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Förderung floristischer Vielfalt an Bundeswasserstraßen

Förderung floristischer Vielfalt an Bundeswasserstraßen

 

Beteiligte Wissenschaftler/Innen: 

M.Sc. Julia Wollny, Dr. Sarah Harvolk-Schöning, Prof. Dr. Dr. Annette Otte (JLU),

Dr. Lars Symmank, Dr. Andreas Sundermeier (Bundesanstalt für Gewässerkunde),

Dr. Katharina Raupach, Prof. Dr. Rainer Marggraf (Georg-August-Universität Göttingen)

 

Kurzbeschreibung

Fließgewässer sind für das Wirken des Menschen seit jeher von großer Bedeutung. Damals wie heute dienen sie unter anderem als Wasserquelle und als Transportmedium für Güter. Ein wachsender Handel bedeutet somit nicht nur einen wachsenden Nutzungsdruck für die Fließgewässer, sondern auch für die sich unmittelbar anschließenden Auen und deren Arteninventar. Gerade die Auen zeichnen sich durch eine hohe Standort- und somit auch Artenvielfalt aus und erfüllen wichtige Ökosystemfunktionen. Die Standortvielfalt gründet sich auf der Dynamik des Wassers wodurch kleinräumig sehr heterogene Standorte geschaffen werden, welche einer Vielzahl an Arten Lebensraum bieten. Daneben erfüllen sie wichtige Ökosystemfunktionen wie die Filterung des Grundwassers oder die Hochwasserretention. Durch die Ausbaumaßnahmen wie die Errichtung von Schleusen und Uferbefestigungen entlang der Fließgewässer zur verbesserten Schiffbarkeit wurden diese Lebensräume erheblich und nachhaltig verändert. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie gibt jedoch die Erreichung eines guten Erhaltungszustandes der Fließgewässer vor. Dies umfasst auch die Seitenräume unserer Flüsse. Deshalb werden verstärkt Maßnahmen getroffen, die betroffenen Bereiche ökologisch aufzuwerten um somit auch den Ansprüchen lebensraumtypischer Arten gerechter zu werden.

Gegenstand dieses Projektes ist die Untersuchung der ökologischen Wirksamkeit dieser Umgestaltungsmaßnahmen an deutschen Wasserstraßen. Dazu werden ausgewählte Maßnahmen aus dem Bundesgebiet repräsentativ in ihrer Vegetationszusammensetzung und –struktur erfasst, analysiert und bewertet. Basierend darauf sollen Empfehlungen für die Durchführung der ökologischen Aufwertung der Seitenräume der Fließgewässer für die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung ausgesprochen werden. In Anlehnung an die Strategie Blaues Band (nähere Informationen unter:  http://www.blaues-band.bund.de/Projektseiten/Blaues_Band/DE/00_Home/home_node.html) soll darüber hinaus untersucht werden, wie sich diese Maßnahmen bei Aufgabe der wasserwirtschaftlichen Unterhaltung entwickeln und ob sich die Lebensräume in ihrer Artenzusammensetzung und –struktur an naturnähere Zustände annähern. Ziel des Projektes soll ein verbessertes Verständnis der Lebensräume entlang von Bundeswasserstraßen sein um landschaftspflegerische Maßnahmen noch effizienter und wirkungsvoller zu gestalten.

Die Durchführung des Projektes erfolgt in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde, der Abteilung Umwelt- und Ressourcenökonomik der Georg-August-Universität Göttingen und der Professur für Landschaftsökologie und Landschaftsplanung der JLU.