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Studie zu abgeordneten Lehrerinnen und Lehrern im Hochschuldienst vorgestellt

Die Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) stellt erste Ergebnisse einer explorativen Interviewstudie über die Motive, Arbeitskontexte und Lehrüberzeugungen von in den Hochschuldienst abgeordneten Lehrerinnen und Lehrern vor.

Um mehr über die Motive, Arbeitskontexte und Lehrüberzeugungen von in den Hochschuldienst abgeordneten Lehrerinnen und Lehrern zu erfahren, hat die Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) 24 von ihnen in einer explorativen Interviewstudie befragt. Darin ging es unter anderem um die Frage, warum sich Lehrkräfte an die Universität abordnen lassen und was sie von dort zurück an ihre Schule bringen (wollen).

Obwohl abgeordnete Lehrkräfte Schlüsselfiguren sein können, wenn es darum geht, Erkenntnisse wissenschaftlicher und schulischer Praxis miteinander zu verknüpfen, kam ihrer Rolle in der Forschung bislang wenig Beachtung zu. Mit der Studie der GOL, die auf der Herbsttagung der Kommission Bildungsorganisation, Bildungsplanung und Bildungsrecht (KBBB) in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) in Soest vorgestellt wurde, soll ein Beitrag dazu geleistet werden, die besonderen Potentiale der abgeordneten Lehrerinnen und Lehrer für die Lehrerbildung zu erfassen und besser zu nutzen.

Das Team aus Dr. Sabine Klomfaß, Waldemar Kesler und Johannes Stier fand in der Befragung heraus, dass zu den am häufigsten genannten Motiven für eine Abordnung der Wunsch nach einer Auszeit vom Schuldienst, Lust auf Arbeit an einer Universität, Karriereplanung und persönliche Fortbildung gehören. Nach ihrer Rückkehr an die Schule wollen abgeordnete Lehrkräfte ihr neu erworbenes Wissen in den Unterricht einfließen lassen und der Schule zur Verfügung stellen. Zugleich äußern sie Unsicherheiten bezüglich der eigenen Rolle. Viele denken auch über eine Fortsetzung ihres Engagements in der Lehrerbildung nach, vor allem in der Zweiten Phase – dem Studienseminar.

In der Studie wird außerdem deutlich, dass sich die abgeordneten Lehrerkräfte für Transferaufgaben zwischen Universität und Schule verantwortlich fühlen. Ihrem Selbstverständnis nach  fungieren sie im Rahmen des Lehramtsstudiums an der Universität als „Türöffner“ zu den Schulen und übernehmen beispielsweise die aufwendige Begleitung von Unterrichtsversuchen im Rahmen der schulpraktischen Studienanteile.

Auf der KBBB-Tagung zum Thema „Transfer zwischen Lehrer(fort)bildung und Wissenschaft“ stieß die Studie eine Debatte über eine engere Verzahnung von wissenschaftlicher und schulischer Praxis durch den Einsatz von abgeordneten Lehrkräften an. Die Ergebnisse der Befragung legen nahe, dass es dazu unter anderem einer Klärung und Schärfung der Kompetenzprofile der beteiligten Professionen und der Entwicklung einheitlicher professioneller Standards für die Lehrerbildnerinnen und -bildner bedarf.