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Artikelaktionen

Aktuelles

Hier erfahren Sie alle Neuigkeiten aus der zweiten Förderphase der GOL

Neuer GOL-Newsletter erschienen

Auch in Zeiten von Corona gibt es positive Nachrichten aus der Gießener Offensive Lehrerbildung 2.0. Die vielseitigen Meldungen im neuen Newsletter sind ein ermutigender Beleg dafür, dass die Lehrerbildung sich auch unter erschwerten Bedingungen weiterentwickelt. Was sich in diesem Jahr in der GOL getan hat, lesen Sie hier. Die Anmeldung zum Newsletter finden Sie hier.

Neuer Überblick zu Angeboten für schulische Mentorinnen und Mentoren

Mentorinnen und Mentoren übernehmen eine wichtige Funktion in der Begleitung und Unterstützung von Studierenden und Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst im schulischen Alltag. Um sie in ihrer für die phasenübergreifende Lehrerbildung zentralen Rolle zu unterstützen, gibt es auch im kommenden Jahr eine Vielzahl von (Fortbildungs-)Angeboten mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Formaten.

Die Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) und das Zentrum für Lehrerbildung an der Justus-Liebig-Universität Gießen haben gemeinsam mit der Philipps Universität Marburg und den Studienseminaren der Region Mittelhessen ihre Überblicks-Broschüre „Kompass '21 - Angebote für schulische Mentorinnen und Mentoren“ neu aufgelegt. Sie bietet Lehrkräften eine Orientierung über die vielfältigen Akteure und deren Angebote für Mentorinnen und Mentoren in der Region.

Die Broschüre ist digital verfügbar und wird in den kommenden Wochen auch in gedruckter Form den Schulen zugesendet. Sollten Sie Interesse an gedruckten Exemplaren haben, geben Sie uns gerne Bescheid. Dazu schreiben Sie bitte unter Angabe Ihres Namens und der Postanschrift sowie dem Betreff „Broschüre“ eine E-Mail an:

GOL-Workshops zum Thema "Lehrkräftebildung in Zeiten von Corona"

Von den Entwicklungen rund um das Thema "Corona" bleibt die QLB-Projektarbeit nicht unberührt. Besonders der Ausfall öffentlichkeitswirksamer Formate sowie die eingeschränkten Möglichkeiten der Netzwerk- und Kooperationsarbeit führen dazu, dass die Arbeit der QLB-Projekte verstärkt auf anderen Wegen erfolgen muss als in den letzten Jahren. Im Forum "Lehrkräftebildung in Zeiten von Corona" wurden Chancen und Herausforderungen einer digitalisierten Lehrerbildung entlang der Themen Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und Good-Practice-Beispiele vorgestellt und diskutiert.

Prof. Dr. Ludwig Stecher, Sprecher der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL), wies in seiner Begrüßung sowohl auf die Herausforderungen als auch auf das Innovationspotenzial der aktuellen Entwicklung hin und betonte, "dass das, was jetzt unter zeitlichem Druck und unter dem Druck der Notwendigkeiten entwickelt wird, Formate hervorbringen wird, die, unabhängig von der aktuellen Situation, Eingang in die Lehrerbildung finden werden." Einige dieser Formate wurden mit den 56 Teilnehmenden aus bundesweiten Hochschulstandorten bearbeitet.

Eines dieser Formate ist der neue GOL-Podcast "Klasse(n)arbeit" zu Themen der Lehrkräftebildung, der in Workshop 1 vorgestellt wurde. Aufgrund des pandemiebedingten Ausfalls öffentlichkeitswirksamer Plattformen für die Wissenschaftskommunikation hat sich die GOL bei der Erschließung neuer (digitaler) Kommunikationskanäle für den Podcast entschieden, weil er vielfältige Chancen für den Wissenstransfer bietet. Die GOL möchte mit dem Format neue Zielgruppen erreichen, um die gesellschaftliche Relevanz und die Herausforderungen des Lehrkräfteberufes auch außerhalb der Hochschule zu kommunizieren. Der Podcast ermöglicht es darüber hinaus, mit den verschiedenen Akteuren in der Lehrkräftebildung ins Gespräch zu kommen. Perspektivisch wird auf eine Verstetigung des Angebots an der Justus-Liebig-Universität Gießen hingearbeitet. Im Austausch mit den Workshop-Teilnehmenden, die den Podcast nach einer Hörprobe als professionell und authentisch bezeichneten, wurden sehr praxisnahe Fragen zur Entwicklung und (technischen) Umsetzung des Projekts diskutiert, sodass andere am Podcast-Format interessierte QLB-Projekte von den Erfahrungen der GOL profitieren konnten.

Workshop 2 "Campusschule" widmete sich den digitalen Vernetzungsangeboten zwischen Universität und Schule. Im besonderen Fokus standen dabei die Chancen und Potenziale digitaler Kommunikation. Hier wurde gemeinsam erörtert, welche Interaktionsinhalte, welche Netzwerkstrukturen sowie Formen der Kooperation sich am besten eigenen für die digitale Vernetzungsarbeit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten den themengebunden Vernetzungsanlass, wie zum Beispiel Ipad-Klassen, Lern-Managment-System (LMS), digitale Schulorganisation, als zurzeit zentralen Interaktionsinhalt heraus. Chancen bietet die zeit- und ortsunabhängige Eigenschaft von digitaler Kommunikation für die Kooperationsform des Austauschs von Wissen und Informationen.

Der Workshop des Lehr-Lern-Forschungslabors Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) Mainz und der gesellschaftswissenschaftlichen Lehr-Lern-Gelegenheit der RWTH Aachen goAIX! (Workshop 3) diskutierte die Potenziale von Exkursionen für historisches und gesellschaftswissenschaftliches Lehren und Lernen in Schule und Hochschule. Dabei lag der Fokus des Mainzer Projekts auf den Möglichkeiten, Studierende an Raum als Kategorie der Geschichtswissenschaft sowie Stadt als Synthese räumlicher Konfigurationen heranzuführen, während der Aachener Ansatz sich auf Einsatzmöglichkeiten virtueller Exkursionen mittels Virtual Reality Aufnahmen konzentrierte. Der gemeinsame Kern beider Konzepte liegt – wie die Diskussion erwies – im Anspruch, die spezifischen Eigenschaften von Wirkorten und Räumen in und mit digitalen Medien erfahrbar(er) zu machen.

In Workshop 4 des Passauer Projekts Skill.de diskutierten die Teilnehmenden verschiedensten Herausforderungen für den Schulunterricht, die durch Corona und Distance Learning sichtbar gemacht wurden. Den Universitäten kommt dabei eine bedeutende Rolle zu, die Schulen durch zielgerichtete Forschung, Fortbildungen und Hilfestellungen bestmöglich zu unterstützen. Wenn die Universitäten diese Verantwortung übernehmen und die Schulkooperationen adaptiv bleiben, kann diese "Corona-Situation" für eine positive Schulentwicklung genutzt werden.

"Klasse(n)arbeit": Neuer GOL-Podcast über Lehrerbildung

Die Vielfalt von Perspektiven auf die Lehrerbildung stärker sichtbar zu machen – das ist das Ziel eines neuen Podcasts der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL). Unter dem Titel „Klasse(n)arbeit“ werden Erkenntnisse aus Schule, Unterricht und Lehrerbildung einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. In der ersten Episode „Neue Held*innen braucht das Land“ wird der Einstieg in das Lehramtsstudium mit Beate Caputa-Wießner von der Zentralen Studienberatung der Justus-Liebig-Universität Gießen diskutiert. Dabei wird deutlich, dass der Lehrerberuf unterschiedliche Kompetenzen erfordert und deshalb ein erfolgreiches Studium auch mit sehr verschiedenen individuellen Profilen möglich ist.

Foto Beate Caputa-Wießner
Beate Caputa-Wießner von der Zentralen Studienberatung der JLU gibt im GOL-Podcast Tipps zum Einstieg ins Lehramtsstudium.

„Der Podcast ist ein idealer Weg, um auch außerhalb der Hochschule die gesellschaftliche Relevanz und die Herausforderungen des Lehrerberufes zu kommunizieren“, sagt Prof. Dr. Ludwig Stecher aus der Steuerungsgruppe der GOL. Dabei solle gerade diese erste Folge des Podcasts Schülerinnen und Schüler, die mit Gedanken spielten, Lehramt zu studieren, in ihrer Studienentscheidung unterstützen.

In den weiteren Folgen wird es in dem Podcast vor allem um wissenschaftliche Fragen aus dem Bereich Lehrerbildung gehen – etwa zur Bildungsbeteiligung, Digitalisierung oder Vernetzung. „Der Podcast ist auch ein kreativer Weg, mit den verschiedenen Akteuren in der Lehrerbildung ins Gespräch zu kommen“, erklärt Prof. Dr. Stecher die Idee hinter der Podcast-Entwicklung.

Hören kann man „Klasse(n)arbeit“ auf großen Podcast- und Streaming-Plattformen wie Spotify oder Soundcloud.

Gastvortrag von Prof. Dr. Georg Krücken zur Governance von Hochschulen, insbesondere Lehre und Forschung [6. Okt. 2020]

In einem Gastvortrag an der Justus-Liebig-Universität Gießen hat sich Georg Krücken, Professor für Hochschulforschung an der Universität Kassel, aus einer Governance-Perspektive unter anderem mit den Folgen der Corona-Pandemie für Hochschulen beschäftigt. Auf Einladung der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) sprach der geschäftsführende Direktor des International Centre for Higher Education Research Kassel am 6. Oktober 2020 zum Thema „Governance von Hochschulen: Staat, Hochschulorganisation, Wettbewerb“. Als Soziologe und Hochschulforscher hat er zahlreiche Forschungsprojekte im Bereich der Hochschul-, Wissenschafts- und Organisationsforschung durchgeführt und vielfach zu diesen Themen publiziert.

 

In seinem Vortrag gab Prof. Dr. Krücken zunächst einen kurzen theoretischen Überblick zur Governance von Hochschulen und thematisierte dann die veränderten Rahmenbedingungen, die innerhalb kurzer Zeit eine „neue Normalität“ geschaffen haben. In einem aktuellen Forschungsvorhaben zu Reaktionen und Folgewirkungen der Corona-Pandemie an zehn Universitäten stellte Prof. Dr. Krücken Auswirkungen des staatlichen Krisenmanagements auf die verfassungsrechtlich geschützte Wissenschaftsfreiheit fest (z.B. Eingriffe in die Reisefreiheit).

Mit Blick auf die Hochschulorganisation sieht er einen „starken Fokus auf die Lehre, weniger auf die Forschung“. Alle Hochschulen in seinem Forschungsprojekt legten großen Wert auf die Frage: Wie bewältigen wir die Lehre?

Die Veranstaltung fand unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen statt, sodass das GOL-Team im Anschluss über die Implikationen diskutieren konnte. Dort wurden unter anderem Aspekte des Minderheitenschutzes reflektiert.

GOL startet Studie zur Wahrnehmung der Rolle als Mentor bzw. Mentorin [29. Sept. 2020]

Wie erleben Lehrkräfte ihre Aufgabe als Mentor bzw. Mentorin? Unter dieser Leitfrage hat die Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) einen Fragebogen entwickelt, um mehr über die wichtige Rolle der Unterstützerinnen und Unterstützer angehender Lehrkräfte zu erfahren. „Unser Ziel ist es, ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Daher freuen wir uns über die Teilnahme von jeder Lehrkraft“, sagte Stephanie Brombach, die das GOL-Projekt betreut. Mithilfe der Ergebnisse der Befragung sollen Unterstützungs- und Entlastungssysteme für Mentorinnen und Mentoren entwickelt werden.

Der Fragebogen soll erfassen, welche Tätigkeiten Lehrkräfte mit einer Mentorenschaft verknüpfen und was sie motiviert, als Mentor bzw. Mentorin aktiv zu sein. Außerdem geht es um die Frage, welche Herausforderungen die Tätigkeit als Mentorin bzw. Mentor mit sich bringt und ob es Wünsche an zusätzlicher Qualifikation (z. B. Fortbildung) gibt.

Die Fragen richten sich in erster Linie an hessische Lehrkräfte. Doch auch Lehrkräfte aus anderen Bundesländern sind herzlich willkommen. Alter und Berufserfahrung sind keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme an der Umfrage haben, wenden Sie sich an:

 

Dipl. Päd. Stephanie Brombach

Zentrum für Lehrerbildung
Bismarckstraße 37
35390 Gießen

Telefon: 0049-641-99-15468

E-Mail:

GOL 2.0: Neue Website [28. Sept. 2020]

Mit einem von Grund auf überarbeiteten Internetauftritt stellt sich die Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) in der zweiten Förderphase optisch wie inhaltlich neu auf. Das neue Design bildet die Strukturen des Projekts übersichtlich ab und ermöglicht den Usern so, sich schnell auf der Seite zurechtzufinden.

Herzstück des neuen Internetauftritts ist die Startseite, die mit einer Slideshow zentrale Informationen über die GOL prominent in Szene setzt. Ein Newsticker informiert außerdem über die neuesten Entwicklungen. Für alle, die die GOL noch nicht kennen, gibt es außerdem einen kurzen Info-Text zu den Hintergründen des Strukturentwicklungsprojekts an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Auch die einzelnen Maßnahmen der GOL präsentieren sich in komplett überarbeiteten und nach Kriterien zur Barrierefreiheit erstellten Texten, die den aktuellen Entwicklungsstand der einzelnen Projekte widerspiegeln. Die Inhalte aus der ersten Förderphase werden über ein Archiv zugänglich gemacht.

Ergebnisbericht zur ersten Förderphase der GOL [25. Sept. 2020]

Die Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) stellt in ihrem Ergebnisbericht für den Zeitraum der ersten Förderphase die Erträge des Strukturentwicklungsprojekts vor. So ist es der GOL zwischen 2016 und 2019 gelungen, eine Vielzahl von neuen Strukturen an der Justus-Liebig-Universität Gießen einzurichten, die zur nachhaltigen, effektiven Erweiterung und Verbesserung der Lehrerbildung beitragen.

Die im Rahmen des Förderzeitraums entwickelten und erprobten Maßnahmen reichten von der Phase vor dem Studium über den Kompetenzaufbau während des Studiums und dem Vorbereitungs­dienst bis in die berufsbegleitende Phase der Lehrerbildung.

Darüber hinaus hat die GOL ihr Ziel einer verstärkten Vernetzung mit den anderen verantwortlichen Ausbildungsinstitutionen in der Region auf vielfältige Weise erreicht. Mehr noch: Die GOL konnte sich als ein weithin sichtbarer regionaler Orientierungs- und Unterstützungspunkt für die Vernetzung der lehrerbildenden Institutionen etablieren.

Zu Beginn der Förderperiode stand die GOL vor der Herausforderung, neben dem laufenden Lehrbetrieb geeignete Arbeitsstrukturen aufzubauen, das Vorhaben inner- wie außer­universitär zu kommunizieren, auf verschiedenen Entscheidungsebenen Identifikation und Engagement zu erzeugen sowie die Maßnahmen im Einzelnen zu konzipieren, zu pilotieren, durchzuführen und zu evaluieren. Im Laufe der Zeit hat sich die GOL zu einem „Think Tank“ für die gesamte Lehrerbildung an der JLU entwickelt.

Vernetzung als zentrale Aufgabe und Herausforderung der GOL 2.0 [12. Aug. 2020]

Das diesjährige Beiratstreffen der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL2.0) widmete sich dem Thema Vernetzung. Prof. Dr. Claudia von Aufschnaiter aus der GOL2.0-Steuerungsgruppe erklärte dem erstmals in seiner erweiterten Besetzung zusammengekommen Gremium die diesbezügliche Zielsetzung der GOL2.0, nämlich „Institutionen und Akteure zusammenzubringen, damit wir eine miteinander abgestimmte Lehrerbildung schaffen“. Es gehe darum, miteinander ins Gespräch zu kommen und mit der zweiten und dritten Phase der Lehrerbildung zu besprechen, wie man die drei Phasen kohärent zusammenbringt.

Um dem neunköpfigen Beirat einen Einblick in die Vernetzungsbemühungen der GOL2.0 zu geben, stellte die Steuerungsgruppe die Arbeit in den einzelnen dafür vorgesehenen Maßnahmen vor. Prof. Dr. Edith Braun wies etwa auf den über das Integrierte Kerncurriculum Grundwissenschaften angestoßenen Austausch innerhalb der Grundwissenschaften hin. Dass dies gelänge, sei „keineswegs selbstverständlich“. Auch mit dem Forum Lehrentwicklung stelle die GOL2.0 eine erfolgreiche Plattform für den Austausch zwischen den Dozierenden zur Verfügung. Aus den Reihen des Beirats wurde, neben grundsätzlicher Zustimmung für das Vorgehen, die Forderung formuliert, die Zielsetzung der Foren deutlicher zu konkretisieren und die Vernetzung auch über den Zeitraum der Projektförderphase hinaus zu verstetigen.

Prof. Dr. Jochen Wissinger stellte das Projekt Campusschulen vor, in dem schulische Akteure sowie Hochschulvertreterinnen und Hochschulvertreter „auf Augenhöhe“ an Lehr-/Lern-Forschungsprojekten arbeiten. Er berichtete von der Herausforderung, Anreize für die Beteiligung weiterer Schulen zu schaffen, da sich der Mehrwert für die schulischen Partner erst nach einiger Zeit zeige. Aktuell kooperieren acht Campusschulen aus der Region mit der GOL2.0.

Solche Anreize zur Mitarbeit für alle Dozierenden und Beteiligten zu schaffen, sieht Prof. Dr. Ludwig Stecher, Sprecher der GOL2.0-Steuerungsgruppe, als eine der zentralen Aufgaben der GOL in der zweiten Förderphase. Er dankte dem Beirat für die „vielen hilfreichen Kommentare“ hinsichtlich der Vernetzungsbemühungen der GOL2.0 und verwies auf die „Erleichterung der Kontaktaufnahme mit der GOL“ und die Erhöhung der Sichtbarkeit der GOL2.0 wie sie u. a. durch die neue, in Überarbeitung befindliche Website umgesetzt wird.

Aufgrund der aktuellen Situation fand der Austausch am 12. August 2020 digital statt.

Der für die zweite Förderphase der GOL erweiterte Beirat soll die Arbeit des Strukturentwicklungsprojekts kritisch begleiten, den fachlichen Austausch fördern sowie der Steuerungsgruppe beratend zur Seite stehen. Der wissenschaftliche Beirat der GOL setzt sich aus führenden Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Lehrerbildung sowie der Zweiten Phase zusammen. Ihm gehören an:

Dr. Ilka Benner, Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Erziehungswissenschaft

Prof. Dr. Andreas Borowski, Universität Potsdam, Lehrstuhl Didaktik der Physik

Prof. Dr. Colin Cramer, Universität Tübingen, Professionsforschung unter besonderer Berücksichtigung der Fachdidaktiken

Prof. Dr. Uwe Hericks, Universität Marburg, Allgemeine Didaktik, Schul- und Bildungstheorie

Christian Hofmann, Hessische Lehrkräfteakademie, Leiter des Studienseminars für Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen

Prof. Dr. Katrin Lehnen, Justus-Liebig-Universität Gießen, Professur für Germanistische Medien- und Sprachdidaktik

Dr. Claudia Schöne, Justus-Liebig-Universität Gießen, Fachgebiet Psychologie, Schwerpunkt Lehren und Lernen, Studienberatung Lehramt

Prof. Dr. Christof Schreiber, Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Didaktik der Mathematik, Schwerpunkt Primarstufe

Prof. Dr. Matthias Trautmann, Universität Siegen, Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Schulpädagogik und Didaktik des Sekundar-I-Bereichs

Video: Warum Lehramt studieren?

Warum sind die theoretischen Inhalte im Lehramtsstudium so wichtig? Wäre nicht mehr Lehr-Praxis nötig, um angehende Lehrkräfte auf ihren Beruf im Klassenzimmer vorzubereiten? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigten sich die Lehramtsstudentinnen Anna Sophia Meißner, Isabell Rothe und Laura Treude  in ihrem Video für Studieninteressierte und Kommilitonen und Kommilitoninnen am Beginn ihres Studiums. Das Video entstand in einem Seminar von Prof. Dr. Edith Braun.



Der Vortrag  verwendet folgende Literatur:
Cramer, C., Harant, M., Merk, S., Drahmann, M., & Emmerich, M. (2019). Meta-Reflexivität und Professionalität im Lehrerinnen-und Lehrerberuf. Zeitschrift für Pädagogik, 65(3), 401-423.
Seidel, T. & Reiss, K. (2014): Kap. 10.5 „Die Lehrenden und ihre Rolle im Unterricht“. In: Seidel, T. & Krapp, A. (Hrsg.): Pädagogische Psychologie. 6. Aufl., Weinheim & Basel: Beltz Verlag, S. 263-271.

GOL-Kommentar im QLB-Newsletter [1. Juli 2020]

Die Professionalisierung von Lehrkräften ist kein einmaliger Prozess, der mit dem Studium oder dem Vorbereitungsdienst endet. Vielmehr reicht der Prozess im Sinne des „lebenslangen Lernens“ bis in die berufliche Tätigkeit hinein. Wie Lehrkräfte auf Verantwortungsübernahme für ihre Schule, auf Management und Schulentwicklungsarbeit vorbereitet werden können, hat ein Autoren-Duo der GOL für den Newsletter der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierten „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ beschrieben.

In ihrem Kommentar zum Thema Schulorganisation verweisen Dr. Nina Preis und Prof. Dr. Jochen Wissinger auf die Transferfunktion der Lehrkräftebildung im Verhältnis von Wissenschaft und Schule. Ihre Forderung: Evidenzbasiertes Wissen solle zur Professionalisierung der Lehrkräfte beitragen.

Englische Informationsbroschüre der GOL erschienen

Die GOL 2.0 hat eine englischsprachige Broschüre über die Ausrichtung des
Strukturentwicklungsprojekts in der zweiten Förderphase der
"Qualitätsoffensive Lehrerbildung" veröffentlich. Auf diesem Weg sollen sich
auch internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Eindruck
von der "Lehrerbildung made in Giessen" verschaffen können. Zum englischen
Flyer

GOL 2.0 veröffentlicht ersten Ergebnisbericht

Die Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) hat ihren Ergebnisbericht 2019 vorgestellt. Darin werden erstmals auch Arbeiten der GOL2.0 dokumentiert, die mit dem Start der zweiten Förderphase Mitte 2019 ihre Arbeit aufgenommen hat. Der Bericht informiert über die Aktivitäten und Ergebnisse des Strukturentwicklungsprojekts in den Bereichen Konzeption, Ausgestaltung und Evaluation aus dem vergangenen Jahr.

Die GOL2.0 hat an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) die Aufgabe, Innovationen in der Lehrerbildung, im lehramtsbezogenen Bildungs- und Beratungsangebot sowie in der Lehre zu entwickeln, umzusetzen und nach innen wie nach außen zu kommunizieren. Außerdem sollen Möglichkeiten der Implementation in bestehende Strukturen der JLU identifiziert und die Zusammenarbeit mit den außeruniversitären Akteuren gestärkt werden.

Nach der stärker von der Strukturentwicklung geprägten ersten Förderphase wird die zweite Phase einen stärker forschungsorientierten Blick auf die Weiterentwicklung der einzelnen Maßnahmen richten. Ein weiterer Schwerpunkt in der zweiten Phase bezieht sich auf die Verstetigung bewährter Teile des Projekts über die Projektlaufzeit hinaus. Inhaltlich steht u.a. die stärkere Vernetzung der Fachwissenschaften mit den Fachdidaktiken im Fokus.

Verabschiedung von Prof. Dr. Jochen Wissinger

Mit einem Festakt hat die Justus-Liebig-Universität Gießen Prof. Dr. Jochen Wissinger in den Ruhestand verabschiedet. Damit verliert die JLU nach 16 Jahren „einen hochgeschätzten Kollegen, der über viele Jahre wie kaum ein anderer das Institut für Schulpädagogik und Elementarbildung geprägt und vorangebracht hat“, würdigte die Dekanin des Fachbereichs 03 FB03 Sozial- und Kulturwissenschaften, Prof. Dr. Ingrid Miethe, das Schaffen des 65-Jährigen. Jochen Wissinger habe „unwiederbringlich Spuren an unserem Fachbereich hinterlassen“.

Verabschiedung von Prof. Dr. Jochen Wissinger
Nach 16 Jahren an der JLU geht Prof. Dr. Jochen Wissinger in den Ruhestand (Foto: Katharina Eglau)

Zu seinen großen Errungenschaften an der JLU zählt neben der Etablierung der Gießener Methodenwerkstatt Bildungsforschung auch die erfolgreiche Antragsstellung und Umsetzung der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit knapp elf Millionen Euro geförderten „Gießener Offensive Lehrerbildung“ (GOL). Wissingers schulpädagogische Kompetenz sei „eine ganz unverzichtbare Ressource für den Erfolg dieses nun bereits in die zweite Förderphase gehenden Projektes“, sagte Dekanin Miethe über das scheidende Mitglied der Antrags- und Steuerungsgruppe der GOL.

Jochen Wissinger war darüber hinaus viele Jahre geschäftsführender Direktor des  Instituts für Schulpädagogik, Elementarbildung und Didaktik der Sozialwissenschaften (heute: Institut für Schulpädagogik und Elementarbildung) und Gründungsmitglied des vor 15 Jahren ins Leben gerufenen Zentrums für Lehrerbildung (ZfL) an der JLU. Deshalb habe die Lehrerbildung an der Justus-Liebig-Universität Gießen ihm viel zu verdanken, sagte Prof. Dr. Verena Dolle, Vorsitzende des Direktoriums des ZfL, und hob einen wesentlichen Charakterzug Wissingers hervor: „Sie streben bei diesen Entwicklungsmaßnahmen niemals an, anderen Ihre Ansichten und Meinungen überzustülpen, sondern im konstruktiven Austausch zu eruieren, wie die unterschiedlichen Perspektiven im Detail ausgestaltet sind, welches verbindende Elemente sind, wo nötige Dopplungen, aber auch gewinnbringende Vielfalt bestehen.“

Vor seiner Zeit in Gießen hat Jochen Wissenger in Bielefeld Erziehungswissenschaft, Literaturwissenschaft und Linguistik sowie Soziologie mit dem Schwerpunkt Bildungssoziologie studiert. Dort wurde er auch promoviert. Seine wissenschaftliche Karriere setzte er an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg fort. Mit seiner Habilitation „Perspektiven schulischen Führungshandelns. Eine Untersuchung des Selbstverständnisses von Schulleiterinnen und Schulleitern“ leistet er Mitte der 1990er Jahre einen wichtigen Beitrag zur Schulleitungsforschung in Deutschland. Nach der Habilitation führte ihn der berufliche Weg an die Universitäten Siegen, Heidelberg, Freiburg und Osnabrück.

Viele Weggefährten nutzten die von Dr. Ilka Benner und Dr. Sabine Klomfaß organisierte Abschiedsfeier im Gießener Mathematikum, um sich mit kreativen und teilweise artistischen Aktionen bei Jochen Wissinger für die vertrauensvolle Zusammenarbeit der vergangenen Jahre zu bedanken. Prof. Dr. Ludwig Stecher sprach in einer gemeinsamen Laudatio mit Prof. Dr. Sabine Maschke, Universität Marburg, von einem „nicht zu ersetzenden Kollegen“ und hob die „in der Steuerungsgruppe der GOL gelebte Kollegialität und Solidarität“ hervor. Dies seien „Werte, die Du, lieber Jochen, wie sonst kein Zweiter verkörperst.“

Im Anschluss an den Festvortrag „Qualitätsoffensive Lehrerbildung als Steuerungsimpuls? – Governanceanalysen zu einem multiparadigmatischen Phänomen“ von Prof. Dr. Martin Heinrich, Universität Bielefeld, trat der Geehrte selbst ans Mikrofon und versicherte im Rückblick auf „Einsichten und Perspektiven“ seiner wissenschaftlichen Arbeit den rund 110 Gästen, den eingeschlagenen Weg nie bereut zu haben. Er bedankte sich, dass er sich an der JLU habe „austoben“ können. Für den bevorstehenden Ruhestand hat sich der Frankreich-Liebhaber nun vor allem eines vorgenommen: „Ich werde mich dem Chillen hingeben.“

GOL-Workshop beim 9. Forum Leadership

Auf Einladung der Stiftung der Deutsche Wirtschaft und der Robert Bosch Stiftung hat die Gießener Offensive Lehrerbildung beim diesjährigen „Forum Leadership“ einen Workshop zum Thema Reflexion angeboten.

Die Veranstaltung auf dem jährlich stattfindenden Kongress in Berlin richtete sich an Mentorinnen und Mentoren, die Praktikantinnen und Praktikanten sowie LiV in der ersten bzw. zweiten Phase der Lehrerbildung betreuen und deren Reflexionsprozesse begleiten. Ziel des von Stephanie Brombach und Matthias Bertram geleiteten Workshops war, die mehr als 20 Teilnehmenden durch Reflexionsimpulse und Übungen für die Eigen- und Fremdverantwortung im Mentoring-Prozess zu sensibilisieren.

Das "Forum Leadership " möchte mit Akteuren aus allen Phasen der Lehrerbildung Strategien erarbeiten, wie Ausbildung, Begleitung und Entwicklung pädagogischer Führungskräfte gestaltet werden kann, damit Qualitätssicherung und -entwicklung an Schulen gelingt.

Mentoring-Workshop bei den Fach-Tagen

Im Rahmen der Fach-Tage des Zentrums für Lehrerbildung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) hat die Gießener Offensive Lehrerbildung einen Workshop zu ihrer erfolgreichen Fortbildungsreihe „Mentor*innen qualifizieren“ angeboten. Die Veranstaltung hatte das Ziel, Mentorinnen und Mentoren in ihrer für die Ausbildung von Lehrkräften wichtigen Rolle zu unterstützen.

Gemeinsam mit den Teilnehmenden wurde das Aufgabenspektrum „Mentor*in sein“ bearbeitet. Basierend auf den eigenen Erfahrungen und bereits erlebten, zum Teil herausfordernden Situationen wurden in Form einer kollegialen Fallberatung Handlungsalternativen für zukünftige Situationen überlegt.

Die Fach-Tage der JLU sind ein universitäres Angebot, das der fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Fortbildung von Lehrkräften dient und den Dialog zwischen Schulen und Universität unterstützt.

Erster Newsletter der GOL 2.0 erschienen

Der insgesamte fünte Newsletter der Gießener Offensive Lehrerbildung ist der erste seit Beginn der zweiten QLB-Förderphase im Sommer. Seither firmiert die GOL unter GOL2.0. Die (technisch überarbeitete) aktuelle Ausgabe wirft einen Blick auf die vielfältigen Kooperationen des Projekts innerhalb der Justus-Liebig-Universität Gießen und mit externen Partnern aus den verschiedenen Phasen der Lehrerbildung.

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