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Oliver Lohrengel

Oliver Lohrengel, 1973 geboren in Hessen, aufgewachsen in Niedersachsen, absolvierte an der Justus-Liebig-Universität Gießen sein Studium der Agrarwissenschaften mit Fachrichtung Umweltsicherung und Entwicklung ländlicher Räume (jetzt Umweltmanagement) zum Diplom-Agraringenieur.

Sein Studienschwerpunkt lag im Bereich des Ressourcenmanagements mit seiner Diplomarbeit zu dem Thema: „Vergleichende Untersuchung der Schwermetallaufnahme von Spinat in Abhängigkeit von differenzierten Böden und Bodenbearbeitungssystemen nach Applikation von Kompost und Klärschlamm.“ Während des Studiums engagierte er sich in der Fachschaft des Fachbereiches.

Nach seinem Abschluss fing Lohrengel Anfang 2002 als Produkt- und Projektmanager bei der GFR mbH in Würzburg an. Der Tätigkeitsbereich umfasste die Bereiche Vertrieb und Produktion von Düngemitteln, sowie verschiedene Projekte im Bereich Entsorgung und Verwertung. Im Jahr 2008 kam die Verantwortung für den Bereich IT hinzu.

In seiner Tätigkeit engagiert sich Oliver Lohrengel für die nährstoffliche Nutzbarmachung von Nebenprodukten und Produktionsresten aus verschiedensten technischen und industriellen Prozessen, deren sinnvollen Einsatz in der Landwirtschaft und damit für das Schließen von Stoffkreisläufen.

Ein derzeit aktuelles Thema ist die Schwefeldüngung im ökologischen Landbau mit Naturgipsen. Mit Pflanzenbauversuchen und dem engen Kontakt zu Verbänden und Beratern wird aktuell der Geschäftsbereich um eine neue Facette erweitert. "Ich setze mich dafür ein, Schnittstellen der Kreislaufwirtschaft und der ökologischen Landwirtschaft aufzuzeigen. Wenn wir für die Zukunft diese Schnittstellen erkennen und über dogmatische Grenzen hinausgehen, werden der Ökolandbau, die Wirtschaft und Deutschland in Zukunft signifikant profitieren.“

 


Herr Lohrengel, Sie haben an der JLU Umweltmanagement und Agrarwissenschaften studiert. Wie kam es zu dieser Entscheidung?


Durch mein Interesse an der Natur und meinen Zivildienst im Umweltamt (untere Naturschutz-, Abfall- und Abwasserbehörde) waren schon Grundlagen da. Der Zivildienst hat mir eine Schnittstelle aufgezeigt, bei der es häufig zu Problemen zwischen den Interessen des Umweltschutzes und der Landwirtschaft kommt. Meine Motivation war es, unter Berücksichtigung der beiden Bereiche, pragmatische und sinnvolle Lösungen für Konflikte zwischen Produktionsprozessen und zum Beispiel Pflegemaßnahmen herbeiführen zu können. Denn oftmals stehen Notwendigkeiten von Maßnahmen im Umweltschutz landwirtschaftlichen Belangen entgegen wie z.B. beim Betreten eines gesäten Feldes für Schnittmaßnahmen an Kopfweiden. In meinen Augen können sich die Bereiche Landwirtschaft, Nachhaltigkeit, Ressourcen- und Umweltschutz sehr wohl sinnvoll kombinieren lassen – wenn man auch die jeweils anderen Belange berücksichtigt.

 


Warum haben Sie sich für ein Studium an der JLU entschieden?


Bei meiner Recherche bin ich auf diesen Studiengang aufmerksam geworden und er schien mir meiner Grundmotivation am besten zu entsprechen. Darüber hinaus wird diese Kombination mit entsprechenden fachlichen Facetten nicht überall angeboten.

 


Wie hat Ihnen das Studium an der JLU gefallen? Verbinden Sie besondere Erinnerungen mit Ihrer Zeit an der JLU?


Es war eine vielfältige Zeit in vielen Bereichen – das Studium selbst, das Engagement in der Fachschaft und die Vielfältigkeit der studentischen Kontakte. Wie bei Allem, gab es Höhen und Tiefen, aber ich blicke grundsätzlich positiv zurück. Im Nachhinein konnte ich sehr viel mehr vermitteltes Wissen beruflich anwenden, als ich vorher für möglich gehalten habe. Darüber hinaus sind mir im Freundes- und Bekanntenkreis einige Kontakte aus meiner Uni-Zeit erhalten geblieben.

 


Was würden Sie mit Ihrem heutigen Wissensstand in Ihrem Studium anders machen?


Das ist schwer zu sagen, da sich seit meinem Studium durch die Umstellung von Diplom auf Bachelor und Master einiges verändert hat. Möglicherweise würde ich heute leicht andere Schwerpunkte in Richtung Pflanzenbau setzen und vermehrt Praktika absolvieren.

 


 Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?


Der Tagesablauf sieht sehr unterschiedlich aus, denn meine Arbeit verbindet viele Tätigkeiten und diese finden teilweise im Innen- und Außendienst statt. Im Büro ist es eine Mischung aus vertrieblichen und organisatorischen Tätigkeiten, IT, Werbung, Beratung und dem klassischen Produkt- und Projektmanagement. Im Außendienst sind es häufig Kundengespräche, Beratung, Messen und Informationsveranstaltungen, sowie Vorträge. Je nach Jahreszeit und Tag variieren die Tätigkeiten in ihrer Zusammensetzung.

 


Von Alumnus zu den Studierenden: Was raten Sie angehenden Akademikerinnen und Akademikern?


Gute Praktika geben einen gezielten Einblick in den Berufsalltag und das ist bei uns möglich. Fragen kostet nichts!

Wenn möglich, sollte man sich schon im Vorfeld nach Berufs- und Tätigkeitsprofilen orientiert Schwerpunkte im Studium suchen. Eine breite Wissensbasis hilft immer. Gute Praktika geben einen gezielten Einblick in den Berufsalltag und das ist bei uns möglich. Fragen kostet nichts! Am Ende sollte man sich die Frage stellen: „Welche meiner Leistungen und Kenntnisse sind einem Arbeitgeber Geld wert? Was kann ich (an)bieten?"

 


Alles in allem: Welche Erinnerung verbinden Sie mit Ihrer Studienzeit in Gießen?


Viele Erfahrungen und Situationen, die mich heute noch prägen: Das Rüstzeug für meinen Beruf, ein Fachbereich mit sehr vielen Facetten, viele Freundschaften, eine Stadt und auch Region, deren Entwicklung ich weiterhin verfolge – und die Erkenntnis: "Die Stadt Gießen ist für mich besser als ihr Ruf!"

„die Stadt Gießen ist für mich besser als ihr Ruf!"