Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Artikelaktionen

„Entwicklungen von Pränataldiagnostik und ihr Einfluss auf die Beratungssituation in gynäkologischen Praxen aus ärztlicher Perspektive“

Eine explorative Studie zu der ärztlichen Perspektive auf die Beratungssituation in gynäkologischen Praxen.
Allgemeine Informationen
  • Bearbeiter*in: Taleo Stüwe, Mediziner*in
  • Institut / Universität: Universität zu Köln, Medizinische Fakultät, Forschungsstelle Ethik
  • Betreuer*innen: Erstbetreuerin: Prof. Dr. Christiane Woopen (Forschungsstelle Ethik, Universitätsklinikum Köln), Zweitbetreuerin: Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann (Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe)

  • Art des Qualifikationsprojekts: Promotion
Abstract

Niedergelassene Gynäkolog*innen führen im Rahmen der Schwangerschaftsbetreuung Pränataldiagnostik (PND) durch, klären schwangere Personen und ihre Partner*innen auf und beraten sie. Dieser Handlungsraum unterliegt einem ständigen Wandel durch äußere Einflüsse.

Das Dissertationsprojekt befasst sich mit den medizintechnischen Möglichkeiten und den rechtlichen Rahmenbedingungen im Bereich der PND. Es wird der Einfluss dieser Entwicklungen auf die ärztliche Beratung zu PND im Rahmen der Schwangerschaftsbetreuung in gynäkologischen Praxen untersucht.  Hierbei liegt der Fokus auf der Darstellung der ärztlichen Perspektive auf die Beratungssituation.

Das Spektrum der diagnostischen Verfahren ist stetig größer geworden. Einst eingeführt zur Kontrolle der fetalen Entwicklung und Gesundheit, erweitert um Angebote für werdende Eltern mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für genetische Besonderheiten, ist PND zu einem integralen Bestandteil der Schwangerschaftsbetreuung geworden. Mit dem Zuwachs diagnostischer Möglichkeiten nimmt auch der Beratungsbedarf seitens schwangerer Personen zu.

Seit 2012 sind die Nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) als IGEL (individuelle Gesundheitsleistung) in Deutschland auf dem Markt. 2019 beschloss der Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) die NIPT auf die Trisomien 13, 18 und 21 in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufzunehmen. Mit welchen Chancen und Herausforderungen sehen sich Ärzt*innen durch das Aufkommen der NIPT in ihrer beratenden und behandelnden Tätigkeit konfrontiert?

Im Jahr 2010 wurden das Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG) novelliert und das Gendiagnostikgesetz (GenDG) eingeführt. Hierdurch besteht eine neue rechtliche Grundlage für die ärztliche Beratung vor und nach der Durchführung von PND. Wie gehen niedergelassene Gynäkolog*innen mit den Vorschriften und Empfehlungen zur Beratung um und wie bewerten sie diese? Ist der geforderte Beratungsumfang und -inhalt im Praxisalltag leistbar?

Die entsprechenden Auswirkungen auf die konkrete Beratungssituation sind bislang noch nicht umfassend wissenschaftlich erforscht. Die Arbeit soll einen Beitrag leisten, diese Lücke ein Stück weit zu schließen.

Den analytischen Rahmen bildet zum einen die medizinethische Einordnung ärztlicher Beratung zu PND im Kontext der Schwangerschaftsbetreuung als professionsspezifische Aufgabe. Zum anderen werden die medizintechnischen Möglichkeiten der PND vorgestellt sowie die diesbezüglich geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen evaluiert.

Um den oben gestellten Fragen nachzugehen, wurden 20 qualitative Expert*inneninterviews geführt. Diese Datenerhebung fand in gynäkologischen Praxen im Land Bremen statt. Die Auswertung erfolgt nach wissenschaftlichen Standards der qualitativen Inhaltsanalyse nach Gläser und Laudel.