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Projektinformationen

Die Selbst-Lern-Werkstatt Romanistik (SLW-Rom) ist ein Lehrinnovationsprojekt, das im Rahmen der 1. und 2. Phase des BMBF-Projektes „Einstieg mit Erfolg“ am Institut für Romanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen entstanden ist und fortlaufend in Theorie und Praxis weiterentwickelt werden konnte. Die SLW-Rom schafft eine Lernumgebung, die Studierende der Romanistik bei der Optimierung ihrer Fremdsprachenlernprozesse unterstützt. Anknüpfend an das Konzept von Studienwerkstätten in der Lehrerbildung zielt die SLW-Rom darauf ab, den traditionellen universitären Raum um einen zusätzlichen innovativen Lernort zu erweitern, in dem Fremdsprachenlernen und -lehren sowohl theoretisch durchdrungen als auch handelnd erfahrbar gemacht und jeweils kritisch reflektiert werden.  

 

Seit dem Jahr 2012 unterstützt die SLW-Rom Studierende bei dem weiteren Auf- und Ausbau ihrer Sprachlernkompetenz und ihrer Lernerautonomie. Dazu wurde ein Lernraum für kooperatives, selbstständiges und forschendes Arbeiten an und mit den Fremdsprachen Französisch, Spanisch und Portugiesisch geschaffen. Neben einem umfassenden Angebot an analogen und digitalen Medien bzw. Sprachlern- und -lehrmaterialien für das individuelle Lernen haben Studierende die Möglichkeit, an internationalen e-Tandem-Partnerschaften und Workshops zu fachdidaktischen Fragestellungen teilzunehmen.

 

Das Angebot der SLW-Rom beruht auf den drei Säulen LernenLehren und Forschen 
und ihrer engen Verzahnung in Bezug auf Fremdsprachen:

 

Lernen

Die Fähigkeit, Lernprozesse selbstgesteuert zu initiieren und zielgerichtet zu organisieren stellt nicht nur für die Entwicklung von Fremdsprachenkenntnissen, sondern auch für ein erfolgreiches Hochschulstudium bzw. für ein lebenslanges Lernen eine wichtige Schlüsselkompetenz dar. Gerade für Studierende in fremdsprachlichen Studiengängen ist die Ausbildung einer Sprachlernkompetenz unabdingbar, da sie als zukünftige Sprachexperten und Sprachexpertinnen im Bereich (interkultureller) Kommunikation sehr hohe fremdsprachliche bzw. mehrsprachliche und mehrkulturelle Fähigkeiten belegen müssen.

Eine Besonderheit der Gießener SLW-Rom ist das Konzept der Sprachlernberatung, die seit 2017 an den Sprachpraxismodulen verankert ist.

 

Lehren

Die Lehramtsstudierenden erhalten in unseren Sprachlernberatungen nicht nur die Möglichkeit ihre eigene Sprachlernkompetenz weiter zu entwickeln, sondern auch die Perspektive der/des Sprachlernberaterin/Sprachlernberaters einzunehmen und selbst als Sprachlernberatende zu fungieren. Um den Studierenden eine solche Lehrerfahrung zu ermöglichen, wird seit dem Sommersemester 2017 ein fachdidaktisches Seminar angeboten, in welchem die Studierenden lernen, individuelle Sprachlernberatungen vorzubereiten, zu planen und mit Schülern und Schülerinnen von Partnerschulen in Gießen durchzuführen. So werden sie angeleitet, ihr theoretisches Wissen über Sprachlernberatungen in der Schulpraxis umzusetzen und den Beratungsprozess bzw. ihre Beratungskompetenzen zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Darüber hinaus haben Romanistikstudierende die Möglichkeit, ein Zertifikat zum Sprachlernberater/zur Sprachlernberaterin zu erwerben. Diese Zusatzqualifikation befähigt sie, als SprachlernberaterIn an Schulen oder in der Erwachsenenbildung tätig zu sein und Lernenden auf ihrem Weg zu mehr Autonomie und zur Selbstständigkeit zu begleiten und zu unterstützen

 

Forschen

Neben den o.g. Maßnahmen zielt die SLW-Rom auf die Entwicklung einer forschenden Haltung unserer Romanistikstudierenden. Sie bietet den Studierenden Hilfestellungen bei der Durchführung und Auswertung von empirischen Forschungsprojekten und stellt entsprechende Literatur, Technik und Software, z. B. für die Erstellung von Interviews, die Videographie von Unterrichtseinheiten, die Erstellung von Transkriptionen oder die Auswertung von Fragebögen zur Verfügung.

Im Sinne des forschenden Lernens bietet sie den Studierenden darüber hinaus die Möglichkeit, vor Ort Einblicke in eigene und fremde Fremdsprachenlernprozesse zu gewinnen, z. B. durch die Reflexion bereits videographierter Sprachlernberatungen. Die Rückbindung der SLW-Rom an die Fremdsprachenforschung erfolgt des Weiteren über die Auseinandersetzung mit Sprachlernberatungen im Rahmen von Master- bzw. Staatsexamensarbeiten.

 

Fazit: Die Selbst-Lern-Werkstatt Romanistik trägt über ihr vielseitiges und zugleich studienbezogenes wie forschungsorientiertes Konzept zu einer zielgerichteten nachhaltigen Betreuung von Studierenden bei und führt zum Erwerb von Schlüsselkompetenzen, die weit über das Romanistikstudium hinaus von Nutzen sind. Durch die Integration von Sprachlernberatung und selbstständigem Lernen in den Studiengängen der Romanistik fördert die SLW-Rom langfristig Lernerfolge der Studierenden. Die SLW-Rom entfaltet zudem eine hohe Wirksamkeit über den universitären Bereich hinaus, indem sie in dem Berufsfeld Schule verstetigt wird und durch ihre internationale Vernetzung den Austausch von Theorie und Praxis weiterentwickelt. Damit leistet das Projekt nicht nur einen innovativen Beitrag zu der Ausbildung des akademischen Nachwuchses, sondern trägt auch zu der hohen Qualität der Lehre am Institut für Romanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen bei. 

 

Weitere Informationen über das Angebot der Selbst-Lern-Werkstatt finden Sie hier