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Tag der Lehre 2016 - Kreativität in der Lehre

Studierendenbefragung zum Thema "Kreativität in der Lehre"

 

Drehbuch und Regie: Franziska Machnikowski, Augustin Rauch, Hanna Teschner

 Kreativität in der Lehre: Von der Sitzungsgestaltung bis zur Studiengangsentwicklung

Kreativität ist ein schillernder Begriff, der in der Regel positive Assoziationen weckt: Lehrende möchten eigene kreative Ideen in ihren Lehrveranstaltungen umsetzen und dabei ihre Studierenden zugleich zum Ausleben von deren Kreativität ermutigen. Doch Kreativität braucht Freiraum und oftmals entsteht in den mehr oder weniger engen Regelwerken der Hochschule der Eindruck, dass dieser nicht ausreichend vorhanden sei - sei es durch "strenge" Ziel- und Prüfungsvorgaben für die Lehrenden oder durch den Prüfungsstress auf Seiten der Studierenden. Enge Grenzen und Druck können kreative Prozesse be- oder gar verhindern. Auf der anderen Seite müssen Modulbeschreibungen natürlich mit klaren Lehr-Lern-Ziel- und Prüfungsvorgaben arbeiten, um die Qualität der Studiengänge zu sichern. Zudem bieten Regeln auch Orientierung, die für die Studierenden hilfreich und nützlich ist, denn nicht alle Studierenden bewegen sich selbstverständlich und begeistert in kreativen Räumen, die man als Lehrende/r "wohlwollend" für sie öffnet. Wie man "innerhalb" eines sinnvollen Regelwerks kreativ werden kann, und wie es gelingt, unseren Studierenden Freiräume zu eröffnen, die sie nicht überfordern, war Thema dieses Tags der Lehre.

Der TAG DER LEHRE 2016 spannte einen Bogen von kreativen Ideen für einzelne Lehrveranstaltungen über größere Lehrprojekte bis hin zu Konzepten für Studiengangsweiterentwicklungen. Ein besonderes Anliegen war es, unsere Studierenden mit in diesen Tag einzubinden und einen direkten Dialog zwischen Lehrenden und Studierenden zu ermöglichen. So wurden im Vorfeld zum "Tag der Lehre" Video-Interviews mit Studierenden geführt, Informationsstände mit Diskussionsforen eingerichtet und ein Fragebogen zum Thema "Kreativität in der Lehre" ausgegeben. Die Ergebnisse wurden in einem Film aufbereitet, der am Tag der Lehre vorgeführt wurde.

Die Einleitung in den Tag bildeten die Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Verena Dolle, die Direktorin des Zfbk, Prof. Dr. Susanne Göpferich sowie der vielfach für seine Lehre und seine Ideen preisgekrönte Gründer des Mathematikums, Prof. Dr. Beutelspacher (zum VORTRAG). In den Vorträgen wurden zweierlei Dinge besonders deutlich - eine kreative Konstruktion von Studiengängen ist wünschenswert und möglich und: selbst die Mathematik kann höchstgradig kreativ sein. 

Im "Methodenrondell" stellten Lehrende aus verschiedenen Fachbereichen gemeinsam mit ihren Studierenden Lehrprojekte und -methoden vor, die eine kreative Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Inhalten fördern können. Das Rondell bot ein lebendiges Beispiel dafür, wie Kreativität in einem klar vorgegebenen, vergleichsweise "engen" Rahmen gelebt werden kann. Die Regeln des Rondells waren eng gesteckt: in einem strikt vorgegebenen Zeitrahmen, der durch Klangschalen getaktet wurde, bewegte sich das Publikum frei zwischen den ingesamt 8 Stationen. Jede/r Besucher/in konnte ingesamt 4 der Stationen besuchen. An der Station angekommen, blieben jeweils genau 15 Minuten Zeit, in der ein (ebenfalls genau getakteter) Impulsvortrag inklusive kleiner Fragerunde stattfand. Auf jeder Station lagen METHODENKARTEN aus, auf denen man sich Fragen notieren konnte, für die die Zeit nicht reichte. Diese konnten in der Mittagspause geklärt werden. Bei aller Taktung und Vorgabe entwickelten sich so lebendige und ertragreiche Diskussionen und die Besucher/innen gingen mit einem gefüllten Methodenkoffer und vielen wertvollen Impulsen aus dem Methodenrondell, das gerade mal eine gute Stunde dauerte, heraus.

Am Nachmittag widmeten wir uns der Frage, wie Kreativität so "messbar" werden kann, dass sie mit den Prüfungsvorgaben, an die Lehrende und Studierende gebunden sind, vereinbar ist. Dr. Carolin Palmer gab in ihrem Vortrag eine Übersicht über mögliche Definitionen von Kreativität sowie deren Konsequenzen für den Lehralltag. Im Anschluss präsentierten die Ars-Legendi-Preisträger/innen 2016, Prof. Dr. Nicole Graulich, Prof. Dr. Richard Göttlich und Prof. Dr. Siegfried Schindler, ihr preisgekröntes Lehrprojekt zum Thema "Kreativität". Ebenso begeistert wie selbstkritisch stellten Sie Erfolge, Ergebnisse und Stolpersteine vor und gaben einen exklusiven Einblick in die Fortführung des Projekts. Die anschließende Fragerunde verlagerte sich schließlich, da sie so angeregt und interessiert verlief, dass sie nicht abgebrochen werden sollte, direkt zum Vino de honor.

Zeitgleich fand auf einer zweiten Schiene die Auseinandersetzung mit der Ebene statt, die mehrere Lehrveranstaltungen auf einmal im Blick hat: die Studiengangsweiterentwicklung. Der Referent dieses Workshops, Prof. Dr. Thilo Harth, ist Experte auf diesem Gebiet und bringt eine langjährige und vielfältige Erfahrung mit, aus der heraus er wertvolle Impulse und Anregungen für Studiengangsweiterentwicklungen an der JLU geben konnte. So wurde erarbeitet, wie Curriculumswerkstätten zur kreativen Ideenfindung ebenso beitragen können wie zu präzisen Abstimmungsprozessen und realistischen Operationalisierungen.

Kreativer Auftakt zum Tag der Lehre war in diesem Jahr der SCIENCE SLAM "Affentheater" am 03. November im Audimax. Zum Abschluss des Tages fand eine "LANGE NACHT DER AUFGESCHOBENEN HAUSARBEITEN" in der Universitätsbibliothek statt. weitere Informationen zur langen Nacht und zum Schreibzentrum

 

Plakat: 3. Science Slam Affentheater (2016)Plakat: 4. Tag der Lehre (2016) - Kreativität in der LehrePlakat: 3. Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten (2016)