Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Willkommen!

Artikelaktionen

Studienzentrale

Studienzentrale

Die Erkrankung

 

Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) des Kindes- und Jugendalters sind maligne Erkrankungen des lymphatischen Systems mit einer sehr heterogenen Ausprägung. Ihr Anteil in Deutschland beträgt 6,5% an den malignen Erkrankungen bei Kindern unter 15 Jahren. Sie sind damit die 4. häufigsten Malignome bei pädiatrischen Patienten. 150 Kinder/Jugendliche erkranken jährlich neu in Deutschland. Die klinische Erscheinungsformen sind sehr vielfältig. Vor dem 3. Lebensjahr ist die Erkrankung eher selten. Das Geschlechterverhältnis weiblich:männlich ist nahezu 1:3, variiert jedoch stark nach Subtyp des Non-Hodgkin-Lymphoms.

 

Die Behandlung

 

Die Behandlung der Non–Hodgkin–Lymphome des Kindes- und Jugendalters stützt sich auf moderne Kombinations-Chemotherapie-Protokolle. Damit werden heute Überlebensraten von über 80% erzielt. In Deutschland werden Kinder und Jugendliche mit NHL fast ausschließlich in kontrollierten multizentrischen Therapiestudien der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) behandelt.

Die Studienzentrale NHL-BFM (Berlin-Frankfurt-Münster) betreut zur Zeit folgende Therapieprotokolle:

  • NHL-BFM Registry 2012
  • ALCL Relapse

 

Ziel dieses Registers bzw. des Studienprotokolls ist es, durch kontrollierte und geprüfte Therapien möglichst hohe Heilungsraten zu erreichen. Weitere Ziele sind die Reduktion der Therapienebenwirkungen und Therapiefolgen, die Optimierung der Anpassung der Therapieintensität an das Rückfallrisiko und die spezifische Therapieanpassung an biologische Subtypen sowie die Entwicklung einer erfolgversprechenden Rezidivtherapie.

 

Die NHL-BFM-Gruppe

Das erste Therapieprotokoll entstand bereits 1975 unter der Leitung von Herr Prof. Dr. Riehm (Berlin), Herr Prof. Dr. Kornhuber (Frankfurt) und Herr Prof. Dr. Schellong (Münster). Seither wird für nationale Studien der NHL-Gruppe die Bezeichnung BFM beibehalten.

Unter der Leitung von Herr Prof. Dr. A. Reiter zog die NHL-BFM Studienzentrale 1999 von Hannover nach Gießen an die Justus-Liebig-Universität. Seitdem befand sich die Leitung der Therapiestudie in den Räumen des Zentrums für Kinderheilkunde und Jugendmedizin des Uniklinikums Gießen-Marburg, wo Daten zur Diagnose, Therapie und Verlauf dokumentiert und ausgewertet werden. Auf diese Weise konnten in den zurückliegenden Jahren Erfahrungen gesammelt werden, die die Behandlungserfolge fortlaufend verbessert haben.

Im November 2011 übernahmen Frau PD Dr. B. Burkhardt (Münster) und Herr PD Dr. W. Wößmann (Gießen) die Leitung der NHL-BFM-Studiengruppe, womit eine Aufteilung der Studienzentrale auf zwei Standorte verbunden war. Als verantwortlicher Studienleiter betreut Herr Prof. A. Reiter weiterhin die abgeschlossenen Studien, die unter seiner Leitung initiierten wurden. Die neue Studiengruppenleitung betreut die Patienten des NHL-Registers und arbeitete an der Umsetzung neuer Studien.

Aktuell beteiligen sich ca. 100 Studienkliniken in Deutschland, Österreich, Schweiz und Tschechien am NHL-Register/den Studien.

Inzwischen hat sich eine fruchtbare internationale Kooperation fast aller europäischer Studiengruppen zur Behandlung der NHL des Kindes- und Jugendalters etabliert. Durch die intensive Mitwirkung der NHL-BFM-Gruppe werden Projekte zunehmend in Kooperation mit weiteren europäischen Ländern durchgeführt.