Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Artikelaktionen

Colchicum

Regulierung der Herbst-Zeitlose (Colchicum autumnale L.) in extensiv genutztem Grünland.

image1.jpeg

Beteiligte Wissenschaftler: Dipl. Biol. Linda Jung, apl. Prof. Dr. Rolf Lutz Eckstein, Prof. Dr. Dr. Annette Otte, Dr. Tobias W. Donath

Laufzeit: 2007 - 2012

Schlagwörter:

Colchicin, Colchicum, Extensivgrünland, Matrix-Populationsmodelle, Naturschutz



Kurzbeschreibung
Die Erhaltung extensiv genutzter artenreicher Grünlandbestände wird zunehmend durch die Ausbreitung der giftigen Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale) in Frage gestellt. Die zu den Liliaceae gehörende Wiesenart besiedelt bevorzugt Feucht- und Frischwiesen, und ihr Vorkommen weist auch auf eine stark schwankende Wasserversorgung hin - Standortbedingungen also, wie sie typisch für Auen sind.
Das hohe Potential, artenreiche, naturschutzfachlich wertvolle Grünlandbestände in die landwirtschaftliche Nutzung zu integrieren, wurden in einer Vielzahl von Untersuchungen gezeigt. Mit der Extensivierung der Grünlandnutzung geht nun auch ein Wiedererstarken von aus landwirtschaftlicher Sicht unerwünschten Grünlandarten einher. Problematisch ist dies insbesondere, wenn es sich um eine potentiell stark toxische Art wie die Herbstzeitlose handelt.
Die Nutzungsauflage, erster Schnitt ab Mitte Juni, also nach erfolgter Samenreife der Herbstzeitlose und verringert Düngergaben, hat das Wiedererstarken der Herbstzeitlosen-Populationen begünstigt. Vor diesem Hintergrund wird in diesem Projekt untersucht, welche Maßnahmen geeignet sind, die Populationen der giftigen Herbstzeitlose zu schwächen, ohne die meist naturschutzfachlich wertvolle restliche Vegetation nachhaltig zu schädigen. Dabei ist es nicht Ziel, die Herbstzeitlose auszurotten - sie steht immerhin in acht Bundesländern auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten - sondern sie lediglich auf ein akzeptables Maß zurückzudrängen.

Förderung: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)


Veröffentlichungen:

  1. Winter S., Jung L.S., Eckstein R.L., Otte A., Donath T.W. & Kriechbaum M. 2014: Control of the toxic plant Colchicum autumnale in semi-natural grasslands: effects of cutting treatments on demography and diversity. Journal of Applied Ecology 51: 524-533
  2. Jung L.S., Eckstein R.L., Otte A. & Donath T.W. 2012: Above- and below-ground nutrient and alkaloid dynamics in Colchicum autumnale: optimal mowing dates for population control or low hay toxicity. Weed Research 52: 348-357
  3. Jung L.S., Eckstein R.L., Donath T.W., Otte A. 2011: A physiological approach to reduce population densities of Colchicum autumnale in extensively managed grasslands. Grassland Science in Europe 16: 67-69 PDF
  4. Jung L.S. & Winter S.,  Eckstein R.L., Kriechbaum M., Karrer G., Welk E., Elsässer M., Donath T.W. & Otte A. 2011: Biological flora of Central Europe: Colchicum autumnale L. Perspectives in Plant Ecology, Evolution and Systematics 13: 227-244.
  5. Jung L.S. & Winter S.,  Kriechbaum M., Eckstein R.L., Donath T.W., Otte A. 2010: Regulation of meadow saffron (Colchicum autumnale L.) in extensively managed grasslands. Grassland Science in Europe 15: 660-662 PDF