Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Artikelaktionen

Forschung

Die Forschung der Professur für Ernährungssoziologie teilt sich in zwei Schwerpunkte auf:

 

1. Ernährungsweisen und Ernährungskultur

Ernährungsweisen und Ernährugskultur weisen auf gesellschaftliche Kontexte und Einbettungen hin. Die ernährungssoziologische Forschung greift auf kultursoziologische Ansätze zurück um Einflüsse durch Weltbilder, Überzeugungen, und kulturellen Affiliationen, aber auch weiterführende strukturelle Verortungen im sozialen Raum in Bezug auf Ernährung zu erfassen und besser zu verstehen. Kultursoziologische Theorien sozialer Praktiken haben im letzten Jahrzehnt aufschlussreiche Erkenntnisse in Bezug auf Routinen und Gewohnheiten erbracht, zum Beispiel in Bezug auf implizite Sinnstrukturen aber auch auf Performativität von Ernährungsweisen. Die impliziten Sinnstrukturen werden in den letzten Jahren immer mehr durch die Bildsprache der sozialen Medien geprägt, so dass hier die Frage aufkommt welche Einflüsse von digitale Darstellungen auf Ernährung ausgehen. Ein interessantes Beispiel ist Trinkwasser, welches als banales Nahrungsmittel in den sozialen Medien als etwas besonderes dargestellt wird. Hinsichtlich der Performativität von Essen liegt ein spezielles Interesse in der Körperlichkeit von Essen als soziale Praktik. Hier spielt Gender eine nicht unerhebliche Rolle, zum Beispiel in Bezug auf Grillen und Maskulinität.


Veröffentlichungen



2. Sozio-politische Organisation der Nahrungsversorgung

Institutionen, Organisationen und Politik beeinflussen Ernährung. Unterschiedliche Akteure und Stakeholder wirken auf verschiedene Arten und Weisen ein auf die Nahrungsversorgung im Alltag. Ernährung ist somit ein vielschichtiges und multidimensionales Phänomen, dass über verschiedene Skalen hinweg betrachtet werden muss: lokal, regional, national und global. Über diese Skalen hinweg sind unterschiedliche Regime der Nahrungsversorgung zu beobachten. Die Nahrungsversorgung ist maßgeblich durch globalisierte und industrialisierte Landwirtschaft sowie Ernährungsindustrie geprägt. Es gibt aber auch lokale und gemeinschaftliche Ernährungsinitiativen wie Gemeinschaftsgärten oder solidarische Landwirtschaft. Zum Beispiel stellen direkte Interaktionen zwischen Produzenten und Konsumenten dank neuer Technologien in der Sharing Economy Möglichkeiten und Herausforderungen dar um sowohl Gesundheit als auch Nachhaltigkeit zu fördern. Eine derzeit zentrale Frage die sich hier stellt ist die Rolle von Diversität in ebendiesen (alternativen) Nahrungsversorgungssystemen: Wie kann Diversität in Nahrungsversorgungssystemen beschrieben werden und welchen Beitrag liefern diverse Akteure und Nahrungsweisen zu einer nachhaltigeren Entwicklung?


Veröffentlichungen

 

Kontakt

Prof. Dr. Stefan Wahlen

Zeughaus, Raum 232

Senckenbergstr. 3

35390 Gießen