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10.-11.11.2016: Interner Workshop des ZMI-Forschungsschwerpunktes, Schloss Rauischholzhausen

Wann 10.11.2016 um 15:00 bis
11.11.2016 um 14:00
Wo Schloss Rauischholzhausen
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Mit der weitreichenden Medialisierung fast aller Lebensbereiche verändern sich Handlungs- und Kommunikationsräume und darauf bezogene Praktiken der Interaktion, Vernetzung und des Wissensaustauschs. Sie lassen sich einerseits als Möglichkeitsräume begreifen, die neue Optionen für das Lernen und den Wissensaustausch eröffnen und andere Formate des Aushandelns und Prozessierens von (nicht nur) lern- und bildungsaffinen Inhalten und Gegenständen entfalten.

Der gemeinsame Workshop der Mitglieder des Forschungsschwerpunkts an der JLU diente der  Weiterentwicklung von Ideen, Leitvorstellungen und programmatischen Inhalten. Thematisch stand der Workshop unter dem Begriff Informalität und Fragen danach, ob und wie Prozesse der Informalisierung von Medien literale Praktiken und das Verständnis von Bildung verändern:

  1. Welches sind Prozesses der Informalisierung von Medien? Was kennzeichnet sie? Wie verändern Prozesse der Informalisierung von Medien die Interdependenz von Medien, Literalität und Bildung?
  2. Wie verändern sich Konzepte von Literalität und Bildung durch Prozesse der Informalisierung von Medien? Wer bestimmt (fortan) bildungsrelevante Inhalte und wie entwickeln sich darauf bezogene Prozesse, Praktiken und Kompetenzen? 
  3. Wie entwickelt sich das Verhältnis von institutionalisierten/ formalen/ formellen Bildungs- und Literalitätspraktiken einerseits und außer-institutionellen/ informalen/ informellen Bildungs- und Literalitätspraktiken andererseits?

Den Auftakt des Workshops bildete ein Impulsreferat von Alexander Sander, Geschäftsführer bei Digitale Gesellschaft e.V. in Berlin (https://digitalegesellschaft.de). Er ist Gründer von NoPNR!, einer Kampagne gegen die Vorratsdatenspeicherung von Reisedaten, und Observer bei European Digital Rights (EDRi), einer internationalen Vereinigung von Bürgerrechtsorganisationen, die für den Schutz der Privatsphäre und die Freiheit der Bürger in der Informationsgesellschaft steht. Anhand unterschiedlicher Beispiele aus der Praxis des Internet, z.B. Edit Wars bei Wikipedia, Assilobby und Shitstorms, Bots – Computerprogrammen, die im Netz Werbung für Unternehmen verteilen oder in politischen Contenten im Interesse bestimmter Akteure agieren, zeigte Sander, wie die Inhalte bzw. das Wissen über digitale Medien informell verteilt wird und wie schnell sich Filterblasen und Parallelgesellschaften bilden können. Der Vortrag regte zu weitreichenden Diskussionen an, insbesondere mit Blick auf die Frage, welche Folgen postfaktische Tendenzen für das Selbstverständnis der Hochschulen haben, was man dem Populismus entgegensetzen kann, wie Grenzen und unterschiedliche Wertvorstellungen digitaler und realer Welt abgegrenzt werden und wie Verbreitung und Erwerb von Wissen zukünftig zu denken ist. Am zweiten Tag des Workshops wurden Ideen konkretisiert und die weiteren Arbeitsschritte festgehalten.