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Frank Lamping

 

Mein Name ist Frank Lamping und ich wurde 1984 geboren. Ich habe von 2005 bis 2011 an der JLU Mathematik auf Diplom studiert. Von 2011 bis 2015 habe ich dann im Bereich der Numerischen Mathematik promoviert. Seit Anfang 2016 bin ich in Wetzlar bei Hexagon Manufacturing Intelligence als Software-Entwickler im Bereich Firmware angestellt.


Herr Lamping, Sie haben in Gießen Mathematik studiert und anschließend an der JLU
promoviert und als wissenschaftlicher Mitarbeiter gearbeitet. Warum haben Sie sich
für diesen Studiengang entschieden? Was fasziniert Sie an der Mathematik?


Weiterhin ist es sehr spannend wie die Welt durch mathematische Modelle oft sehr exakt beschrieben werden kann.

Ich habe mich damals für den Studiengang Mathematik entschieden, weil diese mir schon zu Schulzeiten am meisten Spaß gemacht hat und sie aufgrund der unterschiedlichen Anwendungsbereiche sehr vielseitig ist. Faszinierend finde ich vor allem, dass es in der Mathematik wirklich richtig und falsch gibt, im Gegensatz zu den meisten anderen Wissenschaften. Weiterhin ist es sehr spannend wie die Welt durch mathematische Modelle oft sehr exakt beschrieben werden kann.


Wie hat Ihnen Ihr Studiengang und generell das Studium an der JLU gefallen?


In der Mathematik waren die Studentenzahlen sehr überschaubar und daher war das ganze Studium sehr familiär. Das hat mir sehr gut gefallen. Einmal habe ich aufgrund eines spontanen Urlaubs zwei Wochen Vorlesung verpasst, was natürlich direkt aufgefallen ist. Der Professor hat dann extra für mich eine kurze Zusammenfassung gemacht, was bei größeren Studentenzahlen vermutlich nicht möglich ist.


Während Ihres Studiums haben Sie bereits praktische Erfahrungen durch ein Praktikum und als freier Mitarbeiter gesammelt. Inwiefern haben Ihnen diese Erfahrungen beim Berufseinstieg geholfen?


Ich konnte mit dem Praktikum schon während meines Studiums einen wichtigen Grundstein legen, um den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern.

Vermutlich waren das die wichtigsten Erfahrungen während meines Studiums, da sie mir gezeigt haben, in welchem Bereich ich vertiefen möchte und was ich später mit meinem Studium anfangen kann. Mathematiker werden zwar überall gebraucht, aber das genaue Arbeitsumfeld und die Aufgaben werden oft nicht konkret definiert. Außerdem geht es im Berufsleben weniger um die reine Mathematik, sondern mehr um die durch das Studium vermittelte Fähigkeit des analytischen Denkens.

Das Praktikum gab mir eine grobe Vorstellung von dem, was im Berufsleben auf mich zukommt. Ich konnte mit dem Praktikum schon während meines Studiums einen wichtigen Grundstein legen, um den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern.


Wie haben Sie Ihre aktuelle Stelle gefunden und wie war der Bewerbungsablauf?


Meine aktuelle Stelle habe ich über einen ehemaligen Studenten aus einer meiner Übungen gefunden. Ich hatte ihm Jahre vorher, als er auf Jobsuche war, eine Stellenausschreibung von Hexagon weitergeleitet, welche bei uns im Lehrstuhl aushing. Als ich dann mit meiner Dissertation fertig war, hat er wiederum an mich gedacht und mir eine Stellenausschreibung weitergeleitet. Heute sitzen wir im selben Büro und arbeiten täglich zusammen.
Ich habe ein Bewerbungsschreiben an Hexagon geschickt und wurde danach zu zwei Bewerbungsgesprächen eingeladen. Beide Seiten haben gemerkt, dass es passt und danach wurden noch die vertraglichen Rahmenbedingungen geklärt.


Welche persönlichen Herausforderungen ergaben sich bei Ihnen im Berufseinstieg?


Am Schwierigsten fand ich den Umstieg auf einen geregelten Arbeitstag, dies kannte ich so von der Uni nicht. Dort waren die Arbeitszeiten wesentlich flexibler und man war mehr sein eigener Chef. Weiterhin kannte ich das Arbeiten in einem großen Team und an einem so komplexen Produkt bisher nicht. An der Uni war das alles überschaubarer und wesentlich ruhiger.


Momentan arbeiten Sie als Softwareentwickler bei Hexagon Manufacturing Intelligence. Wie kann man sich diese Position vorstellen? Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?


Ich programmiere zusammen im Team die Steuerung eines Koordinatenmessgeräts. Meine speziellen Themen sind die Temperaturkompensation und die Bahnplanung der Maschine.
Mein Tag startet meistens mit Mails Lesen und dem Planen der einzelnen Tagesaufgaben. In der Regel arbeiten wir in größeren Projektteams und die einzelnen Aufgaben sind bereits grob im Voraus geplant. Es kann aber auch vorkommen, dass man spontan ein akutes Kundenproblem lösen muss, dann bleibt für den eigentlichen Tagesplan meist nur wenig Zeit.


Welchen persönlichen Rat haben Sie für Gießener Studierende?


Generell sollte man das Studieren, wozu man Lust hat und was einem Spaß macht. Man sollte aber auch frühzeitig im Studium ausloten, wo man später mit seinem Studium unterkommen kann. Durch diese Erkenntnisse können die Weichen für den passenden Jobeinstieg gestellt werden.


Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!


Das Interview wurde im Juli 2019 geführt.