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Am 25.09.2019 fand der Workshop "Medical Training in Theorie und Praxis" statt

Am 25.09.2019 fand auf dem Campus Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen der Workshop „Medical Training in Theorie und Praxis“ für Auszubildende Tierpflegerinnen und Tierpfleger statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Professur für Versuchstierkunde und Tierschutz mit dem Schwerpunkt Refinement und dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, unter der Schirmherrschaft der Landestierschutzbeauftragten Hessens, Frau Dr. Madeleine Martin, angeboten.

Katja Frey beim Training

 

Nach einer Begrüßung durch Frau Prof. Dr. Stephanie Krämer wurden den 15 Auszubildenden aus ganz Hessen im Rahmen der Veranstaltung die Grundlagen des Medical Trainings von der Tierärztin Frau Katja Frey vermittelt.

Im Medical Training wird mittels klassischer und operanter Konditionierung die Akzeptanz und die Mitarbeit des Tieres bei zum Teil unangenehmen Behandlungen trainiert. Dabei steht ein kleinschrittiger Aufbau des gewünschten Verhaltens im Mittelpunkt.

Dieses Wissen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der anschließenden Praxiseinheit mit Hunden, die ebenfalls von Frau Frey angeleitet wurde, anwenden.

Der darauffolgende theoretische Einblick in das Training von Hühnern wurde von Frau Dr. Rabea Christmann referiert, gefolgt von der Tierärztin Frau Dr. Franziska Kuhne, die die Besonderheiten des Medical Trainings bei Pferden und Katzen beleuchtete.

Im Anschluss daran konnten die Auszubildenden dieses erlangte Wissen in einer praktischen Übung mit Katzen umsetzen.

Zum Abschluss berichtete die Tierärztin Frau Lea Benner über die Besonderheiten des Trainings von Labornagern. Diese Einheit wurde durch Verhaltensbeobachtungen von Mäusen unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Stephanie Krämer abgeschlossen.

Im Bild rechts: Frau Frey gibt Hilfestellung beim Training der Akzeptanz der Berührung der Pfote. Dies ist eine wichtige Vorübung für weitere Untersuchungen oder das Krallenschneiden.

 

 

 

Für die Praxiseinheiten konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowohl ihre eigenen Tiere mitbringen als auch mit denen von Frau Frey trainieren.

Nach dem 3R-Prinzip von Rusell und Burch sollen Tierversuche nach Möglichkeit durch Alternativverfahren ersetzt werden (Replacement). Wenn dies nicht zu realisieren ist, soll die Zahl der eingesetzten Tiere so gering wie möglich gehalten werden (Reduction) und die Belastung dieser durch Vermeidung von Schmerzen und Leiden auf ein Minimum reduziert werden (Refinement).

Medical Training führt über die Anwendung von positiver Verstärkung zu einer Kooperation des Patienten, wodurch die trainierten Tiere einen Stressabbau erfahren und das Arbeiten von Mensch und Tier sicherer und effizienter wird. Die daraus resultierende Belastungsminimierung macht deutlich, dass Medical Training eine Refinement-Methode ist, die auf alle Spezies übertragen und angewendet werden kann. Ihre Nutzung erstreckt sich von der Praxis über die Versuchstierkunde bis in den privaten Bereich. Im Sinne der 3R-Education ist es von herausragender Bedeutung, die Etablierung von Medical Training in allen Arbeitsbereichen sicherzustellen und die Methode an die nachfolgende Generation weiterzugeben. So wird eine nachhaltige Implementierung des Trainings im Alltag der mit Tieren arbeitenden Zielgruppe erreicht, sodass letztlich das 3R-Konzept nach Russell und Burch eine dauerhafte Verbreitung und Umsetzung erfährt.

 

Teilnehmerinnen trainieren das Bürsten des Hundes

Teilnehmerinnen trainieren das Bürsten des Hundes.

 

Katze im Training

Die Teilnehmer bei einem Zwischenschritt im Training zum Krallenschneiden: Das Berühren der Pfote mit der Krallenschere.