Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Artikelaktionen

Geförderte Projekte der dritten Vergaberunde 2014/2015

Auf dieser Seite finden Sie eine Kurzvorstellung der Projekte der dritten Vergaberunde 2014/15.

In der dritten Vergaberunde gingen insgesamt 19 Anträge aus 9 Fachbereichen und vier zentralen Einrichtung ein. Nach der Prüfung durch externe Gutachter und einer Tagung der Vergabekommission konnten 9 Projekte in einem Umfang von 5.500 € - 43.000 € gefördert werden.

 

Übersicht

Übersicht über die Projekte

Inhaltliche Ausrichtung

Projektvorstellungen

 

 Übersicht über die Projekte:

 

Durch Klicken auf die Projekte in der Übersichtsliste kommen Sie zu den jeweiligen Projektbeschreibungen.

Kurzbezeichnung des ProjektsProjektverantwortliche
1. Peer-Feedback mittels SelF-LERN Stephan Kielblock, M.A. (FB 03), Institut für Erziehungswissenschaft
2. Objektbezogene Lehre
Prof. Dr. Anja Klöckner, Dr. Matthias Recke (FB 04), Institut für Altertumswissenschaften
3. Kooperatives Lernen
Marina Supanc, Prof. Dr. Joachim C. Brunstein (FB 06), Abt. Pädagogische Psychologie, Arbeitsgruppe Päd.-Psycholog. Interventionsforschung
4. Lernvideos Therapeutenkompetenz
Prof. Dr. Christiane Hermann (FB 06), Abt. Klinische Psychologie
5. Mathereflex-Transfer
Prof. Dr. Katja Lengnink, Prof. Dr. Christof Schreiber (FB 07), Institut für Didaktik der Mathematik
6. Fachinhaltsbezogenes Sprachtraining Sima Shenavai, Dr. Birte Pfeiffer-Morhenn, Prof. Dr. J. Kreuder, Dr. Holger Repp, Dr. Richard Wagner, Prof. Dr. S. Arnhold, Katrin Ziegenberg (FB 10+11), Studiendekanat FB10 und FB11
7. Rollenvorbilder Lehramt
Julia Mohr (Marion Oberschelp, Frauenbeauftragte der JLU), Marcel Rebenack (Prof. Dr. Andreas Langenohl, Dekan FB 03)
8. Studi Pausenexpress
Lena Schalski (ahs), Allgemeiner Hochschulsport
9. Medienkompetenz im Lehramt
Dr. Wolfgang Lührmann, Anette Huppert, Mathis Prange, Zentrum für Lehrerbildung (ZfL)

 

Inhaltliche Ausrichtung der geförderten Maßnahmen


Durch einen Klick auf das Bild erhalten Sie eine vergrößerte Darstellung.

Maßnahmenausrichtung 14/15
Maßnahmenausrichtung 14/15


Projektvorstellungen

1.   Kurzbezeichnung des Projektes:  Peer-Feedback mittels SelF-LERN

Projektverantwortlicher: Stephan Kielblock, M.A. (FB 03), Institut für Erziehungswissenschaft

Projektbeschreibung:

Der Studiengang „Außerschulische Bildung“ ist darauf ausgelegt, Studierenden die Fähigkeit zu vermitteln, sich kritisch und reflektiert mit speziellen Fragen und Entwicklungen in sozial- und erziehungswissenschaftlichen Handlungsfeldern auseinandersetzen zu können. Allerdings trägt die wachsende Anzahl an Studierenden, mit der zugleich ein sozial heterogenes Klientel einhergeht, neben den finanziellen Einsparungen im hochschulischen Bereich und der im Zusammenhang mit der Einführung der Bachelor-/Master-Studienstrukturen einhergehenden Verschulung der universitären Lehre dazu bei, dass die konstruktiv-kritische und diskursive Zusammenarbeit der Studierenden untereinander sowie der Studierenden mit den Dozierenden eher die Ausnahme darstellt. Um auf diese Tendenzen zu reagieren und gleichzeitig der Forderung des wissenschaftlichen Diskurses entgegen zu kommen, wurde über den Lehrinnovationsfonds im Förderzeitraum Beginn WiSe 2013/14 bis Ende SoSe 2014 im Projekt „Peer-Feedback mittels SelF-LERN“ eine neue ILIAS-basierte Applikation sowie entsprechende hochschuldidaktische Einsatzszenarien entwickelt in Form eines online-gestützten Peer-Feedback-Verfahrens. Während andere didaktische Settings i. d. R. darauf angelegt sind, dass der Dozierende einen Input bereitstellt (z. B. ein Video, einen Text, etc.), den sich Studierende vor der Präsenzveranstaltung anzueignen haben, bietet SelF-LERN die Möglichkeit, dass der Dozierende lediglich den Anstoß (bspw. eine Aufgabenstellung) gibt und die Studierenden „den Input“ für das „Peer-Feedback“ Prozedere selbst generieren. Innerhalb des ILIAS gestützten „Peer-Feedback“ Prozesses arbeiten die Studierenden dann zusammen und geben sich gegenseitig individuelle Rückmeldungen. Getestet wurde dies zunächst in verschiedenen kleineren Seminargruppen. In der zweiten Förderperiode nun wird überprüft, ob „Peer-Feedback mittels SelF-LERN“ auch in großen und sehr großen Lehrveranstaltungen Anwendung finden kann. Darüber hinaus soll in der zweiten Förderphase der Frage nachgegangen werden, ob die Studierenden auch längerfristig betrachtet von dem Peer-Feedback profitieren (dies sowohl für kleinere als auch für große und sehr große Lehrveranstaltungen).

>>> Nach oben

 

 

2.   Kurzbezeichnung des Projektes:  Objektbezogene Lehre

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Anja Klöckner, Dr. Matthias Recke (FB 04), Institut für Altertumswissenschaften

Projektbeschreibung:

Der tägliche Umgang mit den Studierenden der traditionellen Bildwissenschaften – also insbesondere der Klassischen Archäologie und der Kunstgeschichte – zeigt, dass selbst unter den visualitätsaffinen Studienanfängern ein hoher Prozentsatz erhebliche Defizite zu verzeichnen hat, was die Fähigkeit zur Verbalisierung und Analyse visueller Eindrücke betrifft. Gerade diese Fähigkeit ist aber entscheidend für den weiteren Studienerfolg, sie bildet die Grundlage für wissenschaftliches Arbeiten in diesen Fächern. Die unterschiedlichen Hochschulzugänge und Voraussetzungen der Studierenden bedingen aber auch, dass nicht nur generelle Defizite bestehen, sondern dass diese sehr heterogen verteilt sind. Da im fortlaufenden Studium der Fokus zwangsläufig immer stärker auf den fachspezifischen Inhalten liegt als auf den grundlegenden Fertigkeiten – ohne deren Beherrschung allerdings diese Phase häufig gar nicht erst erreicht wird (Stichwort Studienabbruch) – müssen entsprechende Fertigkeiten im systematischen, fragestellungsorientierten und erkenntniserschließenden Umgang mit Objekten idealerweise innerhalb der ersten Studienphase erworben und ausgebaut werden. Ausgangspunkt hierfür ist ein einzigartiger Bestand ‚materieller Kultur’ an der JLU, der explizit zu Lehrzwecken angelegt und ausgebaut wurde, nämlich die Antikensammlung der Universität. Im Rahmen des anlaufenden Projekts soll die bereits vorhandene Ressource nicht nur stärker und breiter als bisher in die kulturwissenschaftliche fachspezifische Lehre, vor allem in der Anfangsphase der angebotenen Bachelorstudiengänge, eingebunden werden, sondern bewusst auch über den Rahmen des Fachbereichs hinaus eingesetzt werden. Hierfür sollen bestehende Veranstaltungen, die bereits explizit objektbezogene Lehre beinhalten, stärker in Bezug auf ihre objektbezogenen Inhalte systematisiert und diese Veränderungen dann strukturell verstetigt werden. Hierdurch ist eine erhebliche Verbesserung der Lehrqualität zu erwarten. Vor allem aber sollen auch neue Lehrveranstaltungen und didaktische Sequenzen konzipiert und umgesetzt werden. Das Hauptziel besteht darin, für die Studierenden der JLU in den kulturwissenschaftlichen Studiengängen der Fachbereiche 03, 04 und 05, aber auch darüber hinaus, ein transdisziplinäres objektbezogenes Lehrangebot zu entwickeln.

>>> Nach oben

 

 

3.   Kurzbezeichnung des Projektes: Kooperatives Lernen

Projektverantwortliche: Marina Supanc, M.Sc., Prof. Dr. Joachim C. Brunstein (FB 06), Pädagogische Psychologie, Arbeitsgruppe Päd.-Psycholog. Interventionsforschung  

Projektbeschreibung:

An den Proseminaren zum Grundmodul Pädagogische Psychologie nehmen Lehramtsstudierende verschiedener Schulformen, mit verschiedenen Fächerkombinationen und mit unterschiedlichen Vorerfahrungen teil. Bisher konnte diese Heterogenität nicht förderlich genutzt werden. Sie schien eher die Zusammenarbeit im Seminar zu behindern und zu Passivität statt zu konstruktivem Austausch zu führen. Oftmals kennen die Teilnehmer nach dem Seminar den Inhalt ihres Referatstexts, können die Inhalte aber nicht mit anderen Informationen zu dem Thema oder gar mit anderen Themen verknüpfen. Es ist somit zu bezweifeln, dass ein Transfer in Unterrichtshandeln stattfinden kann. Um die geschilderten Probleme anzugehen, planen die Projektverantwortlichen des Projektes „Kooperatives Lernen“ soziales Lernen in Kleingruppen mit regelmäßigem Feedback zum Lernzuwachs und zur Zusammenarbeit der Studierenden zu implementieren. Dies beinhaltet folgende Elemente: a) Soziales Lernen in Kleingruppen: Die Studierenden sollen im sozialen Verbund aktiv zusammenarbeiten, statt passiv und isoliert Referaten zuzuhören. b) Regelmäßiges Feedback: Feedback ist für das Lernen unerlässlich und einer der wichtigsten Determinanten des Lernerfolgs. Den Studierenden soll daher ihr Lernfortschritt im Laufe des Semesters zurückgemeldet werden. c) Fallbasiertes Lernen: Um den Transfer des Gelernten auf das Unterrichtshandeln zu fördern, soll jeder Themenblock mit einer Fallbearbeitung abschließen. Um die Wirksamkeit des kooperativen Lernens zu überprüfen, planen die Projektverantwortlichen begleitende Untersuchungen in Form eines quasi-experimentellen Design mit prä-post- und follow-up Messungen. An im Hinblick auf das Vorwissen heterogenen Kleingruppen wird untersucht, wie viel Strukturierungshilfen in den Seminargruppen notwendig sind. Dies geschieht durch Variieren der Intensität der Strukturierung in den sozialen Lerngruppen.

>>> Nach oben

 

 

4.   Kurzbezeichnung des Projektes:  Lernvideos Therapeutenkompetenz

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Christiane Hermann (FB 06), Klinische Psychologie

Projektbeschreibung:

Die Vermittlung praxisorientierter therapeutischer Basiskompetenzen nimmt mit Hinblick auf die Berufsvorbereitung der zukünftigen Absolventen des Studiengangs Psychologie eine immer wichtigere Stellung ein. Da die Mehrzahl der Psychologiestudierenden nach dem Studium eine klinische Tätigkeit anstrebt, ist die Vermittlung von praktischen Kompetenzen essentiell und wird von den Studierenden gewünscht. Von Studierenden in den modularisierten Psychologie-Studiengängen wird oftmals ein zu hoher theoretischer Anteil in den Lehrveranstaltungen beklagt. In Seminaren kommen zwar Fallvignetten zum Einsatz, um psychologische Störungen zu demonstrieren. Hier ist jedoch problematisch, dass Fallvignetten non-verbale Aspekte der Kommunikation wie Mimik, Gestik und Stimmlage, sowie das Kommunikations- und Interaktionsverhalten von Patient und Therapeut während der Exploration der Problematik nicht adäquat darstellen können. Auch werden verhaltenstherapeutische Behandlungstechniken zwar beschrieben, können aber nicht unmittelbar beobachtet und erfahren werden. Geplant ist deshalb die Erstellung von Videosequenzen zur Demonstration und Vermittlung therapeutischer Basiskompetenzen und von grundlegenden kognitiv-verhaltenstherapeutischen Techniken (z.B. Edukation, Vermittlung eines Störungsmodells). Die Videosequenzen können im Rahmen von Seminaren und Vorlesungen der BSc/MSc-Studiengänge Psychologie, speziell in den Einführungsveranstaltungen Klinische Psychologie/Arbeits- und Organisationspsychologie/Diagnostik des B.Sc. Psychologie in der studentischen Ausbildung eingesetzt werden.

 >>> Nach oben

 

 

5.   Kurzbezeichnung des Projektes:  Mathereflex-Transfer

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Katja Lengnink, Prof. Dr. Christof Schreiber (FB 07), Institut für Didaktik der Mathematik

Projektbeschreibung:

In einer ersten Förderphase des Lehrinnovationsfonds (WiSe 2013/14 und SoSe 2014) wurde das Projekt „Reflexives Mathematiklernen“ durchgeführt, welches das Ziel hatte, die Relevanz der Inhalte für die Professionalisierung zum Beruf der Mathematiklehrkraft zu erfassen und das Verstehen von Mathematik auf universitärem Niveau zu unterstützen. Ein zentrales Element des Projektes war das gemeinschaftliche (in Kleingruppen) Erstellen von Audiopodcast zu mathematischen Grundbegriffen. Im Verlauf der ersten Förderphase konnten so schulische Problemfelder sowie problematische Selbstkonzepte im Bereich Mathematik erfolgreich bearbeitet werden. Für die Studierenden der Fächer L1, L2 und L5 hat sich dies im Rahmen des Studienverlaufs besonders bewährt. In der ersten Förderphase wurden aber auch weitere Möglichkeiten ausgemacht, wie das Anliegen des Projektes noch weiter optimiert und zusätzliche Ziele erreicht werden können. So ist in dieser zweiten Förderphase geplant, neben den Audio-Podcasts und auch Videopodcasts zu erstellen und diese zusätzlich zu den bisherigen Aktivitäten vermehrt auch in Großveranstaltungen einzusetzen. Auch soll bei der Arbeit mit den Podcasts der Aspekt des forschenden Lernens über die Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler (wie z.B. ihren Begriffsbildungsprozessen und ihren mathematischen (Fehl-)Vorstellungen) stärker Berücksichtigung finden sowie die Sensibilität der Studierenden in Bezug auf die Heterogenität hinsichtlich Lernausgangslagen und Zugänge noch weiter gestärkt werden. Dies erfolgt vor dem Hintergrund, dass eine frühe Sensibilisierung für unterschiedliche Lernzugänge hilft, die fachliche Tiefenschärfe als notwenige Voraussetzung für Diagnose und Förderung anzuerkennen und sich ihr im Fachstudium zu stellen.
Die Nachhaltigkeit des Projektes und die Erweiterung des Wirkungsbereichs insbesondere auch für große Studierendengruppen kann über das Erstellen von Vignetten (Podcasts, Videoausschnitte, Transkripte und Eigenproduktionen von Studierenden) gesichert werden, welche dann für Vorlesungen und den regulären Übungsbetrieb zur Verfügung stehen.

>>> Nach oben

 

6.   Kurzbezeichnung des Projektes:  Fachinhaltsbezogenes Sprachtraining

Projektverantwortliche: Sima Shenavai, Prof. Dr. Joachim Kreuder, Dr. Holger Repp, Dr. Richard Wagner (FB 11), Dr. Birte Pfeiffer-Morhenn, Prof. Dr. Stefan Arnhold, Katrin Ziegenberg (FB 10)

Der Fachbereich Medizin nimmt jedes Semester neun Studierende in Medizin und zwei Studierende in Zahnmedizin in einer Vorabquote für Bewerber aus dem nichteuropäischen Raum auf. Hinzu kommen ca. 15 Studierende aus dem europäischen Ausland, die sich über die Stiftung für Hochschulzulassung bewerben. In der Veterinärmedizin wurden in der Vergangenheit durchschnittlich pro Wintersemester ca. 6 Studierende aus dem europäischen Ausland zugelassen und unabhängig von der Vorabquote von 5% der zugelassenen Studierendenzahl wurden in den letzten drei Jahren circa 7 Studierende aus dem nichteuropäischen Raum aufgenommen. Für alle diese Studierenden gilt, dass die Anforderungen an ausländische Studierende zur Eingewöhnung in ein Studium der Medizin bzw. Veterinärmedizin sich deutlich komplexer gestalten als für deutsche Studierende. Dieser Problematik soll in dem Projekt „Fachinhaltsbezogenes Sprechtraining“ entgegen gewirkt werden. Kernelement ist die Konzeption und Durchführung einer speziellen Veranstaltung, deren Schwerpunkt – neben dem Erwerb von Fachwissen – auf dem Sprachtraining liegt. Das Konzept der Veranstaltung fußt auf den bereits existenten sogenannten „Ausländertutorien“ und ist geplant als methodische und didaktische Weiterentwicklung dieser. Die Studierenden sollen aktiv in den Unterricht eingebunden werden, um das Verständnis von Fragestellungen und das Ausdrucksvermögen gezielt zu trainieren und zu verbessern. So soll das Beantworten von Prüfungsfragen (Physikumsfragen) sowie das Erfassen und Reproduzieren von komplexen Textinhalten verstärkt geübt werden. Darüber hinaus soll das Beherrschen des doppelten Vokabulars (deutsch und lateinisch) erleichtert werden, das ausländische Studierende auch bei guten allgemeinen Deutschkenntnissen erwerben müssen (Beispiele: Nasenwurzel, lat. Radix nasi; unteres Sprunggelenk, lat. Articulatio subtalaris und Articulatio talocalcaneonavicularis).
Das Konzept des fachbezogenen Sprechtrainings wurde bereits mit dem Fachpersonal des Akademischen Auslangsamtes und mit den derzeitigen Ausländertutoren diskutiert und von diesen stark befürwortet.

>>> Nach oben

 


7.   Kurzbezeichnung des Projektes: Rollenvorbilder Lehramt

Projektverantwortlicher: Julia Mohr (Marion Oberschelp, Frauenbeauftragte der JLU), Marcel Rebenack (Prof. Dr. Andreas Langenohl, Dekan FB 03)

Projektbeschreibung:

Mit den beiden Modulen „Einführung in die politische Bildung“ und „Grundzüge der Soziologie und gesellschaftliche Konfliktfelder im schulischen Alltag“ existieren am Fachbereich 03 an den Instituten für Politikwissenschaft und Soziologie gleich zwei für das Lehramtsstudium relevante Grundmodule, welche alle Lehramtsstudierende der JLU zu absolvieren haben. Die Lerngruppen zeichnen sich durch eine hohe Heterogenität aus: in den Grundmodulen treffen Studierende mit ganz unterschiedlichen Fächern und Fächerkombinationen aufeinander, denen die Tragweite der Bedeutung grundwissenschaftlicher Ausbildung oftmals nicht im vollen Umfang bewusst ist. Das Pilotprojekt umfasst die Konzeption und Durchführung jeweils eines Lehrauftrages in den Grundwissenschaften am Institut für Politikwissenschaft und am Institut für Soziologie im Sommersemester 2015. Im Rahmen der Lehraufträge bekommen Studierende zunächst eine Einführung in das Themenfeld Genderdidaktik, wobei modulkonform auf die Themenfelder Geschlechterverhältnisse als Schlüsselproblem und soziale Ungleichheit eingegangen wird sowie ein Fokus auf der Vermittlung von Genderkompetenz liegt. Für den Erwerb ihres Leistungsnachweises werden die Studierenden in Kleingruppen nach Fachzugehörigkeit homogenisiert (wobei deren Heterogenität durch ihre Zugehörigkeit zu den entsprechenden Schulformen/Studiengängen L1 bis L5 gewahrt bleibt und Teil der Produktivität des hier beschriebenen Vorgehens ist) und dazu aufgefordert, ein Referat zum Thema geschlechtergerechte Didaktik in dem von ihnen gewählten Fach zu halten, in dessen Kontext ein_e in der LehrerInnenbildung aktive_r Professor_in als Rollenvorbild vorgestellt werden soll. Zur Informationsbeschaffung ist ein Gespräch mit der jeweiligen Professorin bzw. dem jeweiligen Professor vorgesehen.
Im Anschluss an das Seminar soll aus den Ergebnissen der Lehraufträge eine Broschüre zum Thema „Weibliche und männliche Rollenvorbilder für die Lehramtsausbildung“ entstehen, die die Beträge der Referatsgruppen enthält. Diese soll sowohl in gedruckter Form als auch als Onlinedatei auf der Homepage der JLU zur Verfügung stehen.

>>> Nach oben

 

 

8.   Kurzbezeichnung des Projektes: Studi Pausenexpress

Projektverantwortliche: Lena Schalski, Allgemeiner Hochschulsport (ahs)

Projektbeschreibung:

Zeitgleich mit den veränderten Studienbedingungen hat sich auch die Lebenswelt der Studierenden gewandelt. Neben dem ständigen Leistungsdruck im Verlauf des Studiums müssen Studierende Nebenjobs und Praktika in ihren Alltag integrieren, um sich finanziell abzusichern und sich studiumsbegleitend weiterzubilden. Insbesondere der Studienbeginn stellt Studierende vor neue Herausforderungen, wie z. B. den Auszug aus dem Elternhaus, eigenverantwortliches Handeln und Lernen sowie den Aufbau neuer sozialer Kontakte. Potentielle Auswirkungen auf die Gesundheit der Studierenden zeigen sich in Ergebnissen empirischer Studien. So wurde herausgefunden, dass mit 40,1% die am häufigsten auftretende Beschwerde Konzentrationsschwierigkeiten ist. Neben den Konzentrationsschwierigkeiten klagten die befragten Studierenden u. a. über Nacken- und Rückenschmerzen sowie über Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen. Diese Ergebnisse zeigen, dass Studierende keine Gruppe von völlig gesunden jungen Erwachsenen sind. Deshalb möchte der Allgemeine Hochschulsport einen innovativen Beitrag zur besseren Lehrsituation über Bewegungspausen in der Mitte einer Lehrveranstaltung direkt im Seminarraum bzw. im Hörsaal leisten. Das Konzept „Entspannung und Bewegung für zwischendurch“, das über den Hochschulsport Pausenexpress bereits erfolgreich für Mitarbeitende implementiert ist, soll nun im Rahmen des hier beschriebenen Projektes „Studi-Pausenexpress“ auch den Studierenden im Seminarraum und Hörsaal zugänglich gemacht werden. Der/die Hochschulsport-Pausenexpress-Übungsleiter/in kommt zu den Studierenden in die Lehrveranstaltung und leitet zu einem gezielten Mix aus leichten Mobilisations-, Koordinations- und Kräftigungsübungen (im Hörsaal ohne Gerät, im Seminarraum mit Gerät) an. Eine Übungseinheit sollte dabei nicht länger als fünf bis sieben Minuten dauern, damit der knapp bemessene Zeitrahmen einer Lehrveranstaltung nicht überstiegen wird und die Idee zeitlich realisierbar ist.

>>> Nach oben

 


9.   Kurzbezeichnung des Projektes: Medienkompetenz im Lehramt

Projektverantwortliche: Dr. Wolfgang Lührmann, Anette Huppert, Zentrum für Lehrerbildung (ZfL)

Projektbeschreibung:

Im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung von Unterrichtsräumen an den Schulen wurden in den verschiedenen hessischen Regionen in großem Umfang interaktive Whiteboards (IWBs) angeschafft. Die Studierenden treffen im Rahmen ihrer Praktika an Schulen auf diese Boards, überwiegend ohne im Vorfeld mit solchen Boards gearbeitet zu haben, vor allem aber auch ohne die daran geknüpften didaktischen und unterrichtsmethodischen Möglichkeiten kennengelernt zu haben. Auch die vom Land Hessen für Lehrkräfte als Landeslizenzen zur Verfügung gestellten Tools (Mastertool, M@uswiesel, Select) sind den Lehramtsstudierenden und auch vielen Lehrenden in der Lehramtsausbildung an der Hochschule zumeist nicht vertraut. Es fehlt darüber hinaus der Kontext für eine wissenschaftlich fundierte didaktische Reflexion, die für den gezielten und sinnvollen Einsatz neuer Medien unerlässlich ist. Je früher im Studium die Studierenden die Möglichkeit haben, mit den oben genannten Medien zu arbeiten, desto eher ist es möglich, die beschriebene Professionalität im Umgang mit neuen Medien aufzubauen, zu der auch die kritische Reflexion gehört. Wir erwarten darüber hinaus vom Aufbau und der Stützung dieser Medienkompetenz eine Stärkung des Kompetenzerlebens im ersten Schulpraktikum. Das erste Schulpraktikum ist traditionell der zentrale Ort und Zeitpunkt zur individuellen Absicherung der Studien- und Berufswahlentscheidung. Der Umgang mit den modernen Unterrichtsmedien konfrontiert die Studierenden mit der zentralen beruflichen Anforderung einer modernen Unterrichtskonzeption unter Einbeziehung neuer Medien und ihre Bewältigung kann einen wichtigen Beitrag zur Stützung ihrer Studienmotivation und Berufsorientierung leisten. Vorrangig geht es bei der IWB-Qualifizierung um den kompetenten Umgang mit den IWBs und der entsprechenden Software für die Boards, aber auch um die Erarbeitung didaktischer Möglichkeiten und didaktisch sinnvoller Lernszenarien für den Einsatz der IWBs.

>>> Nach oben