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Artikelaktionen

Medizin in Literatur, Film & Kunst - Sommersemester 2010

Sommersemester 2010 

Kinoabend: "La teta asustada" (Peru/Spanien 2008, O. m. U.) 

Gezeigt wird die Originalversion (Spanisch/Quechua) mit deutschen Untertiteln (Regie: Claudia Llosa, Goldener Bär 2009).

Filmabend in der Reihe "Interkulturelle Medizin / Medizin in Lateinamerika".

 Dienstag, 22. Juni, 20 Uhr, HELI-Kino, Frankfurter Straße

Fausta leidet unter der „teta asustada“ (wörtlich übersetzt etwa: "erschrockene Mutterbrust"). Das ist eine Erkrankung, die, wie es in den Anden von Peru heißt, durch die Muttermilch übertragen wird. Aber es ist keine Krankheit, die durch Bakterien, Viren oder giftige Substanzen herbeigeführt wird. Kinder saugen mit der Muttermilch den Schrecken ihrer Mütter auf, die während der Zeit des bewaffneten inneren Konflikts in Peru (1980er und 1990er Jahre) Opfer und/oder Zeuginnen von Misshandlungen und Massakern geworden sind.

Fausta lebt inzwischen in Lima und die "schlimme Zeit" ist längst Vergangenheit. In Fausta aber ist sie lebendig. Ihre Krankheit heißt Angst und hat ihr die Seele geraubt. Im Krankenhaus trifft sie mit dieser Sichtweise jedoch auf Unverständnis. Als überraschend ihre Mutter stirbt, ist sie gezwungen, sich ihren Ängsten zu stellen und für Fausta beginnt eine Reise aus der Furcht in die Freiheit.

Die peruanische Regisseurin Claudia Llosa arbeitet in ihrem Film die bedrückende Vergangenheit ihres Landes auf: Die im Jahre 2001 eingesetzte peruanische „Wahrheitskommission“ (Comisión de la Verdad y Reconciliación, CVR) hat für den Zeitraum von 1980 bis 2000 fast 70.000 ermordete Menschen, unzählige Vergewaltigungen, Entführungen und andere Menschenrechtsverletzungen verzeichnet (vgl. Datenblatt der Berlinale 2009).

Der Film wirft Fragen auf, unter anderem zu den historischen und gesellschaftlichen Hintergründen in Peru, zur "Vererbung" psychischer Traumata zwischen Eltern und Kindern, sowie zur "kulturellen" Interpretation von Krankheit und psychosozialer Belastung zum Beispiel im Sinne von Begriffen wie "teta asustada". Im Anschluss an die Vorführung gibt es daher Gelegenheit zum Gespräch mit:

Eine Perle Ewigkeit - La teta asustada

Prof. Dr. A. Oettler, Soziologin, Philipps-Universität Marburg (befasst sich u. a. mit der Aufarbeitung der internen Konflikte und den Wahrheitskommissionen in Peru und Guatemala)

Prof. Dr. S. Schlüter-Müller, Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Frankfurt/Main (Arbeitsschwerpunkt u. a. Therapie von traumatisierten Kindern und Jugendlichen)

Dr. M. Knipper, JLU Gießen (Medizinethnologie und -geschichte, mit regionalem Schwerpunkt Ecuador & Peru)

 

Was können wir von EMERGENCY ROOM lernen? - Diskussion medizinethischer Konflikte anhand ausgewählter Filmbeispiele

unter anderem mit Dr. Kurt W. Schmidt (Zentrum für Ethik in der Medizin, Markus-Krankenhaus, Frankfurt/Main).

Viel Lob hat die amerikanische Krankenhausserie EMERGENCY ROOM dafür erhalten, auf die Darstellung von Krankheitsbildern, Diagnostik und Behandlung erhebliche Sorgfalt zu verwenden. Darüber hinaus beinhaltet die Serie scharfsinnig inszenierte ethische und rechtliche Konflikte. Anhand ausgewählter Filmbeispiele werden brisante rechtliche und ethische Fragen, die vor allem Ärztinnen und Ärzte, sowie Pflegende betreffen, interdisziplinär diskutiert.

Donnerstag, 17. Juni 2010, 19 Uhr, Hörsaal Neue Chirurgie, Rudolf-Buchheim-Straße 7, 35385 Gießen

Der Abend wird in der Reihe "Ethische Entscheidungen in der Pädiatrie" gemeinsam veranstaltet mit dem Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin am UKGM, der Evangelischen Klinikseelsorge und dem Studentischen Arbeitskreis "Ethik in der Medizin".

 

Autorenlesung und -gespräch: B. Pockrandt: "Zwischen Befunden und Befinden - Krankenhauswelten im Fragment"

Dr. Bruno Pockrandt (Klinikseelsorger Frankfurt/Main) liest aus seinem Buch "Zwischen Befunden und Befinden - Krankenhauswelten im Fragment" (edition chrismon, 2008), sowie bisher unveröffentlichte Texte. Musikalische Intermezzi: Franziska Bank (Klavier).

Montag, 31. Mai 2010, 18 Uhr, Seminarraum