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Artikelaktionen

Soziale Ungleichheit und Geschlecht

Mission Statement

Soziale Ungleichheit, bezogen auf Geschlecht, soziale Herkunft, Ethnizität, Religion, Behinderung, Alter, sexuelle Identität u.a., beschreibt ein zentrales Problemfeld moderner demokratischer Gesellschaften. Trotz des Gleichheitsversprechens, das in der Französischen Revolution gegeben und seitdem immer wieder emphatisch bekräftigt wurde, sind moderne Gesellschaften durch eine sich stets (aktuell nachweislich) auch verstärkende Reproduktion sozialer Ungleichheit gekennzeichnet. Nach Einkommen, Bildungsstand, Herkunftsmilieus, nach ökonomischem, sozialem und kulturellem Kapital, sind die Partizipationschancen ungerecht verteilt. Pädagogische, politische, juristische und ökonomische Strategien sollten in Demokratien maßgeblich zur Reduzierung von Ungleichheiten beitragen; Konzepte der Heterogenität sind in den vergangenen Jahren dafür prominent geworden.

Gerade das Geschlechterverhältnis ist ein besonders aussagekräftiges Beispiel für eine zentrale Ungleichheitsdimension, die bis heute in den Tiefenstrukturen moderner Gesellschaften verankert ist, an der Oberfläche jedoch seltener als (noch) relevant wahrgenommen wird. Am Themenfeld Gender wird deutlich, wie subtil und für die Subjekte selbst meist nicht unmittelbar erkennbar Ungleichheit produziert und aufrechterhalten wird. Dennoch haben in jüngster Zeit auch sexistische und Gender-Studies-kritische Diskurse (wieder) stark zugenommen, wodurch Geschlechterungleichheiten heute schärfer als noch vor wenigen Jahren hervortreten. Fast scheint es so, als wären die subtilen Ungleichheiten gegenüber den offenen auf dem Rückzug. Gleichzeitig verschränkt sich die Dimension Geschlecht systematisch mit anderen Ungleichheitsdimensionen. Das Konzept der Intersektionalität ist eine der möglichen konzeptionellen Antworten zur Erfassung dieser komplexen (sich gegenseitig relativierenden und/oder verstärkenden) Zusammenhänge.

 

Aktuelle Veranstaltungen

 

ÖFFENTLICHE VORTRÄGE UND DISKUSSION

Ernährung als Thema von Stadtpolitik – zwischen Entpolitisierung und der Rückeroberung von Handlungsmacht

 

In zahlreichen Städten und Gemeinden reklamieren zivilgesellschaftliche Initiativen und die kommunale Politik und Verwaltung ernährungspolitische Handlungsmacht. Sie regen ein Umgestalten des Ernährungssystems an: hin zu nachhaltigen Wirtschaftskreisläufen und demokratisch legitimierten ernährungspolitischen Entscheidungen. Die Veranstaltung „Ernährung als Thema von Stadtpolitik – zwischen Entpolitisierung und der Rückeroberung von Handlungsmacht“ widmet sich den Möglichkeiten und Herausforderungen lokaler Ernährungspolitik.

 

Jana Baldy, Soziologin an der Universität Freiburg, wirft einen Blick auf die Rolle von Kommunen, die sich eine nachhaltige Gestaltung ihrer lokalen Ernährungssysteme zum Ziel gesetzt haben. Sie zeigt, wie Ernährung auf kommunaler Ebene problematisiert wird, welche Lösungsansätze gesehen werden und welche Herausforderungen partizipative Prozesse mit sich bringen. Karen Schewina, Kulturanthropologin an der Universität Frankfurt. fragt, welche ernährungspolitischen Instrumente den Kommunalpolitiker*innen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen zur Verfügung stehen. Mit einem Schwerpunkt auf Ernährungsräten gibt sie Einblicke aus ihrer Forschung zu kommunaler Ernährungspolitik in Frankfurt, Wien und Amsterdam.

 

Veranstalterin: Sektion Soziale Ungleichheit und Geschlecht im Gießener Graduiertenzentrum Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften

Moderation:

Dr. Marie Reusch, Forschungsgruppe Demokratie, Geschlechter- und Naturverhältnisse Gießen (DGNG)

 

Montag, 9. Dezember 2019

18-20 Uhr

Ludwigstr. 23, 35039 Gießen

Raum 315

 

CALL FOR PAPERS

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FORSCHUNGSTAG
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LEKTÜREKREIS

Wenn ihr mitlesen und -diskutieren möchtet oder euch den Lektürekreis einfach mal anschauen möchtet, seid ihr sehr herzlich willkommen. Bitte wendet euch doch kurz per Mail an , wenn ihr dabei sein möchtet. 

 

SEKTIONSTREFFEN

Alle Interessierten sind herzlich zu unseren Treffen eingeladen! Wenn Sie teilnehmen möchten und noch kein Sektionsmitglied sind oder Fragen zur Sektionsarbeit haben, wenden Sie sich bitte an Herrn Dominik Wagner.

Das nächste Sektionstreffen findet am 27.06. ab 16 Uhr (s.t.) statt.