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TSM-Backup-Archiv-Client unter Linux

Download, Installation und Konfiguration des IBM-Tivoli Backup-Archiv-Client unter Linux

Zugangsdaten

In Zugang zum TSM-Server ist beschrieben, was Sie tun müssen, um die Zugangsdaten zum TSM-Server für einen Ihrer Rechner zu erhalten. Bitte beantragen Sie zuerst den TSM-Zugang bevor Sie den TSM-Klienten einrichten, da Sie die Zugangsdaten bei der Installation benötigen.

Download und Installation unter Debian und Ubuntu

Die Anforderungen an Ihren Linux-Rechner für den Einsatz des TSM-Klienten unter den Linux-Distributionen SLES und Red-Hat finden Sie in Linux x86/x86_64 Client Requirements. Andere Linux-Distributionen wie Debian und Ubuntu werden nur "bestmöglich" unterstützt, siehe:  TSM Linux Backup-Archive client "best effort" supported distributions. Ab Version 6.3 werden zudem nur noch Systeme mit 64-Bit-Prozessoren unterstützt.

Die neuesten Updates (Fix Packs) und die Patches (Interim Fixes) für die unterstützten Linux-Versionen der TSM-Klienten können Sie von Latest TSM Server and Client Downloads - Fix Packs and Interim Fixes herunterladen.

Bei einem Update des TSM-Klienten auf eine neue Version muss zuerst der alte TSM-Klient abgeschaltet und entfernt werden, siehe dazu die Anleitung weiter unten.

Der IBM-Tivoli Backup-Archive-Client für Linux-Betriebssysteme befindet sich auf dem FTP-Server ftp://ftp.software.ibm.com/storage/tivoli-storage-management/maintenance/client/. Wählen Sie mindestens die gleiche oder eine neuere Version wie auf dem TSM-Server aus, der derzeit die Version 6 Release 3 Update 4 verwendet. Bei 64-Bit-Betriebssystem können Sie die aktuelle Version 7.1.8 verwenden, die im Verzeichnis v7r1/Linux/LinuxX86/BA/v718 vorliegt. Verwenden Sie dabei als User root auf Ihrem Rechner und laden Sie die Datei mit dem Backup-Archive-Client 7.1.8.0-TIV-TSMBAC-LinuxX86.tar (>200 MByte!) z.B. mit dem Kommando wget in ein beliebiges Verzeichnis, z.B. in /tmp/tivoli.

Im oben genannten Verzeichnis finden Sie evtl. auch deutsche Sprachpakete.

Entpacken Sie die Tar-Datei in /tmp/tivoli mit dem Kommando

tar -xf 7.1.8.0-TIV-TSMBAC-LinuxX86.tar

Unter Debian und Ubuntu benötigen Sie noch zur Installation das Paket alien und für den graphischen Klienten dsmj das Paket ksh, die Sie mit

apt-get install alien ksh

installieren können. Konvertieren Sie danach die rpm-Pakete mit alien in Debian-Pakete mit Hilfe des Kommandos (das dauert einige Minuten)

for datei in *.rpm; do alien --script $datei; done

Installieren Sie nun die Debian-Pakete mit

dpkg -i *.deb
echo /usr/lib64 > /etc/ld.so.conf.d/tivoli.conf
ldconfig

Der dabei auftretende Fehler bei filepath ist harmlos und kann ignoriert werden. Lesen Sie dazu auch die Dateien 7.1.1.0-TIV-TSMBAC-LinuxX86.README.FTP und 7.1.1.0-TIV-TSMBAC.README_enu.htm sowie Tivoli Storage Manager-Clients für Sichern/Archivieren installieren (UNIX, Linux und Windows).

Konfiguration

Wechseln Sie nach der Installation in das Verzeichnis /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin und richten Sie dort die Konfigurationsdateien dsm.opt und dsm.sys ein. Bitte beachten Sie dabei, dass in diesen Dateien Kommentar-Zeilen mit einem Stern '*' in der ersten Spalte markiert werden und nicht mit dem üblichen Zeichen '#'!

Beispiel für Datei /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin/dsm.opt:

* SErvername       A server name defined in the dsm.sys file
  Servername SERVER2
* Domain bezeichnet die zu sichernden Dateisysteme
  Domain /home

Beispiel für Datei /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin/dsm.sys:

SErvername SERVER2
   COMMMethod         TCPip
   TCPPort            1500
   TCPServeraddress   backup2.hrz.uni-giessen.de
   Passwordaccess     generate
   Errorlogname       /var/log/dsmerror.log
   Errorlogretention  30
   Schedlogname /var/log/dsmsched.log
Schedlogretention 30
   Inclexcl /etc/adsm/inclexcl    Managedservices schedule

Regeln für eine lokale Firewall sind bei dieser Wahl der Optionen nicht erforderlich.

Bei  Rechnern des HRZ wird stattdessen in beiden Dateien  "Servername SERVER3" und in der Datei dsm.sys "TCPPort 1700" und "TCPServeraddress  Backup3.hrz.uni-giessen.de"  verwendet.

Erstellen Sie nun das Verzeichnis /etc/adsm und darin die Datei inclexcl für die Einschluss- und Ausschluss-Direktiven:

Beispiel für Datei /etc/adsm/inclexcl

include     *   standard
exclude.dir /.../.adobe/.../Cache
exclude.dir /.../.icedtea*/.../cache
exclude.dir /.../.java/.../cache
exclude.dir /.../.jpi_cache
exclude.dir /.../.mozilla/.../Cache
exclude.dir /.../.thunderbird/.../Cache
exclude     /.../lost+found/.../*
exclude     /.../RECYCLER/.../*
exclude     /.../save_sessions/.../*
exclude     /.../temp/.../*
exclude     /.../trader-cache/.../*
exclude     /.../Trash/.../*
exclude     .CPR
exclude     core
exclude     dsmsched.log
exclude     swapfile
exclude     vmcore.*
exclude     *~
exclude     *.bak
exclude     *.iso
exclude     *.vdi
exclude     *.vmdk

Erster Aufruf

Beim ersten Aufruf erfragt der TSM-Client die Zugangsdaten zum TSM-Server und speichert das TSM-Passwort in einer verschlüsselten Datei. Geben Sie dazu folgendes Komanndo ein:

dsmc q sess

Erst nach erfolgreicher Ausführung diese Kommandos kann der TSM-Client automatische Datensicherungen durchführen.

Automatische Sicherung

Damit die tägliche Sicherung der Daten automatisch erfolgen kann, muss beim Neustart des Rechners immer der Dienst dsmcad ('TSM Client Acceptor Daemon')  gestartet werden, der den Auftrag des TSM-Servers zur Durchführung der Sicherung entgegen nimmt. Dazu wird ein Start/Stop-Skript in /etc/init.d/dsmcad verwendet. Das vom TSM-Klienten mitgelieferte Skript funktioniert nicht unter den Debian und Ubuntu und muss durch die hier unter https://www.uni-giessen.de/cms/fbz/svc/hrz/svc/daten/sicherung/skripte/dsmcad herunterladbare Version ersetzt werden. Danach muss das Start/Stop-Skript in /etc/init.d/dsmcad ausführbar gemacht, in die Runlevel eingebunden und ausgeführt werden. Die Kommandos dazu sind:

cd /etc/init.d
wget -O dsmcad https://www.uni-giessen.de/cms/fbz/svc/hrz/svc/daten/sicherung/skripte/dsmcad
chmod 555 dsmcad
update-rc.d dsmcad defaults /etc/init.d/dsmcad start

Nun müssen Sie nur noch den TSM-Administrator per Mail informieren, dass Sie die Vorbereitungen abgeschlossen haben und somit die tägliche, automatische Datensicherung beginnen kann.

Probleme mit ungültigen Zeichen in Dateinamen

In der UTF8-Locale meldet die Sicherung Fehler bei Dateinamen mit ISO-Zeichen, aber umgekehrt geht in der ISO-Locale die Sicherung von Dateien mit UTF8-Zeichen im Namen ohne Probleme. Falls z.B. Dateinamen mit deutschen Umlauten oder Eszet im ISO-Zeichensatz verwendet werden, aber die ISO-Locale "de_DE" nicht eingerichtet ist, kann dies wie folgt nachgeholt werden.

Unter Ubuntu stehen die verwendeten Locale in "/var/lib/locales/supported.d/de". Die dort fehlende Locale "de_DE" wird wie folgt ergänzt:

echo 'de_DE ISO-8859-1' >> /var/lib/locales/supported.d/de
dpkg-reconfigure locales

Unter Debian muss in der Datei "/etc/locale.gen" bei der fehlenden Locale an entsprechender Stelle das Zeichen "#" weggenommen und anschließend das Kommando "locale-gen" aufgerufen werden. Alternativ kann die Locale auch bei dem Kommando "dpkg-reconfigure locales" interaktiv ausgewählt werden.

Anschließend muss noch in dem Start/Stop-Skript "/etc/init.d/dsmcad" die Verwendung der Locale "de_DE" mit der folgenden Zeile aktiviert werden:

export LANG=de_DE

Rotieren der Log-Dateien

Damit die Log-Dateien nicht ständig größer werden, sollten die folgenden Anweisungen zum täglichen "Rotieren" der Logfiles und zu ihrem Löschen nach 31 Tagen in der Datei "/etc/logrotate.d/tsm" gespeichert werden:

/var/log/dsmerror.log /var/log/dsmsched.log {
	compress
	daily
	dateext
	delaycompress
	maxage 31
	missingok
	rotate 31
	create 640 root adm
}

/var/log/dsmwebcl.log {
	compress
	daily
	dateext
	delaycompress
	maxage 31
	missingok
	rotate 31
	create 640 root adm
	postrotate
		/etc/init.d/dsmcad restart > /dev/null
	endscript
}

Sie bewirken, dass für jeden Tag eine Log-Datei mit angefügter Nummer des Tages jeweils für cirka einen Monat aufgehoben wird. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass die Log-Dateien nicht jeden Tag erneut in die Datensicherung aufgenommen werden, da sich ihr Name nur einmal ändert.

Upgrade und Deinstallation

Vor einem Upgrade sollte die alte Version entfernt werden. Dazu muss mit

/etc/init.d/dsmcad stop

der Dienst angehalten werden. Danach können die Pakete entfernt werden. Die Namen der betroffenen Pakete erhält man mit

dpkg -l | egrep 'tivsm|gsk'

und das Entfernen der Pakete kann dann erledigt werden mit

dpkg -l | egrep 'tivsm|gsk' | awk '{print $2}' | xargs dpkg -r

Sichern von Datenbanken

MySQL-Datenbanken, die die InnoDB verwenden, lassen sich normalerweise nicht direkt sichern. Stattdessen muss mit dem Kommando "mysqldump" ein Dump der Datenbank erstellt werden und dieser gesichert werden. Dazu kann z.B. bei einer Datenbank mit dem Namen "hugo" folgender Cronjob verwendet werden, um täglich komprimierte Mysql-Dumps im Verzeichnis "/home/mysql-dumps" zu erstellen:

2 0 * * * /usr/bin/mysqldump --events hugo | gzip -4 > /home/mysql-dumps/hugo.sql.gz
4 0 * * * /usr/bin/mysqldump --events mysql | gzip -4 > /home/mysql-dumps/mysql.sql.gz

Außerdem sollte dann das Verzeichnis "/home" in der Domänen-Liste der Datei "dsm.opt" stehen und in der Datei "inclexcl" mit den Ausschlußkriterien sollte

exclude /var/lib/mysql/ib*

eingetragen werden, damit nicht u.U. mehrfach vergeblich eine Sicherung der Dateien für die InnoDB versucht wird, wodurch nur unnötiger Aufwand verursacht würde.