Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Artikelaktionen

Ziel erreicht? - Mahdgutübertragung in der Renaturierungspraxis

Kurzbeschreibung


Artenreiches Grünland erfüllt eine Vielzahl an Funktionen. Es stellt nicht nur einen Lebensraum für etliche Pflanzen- und Tierarten dar, sondern spielt auch für die Ästhetik und den Erholungswert unserer Kulturlandschaft eine wichtige Rolle. Obgleich in Mitteleuropa überwiegend menschlichen Ursprungs, ist artenreiches Grünland durch menschliche Tätigkeit heute am stärksten gefährdet. Hierzu tragen fast immer Intensivierung, Umstellung oder auch Aufgabe der Nutzung bei. Besonders Lebensgemeinschaften von Sonderstandorten wie etwa Flussauen, Mooren oder Felsuntergründen sind heute akut vom Verschwinden bedroht. Die Isolierung der Resthabitate erschwert oder verhindert hierbei den genetischen Austausch und die Neubesiedlung geeigneter Standorte, selbst wenn diese geeignet bewirtschaftet werden. Deshalb sind Methoden zur Neuanlage artenreichen Grünlandes bzw. zur Aufwertung bestehenden Grünlandes unabdingbar. Eine der klassischen Techniken ist hierbei die Mahdgutübertragung.


In dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekt „Ziel erreicht?“ sollen die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu dieser Methode erweitert und mit dem Wissensschatz aus der Naturschutzpraxis abgeglichen und verknüpft werden. Eine wichtige Komponente stellt hierbei die Langzeitbeobachtung von Renaturierungsprojekten dar. Dazu sollen mit artenreichem Spendermaterial beschickte Flächen in der Aue des hessischen Oberrheins 13 bis 16 Jahre nach der Maßnahmendurchführung wieder untersucht werden. In einem zweiten Schritt soll ein breiteres Spektrum an praktischen Renaturierungsprojekten, bei denen Mahdgut übertragen wurde, auf den Etablierungserfolg hin begutachtet werden. Daraus sollen im Abgleich mit der Literatur Erfolgsfaktoren unter Berücksichtigung verschiedener Standortbedingungen abgeleitet werden. Das über die Befragungen von Naturschutzpraktikern gebündelte Wissen und die wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen dann der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Damit soll ein Beitrag zu einer auch langfristig erfolgreichen Wiederherstellung artenreichen Grünlands geleistet werden, um den Bestand dieser kostbaren Lebensräume auch für zukünftige Generationen zu sichern.

Beteiligte Wissenschaftler/Innen: Leonhard Sommer, Sarah Harvolk-Schöning, Till Kleinebecker, Tobias W. Donath (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel), Bente Castro Campos (ZEU)


Laufzeit: 2020 - 2023


Projektträger: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)