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Carolin Borchardt

Mein Name ist Carolin Borchardt, geboren 1987. Ich habe zunächst einen Bachelor of Arts Neuere Fremdsprachen und Fremdsprachendidaktik an der JLU studiert (2008-2012) mit den Hauptfächern Englisch und Spanisch und im Anschluss direkt den Master of Arts Neuere Fremdsprachen und Fremdsprachendidaktik mit den Hauptfächern Englisch und Deutsch als Fremdsprache (2012 - 2014). Im Januar 2015 startete ich als Sales Trainee bei der Berlitz Deutschland GmbH am Standort Dortmund, wo ich ab Juli 2015 die Position des Center Coordinators übernahm. Meine Aufgabengebiete waren: Beratung und Verkauf der Weiterbildungsangebote für Privatkunden sowie im geförderten Bereich, Kundenbetreuung, Sicherstellung der Centerabläufe, Koordination des Kundenserviceteams und Vertretung der Centerdirektorin in allen Belangen. Zum Juni 2017 wechselte ich an den Standort in Düsseldorf und übernahm dort die Position der stellvertretenden Centerdirektorin. Hier waren meine Aufgabengebiete: Beratung und Verkauf der Weiterbildungsangebote für Privatkunden sowie im geförderten Bereich, Kundenbetreuung, Hauptansprechpartnerin in Vertretung für den Centerdirektor für alle lokalen Entscheidungen,  Entwicklung und Führung des lokalen Kundenserviceteams, direkte Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen zur Sicherstellung der reibungslosen Durchführung aller Aufträge, Umsetzung lokaler Marketingmaßnahmen, Recruitment von Lehrkräften und sonstigen Mitarbeitern. 


Frau Borchardt, Sie haben an der JLU sowohl den Bachelor als auch den Master in „Neuere Fremdsprachen und Fremdsprachendidaktik“ absolviert. Wie kam es dazu, dass Sie sich für diesen Studiengang entschieden haben?


Ich habe mich nach dem Abitur entschieden, als AuPair für ein Jahr in die USA zu gehen, um meine Englischkenntnisse zu verbessern und vor dem Beginn eines Studiums noch mehr Erfahrungen sammeln zu können. Während dieses Auslandsaufenthalts wurde mir schnell klar, dass ich Englisch studieren und mit Fremdsprachen arbeiten möchte. Zunächst begann ich das Studium Moderne Fremdsprachen und Wirtschaft, wechselte jedoch nach zwei Semestern in den Bereich Didaktik, da ich feststellte, dass ich eine große Affinität und Freude an der Thematik des Unterrichtens und Lehrens, insbesondere von Fremdsprachen, habe. Diese bezog sich vermehrt auf den theoretischen und wissenschaftlichen Bereich, als auf die praktische Ausübung des Unterrichtens. Ich empfand den Studiengang als für mich sehr gut geeignet um mir viel Wissen und Theorie zum Fremdsprachenlehren und -Lernen anzueignen und ich wusste sehr früh, dass ich im Bereich der Erwachsenenbildung arbeiten möchte.


Wie hat Ihnen Ihr Studium an der JLU gefallen?


Mein Studium hat mir sehr gut gefallen. Wir waren eine sehr kleine Studentengruppe in diesem Studiengang, was sicherlich hier und da dazu führte, dass das Angebot von Seminaren insbesondere im Bereich der Erwachsenenbildung noch nicht so ausgeprägt war. Doch ich konnte meine Interessensgebiete sehr gut decken und war auch mit der Qualität der Seminare immer sehr zufrieden. Insbesondere die Kompetenzen der Dozentinnen und Dozenten in der Anglistik habe ich stets als herausragend empfunden. Ich brachte mich zügig auch im englischen Fachbereich ein und übernahm Verantwortung als studentische Hilfskraft bei mehreren Professorinnen und Professoren. So konnte ich mein Studium mit weiteren wertvollen Erfahrungen anreichern und auch für den späteren Berufseinstieg schon gute Vorbereitungen treffen.


Sie haben für Ihren Berufseinstieg zunächst ein Trainee bei Berlitz Deutschland GmbH absolviert. Wie ist dieses Traineeprogramm aufgebaut gewesen?


Das Traineeprogramm bei Berlitz startet grundlegend mit einer umfassenden Einarbeitung in alle wesentlichen Bereiche des Centerablaufs. In der Regel dauert dieses Traineeprogramm mindestens ein Jahr, in welchem man in unterschiedlichen Centern und auch Fachbereichen (wie Firmenbetreuung oder Center Koordination) eingesetzt wird. So kann Berlitz die Stärken und auch Schwächen, aber insbesondere auch die Interessen eines Trainees besser identifizieren, bevor man den weiteren Einsatz des Trainees plant. Bei Berlitz ausgebildete Trainees sind umfassend geschult. Neben der Einarbeitung in den Centern durchlaufen sie auch ein sogenanntes Kompakteinstiegstraining. Mehrere Mal werden sie wochenweise in Trainings zu den Themen Verkauf, Kundenbetreuung, Firmenkunden, Behördengeschäft und weiteren speziellen Bereichen durch die Inhouse Academy ausgebildet, in der Regel direkt zu Beginn ihres Traineeprogramms, jedoch mit zeitlichem Abstand um konstant das Geschehen in den Centern mit zu gestalten. An den Centern werden die Trainees direkt mit in den Verkauf der Weiterbildungen eingesetzt sowie in alle Belange des Centermanagements mit eingebunden.


Inzwischen arbeiten Sie als Assistant Center Director bei Berlitz Deutschland GmbH. Wie kann man sich diese Position vorstellen? Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?


An größeren Centern, wozu das Düsseldorfer zählt, gibt es neben dem Centerdirektor in der Regel einen Stellvertreter. Da der Direktor des Düsseldorfer Centers noch andere Aufgabengebiete auf Landesebene betreut, ist es meine Aufgabe lokal als Hauptansprechpartnerin zu fungieren. Ich fälle jeden Tag Entscheidungen über Kundenvorgänge sowie wirtschaftlicher Natur (also beispielsweise welche Kurse wie organisiert oder angeboten werden, was die Zahlen des Centers angeht). Weiterhin führe ich das lokale Team, bestehend aus Customer Service MitarbeiterInnen, freiberuflichen TrainerInnen und StudienberaterInnen.  Hierbei ist es meine Aufgabe dafür zu sorgen, dass das Team die nötigen Kenntnisse erhält um seinem Arbeitstag mit den anfallenden Anforderungen sehr gut zu begegnen. Regelmäßige Meetings sowie auch Workshops oder Trainings sind hierbei wichtig, um das Team grundlegend und konstant weiter zu entwickeln. Weiterhin berichte ich an die Distriktdirektorin und stehe gemeinsam mit dem Direktor für die Zahlen des Centers Rede und Antwort; so beschäftige ich mich auch viel mit den Financial Summaries, Kosten und Einnahmen des Centers und entwickle gemeinsam mit dem Direktor Strategien und Pläne für die Umsetzung der Maßnahmen des Centers. Etwa 50% meiner Tätigkeit besteht aus der Beratung und dem Verkauf von unseren Produkten. Hierbei legen wir bei Berlitz sehr viel Wert auf eine persönliche Betreuung und so werden die Interessenten grundlegend zu Beratungen im Center eingeladen. Weiterhin ist es dann natürlich auch meine Aufgabe als Verkäuferin, mich um meine Kunden zu kümmern und den Kontakt zu pflegen.


Welche Qualifikationen und Fähigkeiten sind für Ihre Arbeit nötig und hilfreich?


Für meine tägliche Arbeit benötige ich ausgeprägte Personalführungskompetenzen. Hierin wurde ich durch Berlitz auch weitergebildet. Weiterhin sollte man Geduld und eine sehr gute Strukturiertheit und Selbstorganisation mitbringen. Darüber hinaus ist eine ausgeprägte Kundenorientierung ganz wesentlich für den Erfolg in meiner Position, was natürlich auch mit einer guten Arbeit als Verkäuferin einhergeht. Des Weiteren ist Flexibilität und Stressresistenz ebenfalls hilfreich, um der sich ständig neu entwickelnden Dynamik bei der Arbeit mit Menschen positiv zu begegnen.


Welchen persönlichen Rat haben Sie für Gießener Studierende?


Ich habe meinen Traumjob gefunden, und das könnt ihr auch!

Bleibt dran und gebt alles, denn es lohnt sich! Natürlich ist nicht alles immer leicht oder möglich, aber schaut über den Tellerrand und überlegt schon während eures Studiums, wie ihr euren Berufseinstieg bestmöglich vorbereiten könnt. Ich habe meinen Traumjob gefunden, und das könnt ihr auch! 


Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!


Das Interview wurde im Juni 2019 geführt.