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Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) - Bildungsbeteiligung, Reflexivität, Vernetzung: Auf die Lehrkraft kommt es an - Auf die Uni kommt es an

Vor dem Hintergrund der Forderung, allen Kindern und Jugendlichen eine hohe Bildungsbeteiligung zu ermöglichen, kommt der Lehrkraft eine besondere Verantwortung zu. Die Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) leitet aus dieser Verantwortung zentrale Aspekte der Professionalisierung der Lehrkräfte und folglich auch für ihre bzw. eine phasenvernetzte Lehrerbildung ab.

Hinter der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) verbirgt sich ein Strukturentwicklungsprojekt der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), das der Sicherung und Entwicklung der Qualität der Lehrerbildung  dient und im Rahmen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aufgelegten  Förderlinie „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von 2016 bis 2019 mit knapp sechs Millionen Euro unterstützt wird.
Um alle Kinder und Jugendlichen ungeachtet von Geschlecht, Herkunft oder anderer sozialer Kategorien optimal zu fördern und eine möglichst hohe Bildungsbeteiligung zu sichern, kommt der Lehrkraft eine besondere gesellschaftliche Verantwortung zu. Die GOL leitet daraus zwei zentrale Aspekte der  Professionalisierung der Lehrkräfte ab: (1) die Ausrichtung des Kompetenzprofils auf Bildungsbeteiligung und (2) die Orientierung am Leitbild eines reflective practitioner. Die anhand dieser beiden Aspekte spezifizierte Leitidee „Auf die Lehrkraft kommt es an“ überträgt die GOL analog auf die Universität. Mit der zweiten Leitidee „Auf die Uni kommt es an“ verfolgt die GOL auch die  Weiterentwicklung der Professionalisierungsprozesse an der Hochschule: (3) die Qualitätsentwicklung der akademischen Lehr-Lernkultur in Anlehnung an das Konzept des reflective practitioner und (4) die  Übernahme von Verantwortung seitens der Universität für die Vernetzung aller Phasen der Lehrerbildung.

Die JLU bekennt sich damit zum einen zur Lehrerbildung als Teil ihres  gesellschaftlichen Bildungsauftrags, den zu erfüllen mit rund 6.200 Lehramtsstudierenden eine der größten Gruppen ihrer Studierendenschaft betrifft und inhaltlich, personell sowie organisatorisch und logistisch eine der großen Herausforderungen für die Universität und die Lehrenden darstellt. Zum anderen bringt die JLU damit zum Ausdruck, dass sie auf der Basis von Befunden der Schul-, Unterrichts- und Lernforschung sowie der Forschung zum Lehrerberuf überzeugt ist, dass die Qualität des Lernens an der Universität und der Studienerfolg nicht nur vom einzelnen Studierenden abhängt. Gleichermaßen hängt beides von den Studienbedingungen, dem Lernangebot, den Lernanlässen sowie von der Inspiration, der Anleitung, der Unterstützung und Beratung durch die Lehrenden ab. Im Hinblick auf dieses hochschuldidaktische Bekenntnis, das Fragen der professionellen Kompetenz von Lehrerinnen und Lehrern mit Fragen des Lehrens und Lernens an der Universität verknüpft, betritt die JLU mit der GOL in vielerlei Hinsicht Neuland und lässt sich auf einen Perspektivenwechsel im Sinne einer hochschuldidaktisch unterstützten Integration von Forschung und Lehre ein.

Die Maßnahmenpakete der GOL werden in die universitären Strukturen implementiert. Dabei wird ein Schwerpunkt der Arbeiten auf der prozessbegleitenden Evaluation aller Maßnahmen liegen, damit Schwierigkeiten bei der Implementation und hinsichtlich der Angebotsqualität der Maßnahmen frühzeitig aufgedeckt und diesen entgegengesteuert werden kann. Ziel des Arbeitsplanes ist es, am Ende der Förderphase über bewährte Instrumente zur Qualitätsverbesserung zu verfügen, die dann weiter ausgebaut und etabliert werden. Die dabei entstehenden Instrumente und Materialen werden dauerhaft zur Verfügung gestellt.