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Veranstaltungen

31.10.2019


Vortragsreihe "Trauma: Prävention und Therapie
- aktuelle Forschung"


Dozenten: Priv.-Doz. Dr. med. Wolfgang Wöller, Prof. Dr. Nina Heinrichs, Dr. Lars White, Dr. Peter Fromberger, Prof. Dr. Johannes Kruse

Zeit: Mittwoch, 13.11.19, 20.11.19, 27.11.19, 04.12.19 und 18.12.19; jeweils 18.00 - 19.30 Uhr

Ort: Rudolf-Buchheim-Str. 7; Hörsaal Chirurgie („Glasbau“)


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

schwere Traumatisierungen hinterlassen bei vielen Menschen psychische und psychosomatische Folgen. Wissenschaftliche Studien und Veröffentlichungen in den Medien verdeutlichen, wie häufig Traumatisierungen in der Allgemeinbevölkerung sind und welch große Bedeutung sie für die Betroffenen haben.

In den vergangenen Jahren hat das Wissen zu den Traumafolgestörungen und ihrer psychotherapeutischen Behandlung erheblich zugenommen. In Gießen beteiligen wir uns mit epidemiologischen und klinischen Studien intensiv an dieser Forschung, u.a. mit einer multizentrischen Studie zur Behandlung von komplex traumatisierten Patienten sowie dem Präventionsprogramm „Kein Täter werden“.

Im Rahmen einer Vortragsreihe werden ausgewählte Experten aus ihrer aktuellen Forschung berichten. Hierbei werden verschiedene Aspekte von Prävention und Therapie traumaassoziierter Störungen behandelt werden – sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Jugendlichen. Die Vortragsreihe reicht von der psychodynamischen Therapie komplex traumatisierter Patienten über ressourcenorientierte Interventionen zur Unterstützung von Familien mit familiärer Gewalterfahrung in Südosteuropa und biopsychosoziale Mechanismen belasteter Eltern-Kind-Beziehungen.

Auch die Täter werden fokussiert. Neue Ansätze der digitalen forensischen Psychologie bei der Diagnostik, Behandlung und Gefährlichkeitsprognose psychisch kranker Straftäter werden vorgestellt. Wir würden uns freuen, Sie bei den Vorträgen begrüßen zu dürfen, um mit Ihnen über die unterschiedlichen Aspekte zu
diskutieren.

Sie können den Flyer zur Veranstaltung hier als PDF herunterladen.



29.08.2019


Vortrag "Psychodynamische Psychotherapie komplex traumatisierter Patienten"

 

Ort: Rudolf-Buchheim-Str. 7; Hörsaal Chirurgie („Glasbau“)

Zeit: 18.00 - 19.30 Uhr

DozentPriv.-Doz. Dr. med. Wolfgang Wöller


Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Traumatisierungen sind in der Allgemeinbevölkerung weit verbreitet und haben eine große Bedeutung für die Betroffenen. Insbesondere komplexe Traumatisierungen stellen eine große Herausforderung für die Behandler dar. Im Vortrag sollen deshalb klinische Behandlungsmöglichkeiten an schaulich aufgezeigt werden.

Priv.-Doz. Dr. med. Wolfgang Wöller ist Facharzt für Neurologie und Psychiatrie sowie für Psychosomatische Medizin, Psychoanalytiker und EMDR-Supervisor. Ferner war er bis Ende 2017 sowohl als Dozent an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als auch als Ärztlicher Direktor und Leitender Abteilungsarzt der Abteilung mit SchwerpunktTraumafolgeerkrankungen und Essstörungen der Rhein-Klinik Bad Honnef tätig.

Seit 2018 setzt er seine Lehr- und Forschungsaktivitäten im Rahmen von TraumaAid Deutschland sowie in freier Vortrags- und Publikationstätigkeit fort.

Wir freuen uns, Sie zum Vortrag und zur gemeinsamen Diskussion dieses hochaktuellen Themas begrüßen zu dürfen und das Gespräch mit Ihnen beim anschließenden Imbiss zu vertiefen.


Sie können den Flyer zur Veranstaltung hier als PDF herunterladen.




30.01.2019

Symposium "Funktionelle und somatoforme Störungen - eine Herausforderung für die Vernetzung in der Versorgung"

 

Ort: Rudolf-Buchheim-Str. 7; Hörsaal Chirurgie („Glasbau“)
Zeit: 17.00 - 19.00 Uhr
Dozenten: 
Prof. Dr. med. Erika Baum, Biebertal; Prof. Dr. med. Johannes Kruse, Gießen und Marburg; Dr. med. Elisabeth Linn, Pohlheim; Dr. med. Cornelia Marck, Pohlheim


Liebe Kolleginnen und Kollegen,


funktionelle und somatoforme Körperbeschwerden stellen Ärztinnen und Ärzte in allen medizinischen Fachrichtungen vor große Herausforderungen. Es bleibt lange offen, welche Beschwerden als organisch, psychisch oder funktionell einzuordnen sind, und in einigen Fällen ist dieses oft gar nicht möglich. Oftmals ist eine „Sowohl-als-auch-Perspektive“ einzunehmen, die die verschiedenen Ebenen berücksichtigt.
Diagnostik und Behandlung dieser Men-schen erfordern ein gestuftes Vorgehen und eine Vernetzung der Behandler. Die neue S3-Leitlinie funktionelle Körperbeschwerden vermittelt sehr praxisorientierte Empfehlungen für den Umgang mit diesen Patienten.

Welches Vorgehen empfiehlt sich in der hausärztlichen Praxis? Welche Behandlungsmöglichkeiten bieten psychosomatische Behandlungsansätze? Wie kann man diese in der Praxis miteinander vernetzen? Diese Fragen möchten wir im Rahmen unserer Veranstaltung zu den funktionellen Körperbeschwerden in der Praxis stellen und mit Ihnen diskutieren. Wir laden Sie hierzu herzlich ein und würden uns freuen, Sie auf diesem Symposium begrüßen zu dürfen.

Sie können den Flyer zur Veranstaltung hier als PDF herunterladen.




14.11.2018

Vortrag "Psychoonkologische Versorgung heute"

Ort: Rudolf-Buchheim-Str. 7; Hörsaal Chirurgie („Glasbau“)

Zeit: 18.30 - 20.00 Uhr

Dozent: Priv.-Doz. Dr. med. Martina Rauchfuß

 

Über die Konfrontation und Auseinandersetzung mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung hinaus sind Menschen mit einer Krebserkrankung zusätzlich in ihrer Iden- tität, ihrem Selbstwertgefühl und ihrer Sexualität betroffen. Die psychische Reaktion auf die Tumorerkrankung ist u.a. abhängig vom Tumorstadium, der erforderlichen organmedizinischen Therapie und deren Auswirkungen, der Persönlichkeit der Patienten und ihren Vorerfahrungen mit einer Krebserkrankung sowie der Verfügbarkeit psychosozialer Unterstützung. Die Angaben zur Häufigkeit psychischer Störungen schwanken zwischen 5 und 46%, abhängig von der Definition und Bestimmungsform der Störung. Am häufigsten werden Depressionen und Angststörungen beschrieben. Einige neue Studien liefern Hinweise dafür, dass insbesondere Depressionen als für die Überlebenszeit prognostisch ungünstiger Faktor einzuordnen sind. Der Vortrag widmet sich den vielfältigen psychotherapeutischen Aufgaben in der Versorgung krebskranker Menschen aus heutiger Sicht.

Priv.-Doz. Dr. med. Martina Rauchfuß ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Sie war bis zu ihrem Ruhestand 2017 Chefärztin der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der  Oberhavelkliniken Hennigsdorf und ist heute in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung tätig. 

Wir freuen uns, Sie zum Vortrag und zur gemeinsamen Diskussion dieses hochaktuellen Themas begrüßen zu dürfen und das Gespräch mit Ihnen beim anschließenden Imbiss zu vertiefen.

Sie können den Flyer zur Veranstaltung hier als PDF herunterladen.



09.10. bis 10.10.2018

13. Jahrestagung der IGPS (Interdisziplinäre Gesellschaft für Psychosomatische Schmerztherapie) "Muskuloskelettale Schmerzen"

Veranstalter: Interdisziplinäre Gesellschaft für Psychosomatische Schmerztherapie (IGPS)

Ort: Justus-Liebig-Universität Gießen, Biomedizinisches Forschungszentrum Seltersberg (BFS), Schubertstraße 81, 35392 Gießen


Dass psychosozialer Stress zu einer ganzen Reihe von Schmerzerkrankungen führen kann, ist heute wissenschaftlich gut belegt, ohne dass bereits die zugrundeliegenden Mechanismen vollständig identifiziert werden konnten. In den letzten Jahren wurden immer mehr Hinweise auf zentrale Sensitivierungsprozesse gefunden, die als pathogenetischer Mechanismus bei jenen chronischen Schmerzerkrankungen, bei denen ein klarer nozizeptiver Input fehlt, eine wesentliche Rolle spielen. Eine durch Stress getriggerte Glia-Zell-Überaktivierung führt dabei zur Ausschüttung proinflammatorischer Cytokine, die über Entzündungsprozesse Schmerz auslösen. In deren Folge können Schlafstörungen auftreten, wodurch das Schmerzerleben wiederum verstärkt wird.


All dies führt nicht zuletzt bei muskuloskelettalen Schmerzzuständen zu Veränderungen in Diagnostik und Therapie: Die Behandlung der Insomnie sowie adäquate Sport- und Bewegungstherapie werden neben einer stressbezogenen Psychotherapie zu wesentlichen Komponenten einer neurobiologisch fundierten bio-psycho-sozialen Schmerztherapie.

Die Vorträge und Workshops der diesjährigen IGPS-Jahrestagung, die erneut in Gießen stattfindet, geben einen Überblick über diese neuen Erkenntnisse und ihre praktischen Konsequenzen für die Behandlung stressbedingter und durch Stress unterhaltener Schmerzsyndrome. Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, für die sehr aktuelle Thematik renommierte Experten und Expertinnen als Referenten/Referentinnen zu gewinnen.

Sie können den Flyer zur Veranstaltung hier als PDF herunterladen.

 

03.11. bis 04.11.2017

Bio-Psycho-Soziale Schmerztherapie - ernstgenommen und umgesetzt

Veranstalter: Interdisziplinäre Gesellschaft für Psychosomatische Schmerztherapie (IGPS)

Ort: Justus-Liebig-Universität Gießen, Biomedizinisches Forschungszentrum Seltersberg (BFS), Schubertstraße 81, 35392 Gießen


Als vor genau 40 Jahren der amerikanische Internist und Psychoanalytiker G.L. Engel seine bahnbrechende Arbeit zum bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell publizierte, stand die amerikanische Psychiatrie am Scheideweg zwischen einer biomedizinischen („Geisteskrankheiten“) und einer behavioralen („Verhaltensauffälligkeiten“) Orientierung. Engel wollte für die beiden divergierenden Ansätze einen gemeinsamen theoretischen Rahmen schaffen, der weit über eine nur additive Verknüpfung der beiden Ansätze hinausgehen und auch für die biomedizinisch geprägte Medizin insgesamt wegweisend werden sollte.
Als wir Engels bio-psycho-soziales Krankheitsmodell vor 25 Jahren in unserem Handbuch „Der Schmerzkranke“ (Hrsg. Egle & Hoffmann) erstmals als Grundlage für eine andere Herangehensweise an chronisch Schmerzkranke aufgriffen, ging es uns für den Bereich der Schmerztherapie um das gleiche Anliegen: biomedizinische und behaviorale Therapiestrategien standen wenig verbunden nebeneinander.
Obwohl sich seither zunehmend mehr schmerztherapeutisch tätige Ärzte und Psychologen in ihrem Handeln auf ein bio-psycho-soziales Schmerzverständnis beriefen, entsprach bei genauer Betrachtung ihr Tun dem nur bedingt, teilweise verkam „biopsychosozial“ zu einer leeren Worthülse.
Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die diesjährige Tagung mit dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Grundlagen ebenso wie der praktischen Umsetzung einer bio-psycho-sozialen Schmerztherapie.


Sie können den Flyer zur Veranstaltung hier als PDF herunterladen.



08.11.2017

Herz Seele Beziehungen bei koronarer Herzkrankheit und
Herzinsuffizienz

Dozent: Prof. Dr. Christoph Herrmann-Lingen

OrtHörsaal Chirurgie, Rudolf-Buchheim-Str. 7, Gießen

ZielgruppeÄrzte, Psychologen

 

Die Veranstaltung ist kostenlos. Die Zertifizierung wird beantragt.


Zusammenhänge zwischen Psyche und Herzfunktion sind seit der Antike bekannt. Die Gießener Psychosomatik hat sich von Beginn an mit der Herzneurose beschäftigt. Die Psychokardiologie hat in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche biologische und Verhaltens-Mediatoren dieser Beziehung aufgeklärt und überzeugend belegt, dass die bidirektionale Herz-Psyche-Wechselwirkung von erheblicher Bedeutung für Entstehung, Verlauf und sogar Überlebensprognose kardialer Erkrankungen ist. Eine Beschränkung auf psychosomatische Interaktionen läuft aber Gefahr, die Bedeutung der sozialen Umwelt und der biographischen Entwicklung zu übersehen.


Nicht umsonst wird das Herz von Alters her auch als ein zentrales Beziehungsorgan verstanden. Ein psychokardiologisches Verständnis erfordert daher ein mehrdimensionales Verständnis des einzelnen Patienten mit seiner bio-psycho-sozialen Biographie. Im Vortrag sollen sowohl wissenschaftliche Befunde als auch ein klinisches Fallbeispiel ein solches Verständnis exemplarisch verdeutlichen.
Wir freuen uns, Sie zum Vortrag und zur gemeinsamen Diskussion dieses hochaktuellen Themas begrüßen zu dürfen und das Gespräch mit Ihnen beim anschließenden Imbiss zu vertiefen.


Sie können den Flyer zur Veranstaltung hier als PDF herunterladen.

 



11.11.2015

EMDR als integrierte Methode psychodynamischer Psychotherapien

Dozent: Priv.-Doz. Dr. med. Wolfgang Wöller

Ort: Hörsaal Chirurgie, Rudolf-Buchheim-Str. 7, Gießen

Zielgruppe: Ärzte, Psychologen
 

Die Veranstaltung wurde von der LÄK mit 2 Punkten zertifiziert.


EMDR (eye movement desensitization and reprocessing) hat sich in den vergangenen Jahren alseffektive und zeitökonomische Behandlungsmethode für viele Traumafolgestörungen erwiesen. Seit 2014 wird EMDR vom gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen (G-BA) als Methode und Kassenleistung anerkannt. EMDR gilt zudem als gut integrierbar in alle Richtlinien-Psychotherapien. Unsere Veranstaltung beschäftigt sich mit den Erfahrungen und Möglichkeiten, EMDR in die psychodynamische Psychotherapie einzubetten.


Priv.-Doz. Dr. med. Wolfgang Wöller ist Facharzt für Neurologie und Psychiatrie sowie für Psychosomatische Medizin, Psychoanalytiker und EMDR-Supervisor. Ferner ist er Dozent an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf. Seit 2004 ist er Leitender Abteilungsarzt an der Rhein-Klinik, Krankenhaus für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Bad Honnef mit Schwerpunkt Traumafolgeerkrankungen.Wir freuen uns, Sie in Kooperation mit der Psychotherapie-Akademie Hessen zum Vortrag und zur gemeinsamen Diskussion dieses hochaktuellen Themas in Gießen begrüßen zu dürfen.


Sie können den Flyer zur Veranstaltung hier als PDF herunterladen.