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Geophysikalisches Schwarzwald-Observatorium (BFO) Schiltach

Das Schwarzwald-Observatorium (Black Forest Observatory BFO) Schiltach ist eine interuniversitäre Einrichtung der Universitäten Karlsruhe und Stuttgart und wird von den Geodätischen und Geophysikalischen Instituten beider Universitäten betrieben. Es wurde in den Jahren 1970 bis 1972 in der Nähe von Schiltach im mittleren Schwarzwald eingerichtet und befindet sich im ehemaligen Bergwerk „Grube Anton“ im Heubachtal, in dem nach 1770 Ganglagerstätten im Wittichener Granit auf Silber und Kobalt abgebaut wurde. Die Gänge stellen mineralisierte Zugklüfte dar. Sie gehören der Co-Ni-Bi-Ag-U-Formation an und führen eine von Baryt (BaSO4) dominierte Gangmasse. Die Erze sind nicht gleichmäßig in die Gangmasse eingesprengt, sondern treten vorzugsweise in Form reicher Erzfälle oder als Imprägnationen im Nebengestein (alterierter Granit) auf. Die wichtigsten abgebauten Erze sind:

  1. Speiskobalt (zonar aufgebaut aus CoAs3 und NiAs3)
  2. gediegen Silber

Als weitere primäre Erzminerale wurden u.a. beschrieben:

  • Silberglanz (Ag2S)
  • lichtes Rotgültigerz (Ag3AsS3)
  • Rotnickelkies (NiAs)
  • Pechblende (UO2)
  • Kupferkies (CuFeS2)
  • Flussspat (CaF2)

Darüber hinaus sind Sekundärminerale infolge der fortgeschrittenen Verwitterung der Erze recht zahlreich.


Ziel der heutigen wissenschaftlichen Arbeiten ist es, in einem breiten Spektrum Schwingungen und Deformationen des Erdkörpers unter gleichen Bedingungen zu registrieren und zu analysieren. Hierzu gehören:

  • die durch Nahbeben verursachten kurzperiodischen Raumwellen (bis zu 40 Hz)
  • langperiodische Raum- und Oberflächenwellen von Fernbeben
  • die Eigenschwingungen der Erde, die durch starke Erdbeben angeregt werden
  • die extrem langperiodischen Gezeitendeformationen der Erde
  • breitbandige Deformationen der Erde durch andere Ursachen (z.B. Atmosphäre)

Die meisten Messkammern befinden sich im hinteren Teil des Stollensystems, zwischen 400 und 700 m vom Eingang entfernt. Dieser Teil liegt zwischen 140 m und 170 m unter der Erdoberfläche und ist durch eine Druckschleuse abgetrennt. Dadurch wird eine hohe Temperatur- und Luftdruckstabilität gewährleistet, die für die qualitativ hochwertige Erfassung langperiodischer geophysikalischer Daten erforderlich ist.