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Artikelaktionen

Forschung

Laufende und kürzlich abgeschlossene Forschungsprojekte des Arbeitsbereichs.

Politischer Aktivismus und politische Sozialisation in der Fußballfanszene

Laufzeit: Dezember 2016 bis Dezember 2017
Förderung: International Centre for Sports Studies
Leitung: Markus Gerke (Kooperation mit Melissa Forbis, State University of New York at Stony Brook)

Dieses qualitative Forschungsprojekt befasst sich mit der deutschen Ultraszene als Ort von politischem Aktivismus und politischer Sozialisation. Seit mehreren Jahren sind Ultra-Gruppen "fanpolitisch" aktiv: Sie protestieren gegen Entscheidungen von DFB, Ligen und Vereinen und setzen sich für ihre Interessen als Fans ein. Über rein fußballbezogene Anliegen hinaus sind außerdem politische und ideologische Konflikte immer wieder Teil der Ultraszene: Während sich einige Gruppen etwa gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie und Diskriminierung positionieren, sind in anderen Ultra-Gruppen rechtspopulistische bis rechtsextreme Positionen vorherrschend. Auf Basis von ethnographischen Beobachtungen und qualitativen Interviews mit Szenemitgliedern geht dieses Projekt den folgenden Forschungsfragen nach: Wie werden Mitglieder innerhalb der Szenen politisch sozialisiert? Wie entsteht politisches Engagement, das über den Fankontext hinausgeht? Welche Faktoren führen dazu, dass sich in verschiedenen Szenen bestimmte politische und ideologische Positionen durchsetzen?

 

Effekte des Hochleistungssports auf die kollektive Identifikation der Bürgerinnen und Bürger 

Laufzeit: Oktober 2015 bis Mai 2017
Förderung: Bundesinstitut für Sportwissenschaft
Leitung: Prof. Dr. Michael Mutz
Mitarbeiter/innen: Markus Gerke

Sportliche Mega-Events wie Olympische Spiele oder die Welt- und Europameisterschaften im Fußball erreichen in Deutschland ein Millionenpublikum. Die meisten der Zuschauer identifizieren sich mit den Athleten und Teams ihres eigenen Landes und fiebern mit diesen mit. Siege "unserer" Sportlerinnen und Sportler erzeugen bei der Mehrheit der Zuschauer Freude und Stolz, während Niederlagen mit Enttäuschung und Trauer verbunden sind. Die deutschen Sportlerinnen und Sportler und die deutschen Nationalteams verkörpern die Nation und werden für die Dauer eines sportlichen Großereignisses zu einem herausragenden Ankerpunkt nationaler Zugehörigkeit. Diese Effekte des Hochleistungssports auf die kollektive Identifikation der Bürgerinnen und Bürger werden wir im Detail untersuchen. Neben einigen experimentellen Studien steht ein repräsentativer Bevölkerungssurvey rund um die Olympischen Sommerspiele 2016 und die UEFA EURO 2016 im Mittelpunkt. Im Fokus unserer Untersuchung stehen drei Fragen: Wie wirken sportliche Großereignisse (a) auf die kollektive Identifikation und nationale Zugehörigkeit der Bürgerinnen und Bürger sowie (b) auf gesellschaftspolitisch relevante Einstellungen und Handlungsorientierungen, wie z.B. soziales Vertrauen, Solidarität oder Fremdenfeindlichkeit. Schließlich geht es darum, (c) Mechanismen aufzuzeigen, durch die mögliche Effekte zu Stande kommen. 


Quantitative Erfassung kindlicher Bewegungsaktivitäten unter dem Fokus Geschlecht im Kontext ethnisch-kultureller Milieus

Laufzeit: März 2015 bis März 2017
Förderung: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Leitung: Prof. Dr. Michael Mutz
Mitarbeiter/innen: Peggy Albrecht, Solveig Dressler, Julian Radzinski 

Das Forschungsprojekt befasst sich mit Geschlechterdifferenzen in den alltäglichen Sport-, Spiel- und Bewegungsaktivitäten von Kindern. Das Spiel-, Sport- und Bewegungsverhalten der Kinder wird im Hinblick auf Umfänge, Intensitäten, Inhalte, Kontexte, Sinnperspektiven sowie ihren "Bewegungsradius" im sozialräumlichen Umfeld mit verschiedenen objektiv messenden Verfahren aufgezeichnet sowie mit kindgerechten strukturierten Interviews erhoben. Die quantitativen Daten erlauben einerseits eine vielschichtige Beschreibung der Geschlechterdifferenzen in den Bewegungsaktivitäten von Kindern, andererseits eine Differenzierung dieser Unterschiede nach sozialen und ethnisch-kulturellen Bedingungen des Aufwachsens. Das Projekt ist Teil des niedersächsischen Forschungsverbunds "Geschlecht-Wissen-Macht-Körper". Die Verbundforschung hat zum Ziel, mittels drei triangulierter Teilstudien die bei Kindern und Eltern verinnerlichten geschlechtsbezogenen Normalitätsvorstellungen im Kontext von Bewegung und Körper zu explorieren und die familialen sozialen Praktiken zu analysieren, im Rahmen derer typischerweise körper- und bewegungsbezogene Differenzen vorstrukturiert, ausdifferenziert oder gefestigt werden.


Zweite Evaluation des Bundesprogramms "Integration durch Sport"

Laufzeit: Mai 2013 bis Dezember 2013
Förderung: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Leitung: Prof. Dr. Ulrike Burrmann (TU Dortmund), Prof. Dr. Sebastian Braun & Dr. Tina Nobis (HU Berlin), Prof. Dr. Michael Mutz
Mitarbeiter/innen: Anabel Marquez Lopez, Mareike Rickert

Das Programm „Integration durch Sport“ zielt darauf ab, Menschen mit Migrationshintergrund in den vereinsorganisierten Sport einzubinden und mit Hilfe des Sports ihre Integration in die Gesellschaft zu fördern. In Anbetracht der großen Reichweite und der breiten finanziellen Förderung des Programms ist eine profunde und fortlaufende Programmevaluation sinnvoll. Ziel der erneuten wissenschaftlichen Evaluation ist es, auf der Basis qualitativer Interviews mit den Landes- und Regionalkoordinatoren sowie mit ausgewählten Funktionsträgern in den geförderten Sportvereinen Informationen über Ziele, Maßnahmen und Effekte des Programms zu erhalten. Insbesondere steht die Weiterentwicklung des Programms seit der ersten Evaluation 2007/08 im Mittelpunkt des Interesses: Wie wurden Handlungsempfehlungen aufgenommen, zur inhaltlichen Entwicklung und Profilierung des Programms genutzt und in der Vereinsarbeit „vor Ort“ umgesetzt?