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Artikelaktionen

News

Neuigkeiten und Aktuelles aus der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) erfahren Sie hier.

InnovationCamp 2019

InnovationCamp 2019
Am 12. Febraur 2019 ist ein InnovationCamp (Barcamp) geplant! Das Programm wird vielfältig und lebt von Ihrer Beteiligung. Hier finden Sie alle Informationen zum InnovationCamp 2019.
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Programm
Der Impulsvortrag wird unter dem Titel "Lernen verändern – aber wie? Leitlinien einer veränderten Lehr-Lernkultur am Beispiel der Oskar-von-Miller-Schule, Kassel" von Wilfried Dülfer gehalten. Das Session-Programm wird fortlaufend aktualisiert.
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Anmeldung/Kosten
Informationen zum Anmeldeverfahren und dem Teilnahmebeitrag
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Bedarfsanalyse zu regionalen Weiterbildungsangeboten gestartet

Die Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) hat mit ihrer Bedarfsanalyse für regionale Weiterbildungsangebote begonnen. Aus den Ergebnissen der gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt für den Landkreis Gießen und den Vogelsbergkreis konzipierten Erhebung sollen Fortbildungen entwickelt werden, die die tatsächlichen Bedürfnisse von Lehrkräften aus der Region widerspiegeln. Der Start der Erhebung erfolgte im Rahmen der Willkommensveranstaltung des Schulamtes für rund 80 neu vereidigte Lehrerinnen und Lehrer.

Diese Veranstaltung ist Teil eines zweijährigen Begleitprogramms nach dem Berufseinstieg für Lehrkräfte aus allen Schulformen, das das Schulamt im vergangenen Jahr ins Leben gerufen hat. Dazu gehört auch ein auf neue Lehrkräfte zugeschnittenes Fortbildungsangebot.

Die GOL nutzte die Begrüßung der neuen Lehrkräfte, um ihnen die an der Justus-Liebig-Universität entstandenen Projekte „Qualifizierung von Mentorinnen und Mentoren“, „Multiplikatorenprogramm“ und die Fortbildung zur „Berufs- und Studienorientierung (BSO)“ vorzustellen.

Erstes Arbeitstreffen mit den Campusschulen

Das Kooperationsprojekt „Campusschule“ der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) hat bei einem ersten Arbeitstreffen mit Lehrkräften der sieben beteiligten Schulen und Vertreterinnen und Vertretern der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) die inhaltliche Arbeit aufgenommen. Die 40 Teilnehmenden erarbeiteten in Arbeitsgruppen Projektideen zu den Themen Digitalisierung, Heterogenität, naturwissenschaftliches Arbeiten im Unterricht sowie der Bedeutung des schulischen Raums‎ für das Aufwachsen und Lernen, die im laufenden Schuljahr umgesetzt werden sollen. Nach den Sommerferien im kommenden Jahr ist das nächste Treffen mit allen beteiligten Akteuren geplant. Dann sollen die Schulen aus ihren Projekten berichten.

Das zunächst auf drei Jahre angelegte Pilotprojekt dient der Vernetzung von wissenschaftlicher und schulischer Praxis. In der Zusammenarbeit zwischen den Campusschulen und der JLU sollen Projekte der Schul- und Unterrichtsentwicklung gemeinsam konzipiert, pilotiert und evaluiert werden. 

Kooperationsverträge bestehen bisher mit der Clemens-Brentano-Europaschule mit den beiden Standorten Lollar und Allendorf/Lumda, der Brüder-Grimm-Schule in Gießen-Kleinlinden, der Gudrun-Pausewang-Schule in Lauterbach/Maar, der Gesamtschule Gießen-Ost, der Korczak-Schule in Gießen, der Martin-Buber-Schule in Gießen sowie der Theodor-Heuss-Schule in Wetzlar.

Paper zu multiprofessionellem Arbeiten in der Lehrerbildung veröffentlicht

Der Ausbau von Ganztagsschulen stellt eines der größten bildungspolitischen Vorhaben der vergangenen 15 Jahre dar. Teil dieses Reformprozesses ist die wachsende Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und anderen Berufsgruppen wie Sozialpädagoginnen und Sonderpädagogen oder ­Erzieherinnen und Erzieher. Der dafür notwendigen multiprofessionellen Kompetenz wird im Lehramtsstudium bislang jedoch ein eher geringer Stellenwert zugeschrieben.

Wie die Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) sowohl die Stärkung der reflexiven Wahrnehmung eigener Professionalität als auch die Wertschätzung anderer Professionen bei Lehramtsstudierenden fördern möchte, erklären die GOL-Mitarbeiterinnen Nina Preis und Katharina Kanitz in der aktuellen Ausgabe des „heiEDUCATION Journal“ am Beispiel des Aufbaumoduls „Arbeiten in multiprofessionellen Teams“.

Aktuell werden an der Justus-Liebig-Universität Gießen mehrere studiengangsübergreifende Lehrveranstaltungskonzepte pilotiert, in denen sich Studierende im Modus forschenden Lernens der Kooperationswirklichkeit an Schulen nähern. Der Beitrag stellt exemplarisch eines dieser Konzepte sowie die Evaluationsergebnisse aus zwei Veranstaltungszyklen vor.

Das „heiEDUCATION Journal“ ist eine neue fächer- und institutionenübergreifende wissenschaftliche Online-Zeitschrift, die von der Heidelberg School of Education herausgegeben wird.

Dritter GOL-Newsletter erschienen

Der dritte GOL-Newsletter ist erschienen. In der aktuellen Ausgabe widmen wir uns mit der SIG4EARLI und dem bak-Lehrerbildung zwei großen Bildungskonferenzen an der Justus-Liebig-Universität Gießen und stellen ausgewählte GOL-Maßnahmen vor. Informationen dazu und zu aktuellen Entwicklungen im Projekt finden Sie in der aktuellen Ausgabe.

 

Übrigens: Die Anmeldung zum GOL-Newsletter ist unkompliziert und jederzeit widerrufbar.

Studienangebot „Bildungsrecht“ der JLU gestartet

Das interdisziplinär angelegte Studienangebot „Bildungsrecht“ der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist am 17. Oktober 2018 offiziell gestartet. Das Projekt hat zum Ziel, interessierten Studierenden, insbesondere der rechtswissenschaftlichen und erziehungswissenschaftlichen Studiengänge sowie der Lehramtsstudiengänge, die Grundlagen des Schulrechts und der für Kindheit und Jugend relevanten Rechtsgebiete zu vermitteln. Ab diesem Wintersemester gibt es einführende und vertiefende Vorlesungen zu den Grundlagen des Schulrechts sowie des Rechtsgebiets der Kindheit und Jugend.

JLU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Verena Dolle betont, das neue Angebot sei eine sinnvolle Ergänzung der bisherigen Lehrangebote des Fachbereichs Rechtswissenschaft, der Lehramtsstudiengänge und der Außerschulischen Bildung. „Mittelfristig geht es um die Integration derartiger Veranstaltungen in die Curricula, so dass unsere Studierenden mit fundierter rechtlicher Orientierung in den Vorbereitungsdienst und die berufliche Praxis gehen können.“

Die feierliche Auftaktveranstaltung fand im Rahmen der Vortragsreihe „Lehrerbildung an der Schnittstelle Schule/Universität: Aktuelle Herausforderungen“ der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) statt. Prof. Dr. Hermann Avenarius, emeritierter Professor für öffentliches Recht und Verwaltungsrecht am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt am Main und über Jahrzehnte einer der Protagonisten der Forschung zum Bildungsrecht in Deutschland, sprach in der Eröffnungsrede über „Die Bedeutung des Schulrechts für die Lehrerbildung“.

Das innovative Projekt geht auf die Initiative von Prof. Dr. Steffen Augsberg und Prof. Dr. Franz Reimer (Rechtswissenschaft), Prof. Dr. Christine Wiezorek (Pädagogik des Jugendalters) und Prof. Dr. Jochen Wissinger (Schulpädagogik) zurück und wird aus zentralen QSL-Mitteln der Universität Gießen sowie von der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) unterstützt.

Zweite Förderphase für die GOL

Alle Kinder und Jugendlichen sollen ungeachtet von Geschlecht, Herkunft oder anderen sozialen Katego- rien optimal gefördert werden. Daraus ergibt sich zum einen eine besondere Verantwortung für die Lehrkraft, zum anderen aber auch für die Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte. Die Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) der Justus-Liebig-Universität (JLU) leistet seit 2016 einen wesentlichen Beitrag zur Qualifizierung der Lehrkräfte. Das Lehrerbildungsprojekt hat nun erneut ein Gutachtergremium überzeugt und wird ab 2019 für weitere 4,5 Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Zu den im Rahmen der »Qualitätsoffensive Lehrerbildung« bereits ausgeschütteten rund sechs Millionen Euro kommen zwischen Juli 2019 und Dezember 2023 weitere rund fünf Millionen Euro an Fördergeldern hinzu.

Auch die Lehrerbildung an den vier anderen hessischen Universitäten wird mit Bundesmitteln unterstützt. An der Lehrerbildung an der JLU sind neun von elf Fachbereichen beteiligt; sie ist als übergreifende Struktur angelegt und gleichermaßen wissenschaftsfundiert sowie praxisorientiert ausgerichtet.

»Die Entscheidung zur Weiterförderung der Gießener Offensive Lehrerbildung ist ein starkes Signal für die Qualität der Lehrerbildung an der JLU«, schreibt JLU-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gratulierte. Prof. Verena Dolle, als Erste Vizepräsidentin zuständig für Studium und Lehre und zugleich Vorsitzende des Zentrums für Lehrerbildung (ZfL) der JLU, drückt ebenfalls ihre Anerkennung für die gemeinschaftliche Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GOL aus. Besonders die Vernetzung - alle Phasen der Lehrerbildung werden in den angestoßenen Veränderungsprozess einbezogen - sei ein Garant für eine nachhaltige Entwicklung, von der am Ende vor allem die Schüler profitieren sollen. Prof. Ludwig Stecher, Sprecher der GOL-Steuerungsgruppe, freut sich über die Würdigung: »Unser konzeptioneller Ansatz aus der ersten Förderphase 'Auf die Lehrkraft kommt es an - Auf die Uni kommt es an' und die darin verankerten Konzepte Bildungsbeteiligung, Reflexivität und Vernetzung haben sich bewährt.« Nun gehe es darum, in den kommenden Jahren an der Weiterentwicklung und Qualitätssicherung der Maßnahmen zu arbeiten. Außerdem gelte es, die inhaltliche Fortführung der erfolgreichen Arbeit der GOL über die nun verlängerte Projektlaufzeit hinaus nachhaltig sicherzustellen und mit den neu eingerichteten Professuren die auf die Lehrerbildung bezogene Forschung zu stärken und zu vernetzen.

Weitere Informationen zum Zentrum für Lehrerbildung unter www.uni-giessen.de/zfl.

Kooperationen der GOL

Zur Steigerung der Qualität in der Lehrerbildung hat sich die GOL zum Ziel gesetzt, alle Phasen der Lehrerbildung stärker miteinander zu vernetzen. Dafür ist die GOL verschiedenste Kooperationen mit Schulen, den Staatlichen Schulämtern, der Hessischen Lehrkräfteakademie, den Studienseminaren der Region und anderen Akteuren der Lehrerbildung eingegangen, aus denen viele erfolgreiche Projekte hervorgegangenen sind und die als Ausgangsbasis für weitere Projekte und Maßnahmen dienen können.

 

Diese interaktive Grafik zeigt die vielfältigen Kooperationsverbindungen auf einen Blick (klicken Sie auf die Grafik und dort dann auf die einzelnen Punkte für nähere Informationen):

Die GOL hat sich die phasenübergreifende Qualitätsentwicklung der Lehrerbildung auf die Fahne geschrieben. Hierzu sind vielfältige Partner notwendig.

Studie über unterschiedliche Fachkulturen im Lehramtsstudium

Ein Forschungsprojekt der GOL untersucht die in den einzelnen Fächern und Studienbereichen des Lehramtsstudiums vorherrschenden unterschiedlichen Vorstellungen darüber, wie „richtig“ studiert wird. Denn diese Kulturen des Studierens (ob beispielsweise Anwesenheit Pflicht ist, wie Studierende lernen sollen oder die Prüfungsorganisation) unterscheiden sich in den Fächern, ihren Fachdidaktiken sowie den Bildungswissenschaften (Erziehungswissenschaft, Politologie, Psychologie, Soziologie) erheblich.

 

In ihrer empirisch-qualitativen Studie können Dr. Sabine Klomfaß, Steffen Brand, Johanna Brüggemann und Katharina Nesseler aufzeigen, wie diese unterschiedlichen Studienstrukturen fachlich begründet werden. So lässt sich besser verstehen, warum bspw. in einer Mathevorlesung keine Anwesenheitspflicht notwendig ist oder wieso eine Lehrveranstaltung im Fach Deutsch ohne Gespräch zwischen Studierenden und Hochschullehrenden kaum vorstellbar erscheint. Für die Lehramtsstudierenden bedeutet dies, dass sie sich abhängig von ihrer individuellen Fachwahl auf sehr unterschiedliche Anforderungen einstellen müssen.  

 

Diese und weitere Erkenntnisse wurden auf der Jahrestagung der Kommission „Professionsforschung und Lehrerbildung“ der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft an der Philipps-Universität Marburg am 7. September 2018 präsentiert. Kontrovers wurde dabei diskutiert, inwiefern der „Normalfall“ fachkultureller Mehrfachzugehörigkeit im Lehramtsstudium eher als Problem oder besonderes Potenzial anzusehen ist.

 

Studie mit Fokus auf Bildung, Geschlecht und soziale Herkunft

Dr. Ilka Benner vom Zentrum für Lehrerbildung an der JLU hat eine Monographie über „Bildungsbenachteiligung und Bildungsanlässe am Übergang Schule-Beruf" veröffentlicht. Darin geht es unter anderem um die Frage, warum mehr junge Männer nach der allgemeinbildenden Schule in „Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen“ einmünden als junge Frauen. 

Die Autorin untersucht in einer qualitativen Studie benachteiligende Faktoren im individuellen Bildungsprozess und ihre strukturelle Einlassung in das deutsche Bildungssystem. Dazu beleuchtet sie die Kategorien “soziale Herkunft” und “Geschlecht” bzgl. ihrer Auswirkungen auf Bildungsbiografien. Aus der Analyse ergeben sich Handlungsempfehlungen für die Lehrerbildung.


Dr. Ilka Benner ist in der Gießener Offensive Lehrerbildung für die wissenschaftliche Gesamtkoordination und für die Konzeption und Organisation von Fortbildungen zu aktuellen Aspekten der Schul- und Unterrichtsentwicklung zuständig. 


Das Buch ist bei Budrich UniPress erschienen.

2018. 296 Seiten. Kart.
38,00 € (D), 39,10 € (A)
ISBN 978-3-86388-762-9  

Bedeutung von Kooperationen für die Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften

Die zahlreichen zum Teil von der GOL angestoßenen Kooperationen zwischen der Justus-Liebig-Universität Gießen und anderen Akteuren der Lehrerbildung waren Thema eines Vortrags auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium in Köln.


Die Mitarbeiterinnen der GOL Ilka Benner und Katharina Hombach hoben gemeinsam mit Heinz Gabler vom Staatlichen Schulamt für den Landkreis Gießen und den Vogelsbergkreis die Bedeutung von Kooperationen in der wissenschaftlichen Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften als Voraussetzung für den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse hervor. 


In Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt hat die GOL unter anderem eine gemeinsame Bedarfsanalyse für an die regionalen Bedürfnisse angepasste Weiterbildungsangebote für Lehrkräfte entwickelt und wird diese im November 2018 durchführen.

Weitere Beispiele sind das Anfang kommenden Jahres stattfindende InnovationCamp unter dem Motto „Innovative Lernformen“ sowie das bereits laufende Multiplikatorenprogramm der GOL.

Universität Gießen startet mit der GOL das Projekt Campusschule

Logo der Campusschulen

Zur Steigerung der Qualität in der Lehrerbildung startet die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) eine besondere Kooperation mit ausgewählten Schulen in der Region – den sogenannten Campusschulen – und will damit in der Zusammenarbeit neue Impulse setzen. Das zunächst auf drei Jahre angelegte Pilotprojekt der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) dient der Vernetzung von wissenschaftlicher und schulischer Praxis. Die ersten Campusschulen sind die Clemens-Brentano-Europaschule mit den beiden Standorten Lollar und Allendorf/Lumda, die Brüder-Grimm-Schule in Gießen-Kleinlinden sowie die Gudrun-Pausewang-Schule in Lauterbach/Maar. Gestern wurden die Verträge über die Kooperation an der JLU unterzeichnet.

„Mit der Vertragsunterzeichnung schlagen wir ein wichtiges Kapitel in der Gießener
Lehrerbildung auf“, sagte JLU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Verena Dolle. „Die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Schulen in der Region wird sowohl die Entwicklung der Schule als auch die Aus- und Fortbildung für Lehrkräfte insgesamt voranbringen. Vor allem werden die Schülerinnen und Schüler davon profitieren.“ Perspektivisch sollen weitere Schulen in den Kreis der Campusschulen aufgenommen werden. In der Zusammenarbeit zwischen den Campusschulen und der JLU sollen Projekte der Schul- und Unterrichtsentwicklung gemeinsam konzipiert, pilotiert und evaluiert werden. Ausgangspunkt gemeinsamer Projekte sind spezifische Fragen an die Schule, den Unterricht, die Bildung und das Lernen, wie sie zum Beispiel durch die Digitalisierung der Kommunikation oder durch eine zunehmende Heterogenität in der Schülerschaft aufgeworfen werden. Die Projekte sollen damit zum einen Antworten auf unterrichtspraktische Fragestellungen liefern, zum anderen sollen sie den Aufbau von Kompetenzen unterstützen, die für die Schul- und Unterrichtsentwicklung notwendig sind.


Durch forschungsorientierte Anteile wird Reflexivität in allen Phasen der Lehrerbildung gestärkt. Damit geht die Zusammenarbeit über bisherige singuläre Kooperationsanlässe und Abstimmungen im Rahmen von Schul- und Fachpraktika oder der Fort- und Weiterbildung hinaus. Dabei geht die JLU davon aus, dass langfristige Kooperationen stets mit einem erheblichen Mehrwert verbunden sind - für die Campusschulen, für die JLU und durch Multiplikation für andere Akteurinnen und Akteure in den bestehenden Netzwerken der Region. Die Pilotphase wird durch das Staatliche Schulamt für den Landkreis Gießen und den Vogelsbergkreis sowie durch das Staatliche Schulamt für den Lahn-Dill-Kreis und den Landkreis Limburg-Weilburg unterstützt. Damit wird auch die Vernetzung der verantwortlichen Institutionen in der Region über die einzelnen Phasen der Lehrerbildung hinweg gestärkt.

 

„Wir erhoffen uns vom Projekt Campusschule, dass das dort generierte Wissen einem nachhaltigen Erkenntnisgewinn dient und die Professionalisierung der Lehrkräfte stärkt, die sich über das gesamte Berufsleben hinweg erstreckt“, sagte Prof. Dr. Jochen Wissinger aus der GOL-Steuerungsgruppe.

 

Start des Pilotprojekts Campusschule der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL): Ralph Kemp, Mitglied der Schulleitung der Clemens-Brentano-Europaschule Lollar, Silvia Schröder, Clemens-Brentano-Europaschule Lollar, Andrej Keller, Direktor der Clemens-Brentano-Europaschule Lollar, JLU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Verena Dolle, Prof. Dr. Jochen Wissinger, Mitglied der GOL-Steuerungsgruppe, Samuel Karbe, Mitglied der Schulleitung der Brüder-Grimm-Schule, Gießen, Rainer Kries, Schulleiter der Brüder-Grimm-Schule, Gießen, Dr. Sophie Kirschner, GOL-Koordinatorin (v.l.). Foto: Julian Hefter


Ralph Kemp (Mitglied der Schulleitung der Clemens-Brentano-Europaschule Lollar), Silvia Schröder (Clemens-Brentano-Europaschule Lollar), Andrej Keller (Direktor der Clemens-Brentano-Europaschule Lollar), JLU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Verena Dolle, Prof. Dr. Jochen Wissinger (Mitglied der GOL-Steuerungsgruppe), Samuel Karbe (Mitglied der Schulleitung der Brüder-Grimm-Schule, Gießen), Rainer Kries (Schulleiter der Brüder-Grimm-Schule, Gießen), Dr. Sophie Kirschner (GOL-Koordinatorin) (v.l.).

Foto: Julian Hefter

 


Weitere Informationen
Interview zu den Chancen und Herausforderungen des Projekts Campusschule mit dem Schulleiter der Clemens-Brentano-Europaschule in Lollar, Andrej Keller

Gelungene Summerschool für Lehrkräfte zur „Berufs- und Studienorientierung"

Der erste Teil der GOL-Summerschool für Lehrkräfte zur „Berufs- und Studienorientierung" ist erfolgreich zu Ende gegangen. Lehrkräfte von Gesamtschulen und Beruflichen Schulen der Region sowie Studierende nahmen das Fortbildungsangebot der Gießener Offensive Lehrerbildung an. Ziel der Summerschool ist es, Lehrkräfte auf ihre wichtige Rolle bei der Begleitung von Schülerinnen und Schülern am Übergang Schule/Beruf vorzubereiten.

 

Die Teilnehmenden der Summerschool
Die Teilnehmenden der Summerschool

In der Veranstaltung setzten sich die Teilnehmenden mit den Herausforderungen dieser Übergangsphase sowie der aktuellen Situation am regionalen Ausbildungsmarkt auseinander. Zur Vernetzung mit anderen Akteuren auf dem Gebiet der Berufsorientierung bildete ein Besuch des Berufsinformationszentrums den vorläufigen Abschluss der Summerschool.

Die Teilnehmenden kommen nun im Februar noch einmal zu einem Reflexionstag zusammen.

Weiterführende Informationen: Flyer

Interview mit dem Schulleiter einer Campusschule: „Schule für Einflüsse von außen öffnen“

Logo der Campusschulen


Foto von Herrn Keller
Andrej Keller ist Schulleiter der Clemens-Brentano-Europaschule, einer der ersten drei Campusschulen. Foto: CBES

Herr Keller, Sie leiten eine der ersten drei GOL-Campusschulen. Was muss man sich darunter vorstellen?

Eine Campusschule trifft mit der JLU Gießen in besonderer Weise eine Verabredung zur engeren Zusammenarbeit auf verschiedenen Gebieten. Die Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) dokumentiert mit dem Label Campusschule ihre Bereitschaft, wissenschaftliche Erkenntnisse in die tägliche schulische Arbeit einfließen zu lassen. Der Kerngedanke liegt darin, die gemeinsamen Potenziale von Schule und Universität ohne großen bürokratischen Aufwand zu entdecken und sich für einander zu öffnen.

Wie wird man Campusschule?

Vor allem durch Eigeninitiative, indem man mit der JLU, insbesondere der GOL, Kontakt aufnimmt und sein Interesse bekundet. Ich bin seit Februar dieses Jahres Schulleiter an der CBES Lollar und hatte schon Anfang März 2018 die ersten Gespräche mit der GOL geführt.

Wie liefen die ersten Gespräche ab?

Das ging alles sehr zügig und unbürokratisch. Es wurde in den Gesprächen schnell deutlich, Ziele und Interessen beider Institutionen passen gut zusammen. Aber auch die Gesprächsatmosphäre war stets angenehm. Konzentriert, offen und auf Augenhöhe wurden beiderseitig Bedürfnisse, Wünsche und auch Befürchtungen formuliert.

Wie ging es dann weiter?

Nach weiteren Gesprächsrunden, an denen von schulischer als auch universitärer Seite Experten zu den beiden Leitthemen „Heterogenität“ und „Digitalisierung“ teilnahmen, stand ein erster Vertragsentwurf fest. An diesem wurden noch kleinere Modifizierungen vorgenommen, bevor die schulischen Gremien, also Schulleitung, Gesamtkonferenz und Schulkonferenz, sich mit den Eckpunkten des Vertrags befassten. Ich bin mit dem Anspruch als Schulleiter angetreten, Transparenz und Partizipation noch stärker in unsere Schulkultur zu verankern, sodass mir dieser offene, alle Beteiligten informierende und integrierende Weg besonders wichtig erschien. Am Ende des Prozesses steht dann die Unterschrift des Schulleiters und der universitären Vertreter unter dem Vertrag. Und dann beginnt ja erst die eigentliche Kooperation.

Wie haben Sie von dem Projekt erfahren?

Von der GOL an sich habe ich schon während meiner Zeit in der Schulleitung der Liebigschule in Gießen erfahren. Konkretes über die Möglichkeiten, die ein Campusschulvertrag bereithält, und die Rolle der GOL habe ich auf dem jährlich stattfindenden Kooperationsgespräch zwischen der JLU und den Schulen Ende Februar 2018 erfahren. Übrigens eine Veranstaltung, die ich in jeder Hinsicht empfehlen kann.

Was war ausschlaggebend dafür, dass Sie sich an dem Projekt beteiligen?

Für mich als Schulleiter ist es wichtig, die Unterrichtsqualität an der Schule weiterzuentwickeln und Schule für Einflüsse von außen zu öffnen. Ich habe mich immer dagegen verwahrt, an der Schule im eigenen Saft zu schmoren. Wir besitzen als Schule eine große Verantwortung gegenüber Schülerinnen und Schülern wie auch den Eltern. Deshalb sollten wir alle Möglichkeiten, die uns geboten werden, um unsere Arbeit zu verbessern, auch nutzen. Ich verspreche mir also vom Campusschulprojekt, dass wir – und damit meine ich vor allem meine Kolleginnen und Kollegen – noch besseren Unterricht konzipieren und umsetzen, um den nicht leichter werdenden Schulalltag an einer Kooperativen Gesamtschule erfolgreich zu bewältigen.

Sie sprechen es an: Was sind Ihrer Meinung nach aktuell die größte Herausforderung im Schulalltag? 

Wir haben in Lollar kein Alleinstellungsmerkmal, was die Herausforderungen im Schulalltag angeht. Aber als eine Kooperative Gesamtschule stellen wir uns mehr als andere Schulformen der Diversität und Heterogenität unserer Schülerinnen und Schüler. Wir müssen in Lollar unseren Hochbegabten ebenso gerecht werden wie Kindern mit Lernhilfeschwierigkeiten. Dazu haben wir noch drei Intensivklassen eingerichtet, in denen Kinder ohne bisherige Schulerfahrung mit Kindern aus bildungsbeflissenen Elternhäusern Deutsch lernen. Allen diesen Kindern und Heranwachsenden unserer Schule auf Grundlage einer zukunfts- und werteorientierten Bildung einen guten Start ins Leben nach der Schule zu ermöglichen, stellt die wichtigste und größte Herausforderung dar. Dazu brauchen wir als Kollegium neben vielen anderen Eigenschaften die besten und modernsten Werkzeuge pädagogischen Handelns.

Kommt da die Campusschule ins Spiel?

Genau. Hier erhoffe ich mir den meisten Mehrwert durch unsere Zusammenarbeit mit der GOL. Daneben ist es eine besondere Herausforderung diese hehren Ansprüche an den Lehrerberuf mit den sächlichen Ausstattungen, die wir vom Schulträger gestellt bekommen, in Einklang zu bringen. W-Lan und digitale Präsentationsmöglichkeiten in allen Klassen sollten als Selbstverständlichkeit begriffen werden. Die Digitalisierung revolutioniert unsere Arbeitswelt in Lichtgeschwindigkeit, unsere öffentlich finanzierten Schulen sollen auf diese digitalisierte Arbeitswelt vorbereiten. Wenn die beiden letzten Sätze Gültigkeit besitzen, dann müssten Schulen in allen Belangen auch dementsprechend gestaltet und ausgestattet werden.

Wie sieht es beim Thema Heterogenität aus?

Wir haben uns als demokratisches Gemeinwesen der Umsetzung des Inklusionsgebots verpflichtet. Unsere Schule schließt deshalb keine in allgemeinbildenden Schulen zu beschulende Schülerinnen und Schüler aus, sondern versucht in verschiedenen, eng miteinander verzahnten Schulzweigen den individuellen Bedürfnissen der Kinder und Heranwachsenden gerecht zu werden. Bei meinen Unterrichtsbesuchen sehe ich z. B. die zuständige Lehrkraft auch in Zusammenarbeit mit einer Kraft aus den Beratungs- und Förderzentren, einem Integrationshelfer und einer Schulsozialarbeiterin eine Klasse mit differenzierten Unterrichtsmaterialien unterrichten. Und anders geht es auch nicht. In diesen Situationen wird deutlich, dass das alte System, indem ein Lehrer, ein Buch und 30 Schülerinnen und Schüler zum gleichen Zeitpunkt dasselbe machten, nicht mehr funktionieren kann. Dieser Prozess der Individualisierung von Unterricht ist mittlerweile eingeleitet, aber ich verspreche mir durch das Campusschulprojekt qualitativ guten Input für das Kollegium in Lollar. Dies würde die anderen Professionalisierungsangebote, die wir in den letzten Monaten an die Schule geholt haben, wirksam und flankierend unterstützen.

Wo liegen die größten Herausforderungen bei der Digitalisierung?

Wie gesagt, Digitalisierung ist nicht unsere Zukunft, sondern sie bestimmt jetzt schon unsere Gegenwart in Gesellschaft und Wirtschaft. Landauf, landab sind die Schulen nicht entsprechend ausgerüstet und viele Kolleginnen und Kollegen haben noch nicht alle positiven Potenziale genutzt, die ihnen eine stärkere Digitalisierung ihres Unterrichts bereitstellen würde. Können sie auch gar nicht. Durch die begrenzten technischen Möglichkeiten in unseren Schulen sind sie nur bedingt in der Lage, ihren Unterricht dementsprechend zu gestalten.

Sie sehen also strukturelle sowie individuelle Herausforderungen…

Ich sehe zwei Kernprobleme: Erstens müssten die Schulen permanent auf einem technisch anspruchsvollen „digitalen“ Niveau gehalten werden. Und zweitens müssen die Kollegien sich entsprechend weiterbilden, um den Herausforderungen einer digitalen Gesellschaft und einer Schülergeneration, die als „digital natives“ heranwächst, gerecht zu werden.

Fehlt es da im Kollegium manchmal am Willen?

Nein, das will ich niemandem unterstellen. Im Gegenteil: Viele Lehrerinnen und Lehrer bringen ihre eigenen, selbst bezahlten mobilen Endgeräte wie Laptops, Tablets sowie Adapterkabel, W-Lan-Verstärker und Präsentationsgeräte in die Schule mit, um ihren Job anspruchsvoll verrichten zu können. Stellen Sie sich das mal in anderen Berufszweigen vor….

Wie kann das Projekt Campusschule bei der Bewältigung dieser Herausforderungen helfen?

Ich sehe die Möglichkeit, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, was differenzierte, individualisierte und digitalisierte Unterrichtsgestaltung angeht, in die Klassenräume zu bringen. Dies soll zum Wohl der Schülerinnen und Schüler geschehen und dem Kollegium als eine kostenlose Fortbildung dienen. Am Ende des Tages soll der Unterricht besser werden, was allen Beteiligten zu Gute kommt. Das ist die Perspektive der Schule.

Foto Hr. Keller und Prof. Dr. Wissinger
Andrej Keller (links) und Prof. Dr. Jochen Wissinger aus der GOL-Steuerungsgruppe nach der Unterzeichnung der Campusschulverträge am 24.07.2018. Foto: Julian Hefter
Und wie profitiert die Wissenschaft von dem Austausch?

Die Fachdidaktiken der Universität bekommen die Gelegenheit, aus den Seminarräumen heraus in die Praxis des 

Schulalltags zu kommen. Dabei ist es mir aber besonders wichtig, unsere Schülerinnen und Schüler nicht als Probanden für didaktische Versuchsballons zu verstehen. Hier besteht eine große Verantwortung auf Seiten der Universität und auf der Seite des Schulleiters zu einem sensiblen Umgang mit den Unterrichtsgruppen. Ansonsten würde viel Vertrauen und eine sehr positive Grundhaltung seitens des Kollegiums, die zurzeit spürbar ist, gegenüber dem Campusschulprojekt verspielt. Ansonsten erhoffe ich mir auch durch den Austausch mit anderen Schulen, die an dem Campusprojekt teilnehmen, neue Ideen für eine bessere Gestaltung von Unterricht und Schule.

Wie viele Lehrkräfte beteiligen sich an Ihrer Schule?

Es beteiligen sich die Kolleginnen und Kollegen, die Interesse an dem Projekt haben. Wir setzen nicht auf Zwang oder Verpflichtung, sondern auf das gute Beispiel und die positiven Erfahrungen im benachbarten Klassenraum. Da wir unmittelbar vor der Unterzeichnung des Vertrags mitten in den Sommerferien stehen, sind konkrete Projekte noch nicht angelaufen. Die Einstellung gegenüber dem Campusschulprojekt im Kollegium wie auch bei den Eltern, das haben mir viele Gespräche gezeigt, kann als sehr positiv und wohlwollend bezeichnet werden. 

Gab es denn im Kollegium keinerlei Vorbehalte gegen das Vorhaben?

Bei den Abstimmungen in den Gremien war die Zustimmung der Schulgemeinde zum Campusschulprojekt überwältigend. Nur wenige Enthaltungen wurden gezählt. Vorbehalte gab es im Hinblick auf eine mögliche gesteigerte Arbeitsbelastung und auch die Angst vor universitären Versuchsprojekten an der Schule, die noch nicht zu Ende gedacht worden sind. Meine Kolleginnen und Kollegen nehmen ihren Unterricht sehr ernst und es besteht die Sorge, mit dem Unterrichtsstoff nicht „durchzukommen“, wenn Studierende – natürlich zeitlich begrenzt – das Ruder im Klassenraum übernehmen. Die tatsächliche Umsetzung des Campusschulprojekts wird zeigen, wie begründet diese Vorbehalte sein werden. Und wir werden bei Problemen dementsprechend gegensteuern. Die Projekte werden von Seiten der Schulleitung einem Monitoring unterworfen und die Kolleginnen und Kollegen sind angehalten, offen und ehrlich ihre Eindrücke in jeder Richtung zu schildern.

Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Was steht am Ende der dreijährigen Kooperation auf der Habenseite?

Ich bin der festen Überzeugung, dass der Mehrwert auf schulischer wie universitärer Seite durch den gegenseitigen Austausch größer sein wird als mögliche Belastungen. Am Ende des Tages wird die Wissenschaft einen größeren, weil schärferen Praxisbezug und das Kollegium eine breitere Perspektive auf einen differenzierten, individualisierten und digitalisierten Unterricht erhalten. Wenn das so eintrifft, haben alle gewonnen, vor allem aber – und das ist das Wichtigste – die Schüler und Schülerinnen der Clemens-Brentano-Europaschule.

Zweiter Newsletter der GOL erschienen

Der zweite Newsletter der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) ist erschienen. Dieses Mal widmet sich der Newsletter einem Kernthema: der Vernetzung. Die Vernetzung aller an der Lehrerbildung beteiligter Institutionen sowie Akteurinnen und Akteure ist eine Voraussetzung für eine zeitgemäße, innovative und effektive Qualitätsverbesserung in der Lehrerbildung. Die GOL an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) trägt mit mehreren Maßnahmen zur Ausgestaltung dieser Vernetzung bei.

 

Informationen dazu und zu aktuellen Entwicklungen im Projekt finden Sie in der aktuellen Ausgabe.

Ergebnisbericht 2017 vorgestellt

Die Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) hat ihren Ergebnisbericht 2017 veröffentlicht. Darin werden die Fortschritte des Strukturentwicklungsprojekts in den Bereichen Konzeption, Ausgestaltung und Evaluation aus dem vergangenen Jahr beschrieben.

Im Sinne eines Thinktanks für die gesamte Lehrerbildung an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) fällt der GOL die Aufgabe zu, Innovationen in der Lehrerbildung, im lehramtsbezogenen Bildungs- und Beratungsangebot sowie in der Lehre nach innen und außen zu kommunizieren, zu pilotieren sowie Möglichkeiten der Implementation in bestehende Strukturen der JLU zu identifizieren und die Zusammenarbeit mit den außeruniversitären Akteuren zu stärken.


Sie finden den Ergebnisbericht hier.

Der erste Newsletter ist erschienen

Der erste Newsletter #1/2018 der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) ist im März 2018 erschienen. Die GOL informiert hierin über ihre geplanten und bereits durchgeführten Aktivitäten.

Sie finden den Newsletter hier.

Relaunch der Website

Die Internetseite der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) wurde generalüberholt. Noch übersichtlicher, noch informativer! Ab sofort können Sie sich unter www.uni-giessen.de/gol/newsletter auch zum Newsletter der GOL anmelden, um immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Fortbildungen für Lehrkräfte am tatsächlichen Bedarf ausrichten

Im Rahmen eines Programm-Workshop der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern an der Universität Kassel hat die Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) ihr Vorhaben einer regionalen Bedarfsanalyse in Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt Gießen-Vogelsbergkreis zu Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte vorgestellt.

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Staatlichen Schulamtes für den Landkreis Gießen und den Vogelsbergkreis sowie der Hessischen Lehrkräfteakademie erörterte Dr. Ilka Benner aus der GOL-Steuerungsgruppe das unter anderem mit Professor Dr. Jochen Wissinger entwickelte Vorhaben einer Bedarfsanalyse, mit deren Hilfe ein evidenzbasiertes und am tatsächlichen Bedarf in der Region orientiertes Fortbildungsangebot entstehen kann.

„Mit unserem Instrument wollen wir den tatsächlichen Fortbildungsbedarf von Lehrkräften im Raum Gießen identifizieren“, sagte Benner. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollten sicherstellen, dass künftige Fortbildungen nicht am Bedarf vorbei konzipiert würden.

Das Treffen der Arbeitsgruppe unter dem Titel „Wie kommt der Köder zum Fisch? Bedarfsanalyse für die Lehrerfortbildungen – Zielsetzung, Fragestellungen und Umsetzungsmöglichkeiten“ wurde ausgerichtet vom GOL-Maßnahmenpaket „Aktuelle Aspekte der Schul- und Unterrichtsentwicklung“ unter Beteiligung des Staatlichen Schulamtes und der Hessischen Lehrkräfteakademie.

Der Programm-Workshop in Kassel beschäftigte sich mit der Frage „Wie viel Wissenschaft braucht die Lehrerfortbildung? Lehrerfort- und Lehrerweiterbildung an und durch Hochschulen“ und diente als Forum für sich entwickelnde strukturelle, inhaltliche und forschungsbezogene Aktivitäten an Universitäten im Bereich der Lehrerfortbildung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Bundesländern diskutierten aktuelle Herausforderungen sowie Formen der Abstimmung und Kooperation zwischen Hochschule und Landesinstitutionen, die für die Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften zuständig sind.

Die Gießener Offensive Lehrerbildung möchte Innovationen und Qualitätsverbesserungen in der Lehrerbildung vorantreiben. Der Fokus des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund sechs Millionen Euro geförderten Projektes liegt sowohl auf der Professionalisierung der (angehenden) Lehrkräfte als auch auf der Weiterentwicklung der universitären Lehr- und Lernkultur im Lehramtsstudium. Die GOL umfasst Maßnahmen zur Abstimmung der Studieninhalte, der Förderung der Reflexionskompetenz und der Verbesserung des Verhältnisses zwischen Wissenschaft und Schule über alle Phasen der Lehrerbildung hinweg.

"Auf die Uni kommt es an" - Interview mit Prof. Dr. Jochen Wissinger

"AUF DIE UNI KOMMT ES AN"



Im Interview spricht Prof. Dr. Jochen Wissinger aus der Steuerungsgruppe der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) über Aufgaben und Verantwortung der Universität im Rahmen der Lehrerbildung und das umfassende Programm dieser Strukturentwicklungsmaßnahme.

(c) Birgit Eckhardt & Lutz Hufeld Foto

Prof. Dr. Jochen Wissinger aus der GOL-Steuerungsgruppe

(Foto: Birgit Eckhardt & Lutz Hufeld Fotografie)

 

Die GOL tritt mit dem ehrgeizigen Ziel an, die Qualität der Lehrerbildung zu verbessern. War bisher alles schlecht?

Nein, natürlich nicht. Wir können auf viele Erfolge in den letzten Jahren zurückblicken. Aber wir wollen und dürfen dabei auch nicht stehen bleiben. Die Welt und die Lebensumstände von Kindern und Jugendlichen ändern sich. Darauf müssen sich Schule und Lehrpersonen einstellen – und eben auch die Lehrerbildung.

 

Um die Qualität in der Lehrerbildung zu steigern, nehmen Sie explizit die Hochschule in die Pflicht. Warum?

Die Hochschule ist Teil des Lehrerbildungssystems und für die erste Phase verantwortlich – neben dem Vorbereitungsdienst (zweite Phase) und der beruflichen Fort- und Weiterbildung (dritte Phase). Die jüngere Kritik an der Lehrerbildung verbindet sich mit der Erwartung, dass die lehrerbildenden Universitäten insgesamt Verantwortung übernehmen und stärker als bislang mit der zweiten, vor allem mit der dritten Phase kooperieren. Dahinter steht die Erkenntnis, dass sich die Professionalisierung der Lehrkräfte über ein Berufsleben erstreckt und der berufsbegleitenden Fort- und Weiterbildung im Verhältnis zu den anderen beiden Phasen zunehmend größeres Gewicht zukommt. Die GOL nimmt diese Erwartung ernst und hat sich zum Ziel gesetzt, für eine Vernetzung der Phasen zu arbeiten. Konkret heißt das, dass die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ihren Fort- und Weiterbildungsauftrag überdenkt, eine vertiefte Kommunikation mit den anderen Akteuren sucht und systematisch Angebote unterschiedlichen Formats bereitstellen will.

 

Häufig wird angenommen, dass die Universität als Ausgestalterin der ersten Phase für die Theorie, also die wissenschaftlichen Erkenntnisse, verantwortlich ist, während die zweite und dritte Phase den praktischen Teil übernehmen. Endet der Kontakt zur Wissenschaft für Lehrkräfte mit dem Eintritt in das Studienseminar?

Bislang scheint das von manchen Verantwortlichen so gesehen worden zu sein. Man kann Lehrkräfte gelegentlich davon sprechen hören, dass sie beim Eintritt in den Vorbereitungsdienst mit den Satz begrüßt wurden „Nun vergesst mal alles, was ihr an der Uni gehört habt“. Diese Erfahrung lässt sich nicht verallgemeinern. Vielmehr hat sich in jüngerer Zeit das Verhältnis zur Wissenschaft und zur Frage der Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse positiv verändert. So findet vielerorts die Einschätzung Zustimmung, dass professionelles Handeln theoretisch fundiertes Handeln ist und wissenschaftliche Erkenntnisse dazu beitragen, schulische Praxis in ihrer Komplexität zu verstehen und pädagogische wie didaktische Entscheidungen auf einer theoretisch tragfähigen Basis zu treffen. Wir sprechen auch von evidenzbasiertem Diagnostizieren und Entscheiden – so, wie wir es z. B. von unserem Arzt erwarten. Schüler*innen und Eltern wünschen einen lernerorientierten, effektiven Unterricht, der in der Ausgestaltung und seinen Ergebnissen (z. B. Lern- und Leistungsbeurteilung) begründet und transparent ist. Wie schon gesagt: die berufsbegleitende Professionalisierung gewinnt relativ zum Berufsleben eines Lehrers/einer Lehrerin an Bedeutung. Das ist ohne die Wissenschaft nicht zu stemmen.

 

Dem Lehrerberuf wird manchmal nachgesagt, nicht besonders innovativ zu sein. Wie offen ist der Schulbetrieb für Veränderungen?

Diese Sicht auf den Lehrerberuf ist nicht berechtigt. Ein zentraler Aufgabenbereich der Lehrkräfte ist gerade die Innovation in Schule und Unterricht. So zumindest sieht es die Konferenz der Kultusminister. Es gibt in den Schulen große Bereitschaft zu Schulreformen und zur Schulentwicklung – nicht erst seit PISA. Und wenn man genau hinschaut, sieht man Veränderungen. Die Schulen kommen nicht umhin, Schritt zu halten mit immer neuen Anforderungen, die gesellschaftlicher Wandel mit sich bringt. Das gilt etwa mit Blick auf die Themen Ganztagsschule oder Inklusion. Tagtäglich sind Lehrkräfte gefordert, sich auf sich verändernde Umstände des Lebens und Aufwachsens einzustellen und die Kinder und Jugendlichen auf eine ungewisse Zukunft vorzubereiten. Allerdings sind die Schulen sicherlich in unterschiedlichem Maße in der Schul- und Unterrichtsentwicklung dauerhaft aktiv – was übrigens auch eine Frage der zur Verfügung stehenden Ressourcen ist.

 

Reflexivität ist eine zentrale Idee in der GOL. Angehende aber auch bereits im Beruf stehende Lehrkräfte sollen in die Lage versetzt werden, ihr eigenes Handeln und dessen Folgen sowie aktuelle Entwicklungen im Schulbetrieb kritisch zu hinterfragen. Geschieht dies bisher zu wenig?

Die Frage lässt sich nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten. Vom Selbstanspruch des universitären Teils der Lehrerbildung aus gesehen ist es schon immer Auftrag und Ziel des Studiums in den Fächern, den Fachdidaktiken und den Grund-/Bildungswissenschaften, die Studierenden dazu zu befähigen, das eigene Denken und Handeln sowie dessen Folgen kritisch zu hinterfragen. Einer meiner Lieblingssätze an die Adresse der Studierenden lautet, dass sie neben sich treten, sich selbst beobachten und ihr Denken und Handeln kritisch reflektieren können müssen. Wir gehen davon aus, dass diese auf sich selbst bezogene Reflexivität, wie meine Kollegin Prof. Claudia von Aufschnaiter sagen würde, die entscheidende Bedingung dafür ist, dass Lehrkräfte der vielschichtigen Heterogenität in den Lernvoraussetzungen der Schüler/-innen und der Komplexität des Unterrichts in einer offenen, demokratischen, global orientierten und multikulturellen Gesellschaft gerecht werden. Der Grad der Reflexivität schlägt sich in der Güte eines systematisch geplanten und im Ergebnis überprüfbaren Unterrichts nieder –  soweit die Theorie.

 

Und in der Praxis?

Selbstkritisch muss ich sagen, dass wir uns in der Lehrerbildung von den Praktika abgesehen insgesamt zu wenig empirisch darum kümmern, ob wir die selbstgestellten Ansprüche an das, was wir tun, auch tatsächlich und nachhaltig erfüllen. Hier haben wir uns im Rahmen der GOL vorgenommen, uns selbst in Hinblick auf die Studienergebnisse zu hinterfragen.

 

Die GOL bietet unter anderem auch zu diesem Aspekt ein umfassendes Fort- und Weiterbildungsangebot für Lehrkräfte an. Was ist das Besondere daran?

Das Besondere an unserem Konzept ist zunächst, dass wir, wie schon gesagt, Professionalisierung im Sinne lebenslangen Lernens als einen fortlaufenden Prozess verstehen, der individuell gesehen biographische Züge hat und strukturell weit in die berufliche Praxis hinein reicht. Das bedeutet, dass die Universität in der Fort- und Weiterbildung mehr denn je aktiv wird und die bisher etablierte Aufgabenteilung mit der Hessischen Lehrkräfteakademie – der zuständigen Behörde des Hessischen Kultusministeriums – verbessert.

 

Warum ist dieses Engagement der Universität nötig?

Weil Innovationen im schulischen Alltag auf Kenntnisse und Fähigkeiten angewiesen sind, die die systematische Beschreibung, Analyse und Beurteilung von Phänomenen der Erziehung und des Lernens erlauben. Diese Kenntnisse müssen ständig erneuert und aktualisiert werden. Hier verhält es sich nicht anders als in anderen Berufen, dass auch Lehrkräfte immer up-to-date sein müssen. Mit zwei Maßnahmen, dem Multiplikatorenprogramm und dem Campusschul-Konzept, verfügt die GOL über Ansatzpunkte im Bereich der Fort- und Weiterbildung, die uns erlauben, wissenschaftliche Expertise in die Schulen zu tragen und die Schulen in Abstimmung mit ihren Wünschen, Fragen und Problemen vor Ort in der Schul- und Unterrichtsentwicklung zu unterstützen. Fort- und Weiterbildung in diesem Sinne hat damit nicht nur eine individuelle und „private“ Seite der Nutzung, sondern auch eine strukturelle, die außerhalb der Schule in unterschiedlichen Angebotsformaten stattfindet oder aber unmittelbar an einer Schule angesiedelt ist. Im letzten Fall spricht sie nicht nur eine einzelne Lehrkraft an, sondern ein Kollegium. Dadurch wird es möglich, Schulen im Sinne des Konzepts der „Schulinternen Lehrerfortbildung (SchiLf)“ oder, auch weitreichender, im Sinne des Konzepts der „professional learning community“ in der Bewältigung ihrer Aufgaben zu stärken und zu unterstützen.

 

Ziel der GOL ist es, alle Phasen der Lehrerbildung miteinander zu vernetzen. Bauen Studium, Vorbereitungsdienst und die berufliche Weiterbildung nicht jetzt schon aufeinander auf?

Theoretisch bauen alle Phasen aufeinander auf. Empirisch gesehen führen aber alle Phasen ein Eigenleben – sind, systemtheoretisch gesagt, geschlossene, selbstreferenzielle Systeme. Das zeigt sich praktisch darin, dass wir wechselseitig voneinander wenig wissen und in der Vergangenheit nicht immer das nötige Interesse füreinander aufgebracht haben. Das ändert sich aber in jüngerer Zeit. So gibt es z. B. seit einigen Jahren einen Kooperationsrat, dem auch die JLU angehört und der die Aufgabe hat, alle denkbaren Themen zur Lehrerbildung über alle Phasen hinweg zu beraten.

 

Was macht, im GOLschen Sinne, die ideale Lehrkraft aus?

Eine ideale Lehrkraft ist gebildet, hat eine positive Einstellung zum Leben und zu den Kindern und Jugendlichen, die ihr anvertraut sind. Sie hat ein Bewusstsein davon, dass „unsere Kinder“ das höchste Gut unserer Gesellschaft ist und daraus eine besondere Verantwortung für die Erziehung und Bildung in und durch Schule erwächst. Sie verfügt über hohe fachliche, fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Kompetenzen, hält lernerorientierten Unterricht und gestaltet das Verhältnis zu den Schüler*innen auf der Basis rational begründeter Entscheidungen, stellt sich der Kritik von Schüler*innen, Eltern oder Kolleg*innen und ist bereit und in der Lage, fortwährend an sich zu arbeiten.

Ankündigung: Fach-Tag zum Thema „Sexualisierte Gewalt an Schulen“

Im Rahmen der Fach-Tage des Zentrums für Lehrerbildung der Justus-Liebig-Universität Gießen bietet die Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) eine Fachveranstaltung zum Thema „Sexualisierte Gewalt an Schulen“ an.
Wie die von Prof. Dr. Sabine Maschke (Philipps-Universität Marburg) und Prof. Dr. Ludwig Stecher (GOL, Justus-Liebig-Universität Gießen) im Auftrag des Hessischen Kultusministeriums durchgeführte SPEAK!-Studie herausfand, erleben viele Jugendliche verbale oder gar körperliche sexualisierte Gewalt - auch im Schulalltag. Ziel des Fach-Tages, der sich an Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen richtet, ist es, herauszufinden, wie Lehrkräfte sexualisierte Gewalt in der Schule erkennen können und wie ein geeigneter Umgang bzw. eine wirkungsvolle Prävention aussehen.
 
Neben weiteren aktuellen Ergebnissen aus der SPEAK!-Studie bietet die Fortbildung die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit anwesenden Kolleginnen und Kollegen, einen Präventionsworkshop sowie praktische Tipps von Expertinnen und Experten von Wildwasser Gießen e. V., einer Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch.
 
Datum: 13. November 2017
Uhrzeit: 9:00 bis 13:30 Uhr
Ort: Alte Universitätsbibliothek, Bismarckstraße 37, Raum AUB 3, 35390 Gießen

Berufung in den wissenschaftlichen Beirat des Leibniz-Instituts

Große Ehre für Prof. Dr. Claudia von Aufschnaiter von der Justus-Liebig-Universität (JLU): Die Professorin für Didaktik der Physik wurde zum 1. Januar 2018 in den wissenschaftlichen Beirat des Leibniz-Institutes für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel berufen. Das IPN betreibt Grundlagenforschung zu Fragen des Lehrens und Lernens und sieht seine Aufgabe darin, die Pädagogik der Naturwissenschaften und der Mathematik weiter zu entwickeln und zu fördern. Der wissenschaftliche Beirat berät und bewertet die Forschungsarbeiten und die strukturellen Entwicklungen des Instituts.

„Ich freue mich auf die neue Aufgabe und die damit einhergehende Möglichkeit, vertiefte Einblicke in die weitreichenden Forschungsarbeiten des IPN zu erhalten“, sagte Prof. Dr. von Aufschnaiter, die an der JLU zur Steuerungsgruppe der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) gehört.

Die Gießener Offensive Lehrerbildung möchte Innovationen und Qualitätsverbesserungen in der Lehrerbildung vorantreiben. Der Fokus des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund sechs Millionen Euro geförderten Projektes liegt sowohl auf der Professionalisierung der (angehenden) Lehrkräfte als auch auf der Weiterentwicklung der universitären Lehr- und Lernkultur im Lehramtsstudium. GOL umfasst Maßnahmen zur Abstimmung der Studieninhalte, der Förderung der Reflexionskompetenz und der Verbesserung des Verhältnisses zwischen Wissenschaft und Schule über alle Phasen der Lehrerbildung hinweg. 23 Prozent der Studierenden an der JLU sind in den Lehramtsstudiengängen eingeschrieben; neun von elf Fachbereichen sind an der Lehrerbildung beteiligt.