Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Artikelaktionen

Helge Braun

 

Welchen Berufswunsch hatten Sie, als Sie das Studium in Gießen begonnen haben?

Zu Beginn des Studiums wollte ich meiner Erinnerung nach aufgrund meiner Begeisterung für die Chemie Pharmakologie und Toxikologie als beruflichen Schwerpunkt wählen. Nachdem die Arbeit mit Patienten mich aber zunehmend begeistert hat und ich viel Freude an Physiologie gefunden hatte, kam dann recht früh das Interesse für die Intensivmedizin zustande. So entschied ich mich am Studienende für die Anästhesie.

 

Was hat Sie bewogen, sich für Gießen zu entscheiden?

Da ich bereits zu Studienbeginn politisch in Gießen sehr eingebunden war, hätte es für mich weitgehend das Ende meines Engagements bedeutet, wenn ich zum Studium meine Heimatstadt verlassen hätte. Ein Ortswechsel bedeutet für das politische Engagement stets weitgehend einen Neuanfang. Aus heutiger Sicht war die Entscheidung genau richtig, sonst wäre mein heutiger Werdegang kaum denkbar gewesen - trotzdem bedauere ich manchmal, im Studium nicht noch viele neue Städte näher kennengelernt zu haben.


Was ist Ihre erste Erinnerung an die JLU?

Die erste Erinnerung war natürlich die Studieneinführungswoche, wo man als Gießener abendlich sehr gefragt war, die Kommilitonen in die Geheimnisse der Ludwigstraße einzuweihen.


Was war die prägendste Erfahrung, die Sie im Studium gemacht haben?

Ich kann nicht sagen, dass es ein konkretes Ereignis gäbe, welches man als das prägendste bezeichnen könnte. Ich muss aber sagen, dass das Studium insgesamt mich sehr geprägt hat. Ich glaube, ich bin von einem sehr unbeschwerten Menschen zu jemandem gereift, der Verantwortung tragen kann. Dazu hat der Umgang mit Schwerkranken und Sterbenden beitragen. Aber auch die Erziehung zur Gewissenhaftigkeit und zur Fehlerkultur, die in einer solchen Tätigkeit ja essenziell sind.


Eine Frage, die Sie während Ihres Studiums vergessen haben zu stellen:

Das große Fragenzeichen unserer Studienzeit war noch der häufig fehlende Praxisbezug bei der Vermittlung der Lerninhalte. Man bekam teilweise systematisch gegliedert alle Krankheiten eines Organsystems vortragen, aber scheiterte an jeder symtombezogenen Differenzialdiagnose. Ich glaube, da hat sich in den letzten 15 Jahren aber viel verändert ....


Wo waren Sie in Gießen, wenn Sie nicht an der Uni waren?

Nach der Uni waren das "Kroko" und die "Zwibbel" unsere studentischen Hauptanlaufstellen. Auf das heutige Gießen übersetzt heißt das: "Paprika" und "Melchiors". Tatsächlich habe ich aber viel mehr Zeit mit der Wahrnehmung meiner politischen Ehrenämter verbracht.


Was würden Sie heute in Ihrem Studium anders machen?

Ich glaube, ich bin da kein Einzelfall: Statt erst vor Klausuren zu lernen, wäre es klüger gewesen, dies früher und kontinuierlicher tun - damit man bei den Lehrveranstaltungen noch mehr profitieren kann.


Was würden Sie genauso machen?

Mehr Praktika und Famulaturen machen, als vorgeschrieben.


Alles in allem: Welche Erinnerung verbinden Sie mit Ihrer Studienzeit in Gießen?

Sehr, sehr schöne.


Von Alumnus zu Student/in: Was raten Sie angehenden Akademikerinnen und Akademikern?

Ratschläge von nostalgischen Alumni sind glaube ich bei Studierenden nicht sehr gefragt. Aber es stimmt: Während man zu Studienzeiten den Aufwand und den Prüfungsdruck als Disstress empfindet, entpuppt sich die Studienzeit rückblickend als unglaublich freiheitlich, erlebnisreich und rundum positiv. Wäre jedem Studierenden zu wünschen, dass er dies schon während des Studiums stärker empfinden könnte.

 

zurück zu Volker Bouffier weiter zu Matthias Büger