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Einstellungen von Mediziner*innen zum Schwangerschaftsabbruch. Eine qualitative Studie.

Allgemeine Informationen
  • Bearbeiterin: Dr. Alicia Baier
  • Institut / Universität: Institut für medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft, Charité Berlin
  • Art des Qualifikationsprojekts: unabhängiges Forschungsprojekt
Abstract

Hintergrund

Der Schwangerschaftsabbruch ist ein medizinischer Eingriff und in Deutschland zugleich ein Straftatbestand. Gerichtsprozesse gegen Ärzt*innen, die über Schwangerschaftsabbrüche informieren, beschäftigen derzeit Medien, Politik und Gesetzgebung. Kontroverse Inhalte, die uns als Gesellschaft beschäftigen, beeinflussen auch persönliche Überzeugungen von Ärzt*innen und damit ärztliches Handeln. Die Ansichten heutiger Mediziner*innen zum Thema Schwangerschaftsabbruch sind umso interessanter vor dem Hintergrund, dass sich in Deutschland die Anzahl von Einrichtungen, die Abbrüche durchführen, fast halbiert hat. Dies führt in einigen Regionen Deutschlands bereits zu Versorgungslücken.

Forschungsstand

Wie Christine Czygan und Ines Thonke (in: Busch/ Hahn „Abtreibung: Diskurse und Tendenzen", transcript 2015) feststellen, gibt es zu den Einstellungen von Ärzt*innen zum Schwangerschaftsabbruch keine aktuellen Studien. Dies hat sich - Stand 2020 - nicht geändert. Die letzte durchgeführte Studie zum Thema stammt aus der Zeit der deutschen Wiedervereinigung und untersucht die Einstellungen von Ärzt*innen zum Schwangerschaftsabbruch im Ost-West-Vergleich („Arzt und Schwangerschaftsabbruch“ von Ulrike Busch, 1991).

Projektbeschreibung

Um angesichts der aktuellen Debatte und der Versorgungsengpässe mehr über die Perspektiven von Mediziner*innen zu erfahren, gründete sich 2017 das Forschungsprojekt MeGySa (Medizinstudierende und Gynäkolog*innen zum Schwangerschaftsabbruch). In semistrukturierten Interviews untersucht es die medizinstudentische und ärztliche Perspektive auf den Schwangerschaftsabbruch, vorwiegend bis zur 12. Schwangerschaftswoche nach der Beratungsindikation.

Erkenntnisgewinn

Angesichts des starken Rückganges von Ärzt*innen, die Abbrüche durchführen, wird die Bereitstellung eines ausreichenden Versorgungsangebots und die Analyse von Barrieren eine drängende Frage der kommenden Jahre werden. Das Forschungsprojekt MeGySa möchte erste Antworten auf die Frage finden, warum sich immer mehr Ärzt*innen gegen die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen entscheiden und welche Faktoren für ein besseres Versorgungsangebot sinnvoll sind.