanken.

Logo Topoideologien des (Un)Erreichbaren
(c) Topoideologien | WilsonstrasseFM
Aus der Unmöglichkeit eines physischen Treffens bzw. der Unerreichbarkeit des Zusammenseins entstand jedoch eine Reihe von Arbeiten und Projekten, die in unterschiedlichen Medien (Video, Audio-Walk, Performance, Installation und Foto-Essay) den Blick für die Schwellenräume schärfen. „Wir sind“, so Walter Benjamin in dem Passagenwerk: „sehr arm an Schwellenerfahrungen geworden.“ Als Übergangsorte markieren Schwellen Zäsuren im Raum-Zeit Kontinuum der neoliberalen Landschaft und ermöglichen dadurch Einblicke in die widersprüchliche Architektur gesellschaftlicher Verhältnisse, das Ausgeschlossene und das Unbewusste. Indem das Seminar einen „Ausbruch“ aus dem Raum der Theorie initiiert, mit dem Ziel eben die starren Grenzen zwischen Reflexion und Praxis zu verschieben, wurde es selbst zu einer Art angewandter „Schwellenkunde“ im Sinne Benjamins. Die Ausstellung Topologien des (un)erreichbaren (die sich aus dem Seminar entwickelt hat) generiert eine mediale, ortsspezifische Konstellation, die sich mit der ökonomisch-ideologischen Transformation urbaner Landschaft auseinandersetzt und dialektische Bilder hervorbringt. Diese schweben zwischen explizit politisch motivierten Aktionen, poetischer Reflexion am Rande des Rauschens und Verräumlichung von Spuren und Phantomen der Vergangenheit. Mit Arbeiten von: Nazanin Bahrami//Judith Bethke//Lisa Birkenbach//Melina Brinkmann//Eva Budniewski//Barbara Luci Carvalho//Talisa Frenschkowski//Yinfu Gao//Eva Grund//Lisa Horvath//Greta Klein//Simon Lenzen//Luka Schreckenberger//Jean-Noël Lenhard//Alica Müller//Tina Muffler//Gala Naseva//Ruth Süpple//Jannis Wulle. Quelle: Topoideologien | WilsonstrasseFM


Eine Dokumentation der Arbeiten ist verfügbar über die Internetseite von WilsonstrasseFM:
https://www.wilsonstrassefm.com/topoideologien 

Lumpen Sammeln Magazin

Aus dem Szenischen Projekt "Lumpen Sammeln" im Sommersemester 2020 unter der Leitung von Patrizia Bach sind verschiedene Arbeiten entstanden, die nun im Magazin Format zusammengefasst wurden.  


Wir haben Lumpen gesammelt. Auf einer Spurensuche in, um und durch Gießen haben wir Vergangenes ge-, be- und untersucht. Ein Pappkreiswurf auf einen Stadtplan gab uns ein Erkundungsgebiet als Startpunkt, örtliche Überschneidungen inklusive; mit dabei: ein handgebundenes Notizheft für Skizzen, Ideen, Fragen, Geistesblitze – ein Sudelbuch. Die Lektüre von Walter Benjamins Textfragment Über den Begriff der Geschichte und seiner Zitatensammlung Passagen-Werk manifestierte sich als eine Architektur aus Worten in den Straßen Gießens, die wir mit dem Code of Action eine*r historischen Materialist*in begingen, um Geschichte_n neu zu erzählen. Dabei entstanden vielfältige Projektideen, die unter der Verwendung unterschiedlicher Arbeitsweisen und Medien im Verlauf der Monate Juli bis November 2020 Form_en annahmen. Konzept und Gestaltung ⍋ Tanja Höhne ⍟ Jasmin Rohrig ▣ Judith Bethke ⨂ Lisa Birkenbach mit ☾Patrizia Bach Quelle: Lumpensammeln Magazin | issuu


Das Magazin ist über diesen Link verfügbar.