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Verena Fingerling

Verena Fingerling ist Doktorandin am Lehrstuhl an der Professur Kommunikation und Beratung in den Agrar-, Ernährungs- und Umweltwissenschaften. In ihrem Studium der Ökotrophologie (B. Sc.) und Ernährungswissenschaften (M. Sc.) lag ihr Fokus auf sozio-kulturellen Aspekten des Essens sowie deren Anwendung in Kommunikations- und Beratungssettings. Mittels verschiedener qualitativer Methoden hat sie dabei zu unterschiedlichen Aspekten der Gesundheitsberatung geforscht. Ehemals Graduiertenstipendiatin der JLU, ist Verena Fingerling seit 2017 parallel zur Promotion auch in der Schreibberatung der Universität tätig.

Forschungsinteresse

In ihrer Dissertation interessiert sich Verena Fingerling für den Wandel öffentlicher Kommunikation über Ernährungsthemen in Massenmedien. Mittels einer diskursanalytischen Herangehensweise setzt sie sich damit auseinander, in welcher Weise Ernährungsidentität hier konstruiert wird und welchen Veränderungen dies seit der Nachkriegszeit unterliegt. Den Fokus bilden dabei Diskurse über Fleisch, da dies in vielerlei Hinsicht als Bedeutungsträger für gesellschaftliche Werte ((Nahrungs)-Sicherheit, Genuss, Wohlstand, Macht, etc.) tradiert ist und demgegenüber oder gerade deshalb verstärkt in Kritik gerät: als die umweltschädlichste der Lebensmittelgruppen, als ethisch problematisch in Bezug auf andere Menschen sowie Tiere. In diesen Zusammenhängen fokussiert das Dissertationsvorhaben die öffentlich vermittelte und damit legitimierte Bandbreite von Deutungsmustern (Wissen), typischen sozialen AkteurInnen sowie Argumentationen, die – akkumuliert in Subjektpositionen – medial reproduziert und an Rezipient_innen dieser Medien herangetragen werden und somit zur Konstruktion ihrer (Ernährungs‑)identität beitragen.

Seit Jahrzehnten findet sich Kritik am Fleisch in öffentlichen Medien, diese wird zunehmend verstärkt. Trotz der heute großen verfügbaren Palette unterschiedlicher Lebensmittel zur Deckung unserer Bedürfnisse sowohl in physiologischer als auch in geschmacklicher Hinsicht, behält Fleisch seinen hohen Stellenwert. Die Arbeit will dazu beitragen, diesem Phänomen auf den Grund zu gehen und Orte zu beleuchten, an denen solche Bedeutungen reproduziert werden. Darüber hinaus will sich das Projekt aus einer ernährungswissenschaftlichen Perspektive mit Wissen auseinandersetzen, welches teils vermeintlich aus diesem Fach heraus öffentlich kursiert und diskutiert wird.

Ausgewählte Publikationen

Fingerling, V. & Godemann, J. (2019). Mediale Konstruktionen von Fleisch als Kulturgut. Überlegungen zur Analyse komplexer Ernährungsdiskurse. In C. Lohmeier & T. Wiedemann (Hrsg.), Perspektiven der Diskursanalyse in den Kommunikations- und Medienwissenschaften. Wiesbaden: Springer VS, S. 229-254.

Godemann, J. & Fingerling, V. (im Erscheinen). Der aktuelle Forschungsstand zum öffentlichen Diskurs zu Fleisch und fleischloser Ernährung in der medialen Berichterstattung. In J. Rückert-John & M. Kröger (Hrsg.), Fleisch. Vom Wohlstandssymbol zur Gefahr für die Zukunft. Baden-Baden: Nomos.

Fingerling, V. & Yildiz, J. (2016). Ernährungstherapie bei Kindern mit Neurodermitis. Auswirkungen auf den Familienalltag. Ernährung im Fokus, 16, 172–176.

Ausgewählte Vorträge

Fingerling, V. (14.09.18). Why is meat still a thing? Meat as conveyor of identity in public media discourses. Beitrag präsentiert auf der 22. Netzwerktagung des DiskursNetz, Gießen.

Fingerling, V. (28.0417). "Fleischlose Ernährung" als Subjektivierungsdiskurs. Ein Work in Progress-Bericht über die öffentlich-mediale Konstruktion von Ernährungsformen. Beitrag präsentiert auf der 1. Tagung des Netzwerks Qualitative Methoden, München.

 Auszeichnungen

In 2018: Posterpreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)

In 2015: Graduiertenstipendium der Justus-Liebig-Universität Gießen