Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Artikelaktionen

Geförderte Projekte der vierten Förderrunde, 2015/2016

Auf dieser Seite finden Sie eine Kurzvorstellung der Projekte der vierten Vergaberunde 2015/16. Es gingen 26 Anträge aus neun Fachbereichen und 2 zentralen Einrichtungen ein. Nach einer Prüfung der Anträge durch externe Gutachter in einem Peer-Review Gutachtenverfahren wählte die Vergabekommission 18 Projekte zur Förderung aus.

Übersicht

Übersicht über die Projekte

Inhaltliche Ausrichtung

Projektvorstellungen

 

Übersicht über die Projekte:

 

Durch Klicken auf die Projekte in der Übersichtsliste kommen Sie zu den jeweiligen Projektbeschreibungen.

Kurzbezeichnung des ProjektsProjektverantwortliche
1. Simulationsseminar - die UN-Klimaverhandlungen Prof. Dr. Helmut Breitmeier, Julia Drubel (FB 03), Institut für Politikwissenschaft
2. E-Learning zu Statistik

Prof. Dr. Claudia Bullerjahn (FB 03), Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik

3. Fun2Teach

Prof. Dr. Reinhilde Stöppler (FB 03), Institut für Heil- und Sonderpädagogik

4. eLearning qualitative Methoden

Prof. Dr. Elmar Schlüter; Benjamin Herbert (FB 03), Institut für Soziologie

5. Stadt(er)leben zum Studieneinstieg

Dr. Il-Tschung Lim; Dirk H. Medebach (FB 03), Institut für Soziologie

6. Computergestützte Arbeitsmethoden in den Altertumswissenschaften

Prof. Dr. Anja Klöckner; Dr. Michaela Stark (FB 04),  Institut für Altertumswissenschaften

7. Medienkompetenz kreativ

Prof. Dr. Greta Olson; Regina Leonie Schmidt, (FB 05), Institut für Anglistik

8. Lehrdokumente zum inklusiven Schulsport Prof. Dr. Georg Friedrich, Thorsten Bringmann (FB 06), Institut für Sportwissenschaft
9. Lehr- und Dozentenschulungs-konzept Kommunikation und Gesprächsführung

Prof. Dr. Christiane Hermann; Linda Weyermann, (FB 06), Abt. Klinische Psychologie

10. Geoboxen
Prof. Dr. Rainer Mehren (FB 07), Institut für Geographie
11. Spiele MathAPPening
Prof. Dr. Katja Lengnink, Prof. Dr. Christof Schreiber (FB 07), Institut für Didaktik der Mathematik
12. ProfiLe
Jun.-Prof. Dr. Nicole Graulich (FB 08), Institut für Didaktik der Chemie
13. Kreativität

Prof. Dr. Richard Göttlich (FB 08), Institut für Organische Chemie, Prof. Dr. Siegfried Schindler (FB 08), Institut für Anorganische und Analytische Chemie, Prof. Dr. Bernd Smarsly (FB 08), Physikalisch-Chemisches Institut

14. eLearning Statistik am FB 09 Carola Zenke-Philippi, Dr. Eva Herzog (FB 09), Institut für Pflanzenzüchtung II
15. "Skills Lab" für die Veterinärmedizin

Prof. Dr. Dr. Stefan Arnhold (Studiendekan des FB 10), Meike Kuhlmann (stellvertre- tende Diversity-Beauftragte bis Februar 2016), Dr. Birte Pfeiffer-Morhenn (Diversity-Beauftragte), Fachbereich Veterinärmedizin

16. "HaNgOut" - der HNO-Tandemtreff

Prof. Dr. Claus Wittekind, Saskia Carolin Evers (FB 11), Zentrum für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

17. Soziologie2go

Prof. Dr. Heike Greschke, Urs Bremer, Tobias Kummer (FB 03 + Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI))

18. Videobasierte Studi-PE
Lena Schalski (Leiterin), Lisa-Marie Mack, Carsten Knecht, Rebecca Hofmann (ahs)

 

Inhaltliche Ausrichtung der geförderten Maßnahmen

 

Durch einen Klick auf das Bild erhalten Sie eine vergrößerte Darstellung.

Maßnahmenausrichtung 15/16
Maßnahmenausrichtung 15/16

Projektvorstellungen

1. Simulationsseminar – die UN-Klimaverhandlungen

Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Helmut Breitmeier, Julia Drubel (FB 03), Institut für Politikwissenschaft

Projektbeschreibung:

Klassische Lehr- und Lernformen an der Universität scheinen zwei Probleme zu haben: Zum einen erfolgt eine eher oberflächliche Auseinandersetzung mit relevanten Lehrinhalten, wenn Seminare ausschließlich auf Referaten und Hausarbeiten basieren. Zum anderen bieten die Seminare meist nur wenig Spielraum für den Umgang mit heterogenen Studierendengruppen. Im Rahmen des Projektes wird daher eine didaktische Neukonzeptualisierung klassischer Seminare in Form von Simulationen angestrebt. Durch diese alternative Präsentation des Lehrstoffs mit ihrem interaktiven und aktivierenden Charakter soll das (nicht-lineare) Denken in den Mittelpunkt gerückt und Tiefenlernen ermöglicht werden. Die Durchführung wird in zwei Seminaren zum Thema UN-Klimaverhandlungen erfolgen, die zudem in geblockten Sitzungen gemeinsam die Vertragsstaatenkonferenz simulieren. Um den erfolgreichen Ablauf der Simulation zu gewährleisten, müssen die Studierenden über abrufbares und anwendbares Faktenwissen (inhaltliches Lernen) sowie die Fähigkeit, abstrakt in relevanten Theorien und Modellen zu denken (theoretisches Lernen), verfügen. Darüber hinaus sind Kompetenzen im Sinne von Techniken wie Konfliktkompetenz, Kenntnisse über Regelungen formaler Debatten, diplomatische Sprache und Rhetorik etc. (erfahrungsbasiertes Lernen) notwendig. Die Simulationsteilnahme fordert die Studierenden damit zur Wissenskonstruktion und Wissensintegration, zum Verbinden sowie zum Synthetisieren einzelner Informationen auf.

>>> Nach oben

 

2. E-Learning zu Statistik

Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Claudia Bullerjahn (FB 03), Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik

Projektbeschreibung:

Viele Studierende der Musikwissenschaft entscheiden sich gerade wegen des Schwerpunktes auf die statistisch orientierte systematische Musikwissenschaft für ein Studium an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Nach dem Studium sollen sie hierdurch auf nationaler sowie internationaler Ebene konkurrenzfähig mit anderen Wissenschaftler/innen sein. Dazu gehört es, den Studierenden insbesondere psychologische Standards zu vermitteln, die bei englischsprachigen Zeitschriften angelegt werden. Zudem ist für diverse Berufszweige der Sozial- und Kulturwissenschaften eine Beherrschung der quantitativ wissenschaftlichen Methodik unerlässlich, die von potentiellen Arbeitgebern oftmals vorausgesetzt wird. Um die Studierenden auf die künftigen Anforderungen vorzubereiten, muss ihnen frühzeitig eine fundierte, breitgefächerte Ausbildung im Bereich der systematischen Musikwissenschaft zugänglich gemacht werden. Problematisch ist jedoch, das theoretische empirische Wissen auch praktisch sinnvoll anzuwenden. Im Projekt sollen daher anwendungsorientierte Tutorien und Kolloquien stattfinden. In diesen wird das Wissen über quantitative Forschung aus den Basisseminaren der ersten beiden Semester anhand eigener Forschungsvorhaben überprüft oder durch bereits vorliegende Daten praktisch nachvollziehbar. Ziel ist, Wissen und Erfahrung, die zu quantitativen Forschungsmethoden vorliegen, gemeinschaftlich im Sinne des Forschenden Lernens zu sammeln und für die Zielgruppe verständlich zu dokumentieren. Dazu soll ein als Wiki gestaltetes Handbuch auf ILIAS eine dauerhaft existierende Ressource bilden, auf die dann jederzeit zurückgegriffen werden kann.

>>> Nach oben

 

3. Fun2Teach

Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Reinhilde Stöppler (FB 03), Institut für Heil- und Sonderpädagogik

Projektbeschreibung:

Durch gesetzliche Hintergründe (u.a. UN-BRK, 2009) und dem Beschluss der Kultusministerkonferenz zur „Inklusiven Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen“ (2011) ist es wichtig, bereits in einer sehr frühen Phase der Lehrerbildung an der JLU verstärkt konzeptionelle Grundlagen der schulischen Inklusion in den Lehramtsstudiengängen L1 bis L3 (ggf. auch BBB) zu vermitteln. Dabei sollen auch fachspezifische Aneignungsprozesse im Zusammenhang mit inklusivem Unterricht noch vor den ersten Schulpraktika in den Blick genommen werden. Aufbauend auf ersten Pilotstudien auf studentischer Ebene im Projekt FIN (siehe Geförderte Projekte der ersten Vergaberunde (LINK)) gilt es, das Thema Inklusion zukünftig in den Grundmodulen des Lehramtsstudiums und in den einzelnen Fachdidaktiken zu implementieren. Das Projekt „Fun2Teach“ strebt durch eine Tandembildung zwischen Lehrenden der heil- und sonderpädagogischen Fachrichtungen und Lehrenden der Grundmodule und/oder der Fachdidaktiken an, diesen Dialog im Sinne einer Multiplikatorenschulung zu intensivieren. Es soll ein Angebot entwickelt werden, welches wissenschaftliches Lehrpersonal für die Besonderheiten inklusiven Unterrichts sensibilisiert und in einem zweiten Schritt dafür qualifiziert, erworbenes Wissen auch in die jeweils fachdidaktischen Seminare einzubringen.

>>> Nach oben

 

4. eLearning qualitative Methoden

Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Elmar Schlüter; Benjamin Herbert (FB 03), Institut für Soziologie

Projektbeschreibung:

Die Vorlesungen zum Bereich „Qualitative Sozialforschung“ nehmen innerhalb des Curriculums des BA Social Science einen zentralen Stellenwert ein. Es zeigte sich wiederholt, dass knappe Lernzielkontrollen ein positives Echo hervorrufen. Bewährt hat sich insbesondere die Nutzung unterschiedlicher Varianten von „Multiple-Choice-Fragen“, die dem Plenum präsentiert und in Einzel- oder Partnerarbeit bearbeitet werden. Das für den Studienbereich qualitative Sozialforschung in den Vorlesungen bereits erprobte Verfahren interaktiver, mit direktem Feedback ausgestatteter Lernzielkontrollen soll mit einer E-Learning unterstützten Veranstaltung kombiniert werden. Diesbezüglich steht den Studierenden in ILIAS ein eingebettetes grundlegendes E-Learning-Angebot mit Lehrmaterialien, einem Diskussionsforum sowie einem Glossar zur Verfügung. Ziel des Projekts ist es, erstmalig ein umfassendes E-Learning-Modul für den Bereich qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung zu entwickeln und in konkreten Lehrsettings zu erproben. Dazu sollen für jeden thematischen Aspekt der Vorlesungen mehrere Beispiele aus der disziplinübergreifenden Forschungsliteratur identifiziert und in Kurzbeschreibungen zusammengefasst werden. Die Herausforderung für die Lernenden besteht darin, aus den Kurzbeschreibungen die relevanten Informationen zu identifizieren und diese den im E-Learning-Modul vorgegebenen Lösungsvorschlägen adäquat zuzuordnen. Für jede Antwortwahl erscheint ein kurzer Feedbacktext. Dieses Feedback erläutert, aus welchen Gründen die jeweilige Antwortoption angemessen bzw. unangemessen ist.

>>> Nach oben


5. Stadt(er)leben zum Studieneinstieg

Projektverantwortliche/r: Dr. Il-Tschung Lim; Dirk H. Medebach (FB 03), Institut für Soziologie

Projektbeschreibung:

Der Studieneinstieg in das Fach Soziologie ist stärker als in anderen Disziplinen davon bedroht, durch theoretische Abstraktion und methodische Komplexität zur Frustration für die Studierenden zu werden. Das Interesse der Lernenden, sich empirischen sozialen Phänomenen theorievermittelt und methodisch informiert zu nähern, wird infolgedessen nur sehr unzureichend geweckt. Die Folgen sind Studierende mit wenig intrinsischer Motivation für das Studium, Pragmatismus sowie Indifferenz, so dass der weitere Kompetenzerwerb gehemmt wird.

Das Projekt schafft für Studierende hingegen ein forschungspraktisches Lernumfeld, um die Relevanz und Plausibilität sozialwissenschaftlicher Fragestellungen, Begriffe und Konzepte praxisnah und anschaulich zu vermitteln. Damit einher geht die Veränderung in der Organisation des Wissenserwerbs – die systematische Verschränkung von Textarbeit (Theorie) und Felderfahrung (Empirie). Hierzu werden Exkursionen im Feld durchgeführt, die auf Seminardiskussionen zu ausgewählten Texten entlang von Schlüsselbegriffen, Forschungsfeldern der Sozialwissenschaften sowie methodischen Einführungen (z.B. teilnehmende Beobachtung, Feldnotizen/Dokumentation, Interviewtechnik) stattfinden. Diese Exkursionen zeichnen sich durch die Integration von Ortsbegehungen (teilnehmende Beobachtung), Expertengespräche bzw. Führungen (Inputs) und Gespräche (Kurzinterviews) mit Akteurinnen und Akteuren im Feld aus. Mittels Lernportfolios werden die Studierenden frühzeitig und nicht nur punktuell zur Selbstreflexion ihres Lernprozesses angehalten. Das „Stadt(er)leben“ durch ethnografische Feldforschung ist geeignet bleibende Erfahrungen und Erinnerungen zu generieren, die sich positiv auf den Kompetenzerwerb im Studienverlauf und die Weiterentwicklung von Interessen auswirken.

>>> Nach oben

 

6. Computergestützte Arbeitsmethoden in den Altertumswissenschaften

Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Anja Klöckner; Dr. Michaela Stark (FB 04),  Institut für Altertumswissenschaften

Projektbeschreibung:

In den Altertumswissenschaften gewinnen neue Fragestellungen und Methoden, die auf dem gezielten Einsatz von IT beruhen, zunehmend an Bedeutung („digital humanities“). Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Studium und den späteren Berufseinstieg sind dabei: Der Umgang mit Bild- und Forschungsdatenbanken, Bildbearbeitungsprogrammen, Fähigkeiten zur systematischen Erfassung und Klassifizierung von Fundobjekten in relationalen Datenbanksystemen (z.B. FileMaker), das digitale Zeichnen von archäologischen Artefakten, die problemorientierte Anwendung von Datenbanksoftware und die Nutzung von Geoinformationssystemen. In diesen Bereichen haben Studierende jedoch zum Teil erhebliche Defizite. Gerade auch vor dem Hintergrund der starken Heterogenität der Hochschulzugänge im ersten Studienjahr werden solche Schlüsselkompetenzen bislang nicht vermittelt. Daher sollen die Studierenden schon im ersten Studienjahr an die Arbeit mit relationalen Datenbanken (Bild- und Objektdatenbanken) sowie computergestützten Methoden in der Archäologie herangeführt werden. Zudem gilt es, sie im sicheren Umgang mit den verschiedenen Programmen zu schulen sowie zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten anzuleiten. Neben einer gezielten Förderung der Medienkompetenz soll hierdurch zudem der Studienerfolg verbessert sowie der Einstieg in den späteren Beruf erleichtert werden. Zwecks Nachhaltigkeit wird angestrebt, das neu geschaffene Angebot in die Präsenzlehre zu implementieren und die Maßnahme zu verstetigen.

>>> Nach oben

 

7. Medienkompetenz kreativ

Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Greta Olson, Regina L. Schmidt (FB 05), Institut für Anglistik

Projektbeschreibung:

Ein grundlegendes Problem der Vermittlung von Medienkompetenzen im Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften besteht darin, dass Studienanfänger/innen sich häufig mit einer großen Zahl an Klausuren und Hausarbeiten in den ersten Semestern konfrontiert sehen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich in den ersten Semestern eine Heterogenität der Lerngruppen bemerkbar macht: Oft stellt sich heraus, dass die im Schulunterricht erlernten Methoden der Literaturanalyse nicht ausreichen, sowie der Umgang mit digitalen Medien Schwierigkeiten macht. Darüber hinaus fällt es den Studierenden meist schwer, diese Kompetenzen in Seminaren anzuwenden. Um die Studierenden zu unterstützen, soll die theoretische Basis für die Medienanalyse in einem Projektseminar in Präsenzsitzungen gelegt werden. Es ist angestrebt, diese dann in eine kreative Projektarbeit im Rahmen eines Tutoriums zu überführen. Ziel ist es, die Studierenden eigene Filme erstellen zu lassen und sie dazu anzuhalten, Grundmethoden der Film- und Fernsehanalyse kreativ sowie problemlösungsorientiert anzuwenden. Zusätzlich werden sie zu einer Transferleistung aufgefordert, indem sie ihre eigene Herangehensweise an die Projektarbeit im Peer Review reflektieren und so einen Perspektivenwechsel - zwischen Praxis und Theorie - vollziehen.  Durch eine Ausstellung der Projekte auf einer universitären Plattform soll darüber hinaus die Aufmerksamkeit der Studierenden auf die Verbindung von akademischen und kreativen Arbeitsweisen gelenkt, sowie deren „virtuelle Vernetzung“ anschaulich verdeutlicht werden.

>>> Nach oben

 

8. Lehrdokumente zum inklusiven Schulsport

Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Georg Friedrich, Thorsten Bringmann (FB 06), Institut für Sportwissenschaft

Projektbeschreibung:

Einführende Lehrveranstaltungen in den Lehramtsstudiengängen (1. und 2. Semester) werden häufig kritisch durch Studierende evaluiert im Hinblick auf eine gewünschte deutlichere Berufs- und Praxisorientierung. Die notwendigen theoretischen Grundlagen entbehren dabei oft eine Verbindung zur konkreten Welt des Fachunterrichts, die oft erst im Rahmen der Schulpraktischen Studien realisiert werden kann. Eine besondere Herausforderung stellt dabei der Sportunterricht in inklusiven Settings dar. Ziel ist es, die Unterrichtsrealität eines inklusiven Sportunterrichts im Rahmen von Seminarveranstaltungen bereits im 1. Fachsemester vorzustellen und reflektierbar zu präsentieren. Dies kann durch den Einsatz von Videodokumenten, die Studierenden und Dozenten zur Verfügung gestellt werden, ermöglicht werden. Dabei soll die bereits erarbeitete Lehr-Plattform (sports-edu) eingesetzt werden. Die transkribierten und didaktisch kommentierten Videoausschnitte werden dazu in eine modifizierte Video-Fall-Bibliothek (ViBiS-II) eingepflegt.

>>> Nach oben

 

 9. Lehr- und Dozentenschulungskonzept Kommunikation und Gesprächsführung

Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Christiane Hermann, Linda Weyermann (FB 06), Abt. Klinische Psychologie

Projektbeschreibung:

Kommunikation und Gesprächsführung sind Kernkompetenzen in vielen Arbeitskontexten, vor allem bei Psychologen/innen (unabhängig von ihrem Berufsfeld). Daher ist es besonders wichtig, die Vermittlung dieser Kompetenzen in die curriculare Pflichtlehre im Psychologiestudium zu implementieren. Bislang fehlt jedoch ein einheitliches, qualitativ hochwertiges Lehrkonzept, welches von verschiedenen Dozierenden umgesetzt werden kann. Als primäres Ziel soll ein umfassendes, qualitativ gesichertes Lehr- und Lernkonzept zur Vermittlung berufspraktischer Kernkompetenzen in die universitäre Lehre implementiert werden. Dozentenschulungen sollen eine Qualitätssicherung sicherstellen und außerdem den Vorbereitungsaufwand für die Dozierenden reduzieren. Zur Erreichung dieser Zielsetzung sollen Lehrmaterialien für die Dozierenden (z.B. „Drehbücher“ für die Lehreinheiten - teilweise E-Learning basiert) und Studienmaterialien für die Studierenden (z.B. Skripte, Videosequenzen, Web-based-trainings) entwickelt werden. Diese werden nach Abschluss des Projekts zur Schulung weiterer Dozierender eingesetzt und auch fachbereichsübergreifend zur Verfügung gestellt, so dass die Nachhaltigkeit der Maßnahme gewährleistet ist. 

>>> Nach oben


10. Geoboxen

Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Rainer Mehren (FB 07), Institut für Geographie

Projektbeschreibung:

Verschiedene Studien belegen den Zusammenhang zwischen dem fachdidaktischen Wissen einer Lehrkraft und der Qualität ihres Unterrichts. In der schulischen Praxis treten v.a. bei Junglehrer/innen an Stelle des in der Ausbildung erworbenen fachdidaktischen Wissens jedoch allzu oft Erfahrungen aus der eigenen Schulbiographie im Sinne von „Teachers teach as they were taught, not as they were taught to teach“. Ziel des Projektes ist es, solche Orientierungen kritisch zu reflektieren. Dies soll gelingen, indem in der Lehramtsausbildung angehender Geographie-Lehrkräfte der Erwerb theoretischer Wissensbestände noch stärker gekoppelt wird mit dem Erwerb praktischer Handlungsrepertoires, gewonnen in authentischen Lernanlässen. Konkret sieht das Projekt vor, für das Studieneingangsmodul „Geographiedidaktik I – Grundlegung“ neue Lehrkonzepte und geeignete Materialien zu entwickeln, mit deren Hilfe der kombinierte Aufbau von fachdidaktischem Wissen und Handlungskompetenz in authentischen Lernsituationen möglich ist. Ein Kernelement hierbei ist die Entwicklung von „Geoboxen“ für das Experimentieren im Geographieunterricht. Diese Experimentiersets für Schüler sollen zusammen mit den Lehramtsstudierenden entwickelt, erprobt und evaluiert werden. Zusätzlich zum Einsatz in den Seminaren sind sie auch für den Einsatz in Schulpraktischen Studien vorgesehen.

Im Anschluss an die Entwicklung der Geoboxen werden mit den Studierenden selbstläufige Gruppendiskussionen geführt und ihre Orientierungen mittels der dokumentarischen Methode rekonstruiert. Zielsetzung des Verfahrens ist die Entwicklung eines domänenspezifischen Selbstdiagnoseinstruments. Auf Grundlage der Erfahrungen im Seminar sollen verschiedene „Lehrertypen“ herausgearbeitet werden.

>>> Nach oben

 

11. Spiele MathAPPening

Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Katja Lengnink, Prof. Dr. Christof Schreiber (FB 07), Institut für Didaktik der Mathematik

Projektbeschreibung:

Das Projekt möchte dem Problem begegnen, dass Studierende des Mathematik-Lehramtes zu Beginn ihres Studiums mit einer Reihe von sehr unterschiedlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, die in nicht wenigen Fällen ihre Studierfähigkeit und ihre Leistungen im Studium beeinflussen. So ist Mathematik für Lehramtsstudierende des Grundschullehramtes ein Pflichtfach, die Motivation zu diesem Studium ist nicht fachbezogen und die Identifikation mit dem Fach für einige eher schwierig. Nur knapp die Hälfte hätte Mathematik gewählt, wenn es zur Wahl stünde. Studierende des Haupt-, Real- und Förderschullehramtes dagegen haben zwar aktiv das Fach Mathematik ausgewählt, halten jedoch das gerade zu Beginn übermächtige fachliche Studienangebot nicht in dem Maße für berufsfeldrelevant, da sie doch meinen, Mathematik zu können und nur einige Tipps und Tricks lernen zu müssen. Studierende des Gymnasiallehramtes haben das Problem, dass ihre Grundveranstaltungen nicht am Institut für Didaktik der Mathematik stattfinden, sondern gemeinsam mit den Bachelor-Studierenden – die  Abbruchquote ist daher hier besonders groß.

Das Projekt „Spiele MathAppening“ zielt darauf ab, Mathematik-Lehramtsstudierende der ersten beiden Studiensemester bei ihrem Berufswunsch abzuholen und sie dabei zu unterstützen, ihre Identität als angehende Mathematiklehrkräfte zu finden sowie positiv auszugestalten. Der dafür nötige Austausch in Peergroups, in denen alle ähnliche Fragen und Ängste haben und vor vergleichbaren Herausforderungen stehen, soll in einem zwanglosen, aber begleiteten Rahmen geschehen. Diesbezüglich werden innerhalb des Projekts regelmäßig zwanglose Spieleabende angeboten, in denen gleichermaßen das mathematische Spiel, die digitalen Medien, die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, die Lerninhalte sowie das Lehramtsstudium Thema sind. Auf diese Weise verbindet das Projekt in seinem Konzept für die Spieleabende mathematische, lebensweltliche und didaktische Aspekte mit der Identitätsfindung der Studierenden und nutzt dabei einen modernen Zugang zur Mathematik.

>>> Nach oben

 

12. ProfiLe

Projektverantwortliche/r: Jun.-Prof. Dr. Nicole Graulich (FB 08), Institut für Didaktik der Chemie

Projektbeschreibung:

Ziel des Projekts ist die Umgestaltung des Lehrkonzepts für die Vorlesungen zur Didaktik der Chemie nach dem Konzept des „integrierten Lernens“ oder „flipped classrooms“. Grundgedanke ist es, die klassische Präsenzzeit nicht nur als Zeit zur reinen Vermittlung von Inhalten zu verstehen, sondern als gemeinsame Zeit, die verstärkt die praktische Anwendung der Theorie an konkreten Beispielen betont. Dabei soll die Erarbeitung theoretischer Inhalte auf Online-Lerneinheiten ausgelagert werden und in der Präsenzzeit die Anwendung bzw. Übung im Vordergrund stehen. Die Lerninhalte werden in Form von Lernmodulen, wie Lehrvideos und begleitende Verständnisfragen, online zur Verfügung gestellt. Jeder Lernende kann sich auf diese Weise je nach Tagesform und individuellem Stundenplan die Inhalte selbsttätig erarbeiten. Unterstützt wird der Erarbeitungsprozess durch gezielte Fragen zur Bearbeitung und zum Verständnis. In der Präsenzzeit bleibt auf diese Weise Zeit, auf Verständnisfragen der Studierenden vertiefend einzugehen und anhand konkreter Übungen die Anwendung der Theorie selbsttätig nachzuvollziehen. Damit lässt sich der Lernprozess für die Studierenden auf verschiedenen Ebenen individualisieren und überprüfbar gestalten. Nicht zuletzt werden sie durch die höhere Anwendungsorientierung frühzeitig, schon im ersten chemiedidaktischen Modul, auf die spätere Praxis vorbereitet und so in ihrer Professionalisierung unterstützt.

 >>> Nach oben

 

13. Kreativität

Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Richard Göttlich (FB 08), Institut für Organische Chemie, Prof. Dr. Siegfried Schindler (FB 08), Institut für Anorganische und Analytische Chemie, Prof. Dr. Bernd Smarsly (FB 08), Physikalisch-Chemisches Institut

Projektbeschreibung:

In den Naturwissenschaften sind die Studiengänge traditionell stark verschult. Dies hat durch die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen sogar noch zugenommen. Hierdurch erhalten die Studierenden oftmals keine Freiheiten für eigenständiges und eigenverantwortliches Lernen und Arbeiten an Problemen oder Fragen. Einher geht dies damit, dass in der Regel nur wenig Raum vorhanden ist, im Studium Kreativität zu entfalten. Das Projekt „Kreativität“ versucht dem entgegen zu wirken, indem für Studierende der naturwissenschaftlichen Fächer freiwillige Module/Wahlpflichtmodule angeboten werden sollen. In diesen ist vorgesehen, dass die Studierenden in Gruppen an Problemen arbeiten und dabei maximale Möglichkeiten der Entfaltung erhalten. Das hierbei zugrunde liegende Konzept ist angelehnt an einen Projektkurs von Prof. Hampe an der TU Darmstadt, der 2013 mit dem ars legendi-Preis ausgezeichnet wurde.
Bei den in den Kursen bearbeiteten Fragestellungen handelt es sich um gesellschaftlich relevante Probleme mit naturwissenschaftlichem Anteil, wie z.B. Ernährung der Zukunft, Mobilität der Zukunft, Energie der Zukunft etc. Externe Vortragende wirken für die Studierenden als Impulsgeber. In Kleingruppen arbeiten die Studierenden dann eigenständig an ihren jeweiligen Fragestellungen. Begleitet und unterstützt werden sie dabei durch regelmäßige Termine mit ihrem Betreuer. An mindestens vier Terminen im Semester treffen sich alle Gruppen, berichten über ihre Fortschritte sowie Überlegungen und tauschen sich untereinander aus. Das Modul endet mit einer Abschlussveranstaltung mit Präsentationen. Langfristig ist vorgesehen, das Konzept für das Kreativitäts-Modul in erprobter und optimierter Form auch auf andere Studiengänge der Naturwissenschaften und ggf. weitere auszuweiten.

 >>> Nach oben

 

14. eLearning Statistik am FB 09

Projektverantwortliche/r: Carola Zenke-Philippi, Dr. Eva Herzog (FB 09), Institut für Pflanzenzüchtung II

Projektbeschreibung:

In der Grundlagenveranstaltung für Mathematik und Statistik am FB 09, bestehend aus einer Vorlesung mit begleitenden Tutorien, werden in jedem WiSe ca. 650 Studienanfängern und Studienanfängerinnen Grundkenntnisse in Mathematik und Statistik und der Nutzung der am FB09 verwendeten kostenfreien Statistiksoftware R vermittelt. Die Modulverantwortlichen stehen dabei nicht nur vor dem Problem der hohen Studierendenzahlen, sondern auch, dass dies mit einer hohen Leistungsheterogenität einhergeht, gleichzeitig aber nur wenig Zeit in den Tutorien vorhanden ist, diese Unterschiede aufzufangen. Verschärfend kommt hinzu, dass mittelfristig sogar nicht mehr, sondern weniger finanzielle Mittel für die Betreuung der Studierenden in kleinen Tutorien zur Verfügung stehen wird. Auch in den weiterführenden BA-und MA-Modulen der Professur fehlt oft die Zeit für wesentliche Inhalte, weil Grundlagen in Statistik und der Umgang mit R nicht (mehr) präsent sind und in den Tutorien aufgearbeitet werden müssen. Ziel und Anliegen des Projektes ist deshalb, Lernmöglichkeiten zu schaffen, die von der Personalsituation weitgehend unabhängig sind und ein selbstorganisiertes Lernen durch die Studierenden ermöglichen. Konkret sollen im Rahmen des Projektes Online-Lernangebote entstehen, die über viele Module und Leistungsstufen hinweg genutzt werden können. Tutorials mit Screencasts zu technischen Details und zum Umgang mit R sollen den Studierenden die Möglichkeit geben, Probleme selbstständig zu lösen. Grundlagen der Statistik, die einen Anwendungsbezug zum Fachbereich haben, sollen in Lernvideos vermittelt werden, die ebenfalls in Tutorials eingebunden werden. Angeboten wird der Lernstoff, zusammengefasst zu Lerneinheiten, über die Lernplattform ILIAS. Übungsmöglichkeiten ergänzen das Angebot und beinhalten Aufgaben unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, so dass die Studierenden ganz individuell je nach eigenem Niveau und familiärer Situation lernen und üben können.

>>> Nach oben


15. "Skills Lab" für die Veterinärmedizin

Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Dr. Stefan Arnhold (Studiendekan des FB 10), Meike Kuhlmann (stellvertretende Diversity-Beauftragte bis Februar 2016), Dr. Birte Pfeiffer-Morhenn (Diversity-Beauftragte), Fachbereich Veterinärmedizin

Projektbeschreibung:

Der Studiengang der Veterinärmedizin steht trotz umfangreicher Reformen in den letzten Jahren immer noch vor dem Problem, dass das Studiums am Anfang (bis zum Beginn des klinischen Studiums im 5. Semester) sehr naturwissenschaftlich geprägt ist und nur ein geringer Praxisbezug ohne Kontakt zu lebenden Tieren besteht. Oftmals leidet darunter die Motivation der Studierenden und sie fühlen sich in den klinischen Semestern häufig unsicher und überfordert. Dies erweist sich beim Start in das Berufsleben nicht selten als nachwirkend problematisch, fehlt doch die nötige Sicherheit in Bezug auf die praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Ziel des Projektes ist, der geschilderten Problematik durch den Aufbau eines sogenannten „Skills Labs“ entgegen zu wirken. An speziellen (Tier-)Simulatoren sollen praktische Arbeiten durchgeführt sowie Untersuchungsmethoden und Behandlungsstrategien an verschiedenen Stationen in Kleingruppen besprochen und geübt werden. Das Clinical Skills Lab soll zunächst als Wahlpflichtveranstaltung angeboten werden; langfristig ist vorgesehen, es fest in das Curriculum zu integrieren.

>>> Nach oben


16. „HaNgOut“ – der HNO-Tandemtreff

Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Claus Wittekind, Saskia Carolin Evers (FB 11), Zentrum für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Projektbeschreibung:

Vergleichende Untersuchungen haben gezeigt, dass die Studierenden der Humanmedizin der JLU Gießen in der M1-Prüfung (4. Semester) im Vergleich mit anderen Universitäten mit schlechteren Ergebnissen in den Fächern Anatomie sowie Physiologie abschneiden. Ein weiteres Problem ist, dass die strikte Trennung des Medizinstudiums in einen „vorklinischen“ (1.-4. Semester) sowie einen „klinischen“ (5.-12. Semester) Studienabschnitt es besonders den Studienanfängern erschwert, gezielte Interessen für eine Fachrichtung zu entwickeln und im Studium verfolgen zu können. Aufgrund der so fehlenden Grundlagenkenntnisse aus dem „vorklinischen“ Studienabschnitten ist eine erfolgreiche Teilnahme am HNO-Praktikum (9. Semester) oft erschwert.

Das Projekt „HaNgOut – der HNO-Tandemtreff“ möchte hier Abhilfe schaffen durch gezielte Tandem-Bildung zwischen Studierenden des vorklinischen und des klinischen Abschnitts. Dies soll die Kommunikation unter den Studierenden über die „Grenze“ der M1 Prüfung hinweg fördern und den Studierenden des „vorklinischen“ Studienabschnittes helfen, schon früh in Kontakt mit einem „Klinischen“ Fach zu kommen. Im Rahmen eines Wahlfaches lösen die Studierenden als „Tandem-Paare“ der beiden Studienabschnitte zusammen Aufgaben und erstellen neue Lerninhalte für ein parallel zu entwickelndes Online-Tool. Dieses soll nach Fertigstellung den Studierenden verschiedener Semester zur Verfügung stehen und Lernangebote zu den HNO-bezogenen Themenbereichen der Anatomie und Physiologie bieten. Die durch die Tandems neu entwickelten Lerninhalte werden von einer wissenschaftlichen Hilfskraft überprüft.  Weiterhin bietet dieses Online-Tool eine neue Prüfungsform an. Im Rahmen einer Online-Klausur, die die zuvor vertieften Inhalte abfragt, können die Studierenden ihre Note in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde verbessern.  

>>> Nach oben


17. Kurzbezeichnung des Projektes:  Soziologie2go

Projektverantwortliche/r:  Prof. Dr. Heike Greschke, Urs Bremer, Tobias Kummer (FB 03 + Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI))

Projektbeschreibung:

An den deutschen Hochschulen existieren in den Bachelorstudiengängen der Sozialwissenschaften hohe Abbruchquoten (27%). Die häufigsten hierfür genannten Gründe sind mangelnde Motivation und unzureichende Studienvoraussetzung zu Beginn des Studiums. Weiterhin ist zu beobachten, dass den Studierenden der Lehramtsstudiengänge der Zugang zur Soziologie und die professionsbezogene Anwendung soziologischen Wissens schwer fällt. Und nicht zuletzt existiert das Defizit, dass Lehre und Forschung in vielen Bereichen der JLU nicht ausreichend miteinander vernetzt sind.

Mit dem Projekt „Soziologie to go – Lernen mit dem Smartphone“ wird ein innovatives Lehrkonzept realisiert, das Gießen als Stadt der Migrationen im Sinne einer „Augmented Reality“ zum Lern- und Anwendungsort allgemeiner soziologischer Theorien und Methoden macht. Ein interaktiver, mit dem Smartphone navigierbarer Lehrpfad soll Studierenden den Einstieg in die Soziologie erleichtern, indem er anhand des spezifischen Themas Migration die Auseinandersetzung mit allgemeinen soziologischen Grundbegriffen, Theorien und Methoden an lebensnahen Orten stimuliert. Der Lehrpfad ist weniger als „Guide“ angelegt, sondern er ist ein didaktisches Konzept, Soziologie an konkreten Orten versteh- und erfahrbar zu machen.

Studierende werden im Rahmen von Lehrveranstaltungen am Institut für Soziologie an der Entwicklung des Lehrpfads beteiligt und können ihre eigenen Ideen einbringen und umsetzen. Sie recherchieren migrationsrelevante Informationen über die Stadt, wählen Orte, aus, die in den Lehrpfad integriert werden sollen und konzipieren soziologische Inhalte und Aufgabenstellungen. Orte, Inhalte und Aufgaben werden in einer App zu einem digitalen, mit dem Smartphone navigierbaren, Lehrpfad verknüpft.

Die Erreichung folgender Ziele wird durch die Entwicklung des Lehrkonzepts intendiert: eine Verbesserung der Medienkompetenz durch die Nutzung und die inhaltliche Gestaltung der App; die Verringerung der Studienabbruchquoten durch eine Steigerung der Motivation durch frühen Praxisbezug und damit verbundenen nachhaltigeren Lerneffekten; bessere Vernetzung von Forschung und Lehre, durch wissenschaftliche Begleitung der Lehrveranstaltungen.

>>> Nach oben


18. Videobasierte Studi-PE

Projektverantwortliche/r: Lena Schalski (Leiterin), Lisa-Marie Mack, Carsten Knecht, Rebecca Hofmann (ahs)

Projektbeschreibung:

Durch die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge und die mit dem Bologna-Prozess einhergehende Verschulung des universitären Systems hat die zeitliche und gesundheitliche Belastung der Studierenden erheblich zugenommen. Knapp ein Drittel der Studierenden leiden unter Konzentrationsproblemen und Nervosität, ein Viertel von ihnen berichtet über Schlafschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen.

Der beschriebenen Entwicklung der Studierendengesundheit möchte der Hochschulsport mit verschiedenen gesundheitsfördernden Maßnahmen entgegen wirken. Bewährt haben sich hier u.a. konkrete Handlungsempfehlungen zu kurzen und effektiven Bewegungspausen am Arbeitsplatz. So konnte in Evaluationen im Rahmen des vorhergehenden Projektes „Studi-Pausenexpress (Studi-PE)“ gezeigt werden, dass angeleitete Bewegungspausen in der Mitte einer Lehrveranstaltung zu einer gesteigerten Konzentration sowie einer angenehmeren Lernatmosphäre nach der Bewegungspause führen und damit die Lehrsituation insgesamt verbessert werden kann.

Die große Anzahl an Lehrveranstaltungen an der JLU ist jedoch mit Übungsleiter/innen alleine nicht abzudecken. Ziel des Folgeprojekts „Videobasierter Studi-PE“ ist daher,  5-7minütige Videos mit Übungseinheiten zu drehen, die – zusätzlich zum Pausenexpress mit vor Ort anwesenden Übungsleiter/innen – die Bewegungspausen medial in den Hörsaal bringen können. Darüber hinaus ist geplant, weitere Videos für die Studierenden zu konzipieren und zu drehen, die im privaten Bereich, wie z.B. am Lernarbeitsplatz in der Bibliothek oder am Schreibtisch zu Hause, Anwendung finden sollen („Studi-Pausenexpress-to-go“).

>>> Nach oben