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ZMI-Newsletter

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ZMI-Newsletter 2/2018

Editorial

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde des ZMI,

 

Prof. Dr. Katrin Lehnengar nicht so einfach zu formulieren, wie man sich zugleich freut und traurig ist: Im August wird Henning Lobin Direktor des Instituts für Deutsche Sprache, DAS Institut in Deutschland, wenn es um Sprache, Sprachwandel, Sprachpolitik u.v.m in Forschung und Öffentlichkeit geht. Das finden wir großartig. Im August verlässt Henning Lobin aber auch nach 20 Jahren die JLU, an der er intensiv gelehrt und geforscht und das ZMI für knapp 10 Jahre geleitet hat. Das finden wir schade. Weil der Kontakt nicht abreißen wird, freuen wir uns jetzt einfach auf neue Formen der Zusammenarbeit und andere Wege der Kooperation.

In den letzten Wochen ist viel passiert und angestoßen worden. Strukturell bedeutsam für das ZMI ist vor allem die neu gegründete Sektion "Medien und Gender", die von der wissenschaftlichen Geschäftsführerin des ZMI, Jutta Hergenhan, geleitet wird. In interdisziplinärer Zusammensetzung von Politik-, Kultur- und Sprachwissenschaften wie auch Soziologie interessieren sich die beteiligten WissenschaftlerInnen für Fragen der medialen Konstruktion und Verfertigung von Gender in unterschiedlichen politischen, gesellschaftlichen und alltäglichen Kontexten. Mit dem Aufgreifen der #MeToo-Debatte in Form einer eigenen Podiumsdiskussion am Anfang des Semesters hat die Sektion ihre Arbeit mitten in einer aktuellen, wichtigen und schwierigen Diskussion verortet – und dabei viel Interesse geweckt und für rege Beteiligung und tolle Debatten- und Publikumsbeiträge gesorgt.

Das Semester war neben vielen anderen Veranstaltungen auch durch das Datum 1968 geprägt. In den Ludwig Börne-Vorlesungen ´68 – Eine Revision gab es spannende, teils kontroverse Vorträge, die unterschiedliche Aspekte der 68er-Ideen auf anregende Weise und in eigener Lesart zum Gegenstand gemacht haben.

Das war ein selten heißes Semester, das den ersten Teil des Kompositums Sommer sehr ernst genommen hat. Es hat schon im April angefangen, heiß zu sein, und auch jetzt, im Juli, hört es einfach nicht auf. Bei aller Mobilität, die Laptops, Tablets und Smartphones hervorgebracht haben, ist das Outdoor-Büro leider noch nicht so richtig auf dem Vormarsch und noch verblendet uns die Sonne die Displays und macht sie unleserlich. Wenn es im Büro zu heiß wird oder auf der Wiese vor der Uni zu unbequem, empfehlen wir die Videoinstallation Landschaftsstücke/Landscape Plays von Heiner Goebbels  in der Kunsthalle Gießen – ein einmaliges und eigenwilliges Erlebnis, in dem sich Bilder, Klänge, Licht und Medien auf beeindruckende Weise (noch bis zum 19. August) vermischen.

 

Ich wünsche Ihnen einen Liegestuhl und ein kaltes Getränk,

herzlich,

Ihre Katrin Lehnen

 

 

 

 


 

ZMI-NEWSLETTER 2/2018

 

Editorial

 

News

Henning Lobin übernimmt die Leitung des Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim

 

Veranstaltungsankündigungen

Gießen 1968 – Filmproduktion und -vorführung der Fachjournalistik Geschichte

CfP: Lehrbücher als Wissens- und Bildungsmedien – Workshop des ZMI-Forschungsschwerpunkts Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft

 

ZMI-Videos

Drei Fragen an Henning Lobin

Auftaktveranstaltung der neu gegründeten ZMI-Sektion Medien und Gender: #MeToo – Überfällige Kritik am Patriarchat oder neuer Puritanismus?

Podiumsdiskussion Politisierung 1968/2018: Theorie – Protest – Revolte. Auftakt der ZMI-Veranstaltungsreihe (Neue) Herausforderungen der Wissenschaft

 

Aktivitäten und Events der letzten Monate

Podiumsdiskussion (Neue) Herausforderungen der Wissenschaft. Politisierung 1968/2018: Theorie – Protest – Revolte

ZMI-Workshop Darstellbarkeit

Dorothée de Nève erhält Ehrenjury-Preis des Georg-Büchner-Debattierclubs der JLU

Educational Linguistics Vortragsreihe: Lehrmaterial Digital?

Stimmen aus der Praxis: Ulla Menke über bloggende Geisteswissenschaftlerinnen, Twitterstorians und ihre Communities, Marc Lepetiti über die Authentizität von historischen Event-Serien

Muster, Perspektiven und Traditionen der Aushandlung von Migration und Integration. Internationale Tagung Repräsentation und Erinnerung der Migration in Nantes

Huaju – Vom westlichen Import zur eigenständigen Theatertradition: Kleiner Abriss der kurzen Geschichte des chinesischen Sprechtheaters – Vortrag und Buchpräsentation von Sabine Heymann in Frankfurt

Erste Tagung des Forschungsverbundes Antidemokratische Haltungen – Herausforderungen für Bildung und Sozialisation

 

In den Medien

Dorothée de Nève bei phoenix zum EU-Sondertreffen Asyl

Sascha Feuchert bei SWR2 Tandem über seine sechsjährige Tätigkeit als Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter des PEN-Zentrums Deutschland

Dorothée de Nève zur Klausurtagung der CDU/CSU bei phoenix vor Ort

Verena Schäfer-Nerlich Live-Studiogast bei phoenix der Tag

Interview mit Markus Roth in der Aktuellen Stunde im WDR

Verena Schäfer-Nerlich in der Hessenschau

 

Neues aus den Seniorprofessuren

Neues aus der Ludwig Börne-Professur

Ludwig-Börne-Vorlesungen: ´68 – Eine Revision. Veranstaltungsreihe des Präsidenten in Kooperation mit Claus Leggewie

 

Neues aus der Otto Behaghel-Professur

Neues Forschungsprojekt am ZMI: Digitale Medien beim Deutscherwerb von studieninteressierten Geflüchteten 

Dietmar Rösler an DAAD-Projekt Dhoch3 zur Verbesserung der Ausbildung von Lehrkräften für Deutsch als Fremdsprache weltweit beteiligt

 

Neues aus der Georg Büchner-Professur

Heiner Goebbels' Videoinstallation Landschaftsstücke/Landscape Plays in der Gießener Kunsthalle 

Weitere Ehrendoktorwürde für Heiner Goebbels – Nationale Akademie für Theater- und Filmkunst in Sofia (Bulgarien) zeichnet den international renommierten Komponisten und Theatermacher aus

 

Personalia

Tamara Zeyer neu am ZMI

Neuzugänge im Team des ZMI

Katharina Monaco mit neuer Stelle am Forschungscampus Mittelhessen

 


 

News

Henning Lobin übernimmt die Leitung des Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim

Der langjährige Geschäftsführende Direktor des ZMI bleibt der JLU durch Forschungskooperationen weiterhin eng verbunden

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Prof. Henning Lobin. Foto: T. W. Klein

Digital und vernetzt. Das neue Bild der Sprache lautet der Titel seines neuen Buches, das in diesem Sommer erscheinen wird. Die Folgen der Digitalisierung hat Prof. Henning Lobin wesentlich früher als  andere analysiert, sprachliche Trends identifiziert und die Notwendigkeit der Vernetzung betont. Von der JLU aus hat der Germanist national wie international wesentlich dazu beigetragen, sein Fachgebiet, die Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen – über analoge Publikationen ebenso wie über die unterschiedlichen digitalen Kanäle. Zum 1. August 2018 wird Henning Lobin die Universitätsstadt Gießen verlassen, um in Mannheim die Leitung des Instituts für Deutsche Sprache (IDS) zu übernehmen. Diese Position des IDS-Direktors ist gekoppelt mit einer Professur für Germanistische Linguistik an der Philosophischen Fakultät der Universität Mannheim.

Das IDS ist das zentrale Dokumentations- und Forschungszentrum der deutschen Sprache und ihres Gebrauchs in Gegenwart und neuerer Geschichte mit mehr als 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Als Bund-Länder-Institut ist es Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, Sitz des Rates für deutsche Rechtschreibung und die größte außeruniversitäre Einrichtung im deutschsprachigen Raum auf diesem Gebiet.

Der Name Lobin ist an der JLU vor allem untrennbar verbunden mit dem Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI), das er im Jahr 2001 mitbegründet hatte und dessen langjähriger Geschäftsführender Direktor (von 2007 bis 2016) er war. Unter Lobins Leitung waren zwei große Forschungsverbünde am ZMI angesiedelt: Die Auswirkungen der Medialisierung auf kommunikative Kulturtechniken im LOEWE-Schwerpunkt Kulturtechniken und ihre Medialisierung und die Folgen der Digitalisierung für die Wissenschaftskommunikation im Forschungsverbund Interactive Science (VolkswagenStiftung). Zudem wurde im BMBF-Projekt GeoBib eine Online-Bibliographie der frühen Holocaust- und Lagerliteratur (1933-1949) geschaffen. Nicht zuletzt wurde auf seine Initiative hin der Forschungsschwerpunkt Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft an der JLU etabliert. Auf eigenen Wunsch hatte Prof. Lobin im Frühsommer 2016 nach neun Jahren die ZMI-Leitung an Prof. Katrin Lehnen übergeben, um selbst wieder verstärkt in seinem Fachgebiet lehren, forschen und publizieren zu können. Dem ZMI-Direktorium gehörte er weiterhin an.

An der JLU hatte Henning Lobin zahlreiche weitere Funktionen und Positionen inne. Er war von 2002 bis 2004 Vizepräsident für Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der JLU, gehörte mehrfach dem Senat an, war Geschäftsführender Direktor des Instituts für Germanistik und Sprecher mehrerer Forschungsverbünde. Zuletzt war er Leiter des Arbeitsbereichs Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik der JLU, Principal Investigator des Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) und Sonderbeauftragter des JLU-Präsidiums für China-bezogene Angelegenheiten.

Das ZMI führte zum Abschied ein Interview mit Henning Lobin. Er spricht darin über die Herausforderungen der digitalen Kommunikation in der Wissenschaft und über seinen Blog „Die Engelbart-Galaxis“. Das ZMI gratuliert Prof. Henning Lobin zu seiner Berufung als IDS-Direktor und wünscht ihm alles Gute für diese neue Herausforderung!

 

 

 

 
 

Veranstaltungsankündigungen

Gießen 1968 – Filmproduktion und -vorführung der Fachjournalistik Geschichte

1968Vor 50 Jahren protestierten die „68er“ in der gesamten Bundesrepublik. Mit dem Vermächtnis des langjährigen Gießener Grünenpolitikers und „68ers“ Heinrich Brinkmann, der auch „Dutschke von Gießen“ genannt wurde, beschäftigt sich der Dokumentarfilm Giessen 68 – ein revolutionärer Traum. Der Film ist eine Masterprojektarbeit von Studierenden der Fachjournalistik Geschichte der JLU Gießen.

Eine weitere Masterprojektarbeit mit dem Titel ‚… erwarten die sofortige Rückkehr‘. Der Fall Jeung Gil Choe rekapituliert filmisch die Geschehnisse rund um die Entführung des Gießener Studenten Jeung Gil Choe und das anschließende Engagement seiner KommilitonInnen, welche sich für seine Freilassung einsetzten. Über das Projekt und die damit einhergehenden Dreharbeiten berichtete bereits im Vorfeld der Gießener Anzeiger.

Am 28. Juni 2018 zeigte das Kinocenter Gießen in Kooperation mit dem ZMI, der JLU Gießen und der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, die beiden Filme von Studierenden der Fachjournalistik Geschichte. Die Filme werden noch einmal auf dem Sommerfest der Fachjournalistik Geschichte am 12. Juli von 16 bis 19 Uhr im Phil I, Gebäude C, Raum C 214 der JLU zu sehen sein.

Sowohl der Gießener Anzeiger als auch die Gießener Allgemeine berichteten ausführlich über die Vorführung der Filmproduktionen im Kinocenter Gießen.

 

 

 

CfP: Lehrbücher als Wissens- und Bildungsmedien – Workshop des ZMI-Forschungsschwerpunkts Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft

LBM-Logo mit viel AbstandLehrbücher als Wissens- und Bildungsmedien lautet der Titel des von Prof. Thomas Gloning und Melanie Grumt-Suarez organisierten Workshops, der am Freitag, den 9. November 2018, von 11 bis 17 Uhr in Raum B210 des Philosophikums I der JLU Gießen stattfinden wird. Der Lehrbuch-Tagesworkshop setzt die im ersten Quartal dieses Jahres eröffnete Workshopreihe fort, in der unterschiedliche Wissens-, Informations- und Bildungsmedien im Rahmen des ZMI-Forschungsschwerpunkts Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft untersucht werden sollen.

Lehrbücher werden sowohl an Grund- und Oberschulen, an weiterführenden und berufsbildenden Schulen, als auch an Fachhochschulen und Universitäten für den Einsatz der strukturierten Wissensorganisation und Wissensvermittlung in praktischen wie theoretischen Wissensdomänen eingesetzt. Schulische und wissenschaftliche Lehrbücher spielen eine zentrale Rolle im Wissenschafts- und Lehrbetrieb. Sie sind heute in aller Regel hochgradig multimodal organisierte Instrumente der Wissensvermittlung, die auf einer Vielzahl von didaktisch und präsentationsstrategisch orientierten Lehrbuchkonzepten beruhen. Zahlreiche spezialisierte Lehrbuchverlage und Bildungseinrichtungen arbeiten laufend an der Weiterentwicklung von innovativen Lehrbuchkonzepten und Darstellungsformaten.

Lehre und Forschung an Hochschulen, dort eingesetzte Unterrichtsmaterialen und didaktische Konzepte verändern sich – auch an Schulen ist ein Wandel hin zu ergänzenden und eigenständig nutzbaren digitalen Medienangeboten zu verzeichnen. Als Ergänzung dienen z.B. Video- und Tonmaterialien oder sogenannte Companion-Websites. Ein Beispiel für eigenständige digitale Lehrbücher sind die Angebote des mBook-Projekts. Der Lehrbuchmarkt setzt außerdem auch auf personalisierte Lehrwerkkonzepte, die dem Lernenden das individuelle Studieren eines Fachgegenstandes ermöglichen.

Lehrbücher sind Gegenstand unterschiedlicher Forschungsperspektiven, die von Textlinguistik und Multimodalitätsforschung über Kommunikations- und Medienforschung bis hin zur Bildungsforschung und zur disziplinären Fachgeschichte reichen.

Im Mittelpunkt des Lehrbuchworkshops stehen folgende Forschungsperspektiven und Fragestellungen:

  • Welche historische Entwicklung hat das Lehrbuch in seiner Rolle als Bildungs- und Wissensmedium durchlaufen?
  • Welche Unterschiede bestehen zwischen gedruckten und elektronischen Lehrbüchern?
  • Wie werden Prinzipien der Verständlichkeit, der Brauchbarkeit und der Zielgruppenorientierung umgesetzt?
  • Welche unterschiedlichen kommunikativen Verfahren der Wissensorganisation und der Wissensvermittlung werden in Lehr- und Schulbüchern verwendet? Gibt es wiederkehrende Muster und typische Darstellungsstrategien?
  • Wie lassen sich Textorganisation und multimodale Gestaltung unterschiedlicher Beitragstypen in Lehrbüchern beschreiben?
  • Welche Strategien der thematischen Organisation gibt es? Wie hängen thematische Organisation/Progression und Wissensorganisation/-progression zusammen?
  • Welche Bedeutung hat die Medienspezifik von gedruckten bzw. elektronischen Lehrbüchern für die kommunikativen Gestaltungsspielräume?
  • Inwiefern bedingen spezifische Themen die Gestaltungsaufgaben, die im Rahmen einzelner Fachdisziplinen erfüllt werden müssen (z.B. Geschichtsbuch, Chemielehrbuch, Lehrbuch des Geräteturnens…)?
  • Wie lassen sich Strategien der Leserlenkung und der Navigation durch komplexe Lehrbücher und digitales Begleitmaterial systematisieren?
  • Wie hängen Darstellungsstrategien und multimodale Darstellungsformen mit den didaktischen Zielen und Prinzipien zusammen, denen LehrbuchproduzentInnen folgen?

Weitere Perspektiven und Fragestellungen sind nicht ausgeschlossen, sondern ausdrücklich erwünscht.

Der Tagesworkshop wird auf insgesamt sechs Vorträge mit jeweils 45 Min. (30 Min. Vortrag + 15 Min. Aussprache) begrenzt sein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, weitere Projekte und Themen mit Hilfe von Postern zu präsentieren. Poster können z.B. als Präsentationsform genutzt werden, um Einblicke in laufende Arbeiten zu geben oder Ergebnisse abgeschlossener Untersuchungen zu präsentieren.

Die ausgearbeiteten Vorträge und ggf. weitere Beiträge sollen zeitnah in einem Band veröffentlicht werden, der in einem Open Access-Format mit Druckoption in der Reihe Sprache, Literatur, Kommunikation – Geschichte und Gegenwart erscheinen soll.

Wir bitten darum, Vortragsangebote per Mail bis 30. September 2018 an die OrganisatorInnen zu schicken. Bitte schicken Sie uns hierfür einen möglichst aussagekräftigen Arbeitstitel und möglichst auch einen Abstract im Umfang von bis zu ca. 500 Wörtern zu. Angebote für weitere Beiträge zum Tagungsband können auch zu einem späteren Zeitpunkt eingereicht werden. Wenn Sie ein Poster präsentieren wollen, bitten wir ebenfalls um die Mitteilung eines Arbeitstitels und einer Kurzbeschreibung bis 30. September 2018.

Wir freuen uns auf Ihre Vortragsangebote. Und wir freuen uns über Ihren Besuch beim Workshop, auch wenn Sie keinen eigenen Vortrag halten. Auch Studierende sind zur Teilnahme herzlich eingeladen.

Ansprechpersonen und Kontakt:

 


 

 

 

ZMI-Videos

Drei Fragen an Henning Lobin

Der Mitbegründer und langjährige Geschäftsführende Direktor des ZMI Prof. Henning Lobin verlässt zum 1. August 2018 die JLU. Er übernimmt in Mannheim die Leitung des Instituts für Deutsche Sprache (IDS) in Verbindung mit einer Professur für Germanistische Linguistik an der Universität Mannheim.

Das Bund-Länder-Institut ist eine Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft und das zentrale Dokumentations- und Forschungszentrum der deutschen Sprache und ihres Gebrauchs in Gegenwart und neuerer Geschichte. Das IDS ist zudem Sitz des Rates für deutsche Rechtschreibung und die größte außeruniversitäre Einrichtung im deutschsprachigen Raum auf diesem Gebiet. JLU-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee dankte Henning Lobin für den in den vergangenen Jahren geleisteten Beitrag zur Schärfung des weithin sichtbaren kulturwissenschaftlichen Profils der JLU und gratulierte ihm herzlich zu diesem ehrenvollen Ruf nach Mannheim.


Das ZMI führte zum Abschied ein Interview mit seinem langjährigen Leiter. Henning Lobin spricht im neuen Drei Fragen an-Video über die Herausforderungen der digitalen Kommunikation in der Wissenschaft und über seinen Blog „Die Engelbart-Galaxis“.

 

 

 

Auftaktveranstaltung der neu gegründeten ZMI-Sektion Medien und Gender: #MeToo – Überfällige Kritik am Patriarchat oder neuer Puritanismus?

Die im Dezember 2017 gegründete ZMI-Sektion Medien und Gender organisierte zum Beginn des Sommersemesters ihre erste Veranstaltung mit dem Titel #MeToo – überfällige Kritik am Patriarchat oder neuer Puritanismus? Die wissenschaftliche Geschäftsführerin des ZMI und Sprecherin der Sektion, Dr. Jutta Hergenhan, begrüßte zur Eröffnung das überwiegend studentische Publikum. Die Zentrale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der JLU, Dr. Nadyne Stritzke, leitete die Debatte mit einigen Überlegungen zur Problematik sexueller Belästigung und sexualisierter Gewalt im Arbeitsumfeld Universität ein.

Durch die #MeToo-Bewegung wurde eine breite Debatte über sexualisierte Gewalt im Kontext von Arbeit angestoßen. Ausgehend von der US-amerikanischen Medienbranche entstanden auch in zahlreichen anderen Ländern Hashtags, über die individuelle Erfahrungen geteilt und Solidarität ausgedrückt wurde. Gleichzeitig wurde die Bewegung auch vehement kritisiert. Die am 23. April 2018 veranstaltete Podiumsdiskussion beleuchtete die durch die Bewegung offengelegten Missstände, die damit verbundenen medialen Phänomene und auch die Kritik an der Bewegung. Zu der Veranstaltung in der Aula der JLU kamen vor allem sehr viele Studierende, die ihre eigenen Einschätzungen zur #MeToo-Debatte abgaben und mit den Podiumsrednerinnen diskutierten.

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Verena Lueken, PD Dr. Elisabeth Schäfer-Wünsche, Dr. Birte Christ, Prof. Greta Olson und Dr. Jutta Hergenhan (v.l.n.r.). Foto: Max Stümpel
Mit dem Publikum diskutierten Prof. Greta Olson (Amerikanistik/Anglistik JLU & ZMI), PD Dr. Elisabeth Schäfer-Wünsche (Nordamerikanistik Universität Bonn), Verena Lueken (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Dr. Jutta Hergenhan (ZMI). Die Debatte beleuchtete die #MeToo-Bewegung in Nordamerika, Deutschland und Frankreich und verglich die verschiedenen länderspezifischen Situationen. Während Greta Olson und Elisabeth Schäfer-Wünsche auf die #MeToo-Bewegung in Nordamerika eingingen, beschrieben Verena Lueken und Jutta Hergenhan die Besonderheiten der Bewegung in Deutschland und Frankreich. Moderiert wurde die Diskussion von Dr. Birte Christ (Anglistik JLU).

Die Veranstaltung fand ebenfalls Anklang bei der Presse, unter anderem berichtete der Gießener Anzeiger ausführlich über die Podiumsdiskussion. Bereits einige Tage vor der Veranstaltung wurde ein Gastbeitrag von Prof. Greta Olson zum Thema #MeToo in der Frankfurter Rundschau veröffentlicht.

Die gesamte Veranstaltung wurde aufgezeichnet und ist auf dem YouTube-Kanal des ZMI abrufbar.

 

 

 

Podiumsdiskussion Politisierung 1968/2018: Theorie – Protest – Revolte. Auftakt der ZMI-Veranstaltungsreihe (Neue) Herausforderungen der Wissenschaft

Die Podiumsdiskussion Politisierung 1968/2018: Theorie – Protest – Revolte stellte den Auftakt der Veranstaltungsreihe (Neue) Herausforderungen der Wissenschaft der ZMI-Sektion 1 dar, die über drei Semester hinweg die Probleme der Politisierung, Ökonomisierung und Instrumentalisierung, als neue Herausforderungen der Wissenschaft, in den Blick nehmen möchte.

Am 28. Mai 2018 diskutierten Prof. Regina Kreide und Volker Beck unter der Moderation von Prof. Elif Özmen über das spannende Thema der Politisierung der Universität und der Wissenschaft damals und heute.

Die gesamte Veranstaltung wurde aufgezeichnet und ist auf dem YouTube-Kanal des ZMI abrufbar.

Einen ausführlichen Tagungsbericht finden Sie in diesem Newsletter.

 

 

 


 

Aktivitäten und Events der letzten Monate

Podiumsdiskussion (Neue) Herausforderungen der Wissenschaft. Politisierung 1968/2018: Theorie – Protest – Revolte

(Neue) Herausforderungen der Wissenschaften wurden vom Politiker Volker Beck und Professorinnen der Philosophie und Politikwissenschaft in öffentlicher Runde kontrovers diskutiert. Das Ergebnis wirft, der Wissenschaft treu bleibend, neue Fragen auf.

Politisieren sich Studierende heute noch? Das Gerücht der völlig unpolitischen Studierenden war am Abend des 28. Mai 2018 nicht das einzige diskutierte Thema in der Aula des Hauptgebäudes der JLU. Politisierung von, innerhalb und anhand von Wissenschaft öffnet einem Gespräch darüber viele Türen. Das stellten die zwei Diskutierenden schnell fest. Volker Beck, Mitglied des Bundestages von 1994 bis 2017 sowie Lehrbeauftragter der Ruhr-Universität Bonn, wie auch Prof. Regina Kreide, Lehrende der Politikwissenschaft an der JLU, führten das spannende Gespräch. Die Vize-Präsidentin der JLU Dr. Verena Dolle fand für diese Podiumsdiskussion die passenden Begrüßungsworte. Moderiert wurde der Abend von Prof. Elif Özmen, Mitglied der ZMI-Sektion 1 und ebenfalls Lehrende in Gießen für Philosophie.

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Prof. Verena Dolle, Vize-Präsidentin der JLU, begrüßte die Podiumsgäste und das Publikum in der Aula der JLU. Foto: Lena Müller
  Der Abend stand mit dem Titel (Neue) Herausforderungen der Wissenschaft. Politisierung 1968/2018: Theorie – Protest – Revolteam Anfang einer Veranstaltungsreihe des ZMI. Während drei Semestern möchte diese die Probleme von Politisierung, Ökonomisierung und Instrumentalisierung im universitären und wissenschaftlichen Raum als Herausforderung betrachten und zum Thema machen. Anlass ist auch das im Titel bereits angesprochene Jubiläum der Proteste und Revolten im akademischen Raum des Jahres 1968. Regina Kreide stellte fest, dass zumindest in den 60er Jahren politische Themen Studierende in Deutschland auf bestimmte Art mobilisierten: Unabhängig von ihrer Fachrichtung wollten sie von ihren Lehrenden erfahren, was global geschieht. Der Vietnam-Krieg sei dafür ein Beispiel, so Kreide. Volker Beck griff die damalige Motivation im Laufe des Abends auf, um sie mit heutigen Zuständen in Beziehung zu setzen: „Damals war der Adressat klar: Der amerikanische Imperialismus. Doch wen sollen die Freiberufler von heute ansprechen?“ Die Schützengräben von damals und heute seien nicht identisch und das habe entsprechende Auswirkungen auf die Formen und Orte der Politisierung. Das sei auch das Problem der heutigen Sozialdemokratie, die die Frage, wo Arbeitende für ihre Interessen Druck ausüben können, nicht mehr ausreichend diskutiere.

Elif Özmen erinnerte in ihrer Moderation daran, dass aber allein schon Veranstaltungen, wie an diesem Abend in ihrem Selbstverständnis ein Beispiel dafür seien, dass akademischer Raum nicht entpolitisiert ist. Wissenschaftlerinnen wie auch ein langjähriger Kämpfer für die Rechte von Schwulen und Lesben sitzen auf einer universitären Bühne und diskutieren. Ein solches Setting sei anerkannt und irritiere auch nicht mehr. Vieles was es früher zu erstreiten galt, könne heute also besser in Anspruch genommen werden. Es gibt also wichtige Unterschiede zwischen 1968 und 2018. Fälle von Lehrenden, die mutmaßliche Grenzen des Sagbaren und Diskutierbaren überschreiten, waren ein weiteres spannendes Thema. Wie sollen wir mit ProfessorInnen umgehen, die im Hörsaal oder in sozialen Netzwerken chauvinistisch oder rassistisch agieren? Was ist davon zu halten, dass sich Studierende durch Texte verletzt oder angegriffen fühlen? Beck betonte in diesem Zusammenhang, dass in solchen Fällen oft vermutet werde, dass es um Zensur oder Beschneidung der Meinungsfreiheit geht: „Ich finde es aber gut, dass dieser Herr aus Leipzig (gemeint ist Prof. Rauscher) das gesagt hat, weil auch das zur Politisierung gehört. Die Studierenden beispielsweise haben nur dann die Chance zu reagieren. Wichtig ist, dass diese Möglichkeit besteht. Jeder Mensch muss sich der Kritik Anderer stellen. Nur so hat auch jeder Mensch die Möglichkeit selbst Kritik zu üben.“ So sei auch das Überstreichen von alten Gedichten an Fassaden keine Zensur. Es handele sich hierbei nicht um das Gedicht, das nicht gelesen werden darf. Es handele sich um die Alice-Salomon-Hochschule in Berlin, ihr Gebäude und ihre Entscheidung, das Gedicht nicht mehr auf ihrer Wand stehen haben zu wollen und ihre Entscheidung, sich mit seinem Inhalt nicht mehr selbst zu verstehen zu geben.

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Prof. Regina Kreide (links), und Volker Beck (rechts) diskutierten die (neuen) Herausforderungen der Wissenschaft. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Prof. Elif Özmen (Bildmitte). Foto: Lena Müller
So sieht Politisierung in der Wissenschaft vielleicht heute anders aus, als vor 50 Jahren. Dabei ist aber wichtig festzuhalten, dass der wissenschaftliche Raum nicht „unpolitisch“ sein kann, nur weil Ausgangssituationen heute nicht mehr dieselben sind wie damals. Allein die Existenz von Wissenschaft macht das Politische in ihr zu etwas Diskutablen. So endete die Debatte hitziger als sie begann, mit den offenen Fragen rund um die Behauptung, ob und was früher wirklich besser war und das global betrachtet.

Die Veranstaltung wurde vom HRZ der JLU aufgezeichnet, der Videomitschnitt kann auf dem YouTube–Kanal des ZMI angesehen werden.

 

 

 

ZMI-Workshop Darstellbarkeit

Am 3. und 4. Mai 2018 fand im Margarete-Bieber-Saal ein Workshop zum Problem der bildlichen Darstellbarkeit statt. Seine Organisatoren waren die Mitglieder der Sektion 1 des ZMI Prof. Claudia Hattendorff, Prof. Claus Leggewie, Prof. Sigrid Ruby und Prof. Ansgar Schnurr (Institute für Kunstpädagogik und für Kunstgeschichte sowie Ludwig Börne-Professur der JLU).

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Der ZMI-Workshop Darstellbarkeit fand im gut besuchten Margarete-Bieber-Saal statt. Foto: JLU
  In interdisziplinär besetzten Tandems aus WissenschaftlerInnen der JLU und auswärtiger Institutionen wurde über konkrete Beispiele einer künstlerischen und vor allem nicht-künstlerischen Bildproduktion des 20. und 21. Jahrhunderts gesprochen. Ziel der Vorträge und der sich anschließenden Plenumsdiskussionen war es, aus verschiedenen fachlichen Perspektiven (Kunstpädagogik, Chemie, Kunstgeschichte, Geographie, Politikwissenschaft, Philosophie, Soziologie, Geschichte, Rechtswissenschaft) die medialen, technischen, kulturellen und gesellschaftlichen Konventionen und Grenzen von visueller Darstellbarkeit zu diskutieren.

Um nur einige Themen zu nennen:

Ulrike Heine (Kunstgeschichte) und Dr. Lea Schneider (Geographie) beschäftigten sich mit den Effekten und der Effizienz von diagrammatischen Bildformen, die im Zuge der Vorhersage von tropischen Wirbelstürmen vom National Hurricane Center produziert werden. Am Beispiel der Vorhersagegrafiken des Hurrikans Irma, der im September 2017 über Florida niederging, wurden die Grenzen prognostischer Darstellungen für Extremwetterereignisse, die sich per se durch eine große Vorhersageunsicherheit auszeichnen, aufgezeigt.

Johannes Diesing (Politikwissenschaft) und Prof. Elif Özmen (Philosophie) untersuchten als Beitrag zum Thema Protest, unter welchen Umständen und Bedingungen Zeichen und Formen des Widerstandes und des Protestes als solche überhaupt erkannt werden können. Sie stellten die Frage, was die Betrachterin wissen und (er)kennen muss (z.B. bezüglich der Kopftuch-Pflicht im öffentlichen Raum), um die iranischen White Wednesday-Proteste als Darstellung von Protest (und nicht etwa als Werbung, Prozession oder künstlerische Performance) zu identifizieren.

Prof. Claudia Hattendorff (Kunstgeschichte) und Prof. Katharina Stornig (Geschichte) erörterten anhand einer Fotomontage aus einer katholischen Zeitschrift des frühen 20. Jahrhunderts, wie im Rahmen von kirchlicher Mission und humanitärer Arbeit versucht wurde, einen Ausgleich von Individuum und Masse ins Bild zu setzen. Hier stellte sich die Frage, welche Grenzen dafür das Bild selbst setzte: über Darstellungstraditionen, über das Medium Fotografie und über die Technik der Montage.

Ludwig Börne-Professor Claus Leggewie (Politikwissenschaft) und Prof. Sigrid Ruby (Kunstgeschichte) diskutierten das, was in der Regel nicht dargestellt werden soll und auch nicht darf, nämlich die Exposition des nackten Körpers vor nicht erwünschtem Publikum. Zugleich ist Nacktheit ein klassischer Topos der Kunst, dessen Darstellbarkeit immer neu verhandelt wird, zuletzt in den digitalen Medien. Der Vortrag zeigte, wie eine Zensuraktion des Online-Dienstes Instagram künstlerischen Protest ausgelöst hat.

Die gut besuchte Keynote Lecture von Prof. Charlotte Klonk (Kunstgeschichte) stellte sich einer Forderung, die angesichts der Terroranschläge der letzten Jahre vielfach erhoben wurde: dass nämlich statt der Täter vor allem die Opfer zu ihrem Recht kommen sollten und daher auch sie zuvorderst ins Bild zu setzen seien. Sie diskutierte die sich daran anschließende Frage, wie und welche Opferbilder dies sein könnten, und entwickelte die moralischen Dilemmata, die sich beim Ausloten der Darstellbarkeit von Angehörigen dieser Gruppe ergeben.

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Prof. Hermann A. Wegner, Prof. Ansgar Schnurr und Jannis Neumann (v. l. n. r.) beschäftigten sich mit dem Thema Visuelle Perspektiven im Nichtsichtbaren, einem transdisziplinärem Projekt zwischen Bildender Kunst und Organischer Chemie. Foto: Anna-Lena Habermehl
In die Abschlussdiskussion führte Jörg Bergmann (Soziologie) im Sinne eines vorläufigen Resümees fünf Stichworte ein, mit Hilfe derer das Problem der bildlichen Darstellbarkeit möglicherweise verallgemeinernd zu strukturieren ist: Episteme, die Erkenntnis ermöglichen und begrenzen; Kontexte, innerhalb derer konkrete Darstellungen funktionieren; Reflexivität, im Rahmen derer Erwartungen und Vorgaben formuliert werden; Grenzziehung, aus der Nutzen gezogen wird; Ambivalenz als Ausgleich von Gewinn und Verlust.

Von solchen inhaltlichen Einsichten einmal abgesehen, war es die einhellige Meinung aller Vortragenden und Diskutanten, dass das gewählte Format der Tandembeiträge sich einmal mehr als produktiv und offen bewährt hat.

Der Gießener Anzeiger berichtete ausführlich über den Workshop.

 

 

 

Dorothée de Nève erhält Ehrenjury-Preis des Georg-Büchner-Debattierclubs der JLU

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Prof. Dorothée de Nève wurde zur Rednerin des Abends gekürt. Foto: Georg-Büchner Debattierclub
Der Begriff „Digitalisierung“ löst Zukunftsängste gleichermaßen aus, wie er utopischen Science-Fiction-VisionärInnen das Herz höherschlagen lässt. Folglich entschied sich der Georg-Büchner-Debattierclub genau richtig, als er sich am 5. Juni 2018 beim Duell Studis vs. Profs3.0 für das Thema Digitalisierung entschied. Der Georg-Büchner-Debattierclub hat es sich seit seiner Gründung 2015 zur Aufgabe gemacht, das Debattieren als kritische Meinungsäußerung in verschiedenen Formaten an der JLU anzubieten. Für ihre Argumente gegen eine volldigitalisierte Universität gewann die stellvertretende Direktorin des ZMI, Prof. Dorothée de Nève, den Ehrenjury-Preis. Einen ausführlichen Zeitungsartikel zum Debattier-Duell können Sie im Gießener Anzeiger nachlesen.

 

 

 

Educational Linguistics Vortragsreihe: Lehrmaterial Digital?

Im Rahmen des Forschungsverbundes Educational Linguistics fanden im Sommersemester 2018 drei Vorträge zum Thema Lehrmaterial digital? statt. Als Referenten der ersten zwei Veranstaltungen wurden mit dem Lehrwerkautor Steffen Obeling (5. Juni 2018, Schulmedien im digitalen Wandel – Wie sollen fremdsprachliche Lehrwerke der Zukunft (nicht) aussehen?) und Dr. Stefan Kyas (19. Juni 2018 Hat das Schulbuch eine Zukunft? Die digitale Transformation aus Verlagssicht) vom „Bildungshaus Schulbuchverlage“ Vertreter der Praxis eingeladen. Sie beleuchteten unterschiedliche Aspekte und Ansätze, die die Entwicklung von Lehrmaterialien im Zeitalter der Digitalisierung prägen. Lag früher der Fokus im Bereich des Fremdsprachenunterrichts vor allem auf dem klassischen Buch, so werden heutzutage immer mehr moderne Techniken und Medien angewandt, um Fremdsprachen zu vermitteln. Ob Computer, Tablets oder Smartboards, moderne Techniken halten immer weiter Einzug in den Fremdsprachenunterricht. Wie diese Techniken und das traditionelle Lehrwerk in Buchform miteinander kombiniert werden können, ist eine Herausforderung, der sich die Fremdsprachendidaktik stellen muss. Dabei gehören Schulbücher weiterhin zum Kernelement der Verlagsprodukte und digitale Angebote fungieren als zusätzliche Elemente.

Der Vortrag von Prof. Dr. Tushar Chaudhuri (3. Juli 2018) widmete sich dem Thema Integrated Language Learning & Social Awareness und ermöglichte einen Einblick ins Kooperationsprojekt von Hongkonger Hochschulen und europäischen Universitäten, in dem Online-Lernmaterialien verwendet werden, um die Kommunikation, die Forschung und den Austausch von Ideen in einer der vier Projektsprachen (Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch) zu fördern.

Trotz sommerlichen Wetters und der Fußball-WM wurden alle drei Veranstaltungen gut besucht. Aktuelle Entwicklungen im Bereich Digitale Lehrmaterialien, die in den Vorträgen vorgestellt wurden, trugen zu aktiven Diskussionsrunden bei.

 

 

 

Stimmen aus der Praxis: Ulla Menke über bloggende Geisteswissenschaftlerinnen, Twitterstorians und ihre Communities, Marc Lepetiti über die Authentizität von historischen Event-Serien

Ulla Menke über bloggende Geisteswissenschaftlerinnen, Twitterstorians und ihre Communities

stimmen aus der praxis logoWie steht es um die digitale Vernetzung von Wissen, Daten und Interessen? Ulla Menke, Referentin für digitale Wissenschaftskommunikation bei der Max Weber Stiftung in Bonn und Community Managerin für de.hypotheses.org, gab am 19. Juni 2018 im Philosophikum I der JLU einen Einblick in die digitale geisteswissenschaftliche Landschaft (Blogosphäre) und in Community Building, Vernetzung sowie Enabling als Teile ihrer Arbeit. Fragen, die im Zentrum des Vortrags und der anschließenden Diskussion standen, waren beispielsweise: Digitalität und Geisteswissenschaften – wie geht das zusammen und was kommt dabei raus? Welche Chancen und Möglichkeiten ergeben sich für Präsentation und Vernetzung innerhalb der Community durchs Bloggen und Twittern?

Marc Lepetiti über die Authentizität von historischen Event-Serien

Event-Serien mit historischem Kontext liegen im Trend. Beispiele sind Babylon Berlin (Sky/ARD 2017), Charité (ARD 2017) oder die ZDF-Reihe Ku’damm (2016/ 2018), welche sich großer Beliebtheit beim Publikum erfreuen. Diese Serien überzeugen zwar alle auf Unterhaltungsebene. Es muss bei der Diskussion um mediale Produkte mit historischem Kontext allerdings auch immer die Frage nach dem darin vermittelten Geschichtsbild gestellt werden.

Wie authentisch können, sollen und müssen Serien mit historischen Themen umgehen? Wie kann Authentizität überhaupt hergestellt werden? Und was wird unter Authentizität verstanden? Antworten auf diese Fragen gab Marc Lepetiti, ausführender Produzent bei der UFA-Fiction GmbH, am 7. Juni 2018 am Philosophikum I der JLU im Rahmen der Veranstaltungsreihe Stimmen aus der Praxis, für die das ZMI und die Fachjournalistik Geschichte regelmäßig namhafte Persönlichkeiten aus Presse, Rundfunk und Fernsehen einladen. Lepetiti war bei der UFA-Fiction GmbH unter anderem für die erfolgreichen Serien Ku’damm 56 und Ku’damm 59 mitverantwortlich. Er begleitete die Serien inhaltlich und war zuständig für Setdesign und Look, sowie für die Suche nach Drehorten.

 

 

 

Muster, Perspektiven und Traditionen der Aushandlung von Migration und Integration. Internationale Tagung Repräsentation und Erinnerung der Migration in Nantes

Das Thema Migration bestimmt seit einigen Jahren die politischen und gesellschaftlichen Diskussionen in Europa. Es ist nicht das erste Mal, dass Migration im politischen Diskurs europäischer Staaten eine dominante Rolle spielt, man denke an die so genannte „Gastarbeitermigration“ nach dem Zweiten Weltkrieg oder die Migrationswelle nach den Balkankriegen in den 1990er Jahren. Obwohl Migration ein wiederkehrendes bzw. konstantes Thema des 20. und 21. Jahrhunderts darstellt, ist in den letzten Jahren ebenso deutlich geworden, dass die Perspektive der Migration und die Erfahrungen und Erinnerungen von MigrantInnen nicht oder höchstens unzureichend in das „kollektive Gedächtnis“ integriert sind.

Mit den unterschiedlichen Bedingungen, Formen und Effekten der Repräsentation und Erinnerung von Migration beschäftigte sich am 24. und 25. Mai 2018 die internationale Tagung Repräsentation und Erinnerung der Migration im Château des ducs de Bretagne – Musée d’histoire de Nantes. Mit Blick auf die Historie und die Gegenwart wurden Muster, Perspektiven und Traditionen der Aushandlung von Migration und Integration in unterschiedlichen Ländern analysiert. Ebenso standen die verstärkten Bemühungen um eine Sichtbarmachung von Migrationsgeschichten und die damit verbundenen Herausforderungen für die Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik im Fokus.

Die Tagung wurde von der JLU Gießen und dem ZMI mitveranstaltet. Prof. Severin-Barboutie (JLU Gießen und ZMI-Sektion 4) war eine der Organisatorinnen und moderierte am 25. Mai 2018 die dritte Sitzung zum Thema „Infrastrukturen des kollektiven Gedächtnisses“.

 

 

 

Huaju – Vom westlichen Import zur eigenständigen Theatertradition: Kleiner Abriss der kurzen Geschichte des chinesischen Sprechtheaters – Vortrag und Buchpräsentation von Sabine Heymann in Frankfurt

Theater in ChinaAm 22. Juni 2018 hielt Sabine Heymann am Konfuzius Institut in Frankfurt/Main einen Vortrag mit dem Titel Huaju – Vom westlichen Import zur eigenständigen Theatertradition: Kleiner Abriss der kurzen Geschichte des chinesischen Sprechtheaters. Dem Vortrag folgte eine Präsentation des vom ZMI geförderten Buches Zeitgenössisches Theater in China, das 2017 erschien und für große Resonanz in der Presse sorgte. Aus der Ankündigung des Vortrages: „Das Sprechtheater ist keine ur-chinesische Theaterform. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde es von chinesischen Intellektuellen nach China gebracht, eine Konsequenz des Zusammenbruchs der alten Gesellschaft und ihrer kulturellen Ausdrucksformen. Zunächst wurden ausschließlich westliche Stücke gespielt, etwa ab den Dreißigerjahren hat sich in China auch eine eigene Dramatik entwickelt, in der sich die Auf- und Umbrüche der Geschichte des Landes spiegelten. Inzwischen floriert das Drama in China in verschiedensten Ausprägungen, im April 2007 gab es aus Anlass des hundertjährigen Geburtstags des Huaju sogar ein großes Fest, bei dem 31 ausgewählte Theatertruppen aus dem ganzen Land in den Theatern Beijings ihre Produktionen präsentierten. Der bekannteste zeitgenössische Dramatiker Chinas dagegen, Guo Shixing, schätzt die Bedeutung der chinesischen Dramatik heute eher gering ein: „Das chinesische Theater hat in etwa die gleiche Relevanz wie der chinesische Fußball, also eine eher geringe.“ Sabine Heymann wird in ihrem Vortrag die kurze und wechselvolle Geschichte des Huaju von den Anfängen bis heute nachzeichnen und dabei auch auf den nachhaltigen Einfluss von Brechts Theater auf das chinesische Sprechtheater eingehen.“

 

 

 

Erste Tagung des Forschungsverbundes Antidemokratische Haltungen – Herausforderungen für Bildung und Sozialisation

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Die Tagung wurde von Prof. Dorothée de Nève geleitet und moderiert. Foto: Niklas Ferch
Am 19. und 20. April 2018 fand unter dem Arbeitstitel Antidemokratische Haltungen: disziplinäre und interdisziplinäre Forschungsperspektiven die erste Tagung des am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften gegründeten Forschungsverbundes Antidemokratische Haltungen – Herausforderungen für Bildung und Sozialisation statt. Die Tagung wurde von der stellvertretenden Geschäftsführenden Direktorin des ZMI, Prof. Dorothée de Nève, geleitet und moderiert. Die wissenschaftliche Geschäftsführerin des ZMI, Dr. Jutta Hergenhan, hielt gemeinsam mit Dr. Susann Gessner (Didaktik der Sozialwissenschaften) einen Vortrag zum Thema Politische Bildung als Arbeit an Haltungen?. Die an dieser Tagung teilnehmenden Mitglieder des Forschungsverbundes stellten in Kurzvorträgen im
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Prof. Tanner (rechts) zeigte Grenzen zwischen Demokratiekritik und antidemokratischen Haltungen auf. Foto: Michel Zörb
Tandemformat die Anschlussfähigkeit des in den vergangenen Monaten gemeinsam erarbeiteten Haltungsbegriffs in ihren Fachdisziplinen (Politikwissenschaft, Soziologie, Erziehungswissenschaften, Politische Bildung, Kunstpädagogik, Sportsoziologie) vor und zeigten dadurch Möglichkeiten für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zu den zentralen Fragen des Forschungsverbundes in gemeinsamen Forschungssektionen auf. Der Forschungsverbund zielt darauf, die Erscheinungsformen und die Artikulation antidemokratischer Haltungen in unserer Gesellschaft systematisch zu untersuchen und geht dabei insbesondere Fragen nach der Entstehung und Reproduktion antidemokratischer Haltungen, aber auch nach Interventionschancen gegen die Entstehung antidemokratischer Haltungen sowie nach Transformationschancen für bereits bestehende antidemokratische Haltungen nach. Das zweitägige Arbeitstreffen des Forschungsverbundes bot somit den Rahmen
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Prof. Karsten Fischer führte seine Überlegungen zu antidemokratischem Denken aus. Foto: Dorothée de Nève
für eine gemeinsame Verständigung über eine künftige Zusammenarbeit in interdisziplinär zusammengesetzten Forschungssektionen. Einer der Höhepunkte der Tagung war der öffentliche Gastvortrag des Theologen Prof. Klaus Tanner (Universität Heidelberg), der zum Thema Traditionen deutscher Demokratiekritikreferierte und damit das Spektrum der disziplinären Perspektiven auf das Forschungsfeld antidemokratische Haltungen noch ergänzte.

Im Vorfeld der Auftakttagung erschienen Interviews mit Prof. Dorothée de Nève und Prof. Ansgar Schnurr in der Gießener Allgemeinen Zeitung und mit Dr. Verena Schäfer-Nerlich im Gießener Anzeiger.

Im Anschluss an die Auftakttagung lud der Forschungsverbund Antidemokratische Haltungen am 17. Mai 2018 zu einem weiteren Gastvortrag ein. Der Politikwissenschaftler Prof. Karsten Fischer (Ludwig-Maximilians-Universität München) führte seine Überlegungen zu antidemokratischem Denken aus und zeigte im Rahmen seines Vortrags und der anschließenden Diskussion interessante Anknüpfungspunkte für den Forschungsverbund auf. Den Beitrag des Gießener Anzeigers über den Gastvortrag von Prof. Karsten Fischer finden Sie hier.

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Das zweitägige Arbeitstreffen des Forschungsverbundes bot den Rahmen für eine gemeinsame Verständigung über eine künftige Zusammenarbeit in interdisziplinär zusammengesetzten Forschungssektionen. Foto: Michel Zörb

 

 

 

 

 

In den Medien

Dorothée de Nève bei phoenix zum EU-Sondertreffen Asyl

Am 28. und 29. Juni 2018 traf sich der Europäische Rat zum EU-Gipfel. Bereits im Vorfeld kamen einige besonders von der sogenannten Flüchtlingskrise betroffene EU-Mitgliedsstaaten zu einem informellen Vortreffen rund um das Thema Asyl in Brüssel zusammen. Die stellvertretende Geschäftsführende Direktorin des ZMI, Prof. Dorothée de Nève, analysierte dazu am 20. Juni 2018 bei phoenix vor Ort im Studiogespräch mit Michael Sahr die aktuellen politischen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem kurzfristig einberufenen Sondertreffen.

 

 

 

Sascha Feuchert bei SWR2 Tandem über seine sechsjährige Tätigkeit als Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter des PEN-Zentrums Deutschland

Prof. Sascha Feuchert, Mitglied der ZMI-Sektion 4 und Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur, war von Mai 2012 bis April 2018 Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter des PEN-Zentrums Deutschland. Im Gespräch mit Ellinor Krogmann in SWR2 Tandem am 15. Mai 2018 zog Sascha Feuchert persönliche Bilanz seiner sechsjährigen Tätigkeit für den PEN Deutschland. Er spricht außerdem über die Möglichkeiten des PEN, verfolgten SchriftstellerInnen zu helfen, über die konkreten Möglichkeiten der Unterstützung sowie deren Grenzen. Die Sendung können Sie hier nachhören.

 

 

 

Dorothée de Nève zur Klausurtagung der CDU/CSU bei phoenix vor Ort

Am 7. Mai 2018 war Prof. Dorothée de Nève zu Gast bei phoenix vor Ort um im Gespräch mit Sara Bildau die Klausurtagung der Geschäftsführenden Fraktionsvorstände von CDU/CSU und SPD auf der Zugspitze zu analysieren. Dorothée de Nève stellt in Ihrer Analyse fest, dass die CDU/CSU eine gewisse Ungeduld der BürgerInnen und deren Wunsch nach Ergebnissen realisieren müsse. Konkrete Maßnahmen der Klausurtagung betreffend sieht de Nève im Kontext der bevorstehenden Landtagswahlen in Bayern einen Prioritätensetzung auf das „Bau-Kindergeld“. Das Video können Sie sich hier anschauen.

 

 

 

Verena Schäfer-Nerlich Live-Studiogast bei phoenix der Tag

Am 2. Mai war Dr. Verena Schäfer-Nerlich Live-Studiogast bei phoenix der Tag und gab zwei Interviews zu innen- und außenpolitischen Haushalts- und Finanzthemen. Schäfer-Nerlich gab Einschätzungen und eine Analyse zum Entwurf des Bundeshaushalts bis 2022 von Bundesfinanzminister Olaf Scholz und zum Vorschlag der Europäischen Kommission zum Mehrjährigen Finanzrahmen der EU für die Jahre 2021-2017 und zur damit verbundenen (Neu-)Ausrichtung der Europäischen Union nach dem Brexit ab.

 

 

 

Interview mit Markus Roth in der Aktuellen Stunde im WDR

Aus Anlass des 75. Jahrestages des Aufstands im Warschauer Getto sendete die Aktuelle Stunde im WDR-Fernsehen einen Beitrag über den Widerstand im größten Getto unter deutscher Herrschaft. Hierfür wurde auch Markus Roth, Mitglied der ZMI-Sektion 4 und stellvertretender Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur, interviewt. Gemeinsam mit Andrea Löw (Institut für Zeitgeschichte München) hat er 2013 ein Buch über das Warschauer Getto und den dortigen Widerstand veröffentlicht.

Der Beitrag wurde am 14. April 2018 im WDR-Fernsehen ausgestrahlt. Sie finden ihn in der Mediathek des WDR.

 

 

 

Verena Schäfer-Nerlich in der Hessenschau

Für den am 31. März ausgestrahlten Beitrag der Hessenschau „25 Jahre Direktwahlen in Hessen“ wurde Dr. Verena Schäfer-Nerlich zu den Vor- und Nachteilen von direkt gewählten BürgermeisterInnen und LandrätInnen interviewt. Neben den grundsätzlich erweiterten Partizipationsrechten für BürgerInnen auf kommunaler Ebene hätten die Direktwahlen auch den Vorteil, dass es einen Wahlkampf mit verschiedenen Vorstellungen zur Zukunft der Gemeinde, der Stadt bzw. dem Kreis gebe und die BürgerInnen durch die Wahl Politik vor ihrer Haustüre mitgestalten könnten.

 

 


 

 

Neues aus den Seniorprofessuren

Neues aus der Ludwig Börne-Professur

Ludwig-Börne-Vorlesungen: ´68 – Eine Revision. Veranstaltungsreihe des Präsidenten in Kooperation mit Claus Leggewie

1968 gilt als Jahr des Aufbruchs und des Protests. Die Jugend lehnt sich auf, es wird demonstriert und rebelliert. Soweit bekannt – soweit so gut. In der diesjährigen Ludwig Börne-Ringvorlesung mit dem Titel ’68 – Eine Revision ging es aber darum, die Geschehnisse von 1968 in einem neuen Licht zu betrachten. Vor allem das, was nach der Revolte offen und unerfüllt geblieben ist, stand im Fokus. Was ist aus der kritischen Universität geworden? Welchen Erfolg hatten die Geschlechterkämpfe? Wie pazifistisch war die Revolte, und wie weit trug der kulturelle Wandel? Diese und andere Fragen wurden von vier ReferentInnen kompetent erörtert und diskutiert.

Den Auftakt zur Vorlesungsreihe bildete ein Vortrag von Jürgen Kaube, dem Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), zu Universitäten nach der Hochschulreform am 18. April 2018.

Am 2. Mai 2018 ging die Publizistin und Schriftstellerin Barbara Sichtermann in ihrem Vortrag Un/Gleich. Geschlechterkämpfe seit den 1960er Jahren auf Gleichheit und Verschiedenheit im Prozess der Emanzipation im Anschluss an die 1960er Jahre ein: Die Kategorien, von denen die Frauenemanzipation strukturiert wird, heißen Gleichheit und Verschiedenheit, Gleichheitspolitik und Differenzpolitik. Es sind immer beide gleichzeitig am Werk, aber der Schwerpunkt ruht mal hier, mal da. Heute haben wir es zu einer bemerkenswerten Mischung der Geschlechter im öffentlichen Raum und in den Berufen und Funktionen gebracht. Frauen gehen zu den Soldaten, und Männer sollen Väterzeit nehmen, weibliche Chefs werden immer selbstverständlicher, männliche Akzeptanz dieser Art Frauenpower wächst an. Aber nicht überall und nicht friktionslos, denn „Women's lib“, wie es früher hieß, bedeutet nicht nur, dass die Frauen einen Freifahrtschein in alle ehemals männlichen Domänen erworben haben und die Männer ihnen dort Platz machen müssen. Es bedeutet auch, dass sich gewachsene Strukturen und Verhaltensweisen in nahezu sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen – bis in die Sprache hinein – verändern oder sich gegen Veränderung sperren. Zu beobachten ist in jedem Fall, dass es eine stetige Verunsicherung gibt, wodurch der Dialog zum Thema der Geschlechterkämpfe nicht nur hochaktuell, sondern auch von essentieller Bedeutung ist.

Dr. Wolfgang Kraushaar, Politikwissenschaftler und Mitglied der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, erörterte am 16. Mai 2018 in Natürlich kann geschossen werden. Oder wie pazifistisch war die Revolte? Fragen zur Opfer- und Täterrolle: Die Sichtweise der meisten 68er basiert auf einer grundlegenden Unterscheidung zwischen passiver und aktiver Gewalt. Sie sehen sich vor allem als Opfer staatlicher Repression. Im Verlauf der 68er-Bewegung hatte es insbesondere zwei Akte mörderischer Gewalt gegeben: Die Erschießung des Germanistikstudenten Benno Ohnesorg am Rande einer Demonstration gegen den Schah von Persien am 2. Juni 1967 und ein am 11. April 1968 von einem Rechtsradikalen auf Rudi Dutschke verübtes Attentat. Angesichts der Tatsache, dass es davor und danach zu einer Vielzahl militanter Ausschreitungen kam, ist jedoch zu fragen: Wann waren die TeilnehmerInnen der 68er-Bewegung bloß Objekte staatlicher Gewalt, wann wurden aus ihnen selbst Subjekte von Gewaltaktionen und welche Relation bestand zwischen diesen beiden Formen? Es ging vor allem darum zu hinterfragen, wie sich dieser Rollenwechsel erklären lässt. War er situationsbedingt oder ist bereits von vornherein eine bestimmte Disposition vorhanden gewesen und welche determinierenden Faktoren spielten dabei eine Rolle?

Mit dem vierten Vortrag der Ludwig Börne-Vorlesungen lud das ZMI zur Abschlussveranstaltung der Vorlesungsreihe ein. Als Historiker für zeitgenössische Geschichte und Professor an der Universität Kopenhagen stellte Prof. Detlef Siegfried am 6. Juni 2018 den kulturellen Hintergrund einer Jugend vor, der die Dynamik der '68er-Protestbewegung maßgeblich prägte. Der mit dem Humboldt-Forschungspreis 2018 ausgezeichnete Historiker knüpfte mit seinem Vortrag über das Thema Kultur und die linke Szene der 60er und 70er Jahre an die vergangenen Vorträge an, welche die Protestbewegung der '68er kritisch hinterfragten.

Bekannt ist das Wissen über die Verbindung von Protest und Jugendkultur. Doch wie angespannt und wie konfliktgeladen war das Verhältnis zwischen Protestbewegung und Popkultur wirklich? Wie verlaufen die Spuren der '68er in der Popkultur? Detlef Siegfried ging dem nach, was das Selbstbild einer Generation in Frage stellen könnte, wie etwa die Frage der Konsumkultur. War die populäre Musik nur der Soundtrack jener Bewegung oder wirklich Einflussfaktor für politisches Handeln und Wertewandel? Siegfried deckte in seinem Vortrag das Wechselverhältnis auf.

Alle Vorträge fanden in der Aula im Hauptgebäude der JLU (Ludwigstraße 23) statt.

 

 

Neues aus der Otto Behaghel-Professur

Neues Forschungsprojekt am ZMI: Digitale Medien beim Deutscherwerb von studieninteressierten Geflüchteten

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert die Erforschung der Rolle digitaler Medien beim Deutscherwerb von studieninteressierten Geflüchteten.

Wie kann die Verwendung digitaler Medien innerhalb und außerhalb des Unterrichts den Deutscherwerb verbessern? Wie kann die Nutzung von Smartphones bei der Bewältigung von kommunikativen Herausforderungen im universitären Alltag zur Basis für einen Unterricht werden, der genauer auf die Lebenswelt der Lernenden bezogen ist? Welchen Beitrag leisten digitale Medien zu einem erfolgreichen Übergang vom Sprachkurs ins Studium? Wie können sie studienbegleitend erfolgreiches Studieren in den ersten Semestern unterstützen?

Dies sind die leitenden Fragestellungen eines neu an der Otto Behaghel-Professur angesiedelten Forschungsprojekts. Es ist eines von fünf Projekten an den Universitäten Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Kassel und Marburg, die im Rahmen des hessischen Aktionsplans zur Integration von Flüchtlingen und Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert werden. Geplant ist eine Kooperation mit dem Akademischen Auslandsamt, das Deutschkurse für studieninteressierte Geflüchtete anbietet.

Projektteam 

Das Projektteam: Prof. Dietmar Rösler, Dr. Tamara Zeyer, Selmin Hayircil (v.l.n.r.).

 

 

 

Dietmar Rösler an DAAD-Projekt Dhoch3 zur Verbesserung der Ausbildung von Lehrkräften für Deutsch als Fremdsprache weltweit beteiligt

DAAD gibt Startschuss für eine neue Lernplattform zur Unterstützung von Deutsch als Fremdsprache Studiengängen außerhalb des deutschsprachigen Raums.

Eingeleitet von einem ebenso amüsanten wie lehrreichen Blick in die Zukunft der digitalen Geisteswissenschaften durch den Baseler Digital Humanities Forscher Gerhard Lauer hoben DAAD und Auswärtiges Amt am 4. Mai in Berlin ihr ambitioniertes Projekt Dhoch3 aus der Taufe. Mit diesem Projekt soll die akademische Ausbildung von Lehrkräften für Deutsch als Fremdsprache an Schulen und Hochschulen weltweit unterstützt werden. Der DAAD reagiert damit auf das steigende Interesse an gut ausgebildeten Lehrkräften für Deutsch als Fremdsprache.

Acht deutsche Universitäten kooperieren bei der Erstellung von acht Studienmodulen, die auf einer kostenlosen Moodle-Lernplattform für angehende Lehrkräfte bereit liegen. Der Vorteil dieser Plattform: die angebotenen Texte und Aufgaben können von den Lehrenden vor Ort leicht an ihre eigenen Bedürfnisse angepasst werden, virtuelle Kursräume ermöglichen in der Ausbildung Interaktionen der zukünftigen Lehrkräfte.

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Prof. Dietmar Rösler, Filippa Buda, M.A., (jeweils Gießen) und Natallia Baliuk M.A. (Leipzig) (v.l.n.r.). Foto: Andreas Paasch / DAAD
Aus Gießen beteiligen sich Otto Behaghel-Professor Dietmar Rösler und Filippa Buda M.A in Kooperation mit der Universität Leipzig an diesem Projekt, sie zeichnen für das erste Modul verantwortlich. Darin werden die grundlegenden Methoden und Prinzipien des Fremdsprachenlernens vorgestellt. Die NutzerInnen dieses Moduls werden die Kompetenz entwickeln, Methoden und Prinzipien im Hinblick auf ihre Relevanz für die jeweiligen Fremdsprachlernsituation einzuschätzen und die Diskussion um methodische Großformen mit der Diskussion um das angemessene methodische Vorgehen auf der Mikroebene zu verknüpfen.

 


 

 

Neues aus der Georg Büchner-Professur

Heiner Goebbels' Videoinstallation Landschaftsstücke/Landscape Plays in der Gießener Kunsthalle

 

Landschaftsstücke/Landscape Plays ist die erste Gießener Ausstellung des Frankfurter Künstlers und Inhabers der Georg Büchner-Professur Prof. Heiner Goebbels (Sprecher der ZMI-Sektion 5). In seiner Videoinstallation, die in der Kunsthalle Gießen zu erfahren ist, beweist Goebbels das Verbindungspotential von Bildern, Klängen, Licht und Medien. Mit einem Begrüßungswort der Gießener Bürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz öffnete am 2. Juni 2018 die Kunsthalle dem Publikum ihre Türen für die zweimonatige Ausstellung. Die fünf minuziös miteinander geschnittenen Videoprojektionen und Soundspuren erlauben die Erfahrung von Diskontinuität und Brüchen als ästhetisches Erlebnis. Wer bei dem Ausstellungstitel aber an Wiesen und Bäume denkt, wird auf Unerwartetes stoßen: Nicht die Natur, sondern die Kunst wird zur Landschaft. Goebbels' einstündige Videoinstallation, die als Loop immer wieder unmittelbar aufs Neue beginnt, arbeitet mit kompositorischen Verfahrensweisen das Unbewusste in den eigenen Arbeiten hervor, will es zum Sprechen bringen und verlangt dabei die gewohnte Betrachterposition zu ändern. Erfahren und geübt darin, aus dem ästhetischen Material anderer – wie dem des Komponisten Hanns Eisler in seinem Werk Eislermaterial – dem Publikum neue Facetten vorzustellen, die verborgenen Schichten im Material hervorzubringen, fragt Goebbels in dieser Arbeit nach Selbstauskunft. Das Unbewusste des Künstlers bleibt ein kleinerer Aspekt der Installation, im Vergleich zu der Erfahrung, die das Publikum an sich selbst erleben darf, wenn es sich in diesen Montageraum der Medien begibt. In Landschaftsstücke/Landscape Plays werden die üblichen Traditionslinien der Künste neu verbunden: die Landschaftsmalerei der Romantik mit Gertrude Steins Konzept der Landscape Plays. Das Ergebnis dieser Re-Definition darf bis Mitte August bestaunt werden. Die Gießener Presse berichtete ausführlich über die Ausstellung. Nachzulesen sind die Rezensionen im Gießener Anzeiger vom 2. Juni 2018 und 4. Juni 2018, sowie in der Gießener Allgemeine Zeitung. Zu besuchen ist die Ausstellung noch bis zum 19. August 2018 in der Kunsthalle Gießen.

Fotos:©Wonge Bergmann/ Kunsthalle Gießen

 

 

 

Weitere Ehrendoktorwürde für Heiner Goebbels – Nationale Akademie für Theater- und Filmkunst in Sofia (Bulgarien) zeichnet den international renommierten Komponisten und Theatermacher aus

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Heiner Goebbels hat die Ehrendoktorwürde der Nationalen Akademie für Theater- und Filmkunst „Krustjo Saratov“ (NATFA) in Sofia, Bulgarien, erhalten. Foto: NATFA
Der international renommierte Gießener Komponist und Theatermacher Prof. Dr. h. c. mult. Heiner Goebbels, Inhaber der am ZMI angesiedelten Georg Büchner-Professur der JLU, ist erneut ausgezeichnet worden: Am 6. Juni 2018 hat ihm die Nationale Akademie für Theater- und Filmkunst „Krustjo Saratov“ (NATFA) in Sofia (Bulgarien) die Ehrendoktorwürde verliehen. Die erste universitäre Ausbildungsstätte für Theater und Film in Bulgarien würdigte mit der Auszeichnung Goebbels‘ Beitrag zur Weiterentwicklung des Theaters und der Musik. Unter den Trägern der Ehrendoktorwürde der NAFTA sind internationale Theaterregisseure und Filmemacher wie Tadashi Suzuki, David Lynch, Carlos Saura und Istvan Szabo. Goebbels war bereits im Jahr 2012 von der Birmingham City University (BCU) in England mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden.

Heiner Goebbels, im Jahr 1952 in Neustadt an der Weinstraße geboren, gehört zu den bedeutendsten Experten der gegenwärtigen Musik- und Theaterszene. Seine multimedialen Konzepte sprengen sowohl den tradierten Rahmen der Konzertmusik als auch den des herkömmlichen Theaters. Er setzt Raum und Licht, Wort und Bewegung ebenso virtuos ein wie Instrumente und Stimmen, erfundenes oder gefundenes Material, um damit seine musiktheatralischen Konzepte zu realisieren. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Surrogate Cities, Schwarz auf Weiß, Eraritjaritjaka und Stifters Dinge.

Auch in Gießen ist zurzeit eine Arbeit von Heiner Goebbels zu erleben. Zudem war im Mai und Juni das nach der Premiere Anfang Mai von der Musikkritik gefeierte szenische Konzert „mit einem Namen aus einem alten Buch“ am Stadttheater Gießen zu sehen – mit dem Schauspieler David Bennent, mit Texten von Heiner Müller und Rainald Goetz sowie mit einem Instrumentalisten-Ensemble unter der Leitung von Pablo Druker.

Im Jahr 1999 wurde Goebbels Professor am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der JLU; statt des Ruhestands trat er im April 2018 die am ZMI angesiedelte Georg Büchner-Professur an der JLU an. Schwerpunkte seiner Arbeit am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft waren der Ausbau der künstlerischen Praxis, die Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten sowie die Einführung einer künstlerischen Abschlussprüfung. Auch an der Gründung der Hessischen Theaterakademie, des Frankfurt LAB und anderer Netzwerke, die der Förderung des künstlerischen Nachwuchses in Theater und Musiktheater zugutekommen, war er wesentlich beteiligt.

Goebbels leitete von 2006 bis 2018 die Hessische Theaterakademie als Präsident. Von 2012 bis 2014 war er künstlerischer Leiter des internationalen Kunstfestivals Ruhrtriennale. In diesem Rahmen inszenierte er die selten aufgeführten Opern Europeras 1 & 2 von John Cage (2012), Delusion of the Fury von Harry Partch (2013) und De Materie von Louis Andriessen (2014).

Für seine künstlerische Arbeit wurde Heiner Goebbels vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem renommierten International Ibsen Award 2012 und dem „Franco Quadri Preis“, dem „Oscar“ der italienischen Theaterszene, der ihm im Jahr 2015 für sein Lebenswerk verliehen wurde. Auch seine Lehre ist preisgekrönt: Goebbels erhielt im Jahr 2011 den Hessischen Hochschulpreis Exzellenz in der Lehre in der Kategorie „Einzelperson“.

 

 


 

 

Personalia

Tamara Zeyer neu am ZMI

Dr. Tamara Zeyer ist seit März 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZMI. Sie ist im Projekt Digitale Medien beim Deutscherwerb von studieninteressierten Geflüchteten in Zusammenarbeit mit Prof. Dietmar Rösler tätig, das im Rahmen des Hessischen Aktionsplans zur Integration von Flüchtlingen und Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts durchgeführt wird und das Potenzial digitaler Medien u.a. mobiler Endgeräte für ungesteuerten und gesteuerten Deutscherwerb von Geflüchteten untersucht. Seit Oktober 2014 koordiniert Tamara Zeyer die Sektion 3 Educational Linguistics am ZMI und bietet medienbezogene Lehrveranstaltungen für Masterstudierende des Fachs „Deutsch als Fremdsprache“ am Institut für Germanistik an. Zu ihren wissenschaftlichen Schwerpunkten zählen Grammatikvermittlung und digitale Materialien zum Fremdsprachenlernen. 

Im Narr Francke Attempto Verlag, Tübingen erschien im April 2018 die Monographie von Tamara Zeyer Grammatiklernen interaktiv. In diesem Werk werden die Ergebnisse einer empirischen Studie zum Umgang von DaF-Lernenden auf Niveaustufe A mit einer interaktiven Lernsoftware dargestellt. Weitere Informationen: http://narr-starter.de/magento/index.php/grammatiklernen-interaktiv.html

 

 

 

Neuzugänge im Team des ZMI

Nachdem in den vergangenen Monaten zwei Mitarbeiterinnen das ZMI-Team verlassen haben, unterstützen uns seit Mai bzw. Juni vier neue studentische Hilfskräfte.

Isabelle Kuhn hat in diesem Semester den Masterstudiengang Demokratie und Governance abgeschlossen und strebt eine Promotion im Fach Politikwissenschaft am GCSC an. Sie wird das Team ab sofort in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tatkräftig unterstützen.

Abdullah Erdogan unterstützt das ZMI seit Mitte Mai 2018 als studentische Hilfskraft der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie als Hilfskraft der Ludwig Börne-Professur. Seit 2015 studiert er den Masterstudiengang Angewandte Theaterwissenschaften.

Zudem unterstützt Niklas Ferch seit dem 15. Juni 2018 sowohl die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und ist als studentische Hilfskraft des Forschungsschwerpunkts Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft (LBM) tätig. In Kürze wird er sein Masterstudium der Sozialpolitik an der Universität Bremen absolvieren und strebt ebenfalls eine Promotion an.

Philipe Zenz ist seit dem 1. Juli 2018 am ZMI tätig und wird das Team im Bereich Technik unterstützen. Er studiert den Bachelorstudiengang Musikwissenschaften. Er ist Gründungsmitglied des im Jahr 2014 gegründeten Kollektivs AVEV-Audio Concepts, bei dem er für Komposition, Sounddesign und Audioproduktion zuständig ist.

 

Isabelle Kuhn, Niklas Ferch und Philipe Zenz (v.l.n.r.)

 

 

Katharina Monaco mit neuer Stelle am Forschungscampus Mittelhessen

MonacoKatharina Monaco (M.A.) war am ZMI seit September 2016 als Wissenschaftliche Hilfskraft und Koordinatorin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Während Ihrer Zeit am ZMI war Sie zudem Ansprechpartnerin für die SektionssprecherInnen und koordinierte zahlreiche Aktivitäten. Zum 1. Mai 2018 hat Katharina Monaco das ZMI verlassen, um eine Stelle als Projektassistentin am Forschungscampus Mittelhessen anzutreten. Das ZMI dankt Frau Monaco für die gute Zusammenarbeit, gratuliert ihr herzlich zu ihrer neuen Stelle und wünscht Ihr alles Gute für die neue Herausforderung am Forschungscampus Mittelhessen.