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Wissenstransfer in der GOL 2.0: "Neue Wege in die Öffentlichkeit" [21. Dezember 2021]

In der Pandemie waren die QLB-Projekte besonders gefordert, ihre Inhalte jenseits klassischer Kommunikationswege mit der (Fach-)Öffentlichkeit zu teilen. Doch auch ohne erschwerende Umstände zeigt sich am Beispiel der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL), warum es sich bewährt hat, in beiden Förderphasen eine professionell besetzte Transferstelle konsequent mitzudenken. Ein Beitrag für das QLB-Portal.

Postkarten der GOL 2.0Der wissenschaftliche Diskurs in der Fachpresse, auf Podien oder ganz aktuell auch in Videokonferenzen ist ein Herzstück der akademischen Lehrkräftebildung. Das Wirken der QLB-Projekte reicht aber über die scientific community hinaus. Die vielfältigen Maßnahmen an den jeweiligen Standorten haben mit Studierenden, Lehrkräften und außeruniversitären Akteuren im Bildungsbereich einen viel größeren Adressatenkreis, zu dem in aktuellen bildungspolitischen Fragen auch die breite Öffentlichkeit gehört. Wie können die Hochschulen diese unterschiedlichen Zielgruppen erreichen?

Die GOL hat diese Herausforderung schon bei der Antragsstellung berücksichtigt und eine Transferstelle eingeplant, die sie in der Folge mit hochschulexternem Fachpersonal besetzen konnte. Ein Teil der Stelle ist mit einer abgeordneten Ausbilderin eines Studienseminars besetzt; diese Säule wird hier jedoch nicht weiter beleuchtet. Hinzu kommen gleich zwei Mitarbeitende – eine Grafikerin und ein Journalist –, die im Gießener QLB-Projekt ausschließlich für eine adressatengerechte Kommunikation zuständig sind und maßgeschneiderte Kommunikationsstrategien für die einzelnen Zielgruppen entwickeln. Ob Info-Flyer für Studierende, an Schulen adressierte Mailings oder Pressemitteilungen – immer müssen die jeweilige Ansprache, das vorauszusetzende Wissen und die spezifischen Rezeptionsgewohnheiten berücksichtigt werden, um die höchstmögliche Aufmerksamkeit zu erzielen. So wird jede Veröffentlichung, in Abstimmung mit den Maßnahmen, der Projektkoordination und der Steuerungsgruppe, sprachlich wie optisch auf das jeweilige Publikum angepasst.

Möglichst viele Akteure erreichen

Darüber hinaus ist die GOL immer auf der Suche nach Möglichkeiten, die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen – besonders in Pandemiezeiten, in denen die weiter oben genannten und "klassischen" Kommunikationswege wegfallen. Zwar sind viele Maßnahmen der GOL mittlerweile eine feste Größe in der regionalen Bildungslandschaft (z. B. Campusschulen) oder dem hochschulinternen Veranstaltungsangebot der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) (z. B. Forum Lehrentwicklung). Dennoch erreicht die GOL ohne zusätzliche Maßnahmen längst nicht alle in der Lehrkräftebildung tätigen Akteure in der Region Gießen. Deshalb gilt es, auch die bislang nicht erreichten Akteure auf die vorhandenen Angebote der GOL hinzuweisen.

Dazu wurden in jüngster Zeit zwei große Transferprojekte gestartet. Zum einen wird mit dem Podcast „Klasse(n)arbeit“, der aktuelle Boom des Mediums genutzt, um bildungswissenschaftlichen Fragestellungen eine neue Plattform zu geben und sie mit Projektinhalten zu verknüpfen. Hierfür werden die Erfahrungen und die fachliche Expertise des GOL-Teams genutzt und so aufgearbeitet, dass die vermittelten Inhalte auch außerhalb Gießens relevant und verständlich bleiben. Seit kurzem werden auch Minipodcasts, die „Spotlights“, produziert, um die Relevanz einzelner GOL-Maßnahmen für die Lehrkräftebildung im Allgemeinen herauszustellen. Ergänzt wird jede Podcast-Folge durch ein kurzes Erklärvideo, in dem zentrale Thesen leicht verständlich aufbereitet und über die Social-Media-Kanäle der JLU verbreitet werden.

Wissenstransfer bedeutet erheblichen Aufwand

Zum anderen ist eine Poster- und Postkartenaktion zu den einzelnen Maßnahmen der GOL entstanden. Für jede Maßnahme wurde eine eigene, optisch ansprechende Postkarte entworfen. Farblich aufeinander abgestimmt (Wiedererkennungswert), mit einem Eyecatcher auf der Vorderseite sowie kurz und knapp gehaltenen Informationen auf der Rückseite – sprachlich angepasst je nach Adressatengruppe.

So wurden beispielsweise Karten mit dem Aufdruck „Kontaktbörse“ an die Campusschulen verschickt, um im Kollegium auf die neue Vernetzungsplattform „JUSTmatch“ aufmerksam zu machen. Mit Hilfe dieser Plattform sollen Lehrkräfte mit Ideen zur Unterrichtsentwicklung mit Forschenden zusammengebracht werden, um gemeinsam Schulentwicklungsprojekte zu initiieren.

Nun kann man fragen: Braucht es das alles? Und braucht es dafür eine professionell besetzte Transferstelle? Aus Sicht der GOL lautet die Antwort eindeutig ja. Zum einen, weil der Wissenstransfer mit erheblichem Aufwand verbunden ist, der ansonsten von den Mitarbeitenden in den Maßnahmen "nebenbei“ erledigt werden müsste – zu Lasten der eigentlichen inhaltlichen Arbeit. Zum anderen, weil Öffentlichkeitsarbeit eine eigene Expertise erfordert, die in den Projekten unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Das gilt insbesondere für die mehrkanalige Kommunikation und die Ansprache eines Publikums außerhalb des Wissenschaftsbetriebs.

Dieser Beitrag ist auf dem QLB-Portal erschienen.