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Artikelaktionen

Lehre

Alle Informationen zur Lehre sind auch über Stud.IP abrufbar

 

Wir freuen uns sehr über ihr Interesse an der Arbeit in unserer Abteilung. Zusätzlich zu den Pflichtveranstaltungen bieten wir zahlreiche Wahlmöglichkeiten an, was die Seminare im Bachelor- oder auch im Master-Studiengang betrifft.

Falls Sie sich für die Forschung in unserer Abteilung interessieren, dann rennen Sie bei uns offene Türen ein! Kommen Sie einfach vorbei, oder schicken Sie eine Email an die unten angegebenen Betreuer.

Wahlmöglichkeiten für Seminare in der Allgemeinen Psychologie

 

Wir bieten im kommenden Wintersemester 2017/18 im Bachelorstudiengang ein Wahlpflichtmodul an:

 

  • Wahlpflichtmodul: Wahrnehmung und Handlung (Jutta Billino)

Nähere Information und die groben Inhalte des Seminars finden sie hier.

 

 

Im Masterstudiengang bieten wir das Profilmodul Psychophysik und Psychomotorik an:

 

  • Psychomotorik und Psychophysik (Matteo Valsecchi)

  Nähere Informationen und die groben Inhalte finden sie hier.

 

 

Themen für Bachelor- und Masterarbeiten

Abschlussarbeiten können in den folgenden Bereichen durchgeführt werden. Bei Interesse informieren Sie die jeweiligen Betreuer gerne ausführlich.


Interindividuelle Differenzen der Wahrnehmung und Sensomotorik (Jutta Billino)

Obwohl die Wahrnehmungspsychologie als klassisches Gebiet der allgemeinen Psychologie traditionsgemäß an Gesetzmäßigkeiten interessiert ist, setzt sich zunehmend die Einsicht durch, dass insbesondere Variation und Abweichungen wichtige Hinweise für ein umfassendes Verständnis der zugrunde liegenden neurobiologischen Prozesse geben können. Daher erforschen wir die systematische Modulation von Wahrnehmungsleistungen und sensomotorischen Integrationsleistungen. Insbesondere untersuchen wir dabei die visuelle Aufmerksamkeitslenkung und die Steuerung von Augenbewegungen. Bisherige Studien gliedern sich in drei Schwerpunkte:

  1. Funktionelle Veränderungen im gesunden Altersverlauf und im Rahmen neurologischer Erkrankungen
  2. Effekte von genetischen Polymorphismen, die die Neurotransmission modulieren
  3. Einflüsse emotionaler Kontextinformation

Repräsentative Publikationen:

Billino, J., Braun, D., Bremmer, F., & Gegenfurtner, K. (2011). Challenges to normal neural functioning provide insights into separability of motion processing mechanisms. Neuropsychologia, 49, 3151-3163. http://dx.doi.org/10.1016/j.neuropsychologia.2011.07.009

Billino, J., Bremmer, F., & Gegenfurtner K.R. (2008). Differential aging of motion processing mechanisms: Evidence against general perceptual decline. Vision Research, 48, 1254-1261. http://dx.doi.org/10.1016/j.visres.2008.02.014

Rösler, A., Ulrich, C., Billino, J., Sterzer, P., Weidauer, S., Bernhardt, T., Steinmetz, H., Frölich, L., & Kleinschmidt, A. (2005). Effects of arousing emotional scenes on the distribution of visuospatial attention: changes with aging and early subcortical vascular dementia. Journal of the Neurological Sciences, 229-230, 109-116. http://dx.doi.org/10.1016/j.jns.2004.11.007

 

Haptische Wahrnehmung und visuell-haptische Interaktionen (Knut Drewing)

Haptische Wahrnehmung ist ein aktiver Prozess, bei dem Menschen zielgerichtet Informationen aufnehmen. Wenn wir etwa erfühlen möchten, wie weich ein Objekt ist, müssen wir es zunächst in geeigneter Weise explorieren, so dass die Sensoren relevante Informationen aufnehmen. Wir untersuchen die Mechanismen der Kontrolle des Bewegungs-Wahrnehmungs-Regelkreises beim menschlichen Fühlen. Dabei gehen wir von der Hypothese aus, dass Menschen ihre Fühlbewegungen „optimal“ ausführen. Weiterhin untersuchen wir das Zusammenspiel von Fühlen und Sehen–anhand der „Größen-Gewichts-Täuschung“ sowie bei der Integration visueller und haptischer Signale zur Weichheit von Objekten.

Repräsentative Publikationen:

Drewing, K., & Ernst, M.O. (2006). Integration of force and position cues for shape perception through active touch. Brain Research 1078, 92-100.

Drewing, K., Ramisch, A., & Bayer, F. (2009). Haptic, visual and visuo-haptic softness judgments for objects with deformable surfaces. In World Haptics 2009, Third Joint EuroHaptics Conference and Symposium on Haptic Interfaces for Virtual Environment and Teleoperator Systems (pp. 640-645). IEEE: Piscataway, NJ.

Kaim, L. & Drewing, K. (2011). Exploratory strategies in haptic softness discrimination are tuned to achieve high levels of task performance. IEEE Transactions on Haptics, 4. 242-252.

 

Wahrnehmung und Handlung (Katja Fiehler)

Wir untersuchen die Planung zielgerichteter Augen- und Armbewegungen:
Die Ausführung einfacher, alltäglicher Bewegungen wie das Drücken eines Lichtschalters stellt eine komplexe Anforderung an unser Gehirn dar. So müssen nicht nur verschiedene Sinneseindrücke in ein kohärentes Bild zusammengeführt werden, sondern auch verschiedene räumliche Bezugssysteme in Einklang gebracht werden. Darüber hinaus wirken kognitive Prozesse auf die Planung von Bewegungen ein, wie Aufmerksamkeit oder Gedächtnis. Mögliche Themen für eine Abschlussarbeit sind:

1. Aufmerksamkeit und Augenbewegungen

Augenbewegungen können einen Einblick in verschiedene Aufmerksamkeitseffekte geben. So werden sie zum Beispiel verzögert und ungenauer ausgeführt, wenn die Aufmerksamkeit zwischen Aufgaben geteilt werden soll. Zudem krümmen sie sich von dem Ort, auf welchen die Aufmerksamkeit gerichtet ist, weg. In diesem Projekt soll untersucht werden, wie gut Aufmerksamkeit gleichzeitig auf verschiedene Aufgaben verteilt werden kann und wie sich diese Prozesse über die Zeit verändern. Zudem ist bisher noch unerforscht, ob sich vergleichbare Effekte auch bei der Ausführung von Handbewegungen finden lassen, was für einen gemeinsamen Verarbeitungsprozess im Gehirn sprechen würde.

Moehler, T., & Fiehler, K. (2014). Effects of spatial congruency on saccade and visual discrimination performance in a dual-task paradigm.Vision Research,105, 100-111.

Moehler, T. & Fiehler, K. (2015). The influence of spatial congruency and movement preparation time on saccade curvature in simultaneous and sequential dual-tasks. Vision Research, 116, 25-35.

 

2. Tactile suppression during movement planning and execution

Why can’t we tickle ourselves? This question is related to the phenomenon that people generally perceive the sensory consequences of their own actions as weaker as they actually are. In short, we are able to predict the result of our own movements (hitting or tickling) based on efference copy mechanisms, and, just because of this prediction, the sensory outcome (hit or tickle) is perceived less strong. This is likely to be happening in order for humans to be more aware of externally produced sensory events that are unpredicted or more relevant.

In our lab we examine how this prediction mechanism is involved in the tactile perception during goal-directed movements. We design experiments that require participants to reach towards a target or to grasp an object while receiving a tactile stimulus which has to be detected or discriminated. We are interested whether tactile suppression is a fixed mechanism that always occurs when a movement is involved, or whether this mechanism can be altered when sensory information from the moving limb is important for the task, for example when exploring a surface with the finger.

Gertz, H., Voudouris, D., & Fiehler, K. (2017). Reach-relevant somatosensory signals modulate tactile suppression. Journal of Neurophysiology, jn-00052.

Voudouris D., & Fiehler K. (2017). Enhancement and suppression of tactile signals during reachingJournal of Experimental Psychology: Human Perception and Performance.

 

Shape and material perception (Roland Fleming)

 How does the brain work out the physical properties of objects?  One important source of information about what objects are made out of --- and how they respond to forces --- is their shape.  For example, soft materials rarely have hard corners, and rubbery materials can be bent.  We are trying to understand how 3D shape and material properties interact, by studying the perceptual organisation of 3D shape. This is a relatively new research area.  The proposed projects use a combination of computer graphics, geometry and perception experiments to work out how the brain estimates the properties of objects based on shape.  Possible research topics include:

  1. How do we work out when an object has been bent out of shape?  What parameters does the visual system use to represent "bendiness"?  Can the visual system estimate bendiness when other aspects of the shape are varied?
  2. How does the visual system work out if an objects is physically stable or likely to topple over?  Do all portions of the surface count equally, or are some features more important then others?

Representative Publications:

Barnett-Cowan M., Fleming R.W., Singh M. and HH. Bülthoff (2011) Perceived Object Stability Depends on Multisensory Estimates of Gravity. PLoS ONE 6(4): 1-5.

Roland W. Fleming, Daniel Holtmann-Rice, and Heinrich H. Bülthoff (2011).  Estimation of 3D shape from image orientations.  PNAS 108(51), 20438-20443. http://dx.doi.org/doi:10.1073/pnas.1114619109

 

Farbwahrnehmung (Karl Gegenfurtner & Christoph Witzel)

Allgemein legen unsere Abschlussarbeiten in den kommenden Semestern einen Schwerpunkt auf den Zusammenhang zwischen Farben einerseits und deren Informationsgehalt über Gegenstände und Materialien andererseits. Projekte können (grob) in drei Themenbereichen durchgeführt werden:

1. Sprache und Wahrnehmung: In diesem Themenbereich geht es darum, wie sich Farbwahrnehmung und Farbbenennung gegenseitig beeinflussen. Ein klassisches Thema ist dabei die kategoriale Wahrnehmung (siehe Witzel & Gegenfurtner, 2016). In zukünftigen Arbeiten geht es darum, den Zusammenhang zwischen Farbbenennung und der Wahrnehmung von Gegenständen und Materialien zu untersuchen.   

2. Individuelle Unterschiede (inklusive #thedress): Individuelle Unterschiede gewähren Einblick in die Art und Weise, wie wir die Welt interpretieren und wahrnehmen (siehe Witzel, 2011), wie sich gerade am Beispiel von #thedress zeigte (siehe Witzel et al., 2017). In zukünftigen Projekten untersuchen wir individuelle Unterschiede in der Wahrnehmung, die mit #thedress verwandt sind und allgemeineren Einblick in die Farbwahrnehmung geben.   

3. Verknüpfung verschiedener Sinne: Hier geht es um Assoziationen zwischen Farbwahrnehmung und anderen Sinnesempfindungen (Gehör, Tastsinn) und der Rolle, die Gegenständen und Materialien in unserer Umwelt bei diesen Assoziationen spielen. Zum Teil in Zusammenarbeit mit der Entwicklungspsychologie.

Gerne versuchen wir auch Ihre eigenen Ideen in Ihre Projekte mitaufzunehmen.

Repräsentative Publikationen

Witzel, C., & Gegenfurtner, K. R. (2016). Categorical perception for red and brown. Journal of Experimental Psychology: Human Perception & Performance, 42(4), 540-570. http://www2.apa.org/pubs/highlights/spotlight/issue-62.aspx

Witzel, C. (2011). Unterschiede in der Farbwahrnehmung. In A. Groh (Ed.), Was ist Farbe? - Bunte Beiträge aus der Wissenschaft (pp. 39-62). Berlin: Weidler.

Witzel, C., Racey, C., & O'Regan, J. K. (2017). The most reasonable explanation of “the dress”: Implicit assumptions about illumination. Journal of Vision, 17(2), 1-1. http://jov.arvojournals.org/article.aspx?articleid=2600950

 

 

Eye movements shape peripheral vision (Matteo Valsecchi)

Our visual system overrepresents the central visual field relative to the peripheral visual field, moreover, sensitivity to different spatial frequencies and to color change when stimuli are viewed peripherally. Yet, we do not have the impression that objects change color, shape or size as we move our eyes. Some previous studies of ours have shown that visual uniformity in the case of stimulus size is maintained by a continous re-calibration process based on the predictions that take place as we move our eyes. Some visual attributes, such as perceived numerosity, do however show clear perceptual biases. Moreover, the general appearance of objects, e.g. their lightness, is biased towards the information that we gather in the fovea, so that peripheral appearance is to a certain extent the result of an extrapolation process.
Our future studies will be focused on both the extension of our understanding of perceptual re-calibration (e.g. how general, durable and fast is re-calibration?) and on the objective assessment of the subjective appearance of peripherally viewed stimuli. Further topics are related with the viewpoint-dependence of object visual attributes.
We use both gaze-contingent paradigms based on eye-movement recording to induce perceptual re-calibration and enforce specific viewpoints on objects, and image-manipulation techniques to simulate the appearance of peripherally viewed stimuli.

Related Publications:

Valsecchi, M., & Gegenfurtner, K.R. (2016). Dynamic Re-calibration of Perceived Size in Fovea and Periphery through Predictable Size Changes. Current Biology, 26, 59-63. Link

Valsecchi, M., Toscani, M., & Gegenfurtner, K.R. (2013). Perceived numerosity is reduced in peripheral vision. Journal of Vision, 13(13): 7. Link

Toscani, M., Valsecchi, M., & Gegenfurtner, K.R. (2013). Optimal sampling of visual information for lightness judgments. PNAS, 110 (27) 11163-11168. Link

 

Audiovisual illusions and crossmodal correspondence (Ben de Haas)

How does the brain combine information from different senses? In audiovisual illusions one sense can dominate another in a seemingly automatic way. For example, in the sound-induced flash illusion sound changes fundamental aspects of what we see. In this illusion, a single flash of light appears as a rapid succession of two flashes when it is accompanied by two beeps (see goo.gl/3KRExx for a demo). On the other hand, observers can match what they see and hear in an (apparently) more deliberate way. For instance, most observers agree that ‘Kiki’ is a more likely name for a pointy shape than ‘Bouba’, while ‘Bouba’ is perceived as the better match for rounded shapes. Illusions like the sound-induced flash are thought to depend on early stages of sensory processing, while abstract correspondences like ‘Bouba’/’Kiki’ are thought to rely on later brain processes. 

This project will investigate whether these types of crossmodal effects interact. Do correspondences like ‘Bouba’/’Kiki’ have an effect on illusions like the sound-induced flash? Or are these phenomena independent of each other?

Representative papers:

Spence, Charles. "Crossmodal correspondences: A tutorial review." Attention, Perception, & Psychophysics 73.4 (2011): 971-995.

de Haas, Benjamin, et al. "Grey matter volume in early human visual cortex predicts proneness to the sound-induced flash illusion." Proc. R. Soc. B. The Royal Society, 2012.

de Haas, B., and G. Rees. "Multiple stages of cross-modal integration in visual processing. Comment on``Crossmodal influences on visual perception''by L. Shams & R. Kim." Physics of Life Reviews 7 (2010): 287-288.