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Anpassungsfähigkeit annueller Arten

Anpassungsfähigkeit annueller Arten und ihre Bedeutung für die Phytodiversität der Kulturlandschaft.

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Beteiligte Wissenschaftler/Innen: M.Sc. Theresa Rühl, Dr. habil. Tobias Donath, Prof. Dr. Dr. Annette Otte


Laufzeit: 2013-2015

 

Schlagwörter: Agrarökologie, Artenschutz, Klima- und Landnutzungswandel

 

 



Kurzbeschreibung:

Die Rote Liste der gefährdeten Pflanzen Deutschlands weist die Gruppe der annuellen Arten der Segetalflora als die am stärksten gefährdete Artengruppe in Deutschland aus. Als Gefährdungsursache steht die moderne Landbewirtschaftung mit der Verwendung von Herbiziden und Mineraldünger, verbesserter Saatgutreinigung, Vereinfachung der Fruchtfolgen, frühem Stoppelumbruch und der Aufgabe von Grenzertragsstandorten im Mittelpunkt. Schutzbemühungen, wie Erhaltungskulturen in Botanischen Gärten und Feldflorareservaten haben eine Art musealen Charakter. Auch die Einrichtung eines bundesweiten Netzwerkes von Schutzäckern mit langfristigen Bewirtschaftungsverträgen trägt letztendlich nur punktuell zur Erhaltung der Segetalzönosen bei. Eine erfolgreich praktizierte Variante des flächendeckenden Ackerwildkrautschutzes stellen die Ackerrandstreifenprogramme der Bundesländer dar. Durch den Verzicht auf Herbizide und zum Teil auch auf mineralischen Dünger können sich hier die Segetal-Arten erhalten, die in der Samenbank vorhanden sind. Die aktuelle Entwicklung zeigt aber einen Rückgang der Ackerrandstreifenprogramme und eine zunehmende Popularität von Blühstreifen. Die primäre Absicht bei der Anlage von Blühstreifen ist jedoch der Schutz von Bienen und Niederwild. Werden die Blühstreifen auf Ackerflächen verwendet, so unterdrücken die Ansaatmischungen die Wildkrautflora und damit verschlechtert sich die Situation der ursprünglich in Ackerrandstreifen vorkommenden Ackerwildkräuter.
Die sich durch den Menschen immer wieder verändernde Landnutzung ist von Beginn an mit einer Anpassung der Vegetation einhergegangen. Einen ähnlichen Anpassungsprozess werden die Veränderungen der klimatischen Verhältnisse in Mitteleuropa im Zuge der globalen Erwärmung mit sich bringen. Ziel des Projektes ist es daher die Anpassungsfähigkeit von Ackerwildkräutern an die durch Nutzungs- und Klimawandel herbeigerufenen Änderungen der vorherrschenden Standortbedingungen zu untersuchen. Darauf aufbauend sollen angepasste Schutz- und Wiederansiedlungskonzepte entwickelt werden.


Finanzierung: Graduiertenstipendium der Justus-Liebig-Universität, Gießen

 

Publikationen:
RÜHL, A.T., DONATH, T.W., ECKSTEIN, R.L. & OTTE, A. 2014: Einfluss des Klimawandels auf die Keimung von Ackerwildkräutern. Julius-Kühn-Archiv 443: 190-199.

RÜHL, A.T., ECKSTEIN, R.L., OTTE, A. & DONATH, T.W. 2015: Future challenge for endangered arable weed species facing global warming: low temperature optima and narrow moisture requirements. - Biological Conservation 182: 262-269.

RÜHL, A.T., ECKSTEIN, R.L., OTTE, A. & DONATH, T.W.: Distinct germination response of rare and common arable weeds to reduced water potential. - Plant Biology. doi: 10.1111/plb.12331. Early View 16 April 2015.