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Klaus Angerer, M.A.

Klaus Angerer
Informationen über Biographie, Forschungsschwerpunkte und Publikationen


Biographische Notiz:

2001-2009: Studium (Kulturwissenschaft & Spanisch) an der Humboldt-Universität zu Berlin; Thema der Magisterarbeit im Fach Kulturwissenschaft: „Biodiversität, Bioprospektion und Biopiraterie in Ecuador – Diskurse, Praktiken, Materialitäten“ (gefördert durch den DAAD)

2004-2005: ERASMUS-Studium an der Universidad de Granada (Spanien)

2010: Humboldt-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin für Magisterarbeit

Seit 2010: Dissertationsprojekt zum Thema „Vermittlungsarbeit. Zur Untersuchung und Verwertung biologischer Materialien in der kommerziellen Naturstoffchemie“ bei Prof. Dr. C. Kassung (Institut für Kulturwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin) und Prof. Dr. V. Hess (Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Charité Berlin)      

2010-2013: Promotionsstipendium der Andrea von Braun Stiftung                                                      

2012-2014: Forschungsprojekt Analysis of the Real and Potential Value of Genetic Resources in Latin America and the Caribbean in Kooperation mit Wissenschaftlern der Universidad de Puerto Rico-Rio Piedras (Finanzierung: Sociedad Peruana de Derecho Ambiental)

Oktober 2012: Forschungsaufenthalt am Centre de Recherche Médecine, Sciences, Santé, Santé mentale, Société (Cermes3) in Paris

Februar - April 2014: Gaststipendiat am Graduiertenkolleg „Topologie der Technik“, Technische Universität Darmstadt

Seit Mai 2014: Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Medizin, Justus-Liebig-Universität Gießen

 

Weitere Aktivitäten:

  • Mitglied der IUCN – WCEL-SSC Joint Specialist Group on Access and Benefit-sharing and Related Concepts (JSG-ABS)
  • Mitglied der Arbeitsgruppe „Alter(n) in Gesellschaft“ (Gießener Graduiertenzentrum Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften (GGS), Justus-Liebig-Universität Gießen) mehr...
  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik e.V. (DGGMNT e.V)
  • Mitglied der European Association for the Study of Science and Technology (EASST)


Forschungsschwerpunkte:

In meinem Dissertationsprojekt betrachte ich Praktiken der Untersuchung und Verwertung biologischer Materialien mithilfe ethnografischer Feldforschung in einem Naturstoffunternehmen, das aus Pflanzenextrakten und mikrobiellen Zellkulturen isolierte Substanzen auf ihr pharmazeutisches Potenzial erforscht. Im Vordergrund stehen folgende Fragen: Wie werden Biomaterialien in der Naturstoffforschung verarbeitet und wie werden dabei Daten, Substanzen und Wissen erzeugt, übertragen und bisweilen geheim gehalten? Durch welche Strategien, Relationen und Prozesse werden auf dieser Grundlage epistemische und ökonomische Werte generiert? Und was ist das Produkt, das hierbei entwickelt und angeboten wird – Materialien mit bestimmten Eigenschaften, Wissen um und Daten zu bestimmten Aktivitäten oder die bloße Potenzialität späterer Wertschöpfung?

Den Kontext meiner Arbeit bilden Fragen nach der Erforschung und Verwertung der Biodiversität, der Regulierung des Zugangs zu biologischen Materialien sowie der Zirkulation diesbezüglicher Daten, insbesondere die Frage, wie im Alltag privatwirtschaftlicher und öffentlicher Forschungseinrichtungen mit den Vorgaben der Convention on Biological Diversity zu Access & Benefit-Sharing umgegangen wird.

In weiteren Forschungsprojekten beschäftige ich mich mit Mensch-Tier-Beziehungen (insbesondere in Bezug auf südamerikanische Pfeilgiftfrösche und die Untersuchung von deren Sekretionen in der pharmazeutischen Forschung) sowie mit der Regulierung des Zugangs zu biologischen Materialien und der Verteilung daraus resultierender Einkünfte (Access & Benefit-sharing, ABS) im Rahmen der Convention on Biological Diversity (CBD).

 

Schwerpunkte in der Lehre:

In der Lehre liegen meine Schwerpunkte auf den Themen „gute wissenschaftliche Praxis“, „Biodiversität und Gesundheit“ sowie „Doping und Enhancement als Entgrenzungen des medizinisch Machbaren“.

 

Ausgewählte Veröffentlichungen:

(teilweise als Volltexte verfügbar unter: https://uni-giessen.academia.edu/KlausAngerer)

 

Vorträge und Interviews (Auswahl):

  • Dezember 2016: Vortrag „Thought experiment: The case of the poison dart frog Epipedobates anthonyi under bounded openness“, Side event # 1556: Bounded Openness over Natural Information: Making the Case for a New Approach to ABS (im Rahmen der COP 13 – Thirteenth meeting of the Conference of the Parties to the Convention on Biological Diversity, Cancún, Mexiko), siehe Bericht: http://www.iisd.ca/biodiv/cop13/enbots/9dec.html#event-4

  • April 2016: Vortrag „Vermitteln. Wertschöpfungsprozesse in der zeitgenössischen pharmazeutischen Naturstoffforschung“, 35. Fortbildungsseminar „Health is Wealth? Ökonomische Aspekte im Umgang mit Gesundheit und Krankheit“ (Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung, Stuttgart), siehe Bericht: http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6622

  • Januar 2016: Vortrag „‘There is a Frog in South America / Whose Venom is a Cure’ – Froschgifte in der pharmazeutischen Wirkstoffforschung seit den 1960er- Jahren“, Wissenschaftshistorisches Kolloquium (Institut für Geschichte der Pharmazie, Philipps-Universität Marburg)
  • Dezember 2015: Vortrag „Trennen und Bestimmen. Die Untersuchung und Verwertung biologischer Materialien in der Naturstoffforschung“, Wissenschaftshistorisches Kolloquium (AG Wissenschaftsgeschichte, Historisches Seminar, Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Oktober 2015: Vortrag „Ist Altern eine Krankheit? Überlegungen zu medizinischen Interventionsmöglichkeiten zwischen Therapie und Enhancement“, Forschungstag AG „Alter(n) in Gesellschaft“ (Gießener Graduiertenzentrum Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften , Justus-Liebig-Universität Gießen)
  • September 2015: Vortrag „Schüsse im Dunkeln, privilegierte Strukturen und Chemiker als Astronauten – Modelle der biologischen Relevanz chemischer Substanzen“, Driburger Kreis: Modelle (DGGMNT, Technische Universität Berlin)
  • September 2014: Vortrag „Wir sind die großen Gleichmacher" - die Standardisierung und Reproduktion von Biomaterialien in der Naturstoffforschung bei der Konferenz des Driburger Kreis zum Thema "Reproduktion" (Ludwig-Maximilians-Universität, München)
  • November 2013: Vortrag „Frösche, Pflanzen und Reinsubstanzen. Zum Wert biologischer Materialien in der zeitgenössischen Naturstoffforschung“ bei der Tagung Sammlungsökonomien. Vom Wert wissenschaftlicher Dinge (Forschungszentrum Gotha)
  • August 2013: Vortrag „Die Regulierung von Access & Benefit-sharing – Lehren aus dem Fallbeispiel des Froschalkaloids Epibatidin“ bei der Interdisziplinären Expertentagung im Rahmen des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Bundesamt für Naturschutz, Insel Vilm)
  • April 2013: Vortrag „Doing things with frogs – von der Erforschung von Froschgiften zu einer chemischen Ökologie“ bei der Ringvorlesung Tiere_Bilder_Ökonomien (Humboldt-Universität zu Berlin)
  • Oktober 2012: Vortrag „Frog Tales. Poison Frogs, Natural Product Research and the Regulation of Biodiversity“ bei der Konferenz 4S/EASST: Design & Displacement – Social Studies of Science & Technology (Copenhagen Business School)
  • Oktober 2012: Vortrag „Bioprospecting since the 1990s – the Beginning or the End of Natural Product Research in Drug Discovery?“ bei der Konferenz Is This the End? The Eclipse of the Therapeutic Revolution (Universität Zürich)
  • September 2012: Interview als Experte zum Thema „Access & Benefit-Sharing“ bei der Bürgerkonferenz World Wide Views on Biodiversity (Museum für Naturkunde, Berlin)