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Digital Lectures

 

„Alexa, sing ein Liebeslied für mich“ lautet nur eine der Aufforderungen, mit denen Amazon für seine smarte Sprachassistentin wirbt. Dabei hat Alexa laut Hersteller „Tausende Skills und es kommen täglich neue hinzu“. Die Selbstverständlichkeit, mit der wir Apps und anderen intelligenten Maschinen unsere Wünsche zukommen lassen und wie sich diese sich Stück für Stück an unsere Stimmen, Erwartungen und Interessen anpassen und lernen, hat nichts mehr Ungewöhnliches. Unmerklich oder merklich verändert der alltägliche Umgang mit adaptiven Systemen - im Mündlichen und im Schriftlichen - unseren kommunikativen Haushalt und die Praktiken der Interaktion. Welche (digitalen) Emotionskulturen entstehen, wenn die Kommunikation offensichtlich oder weniger offensichtlich, bewusst oder weniger bewusst vermittelt über oder mit Maschinen, lernenden Systemen und Algorithmen funktioniert, und wenn teils nicht mehr unterscheidbar ist, ob wir es mit einem Menschen oder einem Bot zu tun haben? Der Vortrag diskutiert diese Fragen an ausgewählten, sehr unterschiedlichen Beispielen, in denen lernende Maschinen unseren Alltag durchziehen – oder allmählich übernehmen.

 

„I wish I could touch you“ formuliert Theodore, der Protagonist in dem Film „Her“ (2014), der sich in „Samantha“ verliebt, die Stimme eines intelligenten Operating Systems, das zunehmend seinen kommunikativen Alltag übernimmt. Wenn Emotionen, wie Bucher und Barth formulieren, „auf einer individuellen Ebene Auslöser, Folge, Ausdrucksmittel und Begleiterscheinung kommunikativer Aktivitäten sein“ können, dann ist u. a. interessant zu fragen, ob und wie sich das Verhältnis von Kommunikation und Emotion verändert, wenn auf unterschiedliche Weise und in unterschiedlicher Ausprägung eine Maschine dazwischen geschaltet ist oder – im Extremfall – wenn eine Maschine zum Interaktionspartner wird. Wie, in welcher Weise funktioniert Emotionalisierung, wenn die Kommunikation offensichtlich oder weniger offensichtlich, bewusst oder weniger bewusst vermittelt über oder mit Maschinen, lernenden Systemen und Algorithmen funktioniert? Welche Emotionskulturen etablieren sich im Zuge veränderter Kommunikationspraxen, etwa durch Anwendungen wie Siri oder Alexa? Und wie lassen sich entsprechende Emotionalisierungsphänomene beschreiben und analytisch fassen? Der Beitrag präsentiert verschiedene Beispiele und ‚Fälle’ und diskutiert die oben aufgeworfenen Fragen, die empirisch bisher kaum untersucht sind.