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Rechtliche Elternschaft und Geschlecht. Verfassungsrechtliche Bewertung der Konstruktion von Geschlecht durch Abstammungsrecht

Allgemeine Informationen
  • Bearbeiterin: Theresa Anna Richarz, Juristin, MOM-Projekt, Hildesheim
  • Institut / Universität: Johannes Gutenberg Universität Mainz
  • Erst- und Zweitbetreuer*innen: 
    Prof. Dr. Friederike Wapler, Lehrstuhl für Rechtsphilosophie und Öffentliches Recht, Johannes-Gutenberg Universität Mainz

    Prof. Dr. Kirsten Scheiwe, Institut für Sozial- und Organisationspädagogik, Universität Hildesheim

  • Art des Qualifikationsprojekts: Juristische Promotion

Autorinnenkontakt

Abstract

Meiner Arbeit liegt folgende Initialbeobachtung zugrunde: Einerseits ist eine Liberalisierung des rechtlichen Geschlechtsbegriffs zu beobachten, etwa durch die Anerkennung einer dritten Geschlechtsoption oder die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Staatlicher Auftrag scheint zunehmend der Schutz individueller Freiheit statt die Durchsetzung hegemonialer geschlechtlicher Normen zu sein. Andererseits ist rechtliche Elternschaft nach wie vor auf die heterosexuelle Kleinfamilie beschränkt. Mutter eines Kindes ist die Frau, die es geboren hat, Vater der Mann, der mit ihr verheiratet ist, das Kind anerkannt hat oder dessen Vaterschaft genetisch festgestellt ist. Die rechtliche Familie ist eine „sexuelle Familie“, die sich im Grundsatz nach der Beziehung der Eltern zueinander ausrichtet. Mit dem Rückgang ehelicher Verbindungen hat die Betonung der genetischen Beziehung des zweiten Elternteils zum Kind zugenommen. Diese Bionormativität rechtlicher Elternschaft geht mit einem heteronormativen Verständnis familiärer Beziehungen einher und (re)etabliert ein biologistisches Verständnis von Geschlecht.

Meine Arbeit besteht aus zwei Teilen: Im ersten untersuche ich Sinn und Zweck der rechtlichen Regelung von Elternschaft und bewerte insbesondere die Bedeutung der genetischen Verbindung für die rechtliche Zuordnung als Elternteil. Im zweiten untersuche ich, wie die aktuelle Rechtslage im Hinblick auf queere Familien verfassungsrechtlich zu bewerten ist und ordne die Rolle des Rechts für Herstellung und Aufrechterhaltung einer bestimmten Familien- und Geschlechternorm ein.