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Tagungsbericht: Online-Vitriol: Advocacy, Violence, and the Transforming Power of Social Media – internationale Konferenz des GCSC und ZMI

Tagungsbericht: Online-Vitriol: Advocacy, Violence, and the Transforming Power of Social Media – internationale Konferenz des GCSC und ZMI

Der Begriff Online Vitriol umfasst all jene Phänomene in den sozialen Medien, die die Kehrseite der Meinungsfreiheit und Vernetzung aufdecken: Hasskommentare, Cyberbullying, Aufruf zur virtuellen Hetze und vieles mehr. Auf vielfältigen Ebenen näherte sich die viertägige internationale Konferenz Online Vitriol. Advocacy, Violence, and the Transforming Power of Social Media dem komplexen

Kendzior
Thema der Gewalt in Online-Kontexten an.

Gerahmt wurde die Tagung von zwei Vorträgen der amerikanischen Journalistin Dr. Sarah Kendzior. Kendzior sprach am Mittwochabend zur Eröffnung der Tagung im Kontext der ZMI-Vortragsreihe Zwischen Hetze und Meinungsfreiheit zum Thema Coping with Social Media under a Post-Truth President und verdeutlichte die prekäre Lage des kritischen Journalismus in Amerika. In ihrem Vortrag Trump, Trolls, and the Truth: Digital Media in the Era of ,Alternative Facts’ am Freitagabend ging sie auf die Dynamiken der sozialen Medien in Amerika ein und gab Einblicke in ihre persönliche Arbeit als Journalistin im amerikanischen Midwest. Der Vortrag ist jetzt auf dem YouTube Channel des ZMI zu sehen.

 

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Session „Legal and Ethical Approaches“ mit Penelope Kemekenidou, Jutta Hergenhan, Seda Gökçe Turan und Bernardo Caycedo (v.l.n.r.) Foto: Ann-Marie Riesner
In den folgenden Panels, Keynote-Vorträgen und Podiumsdiskussionen wurde Online Vitriol über eine Vielzahl von Fallstudien und theoretischen wie methodischen Überlegungen systematisch wie historisch erschlossen. Darüber hinaus wurde die Frage gestellt, wie Online Vitriol begegnet werden kann. Besonders erhellend waren der Keynote-Vortrag „Vitriol as an Attack on Culture: the Logic of Surplus Value and the Aestheticizing of the Political”, in dem Prof. Frans-Willem Korsten (Leiden University) aus der Mythologie und europäischen Kulturgeschichte die ambivalenten Konzepte des Spottes (Momus) und des Gerüchts (Fama) herleitete, sowie der Keynote-Vortrag „Visibility as Vitriol: Exploring User-led Shaming”, in dem Dr. Daniel Trottier (Erasmus University Rotterdam) von der Praxis des Filmens in der Öffentlichkeit mit dem Ziel der Denunzierung von Personen in den sozialen Medien sprach. Ein weiteres Highlight war die Podiumsdiskussion zum Thema Dealing with Online Vitriol in Theory and Practicemit der Aktivistin Penelope Kemekenidou (Stop BILD Sexism), dem Medienwissenschaftler Dr. Ramón Reichert (Universität Wien), dem Journalisten Andreas Schwarzkopf (Frankfurter Rundschau) und Prof. Greta Olson (JLU).

Den vollständigen Bericht der Tagung finden Sie auf der Seite der Sektion 1.

(13.07.2017, Ann-Marie Riesner)