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Copernicus-Preis 2022: Das Institut gratuliert!

Prof. Dr. Sascha Feuchert

Das Institut für Germanistik gratuliert herzlich Sascha Feuchert, dem Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur, und seiner Kollegin Krystyna Radziszewska von der Universität Lodz zur Auszeichnung mit dem renommierten Copernicus-Preis 2022. Der seit 2006 alle zwei Jahre gemeinsam von der DFG (Deutschen Forschungsgemeinschaft) und der FNP (Stiftung für die Polnische Wissenschaft) vergebene hochdotierte, höchst renommierte und auch politisch bedeutsame Preis für herausragende Leistungen in der deutsch-polnischen Wissenschaftskooperation geht damit erstmals an Forschende in den Geisteswissenschaften.

Symbolträchtig genau zu Yad Vashem, dem jüdischen Holocaust-Gedenktag am 28.4.2022, gaben DFG und FNP bekannt, dass sie mit ihrer Entscheidung für die Auszuzeichnenden die beispielhafte Zusammenarbeit von Feuchert und Radziszewska auf dem Feld der Holocaust-Studien würdigen. Die Strahlkraft der Arbeitsstelle Holocaustliteratur am Institut für Germanistik der JLU ist ebenso bekannt wie die Bedeutung des entsprechenden Forschungsschwerpunkts in der Lodzer Germanistik. Weniger bekannt ist, dass die Kooperation bis ins Jahr 1996 zurückdatiert, als Feuchert, damals noch Student der JLU Gießen, im Rahmen der Germanistischen Institutspartnerschaft ein Auslandssemester in Lodz verbrachte und dort die Überlieferung aus dem ehemaligen Getto Lodz/Litzmannstadt kennenlernte, das damals kaum bekannt war. Aus dieser „Entdeckung“ ist mittlerweile eine Vielzahl von bahnbrechenden Publikationen hervorgegangen, unter denen besonders die Edition der Schriften Oskar Singers (2002), die fünfbändige Edition der Getto-Chronik (dt. 2007, poln. 2009), welche auch 2011 digitalisiert und 2012 als Audio-Version im Hessischen Rundfunk gesendet wurde, und die dreisprachige (dt.-poln.-jiddische) Enzyklopädie des Gettos (2020) zu nennen sind. Hinzu kommen zahlreiche kleinere Texteditionen und v.a. Textanalysen. Damit ist es Feuchert und Radziszewska gelungen, einen erheblichen Beitrag zur Rekonstruktion des Alltagslebens im jüdischen Getto und zur deutschen Erinnerungskultur zu leisten und die Auseinandersetzung mit jüdischer Kulturgeschichte und mit Getto- und Lagerliteratur fest in der universitären Germanistik und ihrer öffentlichen Wahrnehmung zu verankern. 

Als Institut möchten wir unsere Gratulation mit einem herzlichen Dank an das Forscherteam verbinden. 

(S. auch https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm62-22Copernicus-PreisfuerSaschaFeuchert)