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Institut für Insektenbiotechnologie

Institut für Insektenbiotechnologie

Welcome to the Institute for Insect Biotechnology !

Im Institut für Insektenbiotechnologie und dem LOEWE-Zentrum Insektenbiotechnologie & Bioressourcen (LOEWE ZIB) erschließen wir Insekten als neue Bioressource für Produkte mit Anwendungen in Medizin, Pflanzenschutz und industrieller Biotechnologie. An dem durch das Land Hessen geförderten LOEWE-Zentrum beteiligt sind die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU, Federführung), das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie (Fraunhofer IME) und die Technische Hochschule Mittelhessen (THM). Das Institut für Insektenbiotechnologie beinhaltet folgende Professuren an der Justus-Liebig-Universität Gießen:                                                         

                                                                                                                                        asiatischer_marienkäferharmonia_axyridis_f_succinea2.jpg

 

Insekten sind mit ca. 1,2 Millionen Arten die evolutionär erfolgreichste Organismengruppe. Viele Arten leben in mikrobiell hochbelasteten Umgebungen, nutzen schwer abbaubare und für andere Organismen giftige Substrate als Nahrung oder sind Schad- und Vektorinsekten. Grundlage für die Besetzung extremer ökologischer Nischen ist oft ein einzigartiges Repertoire an molekularen Werkzeugen, das für Anwendungen in den Bereichen Medizin (Rote Biotechnologie), Pflanzenschutz (Grüne Biotechnologie) und industrielle Biotechnologie (Weiße Biotechnologie) genutzt werden kann.  

 

Schwarze Soldatenfliege Hermetia illucens.jpgDas Institut für Insektenbiotechnologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen wurde 2015 als eines der strategischen Ziele im LOEWE-Zentrum für Insektenbiotechnologie und Bioressourcen gegründet. Es ist weltweit das erste akademische Institut, das diesem neuen Forschungsgebiet in der Angewandten Entomologie gewidmet ist. Die auch als Gelbe Biotechnologie bekannt gewordene Insektenbiotechnologie definieren wir als die Entwicklung und Anwendung biotechnologischer Methoden, um Insekten oder von diesen stammende Moleküle, Zellen, Organe und assoziierte Mikroorganismen als Produkte oder Dienstleistungen für Anwendungen in der Medizin, im Pflanzenschutz oder in der Industrie nutzbar zu machen. Mit diesem konsequent translationalen Forschungsansatz arbeitet das Institut für Insektenbiotechnologie konzeptionell und personell eng mit dem im Aufbau befindlichen Fraunhofer Institut für Bioressourcen zusammen, für das in 2020 ein Neubau in unmittelbarer Nähe errichtet wurde. Der Gründungsdirektor des Instituts für Insektenbiotechnologie, Prof. Dr. Andreas Vilcinskas, ist gleichzeitig auch Leiter des Institutsteils Bioressourcen im Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie (Fraunhofer IME) sowie Koordinator  und Sprecher des LOEWE-Zentrums für Insektenbiotechnologie und Bioressourcen (LOEWE-ZIB).

 

  

Zu den Zielen im LOEWE-ZIB gehört enge Zusammenarbeit in den translationalen Lebenswissenschaften zwischen der Justus-Liebig-Universität und der Technischen Hochschule Mittelhessen sowie die Einrichtung des weltweit ersten Masterstudiengangs „Insect Biotechnology and Bioresources“ für den die JLU und die THM jeweils zwei zusätzliche Professuren geschaffen haben. An der JLU wurde Prof. Dr. Marc Schetelig auf die Professur für Insektenbiotechnologie im Pflanzenschutz und Prof. Dr. Till Schäberle auf die Professur für Naturstoffforschung mit dem Schwerpunkt Insekten berufen. Seit 2020 wird der Bachelor of Science Studiengang "Nachwachsende Rohstoffe & Bioressourcen" ebenfalls von Prof. Schetelig koordiniert. Das Lehrangebot des Instituts beeinhaltet vielfältige Lehrveranstaltungen im Fachbereich 09 - Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement - Lehrveranstaltungen.

 

 Honigbienen Apis melifers.JPG

 

Das LOEWE-ZIB wird über das hessische Exzellenzprogramm LOEWE- gefördert und gehört zu den größten und erfolgreichsten Drittmittelprojekten an der Justus-Liebig-Universität. Zu den strukturellen Zielen des LOEWE-ZIB gehört neben dem Aufbau des Instituts für Insektenbiotechnologie an der JLU der Aufbau des Fraunhofer Instituts für Bioressourcen in Gießen, für das in 2009 eine Fraunhofer Projektgruppe mit zehn Mitarbeitern gegründet wurde, die 4 Mio. € Startkapital erhalten hat. Zunächst als LOEWE-Schwerpunkt für Insektenbiotechnologie mit einem Budget von 4,5 Mio. € für die Jahre von 2011 bis 2013 finanziert, wurde der Forschungsverbund nach der erfolgreichen Evaluierung zu einem LOEWE-Zentrum erweitert, das in den Jahren von 2014 bis 2019 mit insgesamt 36 Mio.€ gefördert wurde. Nach dessen erfolgreicher Evaluierung wurde eine Verlängerung und eine Auslauffinanzierung in Höhe von 5,8 Mio. € für die Jahre 2020 bis 2022 bewilligt. Insgesamt addiert sich die LOEWE-Förderung auf einen Betrag in Höhe von über 50 Mio. € und einen Förderzeitraum von 12 Jahren (LOEWE-ZIB). 

 

 

Das Institut für Insektenbiotechnologie wird auch über das LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik (LOEWE-TBG) gefördert. Prof. Dr. Andreas Vilcinskas, ist Leiter des Projektes „Animal Venomics“ im LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik (LOEWE-TBG), an dem unter der Federführung der Senckenberg Gesellschaft, an dem auch die Goethe Universität Frankfurt, die Justus-Liebig-Universität und das Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie beteiligt sind. Im Rahmen des Forschungsverbundes wurden zwei von der Senckenberg Gesellschaft finanzierte Professuren am Institut für Insektenbiotechnologie eingerichtet, um einerseits die gemeinsame wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Biodiversitätsforschung zu verstetigen und andererseits die Ausbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs in der Entomologie zu fördern. Prof. Dr. Miklos Balint wurde auf die Professur für Funktionelle Umweltgenomik berufen. Prof. Dr. Steffen Pauls wurde auf die Professur für Allgemeine Entomologie berufen und stellvertretender Sprecher des LOEWE-TBG. (LOEWE-TBG)

 

 

  

Um Biodiversität besser zu verstehen und schützen zu können, werden am LOEWE-TBG ihre genomischen Grundlagen erforscht. Das Ergbut (Genom) eines Organismus ist im Kern jeder seiner Zellen zu  finden und enthält sämtliche Informationen über dessen Aufbau, Eigenschaften und Evolution. Bei der genomischen Analyse unterschiedlichster Organismen stehen verschiedene Fragen im Blickpunkt: Wie lassen sich Arten anhand ihres Erbgutes exakt bestimmen? Welche Lebensgemeinschaften bilden Organismen, und wie wird deren genomische Diversität durch Umweltfaktoren beeinflusst? Lassen sich mit der genomischen Information Stoffe identifizieren, die für ökonomische oder medizinische Fragestellungen nützlich sein könnten? Denn Ziel des Zentrums ist es auch, die Grundlagenforschung mit der Entwicklung anwendungsfähiger Dienstleistungen und Produkte zu verknüpfen (Translation). Geforscht wird in den Programmbereichen Vergleichende Genomik, Naturstoffgenomik, Genomisches Biomonitoring und Funktionale Umweltgenomik.  

  

 

**********  NEWS **********

 

Neuer BSc Studiengang "Nachwachsende Rohstoffe & Bioressourcen":  Anmeldungsportal geöffnet seit 01. Juni 2021! 

Flyer_Nachwachsende Rohstoffe und Bioressourcen


Die Weltbevölkerung wächst immer schneller. Natürliche Ressourcen, wie Boden, Wasser und Luft werden immer knapper. Hinzu kommen die Folgen des Klimawandels. Zukunftsweisende Konzepte zur nachhaltigen Umnutzung vorhandener Ressourcen und der Erschließung neuartiger Rohstoffvorkommen sind gefragter denn je. Der Bachelorstudiengang „Nachwachsende Rohstoffe und Bioressourcen“ vermittelt den Studierenden ein breites forschungs- und anwendungsbezogenes fachliches Grundlagenwissen sowie praxisorientierte Kenntnisse in den Bereichen Bioressourcen und nachwachsende Rohstoffe. Die Studierenden verstehen den Wert natürlicher Ressourcen (Boden, Wasser, Pflanzen, Tiere), kennen deren Bedeutung für eine bioökonomische Gesellschaft und können ihr Nutzungspotential erforschen und in der Praxis im Rahmen einer nachhaltigen Bioökonomie umsetzen.

 

Studienfachberatung und Koordination: 

Prof. Dr. Marc F. Schetelig

Institut für Insektenbiotechnologie

Abteilung Insektenbiotechnologie im Pflanzenschutz
Winchesterstr. 2
35394 Gießen
Tel.: 0641 - 99 35901
Sprechstunde nach Vereinbarung

 

Press here for more information.

 

 

Master of Science program "Insect Biotechnology & Bioresources":  APPLICATION PORTAL OPEN UNTIL September 2021!

IBTFlyer3


From the winter semester 2017, our master's program will be launched in cooperation with the JLU Gießen faculties 'Biology & Chemistry' (FB08) and 'Agricultural Sciences, Nutritional Sciences and Environmental Management' (FB09) and the THM University of Applied Sciences.

 

The English master program will combine profession-oriented training and scientific research in the fields of agriculture, natural product research, food technology, and bioprocess engineering. Students will learn about the entomology and ecology of insects as well as various methodical and practical research approaches in order to investigate insects and their associated organisms as a new resource for food, enzymes, and bioactive natural products.

 

  • Good English language skills are required
  • Program starts each winter semester (Oct-Nov)
  • Application for international students via www.uni-assist.de
  • Modular structure with 16 modules + master thesis
  • 8 mandatory core and 8 freely selectable profile modules
  • Selection from a variety of over 35 modules from a wide range of topics possible
  • High degree of choice for tailored student profiles and individual preferences
  • 35 professorships allow an interdisciplinary study


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 Totengräber Nicrophous vespilloides.tif

 

 

5,8 Millionen Euro für Insektenbiotechnologie

Pressemitteilung des Forschungscampus Mittelhessen

2. Dezember 2019

Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) sind Vorreiterinnen in der angewandten Insektenforschung. Seit sechs Jahren fördert die hessische Landesregierung das LOEWE-Zentrum für Insektenbiotechnologie und Bioressourcen (ZIB), aus dem eine selbständige Fraunhofer-Einrichtung hervorgehen soll. Jetzt ist klar, dass das Land das ZIB – eine Kooperation aus JLU, THM und dem Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie (IME) – noch bis 2022 weiter finanzieren wird. Das Zentrum erhält in den kommenden drei Jahren eine Auslauffinanzierung von rund 5,8 Millionen Euro.


JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee ist der Landesregierung sowie dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) außerordentlich dankbar für die Bewilligung der Auslauffinanzierung. „Da demnächst der Bezug des Fraunhofer-Neubaus im Leihgesterner Weg ansteht, kommt die Zusage zum richtigen Zeitpunkt“, betonte der Präsident. „Die Auslauffinanzierung wird den Übergang in die selbstständige Fraunhofer-Einrichtung befördern und ist ein Zeichen der Anerkennung für das große Engagement aller beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über Institutionen und Fachgebiete hinweg.“


Im Hinblick auf die Biodiversität sind die Insekten mit über einer Million beschriebener Arten die erfolgreichsten Organismen. Die Entwicklung dieser Artenvielfalt ging mit dem Erwerb eines riesigen Arsenals an Molekülen einher, mit denen Insekten ihre Ernährung sichern oder sich gegen Krankheiten und Parasiten verteidigen können. Die Erschließung von Insekten als Ressource für neue Moleküle zur Anwendung in der Medizin, im Pflanzenschutz oder in der industriellen Biotechnologie ist eine Kernaufgabe des LOEWE-ZIB. Zudem werden innovative Methoden für die umweltschonende und nachhaltige Kontrolle von krankheitsübertragenden Insekten bzw. Schadinsekten entwickelt. Auch die industrielle Produktion von Insekten als alternative Proteinquelle wird in Gießen erforscht. Aufgrund des enormen wirtschaftlichen und innovativen Potenzials wird diese Spitzentechnologie in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft erstmalig in Deutschland aufgebaut. Darüber hinaus werden im LOEWE-ZIB auch die Ursachen des Insektensterbens und Lösungen für die Erhaltung der Biodiversität in Agrarlandschaften erforscht.


Das Zentrum konzentriert sich auf ein junges und prosperierendes Forschungsgebiet, für das der Begriff Gelbe Biotechnologie etabliert wurde. Für das LOEWE-ZIB wurden jeweils zwei neuen Professuren an der JLU und an der THM eingerichtet, zur weithin sichtbaren Profilbildung in der angewandten Forschung in den Lebenswissenschaften. „Mit der LOEWE-Förderung wurden die Grundlagen für einen internationalen Spitzenforschungsbereich geschaffen“, betonte Prof. Dr. Andreas Vilcinskas, der Koordinator des Zentrums. „Zudem ist es uns gelungen, die Gründung des ersten Fraunhofer-Einrichtung in Mittelhessen weiter voranzutreiben.“ Der Gießener Institutsteil Bioressourcen des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME (Aachen) hat sich mit seinem Forschungs- und Dienstleistungsangebot und rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfolgreich profiliert und etabliert.

  • Weitere Informationen

www.insekten-biotechnologie.de  

 

  • Kontakt


Koordinator des LOEWE-Zentrums für Insektenbiotechnologie und Bioressourcen (ZIB)
Institut für Insektenbiotechnologie der JLU und
Fraunhofer-Projektgruppe Bioressourcen
Heinrich-Buff-Ring 26-32, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-37601



  • Forschungscampus Mittelhessen

Der Forschungscampus Mittelhessen (FCMH) ist eine hochschulübergreifende Einrichtung nach §47 des Hessischen Hochschulgesetzes der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Philipps-Universität Marburg und der Technischen Hochschule Mittelhessen zur Stärkung der regionalen Verbundbildung in der Forschung, Nachwuchsförderung und Forschungsinfrastruktur.


Die Forschenden des Campus-Schwerpunkts „Insektenbiotechnologie und Bioressourcen“ nutzen biotechnologische Methoden, um Insekten als Ressource für neue Moleküle zur Anwendung in der Medizin, im Pflanzenschutz und in der industriellen Biotechnologie zu erschließen.

Website des Campus-Schwerpunkts „Insektenbiotechnologie und Bioressourcen“:
https://www.fcmh.de/insekt

 

 

Presse, Kommunikation und Marketing • Justus-Liebig-Universität Gießen • Telefon: 0641 99-12041