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Artikelaktionen

Medizin in Literatur, Film & Kunst / Archiv

Medizin in Literatur, Film & Kunst - Sommersemester 2017

Sommersemester 2017

Am 17. Mai 2017 zeigt das Marburger Bündnis gegen Depression den deutschen Spielfilm

"NEBEL IM AUGUST"

zum Thema Psychiatrie im Nationalsozialismus.


Fachliche Begleitung: Prof. Volker Roelcke, Institut für Geschichte der Medizin, JLU Gießen

Veranstaltungsort:

Marburger Filmkunsttheater GmbH
Programmkino PALETTE
Steinweg 4 (Oberstadt)
35037 Marburg

Beginn: 17:50 Uhr

 

http://www.marburgerfilmkunst.de/

Medizin in Literatur, Film & Kunst - Sommersemester 2016

Sommersemester 2016

 

Verena Lueken ist ein großartiger Roman über das Leben und die Literatur, die Krankheit und die Hoffnung gelungen: Feinfühlig, klar und lakonisch erzählt sie von einer klugen Frau, die sich vom Tod vor ihren Augen den Blick nicht verstellen lässt. Und davon, was Halt gibt und am Leben hält.
In ihrer Wahlheimat New York, mitten im Sommer in Harlem, trifft sie die Diagnose mit ihrer ganzen Härte: Lungenkrebs, und das nach zwei vermeintlich erfolgreichen Therapien. Was besiegt zu sein schien, ist wieder da, und damit beginnt alles von Neuem. Klinik, Operation, Segen und Fluch des Morphiums. Aus einer willkommenen Auszeit wird ein Kampf um Heilung und Haltung. Sie stellt sich der lebensbedrohlichen Situation allein, lässt ihre Gedanken schweifen und landet immer wieder in der amerikanischen Literatur, in Filmen und der eigenen Vergangenheit. Gebannt folgt ihr der Leser in die Kindheit, zu ihrer Mutter, in den eigenen Aufbruch und in die Freiheit der Kunst und der Fremde. Die Rückkehr nach Frankfurt bereitet einen neuen Aufbruch vor: Eine Reise nach Burma zu einem außergewöhnlichen Mann eröffnet eine neue Perspektive. Verena Lueken erzählt von einer faszinierenden Frau, vor der sich ein Abgrund auftut – und die unerschrocken hineinblickt und dann entschlossen springt. Ein grandioser Roman über das Leben und das Überleben.

(Text: Verlag Kiepenheuer & Witsch)

Hier geht es zur Verlagsseite...

 

Eintritt frei, Gäste sind herzlich willkommen.

 

Das Institut für Geschichte der Medizin in Kooperation mit der Professur für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Allgemeine Literaturwissenschaft.


Medizin in Literatur, Film & Kunst - Sommersemester 2015

Sommersemester 2015

Katharina Hacker 
„Die Erdbeeren von Antons Mutter“

Anton ist Arzt in Berlin, mit Sorge sieht er, wie seine Mutter in seinem Heimatort auf dem Land gegen eine schnell fortschreitende Demenz kämpft. Jedes Jahr schickt sie ihm und seinen Freunden Erdbeermarmelade in die Stadt. Die Erdbeeren wachsen auf dem "Acker", wie sie den Garten nennt, den sie ihr Leben lang gepflegt hat. Aber in diesem Frühsommer vergisst sie, die Ableger auszupflanzen. Anton muss erkennen, wie seine Mutter Stück für Stück verloren geht, und mit jeder ihrer Niederlagen verschwindet ein Teil seiner eigenen Existenz: Das vertraute Land der Kindheit.

 

In diesem vielstimmigen Roman gelingt Katharina Hacker das einfühlsame Port­rät von Menschen, die zurückblicken müssen, um weitergehen und die zweite Lebenshälfte gestalten zu können. (S. Fischer Verlag)

 

Eintritt frei, Gäste sind herzlich willkommen.

 

Das Institut für Geschichte der Medizin in Kooperation mit der Professur für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Allgemeine Literaturwissenschaft.

Medizin in Literatur, Film & Kunst - Wintersemester 2014-15

Wintersemester 2014/15


Klaas Huizing
„In Schrebers Garten“

 

 

Von Erziehung und Wahn, kleinen Fluchten und großer Freiheit

Der ‚Fall‘ Paul Schrebers, dessen Vater Moritz Schreber Orthopäde, Gesundheitserzieher und Erfinder des ‚Schrebergartens‘ war, gehört zu den berühmtesten Fällen in der Geschichte der Psychiatrie. Die „Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken“, die Schreber zu seiner eigenen Verteidigung verfasste, wurden weltweit bekannt. Schrebers Leben und Werk regte Sigmund Freud, C. G. Jung, Elias Canetti und viele andere zu eigenen Studien und Werken an. Der Schriftsteller Klaas Huizing erzählt die Geschichte Schrebers auf der Grundlage des historisch Überlieferten auf eigene Weise neu. „Er zeigt ihn gleichermaßen als Verzweifelten und auch als Hoffnungsträger, der die Möglichkeit eines anderen Lebens in sich birgt.“ (Verlag)

 

Eintritt frei, Gäste sind herzlich willkommen.

 

Das Institut für Geschichte der Medizin in Kooperation mit der Professur für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Allgemeine Literaturwissenschaft.

Medizin in Literatur, Film & Kunst - Sommersemester 2014

 

Sommersemester 2014


Medizin & Literatur:
 
Petra Anwar mit John von Düffel

„Geschichten vom Sterben“
Über das kostbare Geschenk, zu Hause Abschied nehmen zu können.

 

Einführung: Buch, Autor/en, Themen

Mittwoch, 28. Mai 2014, 18 Uhr c.t.                                   
Institut für Geschichte der Medizin
Iheringstraße 6, 35392 Gießen



Diskussion zur Lektüre

Mittwoch, 11. Juni 2014, 18 Uhr c.t.
Institut für Geschichte der Medizin
Iheringstraße 6, 35392 Gießen



Lesung mit John von Düffel

Mittwoch, 25. Juni 2014, 19 Uhr c.t.
Hörsaal Psychiatrie
Universitätsklinikum
Am Steg 22, 35392 Gießen

 

Geschichten vom Sterben

 

Die meisten Menschen möchten zu Hause sterben, im eigenen Bett. Nur Wenigen ist das möglich. Petra Anwar hat zahlreichen Patienten und ihren Familien dabei geholfen. Sie kennt die Nöte und Ängste der Versorgung außerhalb des Krankenhausbetriebs. Und doch ist diese gemeinsame Zeit für Sterbende und ihre Angehörigen besonders kostbar: für Maike, die trotz des riesigen Tumors in ihrem Bauch noch ein ganzes Jahr mit ihren heranwachsenden Töchtern gewinnt; für Herrn Helling, der im Rollstuhl ans Meer reist, um ein letztes Mal die Leuchttürme zu sehen; für Herrn Bozkurt, der in seine kleine Stadt in der Türkei zurückkehrt, weil eine Wohnung in der Fremde kein guter Ort zum Sterben ist … Petra Anwar ist da, damit ein Mensch geborgen und frei von Angst dort sterben kann, wo er gelebt hat. Zusammen mit John von Düffel erzählt sie zwölf wahre Geschichten vom Sterben zu Hause.


Download Aushang

 

Das Institut für Geschichte der Medizin in Kooperation mit der Professur für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Allgemeine Literaturwissenschaft.

 

 

 

 

 

Medizin in Literatur, Film & Kunst - Wintersemester 2013-14

Wintersemester 2013-14

Medizin & Literatur:
"Drei Worte auf einmal" von Maria Knissel

          Drei Worte auf einmal, Maria Knissel               


Einführung: Buch, Autor, Themen

Mittwoch, 11. Dezember 2013, 18 Uhr c.t.
Institut für Geschichte der Medizin
Iheringstraße 6, 35392 Gießen

Diskussion zur Lektüre

Mittwoch, 18. Dezember 2013, 18 Uhr c.t.
Institut für Geschichte der Medizin
Iheringstraße 6, 35392 Gießen

Lesung
Maria Knissel liest aus Ihrem Roman
(mit musikalischer Begleitung)

Mittwoch, 15. Januar 2014, 19 Uhr c.t.
Hörsaal Psychiatrie
Universitätsklinikum
Am Steg 22, 35392 Gießen

Chris ist ein normaler, glücklicher Junge, bis sein Bruder Klaus verunglückt und geistig und körperlich schwer behindert in die Familie zurückkehrt. Für Chris beginnt eine schwere Zeit: Die Mutter zieht sich emotional zurück, der Vater zerbricht. Über die Musik findet er nicht nur einen Weg zu sich, sondern auch zu seinem Bruder. Schnörkellos und mitreißend erzählt Maria Knissel die auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte zweier ungleicher Brüder, die im Rüsselsheim der späten 70er Jahre beginnt. Ihr Roman betont die Wichtigkeit des Hinhörens und die Kraft einer Bruderliebe, die Sprachlosigkeit überwindet.

Über die Autorin
Maria Knissel, geboren 1964, studierte in Berlin Technischen Umweltschutz. Nach Auslandsaufenthalten in Kalifornien, Norwegen und Indien und einem Zwischenstopp in Köln machte sie sich mit ihrer Familie in Südhessen sesshaft. 2001 vollzog sie einen beruflichen Schwenk und arbeitet seitdem als Journalistin und Autorin. 2007 erschien ihr Romandebüt 'Der Klarinettist'. Für die Arbeit an dem Roman 'Drei Worte auf einmal' erhielt sie 2010 ein Stipendium des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

 

 

 

 

 

 

Medizin in Literatur, Film & Kunst - Sommersemester 2013

Sommersemester 2013

Medizin & Literatur:
"Leben" von David Wagner

          Leben, David Wagner                   


Einführung: Buch, Autor, Themen

Mittwoch, 08. Mai 2013, 18 Uhr c.t.
Institut für Geschichte der Medizin
Iheringstraße 6, 35392 Gießen

Diskussion zur Lektüre

Mittwoch, 22. Mai 2013, 18 Uhr c.t.
Institut für Geschichte der Medizin
Iheringstraße 6, 35392 Gießen

Lesung mit David Wagner

Dienstag, 11. Juni 2013, 19 Uhr c.t.
Hörsaal Psychiatrie
Universitätsklinikum
Am Steg 22, 35392 Gießen

 

Von der Geschichte und Vorgeschichte seiner Organtransplantation handelt David Wagners Buch „Leben“: von den langen Tagen und Nächten im Kosmos Krankenhaus neben den wechselnden Bettnachbarn mit ihren Schicksalen und Beichten und den kreisenden Gedanken: Wen hat er geliebt? Für wen lohnt es sich zu leben? Und welcher Mensch ist gestorben, so dass er weiter leben kann, möglicherweise als ein anderer als zuvor?

David Wagner hat ein berührendes, nachdenklich stimmendes, lebenskluges Buch über einen existentiellen Drahtseilakt geschrieben. Ohne Pathos und mit stilistischer Brillanz erzählt er vom Lieben und Sterben, von Verantwortung, Glück und vom Leben.

 


Über den Autor
David Wagner, 1971 geboren, debütierte im Jahr 2000 mit dem Roman «Meine nachtblaue Hose» und veröffentlichte in der Folge den Erzählungsband «Was alles fehlt», das Prosabuch «Spricht das Kind», die Essaysammlung «Welche Farbe hat Berlin» sowie den Roman «Vier Äpfel», der auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand. Für sein Buch «Leben» wurde ihm 2013 der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen. David Wagner lebt in Berlin.

 

 

 


Sommersemester 2012

Medizin & Literatur:
"Du stirbst nicht" von Kathrin Schmidt

Vom Hirnschlag erwacht
- die Geschichte einer Heilung -
      
              "Du stirbst nicht" von Kathrin Schmidt           
              Deutscher Buchpreis 2009


Einführung: Buch, Autor, Themen

Mittwoch, 02.05.2012, 18 Uhr c.t.
Institut für Geschichte der Medizin, Iheringstraße 6
   

 

Diskussion zur Lektüre

Mittwoch, 23.05.2012, 18 Uhr c.t.
Institut für Geschichte der Medizin, Iheringstraße 6


Lesung mit Kathrin Schmidt

Mittwoch, 06.06.2012, 19 Uhr c.t.
Hörsaal Psychiatrie, Universitätsklinikum, Am Steg 22



Helene Wesendahl weiß nicht, wie ihr geschieht: Sie findet sich im Krankenhaus wieder, ohne Kontrolle über ihren Körper, sprachlos, mit Erinnerungslücken. Ihr Weg zurück ins Leben konfrontiert sie mit einer fremden Frau, die doch einmal sie selbst war. Kathrin Schmidt packt ihre Leser diesmal durch die Beschränkung, und zwar im wörtlichen Sinne. Mit den Augen ihrer erwachenden Heldin blicken wir in ein Krankenzimmer, auf andere Patienten, das Pflegepersonal und den eigenen Körper, der plötzlich ein Eigenleben zu führen scheint. Und wir erleben die mühsamen Reha-Maßnahmen mit, die Reaktionen der Familie, den aufopferungsvollen Einsatz ihres Mannes - und die bruchstückhafte Wiederkehr ihrer Erinnerung. Was da zutage tritt, konfrontiert Helene mit einem Leben, in dem sie sich kaum wiedererkennt, und das vieles in Frage stellt, was in der neuen Situation so selbstverständlich scheint. Sie entdeckt frühe Brüche in ihrer Biographie, verdrängte Leidenschaften und aus der Not geborene Verpflichtungen. Als ihr bewusst wird, dass ihr Herz sich bereits auf Abwege begeben hatte und sie den Mann, der sie jetzt so eifrig pflegt, eigentlich verlassen wollte, droht sie den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Kathrin Schmidt gelingt das Erstaunliche: Sie macht den Orientierungs- und Sprachverlust nach einer Hirnverletzung erfahrbar und zeigt einen Weg der Genesung, der in zwei Richtungen führt, zurück und nach vorn. Dabei entsteht ein Entwicklungsroman ganz eigener Art, der durch seine innere Dynamik fesselt und durch die Rückhaltlosigkeit, mit der seine Heldin sich mit ihrer Vergangenheit und Gegenwart konfrontiert, fasziniert. Er überzeugt vor allem durch die bewegende Schilderung eines sprachlichen Neubeginns.

Medizin in Literatur, Film & Kunst - Wintersemester 2012-13

Wintersemester 2012 / 2013

Medizin & Literatur:
"Lenins Hirn" von Tilman Spengler

                  Lenins Hirn           


Einführung: Buch, Autor, Themen

Mittwoch, 12.12.2012, 18 Uhr c.t.
Institut für Geschichte der Medizin
Iheringstraße 6, 35392 Gießen

Diskussion zur Lektüre

Mittwoch, 16.01.2013, 18 Uhr c.t.
Institut für Geschichte der Medizin
Iheringstraße 6, 35392 Gießen

Lesung mit Tilman Spengler

Mittwoch, 06.02.2013, 19 Uhr c.t.
Hörsaal Psychiatrie
Universitätsklinikum
Am Steg 22, 35392 Gießen

Dr. Vogt, Hypnotiseur, Nervenarzt im Hause Krupp, Direktor am Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung - reale Geschichtsgestalt und Held dieses Romans, - hat eine Mission. Selbst unzweifelhaft ein Genie, möchte er ein für alle Mal den Sitz des Genialen im menschlichen Gehirn dingfest machen. Sein edelstes und politisch heikelstes Untersuchungsprojekt: Lenins Hirn.

Tilman Spengler erzählt virtuos und höchst unterhaltsam das bisher unbekannte Lebensschicksal eines der bedeutendsten Neurologen des 20. Jahrhunderts. In souverän ironischer Verknüpfung realer Ereignisse mit den fiktiven Elementen des großen Gesellschaftsromans führt der Autor die vergeblichen Fortschrittshoffnungen der Medizin vor.

Über den Autor: Tilman Spengler, 1947 in Oberhausen geboren, studierte Sinologie und war mehrere Jahre am Max-Planck-Institut für Sozialwissenschaften in Starnberg tätig. Neben seiner akademischen Tätigkeit publiziert er u.a. regelmäßig in der Zeit, in Geo und der Woche. Seit 1980 ist er Mitherausgeber des „Kursbuchs“. 1991 veröffentlichte er die Romanbiografie "Lenins Hirn", die in einundzwanzig Sprachen übersetzt wurde. 

Download Aushang

 

 

 

Medizin in Literatur, Film & Kunst - Sommersemester 2012

Sommersemester 2012

Medizin & Literatur:
"Du stirbst nicht" von Kathrin Schmidt

Vom Hirnschlag erwacht
- die Geschichte einer Heilung -
      
              "Du stirbst nicht" von Kathrin Schmidt           
              Deutscher Buchpreis 2009


Einführung: Buch, Autor, Themen

Mittwoch, 02.05.2012, 18 Uhr c.t.
Institut für Geschichte der Medizin, Iheringstraße 6
   

 

Diskussion zur Lektüre

Mittwoch, 23.05.2012, 18 Uhr c.t.
Institut für Geschichte der Medizin, Iheringstraße 6


Lesung mit Kathrin Schmidt

Mittwoch, 06.06.2012, 19 Uhr c.t.
Hörsaal Psychiatrie, Universitätsklinikum, Am Steg 22



Helene Wesendahl weiß nicht, wie ihr geschieht: Sie findet sich im Krankenhaus wieder, ohne Kontrolle über ihren Körper, sprachlos, mit Erinnerungslücken. Ihr Weg zurück ins Leben konfrontiert sie mit einer fremden Frau, die doch einmal sie selbst war. Kathrin Schmidt packt ihre Leser diesmal durch die Beschränkung, und zwar im wörtlichen Sinne. Mit den Augen ihrer erwachenden Heldin blicken wir in ein Krankenzimmer, auf andere Patienten, das Pflegepersonal und den eigenen Körper, der plötzlich ein Eigenleben zu führen scheint. Und wir erleben die mühsamen Reha-Maßnahmen mit, die Reaktionen der Familie, den aufopferungsvollen Einsatz ihres Mannes - und die bruchstückhafte Wiederkehr ihrer Erinnerung. Was da zutage tritt, konfrontiert Helene mit einem Leben, in dem sie sich kaum wiedererkennt, und das vieles in Frage stellt, was in der neuen Situation so selbstverständlich scheint. Sie entdeckt frühe Brüche in ihrer Biographie, verdrängte Leidenschaften und aus der Not geborene Verpflichtungen. Als ihr bewusst wird, dass ihr Herz sich bereits auf Abwege begeben hatte und sie den Mann, der sie jetzt so eifrig pflegt, eigentlich verlassen wollte, droht sie den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Kathrin Schmidt gelingt das Erstaunliche: Sie macht den Orientierungs- und Sprachverlust nach einer Hirnverletzung erfahrbar und zeigt einen Weg der Genesung, der in zwei Richtungen führt, zurück und nach vorn. Dabei entsteht ein Entwicklungsroman ganz eigener Art, der durch seine innere Dynamik fesselt und durch die Rückhaltlosigkeit, mit der seine Heldin sich mit ihrer Vergangenheit und Gegenwart konfrontiert, fasziniert. Er überzeugt vor allem durch die bewegende Schilderung eines sprachlichen Neubeginns.

Medizin in Literatur, Film & Kunst - Wintersemester 2011-12

Wintersemester 2011 / 2012

Medizin & Literatur: „Acht Wochen verrückt“ von Eva Lohmann

 


VERRÜCKT IST RELATIV.

Eva Lohmanns
offenherziger Roman
über normal, verrückt
und sich selbst.

Verrückt ist doch jeder, der in die Klapse kommt.
Mila also auch. Sechs Wochen wird sie erstmal
bleiben. Was sie da soll? Und was es eigentlich
heißt, normal zu sein? Wer weiß das schon.
Auf jeden Fall begegnet sie einer Menge Ver-
rückter - und endlich einmal wieder sich selbst.
8 Wochen verrückt
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  • Einführung: Buch, Autor, Themen

Mittwoch, 07.12.2011, 18 Uhr c.t.
Institut für Geschichte der Medizin, Jheringstraße 6

  • Diskussion zur Lektüre
Mittwoch, 18.01.2012, 19 Uhr s.t.
Institut für Geschichte der Medizin, Jheringstraße 6

  • Lesung mit Eva Lohmann
Mittwoch, 25.01.2012, 19 Uhr c.t.
Hörsaal Psychiatrie, Universitätsklinikum,
Am Steg 22
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Medizin in Literatur, Film & Kunst - Sommersemester 2011

Sommersemester 2011

Medizin & Literatur: „Die Gehilfin“ von Martin Kluger

Plakat Kluger

Medizin in Literatur, Film & Kunst - Wintersemester 2010-11

Wintersemester 2010/2011

Medizin & Literatur: „Das amerikanische Hospital“ von Michael Kleeberg

Das amerikanische Hospital










  • Einführung in
    „Das amerikanische Hospital“ von Michael Kleeberg, 01.12.2010, 18 Uhr c.t., Seminarraum Institut für Geschichte der Medizin.


  • Gespräch und Diskussion über „Das amerikanische Hospital“, 15.12.2010, 18 Uhr c.t., Seminarraum Institut für Geschichte der Medizin.


  • Lesung: Michael Kleeberg liest aus seinem Roman „Das amerikanische Hospital“, 13.01.2011, 19 Uhr c.t., Hörsaal der Psychiatrie.

 

Medizin in Literatur, Film & Kunst - Sommersemester 2010

Sommersemester 2010 

Kinoabend: "La teta asustada" (Peru/Spanien 2008, O. m. U.) 

Gezeigt wird die Originalversion (Spanisch/Quechua) mit deutschen Untertiteln (Regie: Claudia Llosa, Goldener Bär 2009).

Filmabend in der Reihe "Interkulturelle Medizin / Medizin in Lateinamerika".

 Dienstag, 22. Juni, 20 Uhr, HELI-Kino, Frankfurter Straße

Fausta leidet unter der „teta asustada“ (wörtlich übersetzt etwa: "erschrockene Mutterbrust"). Das ist eine Erkrankung, die, wie es in den Anden von Peru heißt, durch die Muttermilch übertragen wird. Aber es ist keine Krankheit, die durch Bakterien, Viren oder giftige Substanzen herbeigeführt wird. Kinder saugen mit der Muttermilch den Schrecken ihrer Mütter auf, die während der Zeit des bewaffneten inneren Konflikts in Peru (1980er und 1990er Jahre) Opfer und/oder Zeuginnen von Misshandlungen und Massakern geworden sind.

Fausta lebt inzwischen in Lima und die "schlimme Zeit" ist längst Vergangenheit. In Fausta aber ist sie lebendig. Ihre Krankheit heißt Angst und hat ihr die Seele geraubt. Im Krankenhaus trifft sie mit dieser Sichtweise jedoch auf Unverständnis. Als überraschend ihre Mutter stirbt, ist sie gezwungen, sich ihren Ängsten zu stellen und für Fausta beginnt eine Reise aus der Furcht in die Freiheit.

Die peruanische Regisseurin Claudia Llosa arbeitet in ihrem Film die bedrückende Vergangenheit ihres Landes auf: Die im Jahre 2001 eingesetzte peruanische „Wahrheitskommission“ (Comisión de la Verdad y Reconciliación, CVR) hat für den Zeitraum von 1980 bis 2000 fast 70.000 ermordete Menschen, unzählige Vergewaltigungen, Entführungen und andere Menschenrechtsverletzungen verzeichnet (vgl. Datenblatt der Berlinale 2009).

Der Film wirft Fragen auf, unter anderem zu den historischen und gesellschaftlichen Hintergründen in Peru, zur "Vererbung" psychischer Traumata zwischen Eltern und Kindern, sowie zur "kulturellen" Interpretation von Krankheit und psychosozialer Belastung zum Beispiel im Sinne von Begriffen wie "teta asustada". Im Anschluss an die Vorführung gibt es daher Gelegenheit zum Gespräch mit:

Eine Perle Ewigkeit - La teta asustada

Prof. Dr. A. Oettler, Soziologin, Philipps-Universität Marburg (befasst sich u. a. mit der Aufarbeitung der internen Konflikte und den Wahrheitskommissionen in Peru und Guatemala)

Prof. Dr. S. Schlüter-Müller, Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Frankfurt/Main (Arbeitsschwerpunkt u. a. Therapie von traumatisierten Kindern und Jugendlichen)

Dr. M. Knipper, JLU Gießen (Medizinethnologie und -geschichte, mit regionalem Schwerpunkt Ecuador & Peru)

 

Was können wir von EMERGENCY ROOM lernen? - Diskussion medizinethischer Konflikte anhand ausgewählter Filmbeispiele

unter anderem mit Dr. Kurt W. Schmidt (Zentrum für Ethik in der Medizin, Markus-Krankenhaus, Frankfurt/Main).

Viel Lob hat die amerikanische Krankenhausserie EMERGENCY ROOM dafür erhalten, auf die Darstellung von Krankheitsbildern, Diagnostik und Behandlung erhebliche Sorgfalt zu verwenden. Darüber hinaus beinhaltet die Serie scharfsinnig inszenierte ethische und rechtliche Konflikte. Anhand ausgewählter Filmbeispiele werden brisante rechtliche und ethische Fragen, die vor allem Ärztinnen und Ärzte, sowie Pflegende betreffen, interdisziplinär diskutiert.

Donnerstag, 17. Juni 2010, 19 Uhr, Hörsaal Neue Chirurgie, Rudolf-Buchheim-Straße 7, 35385 Gießen

Der Abend wird in der Reihe "Ethische Entscheidungen in der Pädiatrie" gemeinsam veranstaltet mit dem Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin am UKGM, der Evangelischen Klinikseelsorge und dem Studentischen Arbeitskreis "Ethik in der Medizin".

 

Autorenlesung und -gespräch: B. Pockrandt: "Zwischen Befunden und Befinden - Krankenhauswelten im Fragment"

Dr. Bruno Pockrandt (Klinikseelsorger Frankfurt/Main) liest aus seinem Buch "Zwischen Befunden und Befinden - Krankenhauswelten im Fragment" (edition chrismon, 2008), sowie bisher unveröffentlichte Texte. Musikalische Intermezzi: Franziska Bank (Klavier).

Montag, 31. Mai 2010, 18 Uhr, Seminarraum

 

Medizin in Literatur, Film & Kunst - frühere Semester

Wintersemester 2009/2010

Dienstag, 15. Dezember, 20 Uhr, HELI-Filmtheater, Frankfurter Straße, Gießen:

Filmabend & Diskussion: Dr. Alemán. Deutschland/Kolumbien, 2007 (im spanischen Original mit deutschen Untertiteln)

 

Des Doktors Dilemma / Der Arzt am Scheideweg (satirisches Drama von Bernard Shaw, 1906)

Der berühmte Arzt Collenso Ridgeon, der eine neue, erfolgreiche Therapie gegen Tuberkulose anwendet, hat nur noch Platz für einen weiteren Patienten in seiner überfüllten Klinik. Nun steht er vor dem Dilemma, sich zwischen zwei Patienten entscheiden zu müssen: Soll er den genialen aber moralisch durchtriebenen Maler Dubedat behandeln, dessen attraktive Freundin ihn so verzweifelt um Hilfe gebeten hat, oder den wenig erfolgreichen, aber rechtschaffenen Arztkollegen Dr. Blenkinsop? Ridgeon entscheidet sich gegen die Behandlung des Malers - ein weniger erfahrener Kollege übernimmt dessen Therapie mit der Folge, dass der Maler stirbt.

Montag, 09.11., 18:00 (Seminarraum): Einführung zum Stück und zu Leben und Werk Bernard Shaws (Karin Geiger)

Montag, 11.01.2010, 18:00 (Seminarraum): Gesprächsrunde zu Des Dokors Dilemma nach individueller Lektüre (Karin Geiger)

Sommersemester 2009

Krankenzimmer Nr. 6 (Erzählung von Anton Čechov, 1892)

Im Krankenzimmer Nr. 6 eines Krankenhauses in der russischen Provinz, wo die Geisteskranken eingesperrt sind, lebt der Beamte Gromov, der unter Verfolgungswahn leidet. Eines Tages kommt der Chefarzt des Krankenhauses, Ragin, der dieses Krankenzimmer sonst nie betreten hat, mit Gromov ins Gespräch, und und entdeckt in ihm den einzigen vernünftigen Gesprächspartner des ganzen Provinznestes. Seine regelmäßigen Besuche bei Gromov führen schließlich dazu, dass Ragin selbst von seiner Umgebung für „verrückt“ gehalten und ins Krankenzimmer Nr. 6 eingewiesen wird.

Montag, 11. Mai, 18 Uhr (Seminarraum): Einführung zur Erzählung sowie zu Leben und Werk von Anton Čechov (Karin Geiger)

Montag, 29. Juni, 18 Uhr (Bibliothek des Instituts): Gesprächsrunde zu Krankenzimmer Nr. 6,  nach individueller Lektüre

Filmabend: Frankenstein (USA 1931)

Regie: J.Whale, mit Boris Karloff in der Rolle des Frankenstein.

Mittwoch, 29.April 2009, 18 Uhr, Seminarraum

Wintersemester 2008/2009

Rahmenthema: Die Verbesserung des Menschen als Utopie in der Medizin

Frankenstein, Roman von Mary Shelley (1818)

2. Februar 2009, 18 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. D. v. Engelhardt (Lübeck), Ort: Uni Hauptgebäude, Biologischer Hörsaal

Hundeherz, Erzählung von Michail Bulgakow (1925)

Der Arzt Michael Bulgakow (1891-1940) war ein bedeutender russischer Schriftsteller. Der Roman "Hundeherz" ist eine bissige Gesellschaftssatire um einen berühmten Chirurgen, der unter anderem durch die Transplantation von tierischen Organen versucht, seine Patienten zu "verjüngen".

Unser Angebot: Individuelle Lektüre des Romans und im Anschluss ein Diskussionsabend mit weiteren Infos zum Autor, dem Werk und seiner Zeit, sowie dem medizinischen und historischen Hintergrund.

Montag, 24. November 2008, 18 Uhr: Vorbesprechung und Einführung zu M. Bulgakow und seinem Werk (Dr. K. Geiger): .

Montag, 12.1.2008, 18 Uhr: Diskussionsabend und Hintergrundvortrag (Prof. Giese):

"Arzt-Deutsch/Deutsch-Arzt“- Warum Worte Medizin sind. Eine Lehrstunde mit Dr. med. Eckart v. Hirschausen.

Donnerstag, 30. 10. 2008, 17 Uhr: Der Arzt und Kabarettist Dr. med. E. v. Hirschhausen gibt eine interaktive Vorlesung zum Thema (Fach-)Sprache exklusiv für Medizinstudierende an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Ort: Kongresshalle Gießen