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Perspektivwechsel

Forschungsprojekt

 

Perspektivwechsel: Die Bedeutung der biologischen Vielfalt für urbane sozial-ökonomisch benachteiligte Milieus und deren Lebensqualität – historische Analyse, Zustandsbeschreibung und Empfehlung für zukünftige naturschutzpolitische Ansätze (F+E-Vorhaben des BfN)

 

Die Möglichkeit, Natur und Landschaften zu erleben, ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und der gesundheitlichen Chancengleichheit. Natur und Landschaft stellen viele Güter und Leistungen bereit, die sich der Mensch zunutze macht. Deshalb ist der Zugang zur Natur eine zentrale Frage sowohl für den Naturschutz als auch für Menschen aller Milieus. Viele ehrenamtliche Naturschutzgruppierungen, aber auch Naturschutzbildungszentren haben aus diesem Grund Angebote auch für Personen aus den sozial-ökonomisch benachteiligten Milieus unterbreitet – mit sehr unterschiedlichem Erfolg.

Unser Wissen um das Naturbedürfnis der Menschen aus urbanen, sozial-ökonomisch benachteiligten Milieus ist nur sehr gering. Um aber zielgerichtete Angebote entwickeln zu können, soll im Rahmen eines vom Bundesumweltministerium bzw. vom Bundesamt für Naturschutz geförderten Forschungsprojekts genau dieses Wissen erweitert werden. Dazu soll in diesem Forschungsprojekt mit Hilfe unterschiedlicher Methoden ein Perspektivwechsel verwirklicht werde. Der Methodenmix aus Problemzentrierten Interviews, Fotodokumentationen und Gruppendiskussionen liefert Kenntnisse über Alltagspraktiken der Probanden und somit über deren Bedürfnisse gegenüber und Interesse an Natur. Es handelt sich um ein qualitatives Forschungsprojekt, welches von einem interdisziplinären Team in drei deutschen Städten umgesetzt wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektes kommen aus den Geisteswissenschaften, den Sozialwissenschaften sowie aus der Sozialarbeit und der Fachvermittlungswissenschaft Biologie. Von September 2016 bis 2019 werden alle drei Methoden in Gelsenkirchen, Leipzig und Köln angewendet und somit die Alltagspraktiken der Probanden in Bezug auf Natur erforscht. Ein weiteres Ziel ist es, ein Forschungsdesign für zukünftige Untersuchungen in Hinblick auf einen Perspektivwechsel bei der Erforschung sozial-ökonomisch benachteiligter Milieus zu entwickeln und zu etablieren.

Um ein solch interdisziplinäres Projekt zu verwirklichen, ist die enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen notwendig. Das F+E-Vorhaben wurde von der Stiftung Naturschutzgeschichte beantragt und wird in Kooperation mit dem Institut für Biologiedidaktik der Justus-Liebig-Universität, AG Ziemek, realisiert. Herr Prof. Dr. Heinz Bude vom Lehrstuhl für Makrosoziologie der Universität Kassel und die Umweltpsychologin Dr. Anke Blöbaum beraten das Team während des gesamten Projekts.

 

Mitarbeiterinnen des Projekts:

Gudrun Birkenstein, Sozialarbeiterin

Dr. Julia S. Brennecke, Biologiedidaktikerin

Sabine Diemer, Historikerin

Eva Koch, Sozialwissenschaftlerin

 

http://www.naturschutzgeschichte.de/forum.html