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Arbeitsschwerpunkt - Wahrnehmung und Handlung

Wahrnehmung und Handlung

Eine zentrale Forschungsfragestellung im Nemolab betrifft den Zusammenhang von Wahrnehmung und Handlung. In der Alltags- und der Sportmotorik benötigen wir einen kontinuierlichen und sehr genauen Abgleich von Informationen aus der Umwelt und aus dem eigenen Körper, um zielgerichtet agieren zu können. Auf sehr spezifische Weise wird dies bei Zielaufgaben (Basketball-Freiwurf, Fußball-Elfmeter) deutlich: hier erforschen wir, wie durch die visuelle Informationsaufnahme die Treffergenauigkeit beeinflusst wird. Besonders im Sport spielt die Prädiktion (häufig als „Antizipation“ bezeichnet) bei Aufgaben unter Zeitdruck eine bedeutende Rolle. Bspw. untersuchen wir, wie Tennisspielerinnen frühzeitig die Richtung des Balles bei einem gegnerischen Aufschlag vorhersagen können, um sich für einen Vorhand- oder Rückhand-Return zu entscheiden. Entsprechende Untersuchungen finden als Verhaltensexperimente unter möglichst realistischen Bedingungen statt. Ein wichtiger Forschungszweig erfasst aber ebenso neuronale Korrelate der Antizipation mit funktionaler Kernspin-Tomographie (fMRT).

Allgemeiner Schwerpunkt im Rahmen der visuellen Wahrnehmungsforschung stellt die Beobachtung und Imitation menschlicher Bewegungen dar. Einen wichtigen theoretischen Hintergrund bilden dabei das Konzept interner Modelle und das der Mentalen Simulation beim Beobachten und Vorstellen von Bewegungen. Daher bildet die Forschung zu Motor Imagery als Grundlage des Mentalen Trainings einen wichtigen Pfeiler unserer Forschung im Nemolab.

Sehr spezifisch beschäftigen wir uns mit Forschung zum Bereich Biomotion. Hier geht es z.B. um das Erkennen von Handlungsintentionen eines Gegenübers alleine auf Basis der Wahrnehmung kinematischer Merkmale der Bewegung. Technisch gesehen werden dabei Bewegungsverläufe auf den raum-zeitlichen Verlauf von Gelenkpunkten reduziert (Pointlight-Displays). Eine sehr spezifische Anwendung dieser Methodik betrifft die Frage, inwieweit wir auf Basis der Wahrnehmung kinematischer Merkmale auf Emotionen eines Gegenübers schließen können.