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Artikelaktionen

Newsletter 3/2021

 

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Editorial

 

Liebe Kolleg*innen, Mitglieder und Freund*innen des ZMI,

 

in den letzten drei Semestern haben wir zu Vorlesungsbeginn digitale Workshops, Seminare und Vorträge angekündigt und uns einige Zeit durch ganze und halbe Lockdowns gehangelt. Das ist leider noch nicht ganz vorbei. Im Wintersemester 2021/2022 bleibt uns Digitales erhalten und Präsentes wird aufs Neue erprobt. Vieles wird parallel veranstaltet, manches hybrid und wenn alles gut läuft, dann steigt die Impfquote so hoch, dass wir nach diesem Semester vielleicht wieder alles „vor Ort“ machen können und nur das digital behalten, was wir gut fanden und aus der Pandemie mitnehmen möchten.

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Prof. Katrin Lehnen. Foto: Ralph Zoth/ZMI

Bevor es so weit ist, darf ich für das ZMI eine digitale Jubiläumswoche zum 20-jährigen Bestehen ankündigen. Wir haben uns sehr früh im Jahr – mitten im Lockdown des letzten Winters – entschieden, auf digitale Feierlichkeiten zu setzen und mit den Sektionen des ZMI eine Aktionswoche im Netz mit lauter Livestreams zu planen. Da war noch nicht abzusehen, dass es hier und da auch schon wieder mit Präsenzveranstaltungen klappen könnte – und es bleibt ja auch schwierig und aufwendig. Jetzt freue ich mich einfach, Ihnen vom 1. bis 5. November 2021 jeden Abend ein Highlight ans Herz legen zu dürfen: Wir feiern in Form von digitalen Lesungen, Workshops, Vorträgen, Podien etc., haben tolle Personen zu Gast und streifen lauter Themen, die das ZMI früher umgetrieben haben und aktuell beschäftigen. Alle Veranstaltungen sind über einen Link zugänglich, das Programm stellen wir Ihnen weiter unten im Newsletter vor. Und da die Abende im November bekanntlich besonders früh dunkel werden, sind Sie bestimmt sehr froh, nicht mehr aus dem Haus zu müssen!

Dass wir uns aber auch mit analogen Treffen vor Ort wieder vertraut machen, zeigt der Workshop, den Prof. Markus Knauff aus der Psychologie ins Leben gerufen hat und mit dem ZMI organisiert: er trägt passend zur Präsenz der Veranstaltung den Titel „Nach Corona! Lehren aus der Medienberichterstattung“ und diskutiert mit Wissenschaftler*innen und Journalist*innen Hürden der Medienberichterstattung und Wissenschaftskommunikation in der Pandemie. Die Veranstaltung ist am Samstag, 6. November 2021, tagsüber, und damit gleich im Anschluss an die Jubiläumswoche. Sie sind auch hier herzlich eingeladen. Und wenn Sie sich beeilen, können Sie noch einen Platz im Biologischen Hörsaal (Unihauptgebäude) ergattern (Details dazu in diesem Newsletter).

Dass ein Zentrum für Medien und Interaktivität es nicht bei einem digitalen Jubiläum belässt, ist hoffentlich selbstredend – wir planen eine ordentliche Postcorona-Party mit Gästen, Getränken, Gesprächen, Musik und Snacks für nächstes Jahr im April, dann halt zum 21. Geburtstag.

Bevor es so weit ist – alles Gute fürs Semester!

 

Herzlich,

Katrin Lehnen

 

 

 

Inhalt ZMI-NEWSLETTER 3/2021

 

Editorial


News

Das ZMI feiert sein 20-jähriges Jubiläum

Andreas Langenohl, Katrin Lehnen, Nicole Zillien (Hg.) „Digitaler Habitus. Zur Veränderung literaler Praktiken und Bildungskonzepte“

 

Veranstaltungsankündigungen

Vortrag von Claus Leggewie: „Visuelle Evidenzen – ein Mittel der Globalisierungskritik?“

Workshop: „Nach Corona! Lehren aus der Medienberichterstattung“

Gastvortrag von Amina Kropp: „Zwischen language anxiety und ‚Konfliktzweisprachigkeit‘: Normvorstellungen und -diskurse zu herkunftsbedingter Mehrsprachigkeit im schulischen Kontext“

 

Aktivitäten und Events der letzten Monate

Workshop: „Komisch-satirische Spielarten des 21. Jahrhunderts in Alten und Neuen Medien“

Einweihung der Gedenkstele für Mildred Harnack-Fish mit Rede von Greta Olson

 

Neues aus dem DaF/DaZ Bereich

Dietmar Rösler und Tamara Zeyer auf Online-Tagung zu Methodischen Zugängen zur Interaktionsforschung in DaFZ

 

In den Medien

Selmin Hayircil im türkischen Fernsehen über die Nutzung digitaler Medien im Unterricht

 

Neues aus den Sektionen

Sektion Macht – Medium – Gesellschaft“ wählt neue Sprecherinnen

Neue Reihe der Sektion „Medien und Didaktik“: „Schreiben für den Film: Autorinnen, Themen, Formate im zeit- und mediengeschichtlichen Kontext“

 

Neues aus den Seniorprofessuren

 

Neues aus der Ludwig Börne-Professur

Claus Leggewie und Rachid Ouaissa im Journal für Internationale Politik und Gesellschaft: „Angst vor neuen Monstern“

„Planetary Thinking“-Vortrag von Claus Leggewie und Frederic Hanusch

Gespräch mit Claus Leggewie für Deutschlandfunk Kultur: „Der Handschlag ist ein Friedenszeichen“

Buchrezension von Claus Leggewie zu Michel Winocks Biografie über Gustave Flaubert: „Wie man keine Revolution macht“

Claus Leggewie, Lukas Kübler und Patrizia Nanz in der Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte“: „Demokratische Innovation durch Bürgerräte“

Claus Leggewie und Rachid Ouaissa in Blätter für deutsche und internationale Politik: „Algerien: Das Ancien Régime vor der Implosion?“

Claus Leggewie und Christoph Butterwegge in Der Freitag: „Verbote sind gerechter als höhere Preise“

Claus Leggewie zur Idee eines „Homo Cooperativus“ im Deutschlandfunk

Buchrezension von Claus Leggewie zu Tom Hollands „Herrschaft. Die Entstehung des Westens“: „Und es wurde Licht?“

taz-Kommentar von Claus Leggewie und Daniel Cohn-Bendit: „Koalition mit Weitblick“

Claus Leggewie im Journal Internationale Politik und Gesellschaft: „Tangente statt Dreieck“

 

Neues aus der Georg Büchner-Professur

„A House of Call“ – Uraufführung des neuen Orchesterzyklus von Heiner Goebbels Ende August in der Berliner Philharmonie

Heiner Goebbels: „A House of Call. Materialausgabe“: Ein Buch zum Konzert oder ein Konzert zum Buch?

Zahlreiche Interviews und ein Porträt über Heiner Goebbels

Großes Presse-Echo nach der Berliner Uraufführung von „A House of Call“ für einen „Liederabend ohne physisch anwesende Solosänger“

 

Publikationen

Carsten Gansel, Katrin Lehnen, Vadim Oswalt (Hg.): „Schreiben, Text, Autorschaft I. Zur Inszenierung und Reflexion von Schreibprozessen in medialen Kontexten“

Carsten Gansel, Katrin Lehnen, Vadim Oswalt (Hg.): „Schreiben, Text, Autorschaft II. Zur Narration und Störung von Lebens- und Schreibprozessen“

Carsten Gansel (Hg.): „Hans Fallada. Warnung vor Büchern. Erzählungen und Berichte“

Ansgar Schnurr, Sabine Dengel, Julia Hagenberg, Linda Kelche (Hg.): „Mehrdeutigkeit gestalten. Ambiguität und die Bildung demokratischer Haltungen in Kunst und Pädagogik“

Nachwort und Anmerkungen von Sascha Feuchert in „Abend über Potsdam“ von Lutz Hübner und Sarah Nemitz

 

Personalia

ZMI gratuliert Katharina Lorenz zur Wahl als neue JLU-Vizepräsidentin für Studium und Lehre

Ningjie Zhang als Gastwissenschaftlerin am ZMI

Elif Özmen erhält Projektförderung der Volkswagenstiftung

Johanna Michel erhält Preis der Deutschen Gesellschaft für Fremdsprachenforschung

Selmin Hayircil wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik

Diana Hitzke verlässt das ZMI

 

 

News

 

Das ZMI feiert sein 20-jähriges Jubiläum

 

Plakat ZMI Jubiläum

 

Das ZMI wird 20 – und wir freuen uns, das mit Ihnen zu feiern! Pandemiebedingt bleiben die Feierlichkeiten digital, auch wenn wir uns das anders gewünscht hätten. Wir laden Sie ein zu einer digitalen Aktions- und Jubiläumswoche vom 1. bis 5. November 2021. Ein bisschen Rückblick, viel Gegenwart und auch einige Ausblicke in die Zukunft: Wie hat sich unser Alltag unter dem Einfluss von (nicht nur) digitalen Medien in den letzten Jahren und Jahrzehnten verändert? Was verschiebt sich durch die Pandemie? Welche medialen Transformationen erwarten uns in den nächsten Jahren? Wir sprechen darüber, jeden Tag in einem anderen Format: in Impulsvorträgen und Debatten, Lesungen und Live-Talks, Interviews und Videobeiträgen. Das Programm haben die Sektionen des ZMI auf die Beine gestellt.

Das ZMI lädt Sie herzlich ein, sich zu den Veranstaltungen zuzuschalten. Schauen Sie zu, diskutieren Sie mit! Alle Veranstaltungen finden im Livestream statt, einige werden von Gebärdendolmetscher*innen übersetzt. Mehr Informationen zum Jubiläumsprogramm und den einzelnen Veranstaltungen finden Sie hier.

 

 

 

 

Andreas Langenohl, Katrin Lehnen, Nicole Zillien (Hg.): „Digitaler Habitus. Zur Veränderung literaler Praktiken und Bildungskonzepte“

Cover LBM-Konzeptband Digitaler Habitus

 

Vor gut zwei Jahren, am 14. und 15. November 2019, fand am Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) die internationale Tagung „Digitaler Habitus - Zur Veränderung literaler Praktiken und Bildungskonzepte“ statt. Gegenstand der Tagung war die Diskussion und Erprobung eines Konzepts Digitaler Habitus. In Anlehnung an den Ansatz von Bourdieu liefert das Konzept eines digitalen Habitus ein erweitertes Verständnis des grundlegenden Wandels literaler Praktiken und Bildungsprozesse, wie er mit der umfassenden und fortschreitenden Digitalisierung nahezu aller Lebensbereiche zu beobachten ist.

Auf dieser Grundlage ist nun in der Schriftenreihe des ZMI „Interaktiva“ ein Konzeptband mit gleichnamigem Titel entstanden, herausgegeben von Prof. Andreas Langenohl, Prof. Katrin Lehnen und Prof. Nicole Zillien. Neben den Herausgeber*innen hat sich die AG Digitaler Habitus am ZMI intensiv an der Entstehung des Bandes beteiligt und so sind Niklas Ferch, Dr. Jutta Hergenhan, Dr. Diana Hitzke, Prof. Dorothée de Nève, Prof. Vadim Oswalt, Prof. Dietmar Rösler und Prof. Falk Seiler mit Beiträgen im Band vertreten. Sahra Rausch hat die Publikation als wissenschaftliche Hilfskraft begleitet, die Gesamtkoordination des Publikationsprojekts übernahm Diana Hitzke.

Wir freuen uns, dass der Band ab sofort als E-Book und Printausgabe im Campus Verlag erhältlich ist!

 

Andreas Langenohl, Katrin Lehnen, Nicole Zillien (Hg.): Digitaler Habitus. Zur Veränderung literaler Praktiken und Bildungskonzepten. Frankfurt a.M.: Campus Verlag, 2021. Reihe: Interaktiva, Schriftenreihe des Zentrums für Medien und Interaktivität. 299 S., Print: 34,95 Euro.
ISBN: 978-3-593514253

 

 

 

Veranstaltungsankündigungen


Vortrag von Claus Leggewie: „Visuelle Evidenzen – ein Mittel der Globalisierungskritik?“


Leggewie Vortrag 1Am Mittwoch, den 27. Oktober 2021, laden das Historische Institut sowie das Zentrum für Medien und Interaktivität der Justus-Liebig-Universität Gießen um 18:15 Uhr zu einem Vortrag mit Politikwissenschaftler Prof. Claus Leggewie. Die Veranstaltung unter dem Titel „Visuelle Evidenzen – ein Mittel der Globalisierungskritik?“ findet in Kooperation mit dem Onlineportal zur historischen Bildforschung Visual History Blog und dem Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover statt. Die Teilnahme ist sowohl in Präsenz (Seminargebäude II, Raum 012 (Alter Steinbacher Weg 44, 35394 Gießen)) als auch digital über Webex möglich.

In Südasien werden rund 70 Prozent des globalen Seeschiffsaufkommens verschrottet; die arbeits- und umweltpolitisch höchst fragwürdigen Werften sind in fotografischen Arbeiten herausragender Fotografen wie Sebastião Ribeiro Salgado, Yann Arthus Bertrand und Edward Burtynsky, in Filmen („Eisenfresser“) und Arbeiten lokaler Provenienz dokumentiert worden – zwischen ästhetischer Sublimierung und aufklärender Sozialkritik. Sie stehen exemplarisch für die Verwendung sozialdokumentarischen Bildmaterials in der zeithistorischen Forschung. Claus Leggewie befasst sich in seinem Vortrag exemplarisch mit den Werften in Chittagong/Bangladesch und fragt nach den Möglichkeiten ihrer Konversion in einer nachhaltigeren „Blue Economy“.

 

Klicken Sie hier, um am Livestream teilzunehmen. Weitere Informationen zur Veranstaltungen finden Sie hier.



Workshop: „Nach Corona! Lehren aus der Medienberichterstattung“


Workshop "Nach Corona" 1

Inzwischen dürfen wir optimistisch sein, die Pandemie bald einigermaßen überstanden zu haben. Jetzt sollten wir die Krise nutzen, um aus ihr zu lernen. Insbesondere den Medien kam während der Pandemie eine wichtige Rolle zu. Sie wurden viel gelobt und viel gescholten. Was war gut und was hätte im Krisen-Journalismus besser laufen können? Wie hat sich in der Pandemie das Verhältnis von Politik, Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit verändert? Was können die Medien für zukünftige Krisen lernen?
Diesen und weiteren Fragen widmet sich der Workshop „Nach Corona! Lehren aus der Medienberichterstattung“, der am Samstag, den 6. November 2021 von 14 bis 18 Uhr im (Achtung: Raumänderung!:) Biologischen Hörsaal (Hauptgebäude, Ludwigstr. 23, 35390 Gießen) der Justus-Liebig-Universität Gießen stattfindet. Initiiert von Prof. Markus Knauff (Abteilung Allgemeine Psychologie und Kognitionsforschung der JLU Gießen) wird die Veranstaltung gemeinsam mit der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft und dem ZMI durchgeführt. Im ersten Teil der Veranstaltung stehen vier Impulsvorträge im Vordergrund, die sich aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven Fragen der Aufbereitung und Kommunikation zu Corona im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit widmen.


Workshop "Nach Corona" 2

 

 

* Rainer Bromme, Senior-Professor für Pädagogische Psychologie an der Universität Münster; ehemaliger Sprecher des DFG-Schwerpunktprogramms „Wissenschaft und Öffentlichkeit“. Mitglied in zahlreichen Kommissionen in Politik und Wissenschaft

* Korinna Hennig, Redakteurin und Moderatorin beim Norddeutschen Rundfunk; mit dem Podcast „Coronavirus-Update“ mit Christian Drosten gelang ihr eine der größten Mediengeschichten der Pandemie

* Katrin Lehnen, Professorin für Germanistische Medien- und Sprachdidaktik, Geschäftsf. Direktorin des Zentrums für Medien und Interaktivität (ZMI) der JLU Gießen

* Annette Lessmöllmann, Professorin für Wissenschaftskommunikation am Karlsruher Institut für Technologie (KIT); zuvor freie Journalistin und Redakteurin bei Gehirn & Geist/Spektrum der Wissenschaft

 

 

 

 

Im zweiten Teil der Veranstaltung findet eine Podiumsdiskussion statt, in der das Publikum Fragen an die Wissenschaftler*innen richten kann. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich mit den Stärken und Schwächen der Pandemieberichterstattung und den Herausforderungen für die Medien in Krisenzeiten beschäftigen möchten. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung persönlich oder über einen Livestream teilzunehmen. Für die persönliche Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen sind auf der folgenden Webseite zu finden: www.uni-giessen.de/corona-workshop

 

 

Gastvortrag von Amina Kropp: „Zwischen language anxiety und ‚Konfliktzweisprachigkeit‘: Normvorstellungen und -diskurse zu herkunftsbedingter Mehrsprachigkeit im schulischen Kontext“

 

Der Forschungsverbund Educational Linguistics richtet auch in diesem Wintersemester 2021/2022 wieder spannende Gastvorträge aus. Am Dienstag, den 30. November 2021, spricht Dr. Amina Kropp (Universität Mannheim) um 18:15 Uhr zu dem Thema „Zwischen language anxiety und ‚Konfliktzweisprachigkeit‘: Normvorstellungen und -diskurse zu herkunftsbedingter Mehrsprachigkeit im schulischen Kontext“. Der Vortrag widmet sich, in Anlehnung an die interaktive Podiumsdiskussion „Normal, Normalität, Norm? Zwischen sprachlicher Vielfalt und Norm in der Schule“ am 2. November 2021 um 18 Uhr, die die Sektion „Educational Linguistics“ im Rahmen der ZMI-Jubiläumswoche ausrichtet, der Frage, wie in mehrsprachigen Gesellschaften und mehrsprachigen Bildungseinrichtungen sprachliche Normen und Normsetzungen ausgehandelt werden.

Der Vortrag wird derzeit hybrid (persönliche Teilnahme und Livestream) geplant. Aktuelle Programmdetails und die Ankündigungen zu weiteren Gastvorträgen des Forschungsverbunds können Sie hier entnehmen.

 

 

 

Aktivitäten und Events der letzten Monate

 

Workshop: „Komisch-satirische Spielarten des 21. Jahrhunderts in Alten und Neuen Medien“

 

Am 15. September 2021 fand der virtuelle, interdisziplinär angelegte Workshop „Komisch-Satirische Spielarten des 21. Jahrhunderts in Alten und Neuen Medien“ unter der Leitung von Carolin Haupt und Jennifer Neumann (beide Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen an der Professur für Neuere deutsche Literatur und Kulturwissenschaft am Institut für Germanistik der JLU) statt.

Konzeptionell bot der Workshop den geladenen Jungwissenschaftler*innen die Freiheit, die an ihre Promotionsprojekte angelehnten Beiträge mit eigenen, noch ungelösten Forschungsfragen zu verknüpfen oder aber bereits gesammelte Erkenntnisse und Thesen zu präsentieren. Den Teilnehmer*innen standen jeweils 15 Minuten Vortragszeit und 20 Minuten Diskussionszeit zur Verfügung.

Workshop komisch satirisch 1, Carolin HauptDen Auftakt gab Carolin Haupt, die in ihrem Vortrag „Schriftstellerischer Ungehorsam in Marc-Uwe Klings Känguru-Reihe“ auf das strategische Überteten von literaturproduktiven Grenzen und das Aufbegehren gegen literaturdistributive wie rezeptionsästhetische Konventionen in Klings Texten hinwies. Beispiele wie die Kurzgeschichte „Perspektivische Verzerrungen“ in Die Känguru-Chroniken (D, 2009), in welcher der autodiegetische Erzähler Marc-Uwe mehrfach die Erzählperspektive wechselt, um gegenüber dem kritischen Känguru sein schriftstellerisches Können unter Beweis zu stellen, demonstrierten einen spezifisch auf epische Texte ausgerichteten „Ungehorsam“, der im Medium Buch seine Vollendung finde. Vordergründig stehe dieser rebellische Erwartungsbruch im Dienst der Komik am realen Leser. Der satirische Kommentar stecke in Klings Texten eher im Verborgenen, etwa wenn sich die Kritik des Kängurus an der Ich-Perspektive des Erzählers über den persönlichen Angriff hinaus als Teil des literarischen Abwertungsdiskurses entpuppe und sich die Kurzgeschichte „Perspektivische Verzerrungen“ selbst dadurch als Metakommentar zu diesem positioniere. Auf ähnliche Weise operiere „And this House just ain´t no Home” in Die Känguru-Offenbarung (D, 2014), in der Kling im Gespräch seines Erzählers mit einer Buchhändlerin, die Das Känguru-Manifest (D, 2011) wegen dessen deprimierenden Endes gar nicht erst lesen mochte, indirekt Kritik an den speziellen Ansprüchen des Publikums an komische Texte formuliert.   

Workshop komisch satirisch 2, Jan RolleUnter dem Titel „Grobianismus und Motive grob-grotesker Komik in den neuen Medien?“ folgte Jan Rolle, Doktorand der JLU und Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung, im Anschluss den Spuren grobianischer und grob-grotesker Darstellungen in deutschen, britischen und US-amerikanischen Fernsehproduktionen. Die These lautet, der Grobianismus, dessen Wurzeln in den sogenannten Tischzuchten, didaktischen Dichtungen des Mittelalters über das richtige Benehmen bei Tisch, liegen, hätte seinen Weg über die Neuen Medien gewissermaßen in den Feierabend der Rezipient*innen gefunden. Dort drücke er sich mittels fantastischer aber auch skatologischer Motive aus. Beispiele lassen sich in den monströsen körperlichen Verformungen der Figur Eric Cartman in der US-amerikanischen Animationsserie South Park (US, seit 1997) oder im performativen Kontrollverlust der Maggie Blackamoor aus der britischen Sketch-Show Little Britain (GB, 2003-2006) finden. Für den deutschen Sprachraum lässt sich Hans Werner Olms Kunstfigur Luise Koschinsky als grob-groteskes Negativexempel anführen, die nicht nur wegen ihrer stark überformten weiblichen Brust und der betont tiefen Stimme auffällt, sondern auch wegen der Unart ihre Notdurft in der Öffentlichkeit zu verrichten. Weniger drastisch in der Darstellung ihrer Körperlichkeit aber dennoch bemerkenswerte Vertreter eines performativen Kontrollverlustes seien die männlichen Hauptfiguren der Comedy-Serien Stromberg (2004-2012) mit Christoph Maria Herbst in der titelgebenden Hauptrolle sowie Obersalzberg als deren parodistische Aufarbeitung der Fernsehserie Switch Reloaded (2007-2012) mit Michael Kessler in der Rolle des Adolf Hitler.  

Workshop komisch satirisch 3, Jennifer NeumannNach der Mittagspause eröffnete Jennifer Neumann den zweiten Block des Workshops mit ihrem Vortrag „Trumpocalypse Now! Satirische Repräsentationen der Trump-Präsidentschaft in der ‚heute-show‘“. Im Fokus ihrer Analyse standen die sogenannten „Kacheln“: Jene Grafiken, die im Stil traditioneller Nachrichtensendungen raumgebend neben dem Moderator Oliver Welke eingeblendet werden. Die mit Slogans oder Wortspielen versetzten Fotomontagen erzeugen unter Bezugnahme auf (zumeist) kanonisierte Buch- oder Filmtitel popkulturelle Referenzen. Zwar müssten die Kacheln immer auch im Kontext der Moderation gedacht werden, doch ihre isolierte Betrachtung offenbare bereits aussagekräftige Tendenzen über die Repräsentationen von Donald Trump in der Show. Neumann beobachtete systematische Vorgehensweisen bei den Darstellungen Trumps. So würde bspw. häufig mit Filmreferenzen und Stereotypen gearbeitet, die Trump in seiner Rolle als US-Präsident z. B. frei nach dem Titel des Antikriegsfilms Full Metal Jacket (GB, USA, 1987) als Verrückter in der „Full Mental Jacket“ oder auch als „Trumpensteins Monster“ inszenieren. Über die Referenz auf Filme wie Apocalypse Now (USA, 1979) oder den titelgebenden James Bond-Schurken Dr. No (GB, 1962) würde Trump häufig als (politischer) Antagonist oder klassischer Bösewicht dargestellt. Die Kacheln zeichneten so eine simplifizierte, von Dichotomien wie „gut - böse“ bestimmte Welt. Über die Dauer seiner Amtszeit ließe sich in den Kacheln jedoch die zunehmende Verlagerung der vormals satirisch ausgerichteten Angriffe hin zu vordergründig komischen, persönlichen Angriffen beobachten. Beispielsweise böten Trumps markante Frisur und Hautfarbe zunehmend Anlässe für schnelle Lacher, die mitunter den satirischen Angriff gegen den Amtsinhaber Trump ersetzten. In der anschließenden Diskussion konnten zudem in Anlehnung an Jan Rolles Vortrag grobianische Züge in der Darstellung Trumps herausgearbeitet werden.

Workshop komisch satirisch 4, Carina Gabriel-KinzCarina Gabriel-Kinz, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Kassel im DFG Projekt „Grenzen des Komischen? Satire und gesellschaftlicher Wandel in Deutschland und Frankreich“ [Kurztitel], nutzte den Workshop für einen Impuls-Vortrag zum Thema „Die Grenzen von Satire in Deutschland und Frankreich im Wandel“, in dem sie aktuelle Erkenntnisse und Forschungsfragen ihres Dissertationsprojektes vorstellte. Teil des Wandels traditioneller Satire-Zeitschriften wie Charlie Hebdo (FRA, seit 1970) oder Titanic (D, seit 1979) sei die zunehmende Präsenz in Sozialen Medien wie Facebook, Twitter oder Instagram. Einerseits böten diese Plattformen Zugang zu einer erweiterten Leserschaft, die mit Blick auf die abnehmende Relevanz der Printprodukte allgemein dringend erforderlich scheint. Andererseits sei zu vermuten, dass das oftmals genutzte Mircroblogging sowie das kurzweilige Konsumverhalten der Nutzer dem Erkennen des satirischen Gehalts als solchem sowie dem vollumfänglichen Verständnis desselben entgegenstünde. In der anschließenden Diskussion wurde dann über den wichtigen Faktor des medienkompetenten Rezipierens der Bogen zu den vorangegangenen Vorträgen geschlagen und mit Verweis auf Kurt Tucholskys bekannten Artikel „Was darf Satire?“ (1919) die historische Dimension der kritischen Satirerezeption angeschnitten.

Workshop komisch satirisch 5, Jakob LarischDen Abschluss der Vortragsreihe bildete Jakob Larisch, Mitglied der Gesellschaft für Medienwissenschaft und Doktorand an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, mit seinem Beitrag „Subversion des Etablierten? Das Spannungsfeld von Gewaltdarstellung und Humor im Spielfilm“. Ausgehend von der Neoformalistin Kristin Thompson lasse sich Film grundsätzlich als „exzessives“ Medium verstehen, welches neben den für die Handlung relevanten Elementen auch auf solche Faktoren angewiesen sei, die es für das Vorankommen der Handlung eigentlich nicht „bräuchte“, so auch eine drastische Form filmischer Gewaltdarstellung. Über das von Linda Williams geprägte Konzept der Körpergenres, zu denen diejenigen Genres zählen, die eine dezidiert körperliche Reaktion im rezipierenden Subjekt auslösen können, sowie die ebenfalls entsprechend ausgerichtete Komiktheorie Henri Bergsons böte sich eine theoretische Schnittstelle von filmischer Gewaltdarstellung und Komik. Ihre Anfänge habe die vielfältige Gewaltdarstellung als komisches Spektakel vorwiegend in Horrorfilmen der frühen 1980er Jahre, in denen die vormals harmlose Kombination von Gewalt und Slapstick-Humor, wie sie früher z. B. Charlie Chaplins Tramp verkörperte, ihre konsequente Vollendung im expliziten Zeigen abgetrennter Gliedmaßen u. a. fände. Auch seien zunehmend Filme hinzugetreten, welche die Darstellung der Gewalt komisierend überhöhten oder genretypische Klischees in den Dienst der Komik stellten. Doch nur wenige dieser Filme träfen den Massengeschmack, weil explizite Gewaltdarstellung und das Lachen darüber gleich zwei moralische Tabus darstellten. Die Diskussion knüpfte daran mit der allgemeinen Frage nach den Mechanismen und Kriterien von Wertungsdiskursen in Film und Literatur an und schlug so noch einmal den Bogen zum ersten Vortrag des Tages.

Interessierte Zuschauer*innen konnten den Workshop via Live-Stream verfolgen.



 Einweihung der Gedenkstele für Mildred Harnack-Fish mit Rede von Greta Olson


Einweihung Gedenkstele Mildred Harnack-Fish
Screenshot aus dem Livestream zur Einweihung der Gedenkstele

Die Justus-Liebig-Universität Gießen erinnert mit einer Gedenkstele an das Leben und den Tod von Mildred Harnack-Fish (1902–1943), Studentin der University of Wisconsin-Madison und JLU-Alumna. Mildred Harnack-Fish wurde in Milwaukee, USA, geboren und kämpfte als Widerstandsaktivistin gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime. Sie wurde 1943 im Gefängnis Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Die Stele aus schwarzem Marmor, die auf dem Campus der Kultur- und Geisteswissenschaften am Philosophikum I der JLU aufgestellt ist, ist das Gegenstück zu einer der Widerstandskämpferin gewidmeten Skulptur am Lake Mendota in Madison, Wisconsin.

Die Einweihungsveranstaltung der Gedenkstele fand am 15. September 2021 statt und kann über den YouTube-Kanal der JLU verfolgt werden. Die Veranstaltung wurde von der Hessisschen Staatskanzlei im Rahmen des 45-jährigen Jubiläums der Länderpartnerschaft zwischen Hessen und Wisconsin gefördert. Neben Grußworten von u.a. der JLU-Vizepräsidentin Prof. Verena Dolle und der Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, sprachen Dr. Nick Schweitzer (Juristische Fakultät, University of Wisconsin-Madison) und Prof. Greta Olson. Den Beitrag von Greta Olson können Sie ab Minute 44:42 der Aufzeichnung verfolgen.

Einweihung Gedenkstele Mildred Harnack-Fish mit Greta Olson
Screenshot aus dem Livestream zur Einweihung der Gedenkstele

 

 

 

Neues aus dem DaF/DaZ Bereich


Dietmar Rösler und Tamara Zeyer auf Online-Tagung zu Methodischen Zugängen zur Interaktionsforschung in DaFZ

 

Auf der digitalen Tagung zu Methodischen Zugängen zur Interaktionsforschung in DaFZ halten Prof. Dietmar Rösler und Dr. Tamara Zeyer am 6. November 2021 um 8:45 Uhr einen Vortrag zum Thema „Aufzeichnungen von Interaktionen im Online-Unterricht: Die Perspektiven der Lehrenden und die Perspektiven der Lernenden im Vergleich“. Weitere Informationen zur Tagung am 5. und 6. November 2021 und dem weiteren Programm finden Sie hier.

 

 

 

In den Medien


Selmin Hayircil im türkischen Fernsehen über die Nutzung digitaler Medien im Unterricht

Selmin Hayircil im türkischen Fernsehen
Screenshot vom YouTube-Kanal des Senders TRT Türk

Selmin Hayircil war am 10. August 2021 beim türkischen Fernsehsender TRT Türk zu Gast. Sie hat im Programm „Dünya Hali“ Fragen über die Nutzung digitaler Medien im Unterricht beantwortet. Dazu erklärte sie außerdem, wie momentan auch außerhalb des schulischen Kontextes gelehrt und gelernt wird und wie die Pandemie das Lehren der Zukunft beeinflusst. Ab Minute 27:35 des Videos können Sie den Beitrag von Selmin Hayircil auf YouTube verfolgen.

 

 

 

 

Neues aus den Sektionen


Sektion Macht – Medium – Gesellschaft“ wählt neue Sprecherinnen

 

Die Sektion „Macht – Medium – Gesellschaft“ wählte am 28. September 2021 zwei neue Sprecherinnen. Prof. Nicole Zillien und Prof. Claudia Hattendorff begleiten das Amt der Sektionssprecherinnen seit Oktober 2021 für zwei Jahre und lösen Prof. Elif Özmen in dieser Funktion ab.

 

Prof. Nicole Zillien und Prof. Claudia Hattendorff
Prof. Nicole Zillien und Prof. Claudia Hattendorff
 

 

Neue Reihe der Sektion „Medien und Didaktik“: „Schreiben für den Film: Autorinnen, Themen, Formate im zeit- und mediengeschichtlichen Kontext“

Im Wintersemester 2021/2022 startet die Sektion „Medien und Didaktik“ eine Reihe unter dem Titel „Schreiben für den Film: Autorinnen, Themen, Formate im zeit- und mediengeschichtlichen Kontext“ und setzt damit ihren Themenschwerpunkt zum Schreiben und zur Inszenierung von Textproduktionsprozessen in unterschiedlichen Genres und medialen Kontexten fort. In der nun anlaufenden Reihe geht es um das im deutschsprachigen Raum kaum beforschte und lange unbeachtete Phänomen des Drehbuchschreibens. Während es in den USA eine lange Tradition und Reflexion des Schreibens für den Film bzw. für serielle Formate und entsprechend andere Organisationsgrade als Berufsgruppe gibt (Writer’s Guild), gibt es hier eher wenig dazu – auch, weil Drehbuchautor*innen im Vergleich kaum eine Lobby haben und selten als Autor*innen wahrgenommen werden. Die Sektion freut sich, mit Laila Stieler (u.a. „Gundermann“) und Annette Hess (u.a. „Weissensee“, „Ku'damm 56/59/63“) zwei sehr renommierte Autorinnen und Drehbuchschreiberinnen für Lesungen und Interviews am ZMI gewonnen zu haben. Die Verfilmungen ihrer Drehbücher im thematischen Kontext deutscher Nachkriegsgeschichte sind extrem populär geworden. Die Reihe beleuchtet neben dem Schreiben selbst vor allem auch Fragen zur Rolle von Drehbuchschreiber*innen im deutschsprachigen Raum, Autorschaft, Professionalisierung, etc. Dr. Norman Ächtler, Gießener Literaturwissenschaftler und Mitglied der Sektion „Medien und Didaktik“, wird in einem eigenen Beitrag die das Drehbuchschreiben und das Drehbuch als ‚Werk’ diskursgeschichtlich rekonstruieren. Den Auftakt zur Reihe macht Laila Stieler in der ZMI-Jubiläumswoche.


Die Veranstaltungsreihe im Überblick:

5. November 2021, 19 Uhr, Lesung und Interview mit Laila Stieler

„Ich habe die Zeit gebraucht, um eine Dramaturgie für die Widersprüche zu finden“ – Ein Gespräch mit Laila Stieler über das Drehbuchschreiben

Im Rahmen der ZMI-Jubiläumswoche. Weitere Information finden Sie hier.


15. Dezember 2021, 18:30 Uhr, Vortrag von Norman Ächtler

„Das Drehbuch – Werkbegriff und Werkherrschaft im Filmsystem. Diskursgeschichtliche Querschnitte durch die (deutsche) Filmgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart“

Findet voraussichtlich in Präsenz statt.

 

26. Januar 2022, 18:30 Uhr, Lesung und Interview mit Annette Hess

„Serienautor*innen sind die Romanautor:innen der heutigen Zeit – Ein Gespräch mit Annette Hess

Findet voraussichtlich in Präsenz statt.

 

 

 

Neues aus den Seniorprofessuren


Neues aus der Ludwig Börne-Professur

Claus Leggewie und Rachid Ouaissa im Journal Internationale Politik und Gesellschaft: „Angst vor neuen Monstern“

 

Am 7. Juni 2021 erschien der Beitrag „Angst vor neuen Monstern“ von Prof. Claus Leggewie und Prof. Rachid Ouaissa online im Journal Internationale Politik und Gesellschaft. Anlässlich der vorgezogenen Parlamentswahlen am 12. Juni 2021 in Algerien resümieren Leggewie und Ouaissa die seit 2019 anhaltenden Straßenproteste, bei denen sich ihnen zufolge keine politische Lösung oder der erhoffte demokratische Aufschwung abzeichne. Die Grundlagen hierzu hätten auch mit europäischer Unterstützung gelegt werden müssen, so die beiden Autoren. Oppositionelle Parteien riefen unterdessen zum Boykott auf, während Präsident Abdelmadjid Tebboune dem alten Regime über diese Wahl neue Legitimität verleihen wolle. Der Beitrag erschien in der Rubrik „Außen- und Sicherheitspolitik“.

 

 

„Planetary Thinking“-Vortrag von Claus Leggewie und Frederic Hanusch

Screenshot Vortrag "Planetary thinking"
Screenshot des Vortrags 'Planetary thinking – an introduction'

Am 10. Juni 2021 sprachen Claus Leggewie und Frederic Hanusch in einem Online-Vortrag über ihren Ansatz des planetaren Denkens. Unter planetarem Denken verstehen Leggewie und Hanusch eine erweiterte Sicht auf die Welt, die sie einer überkommenen, anthropozentrischen Weltsicht der „Globalisierung“ gegenüberstellen. Damit einher gehe eine neue, transgressive und interdisziplinäre Art des Denkens, die sie als „Denkkollektiv“ beschreiben und herausarbeiten. Planetar zu denken bedeutet, so Claus Leggewie, anzuerkennen, dass menschliche Gesellschaften tief verwoben sind mit dem Leben auf einem sich stetig wandelnden Planeten. Dabei zeichnen die Vortragenden drei entscheidende Ebenen nach: erstens räumlich, zwischen dem Erdkern und dem interplanetaren Raum, zweitens zeitlich, zwischen Nanosekunden und geologischen Zeitaltern bis zum Anthropozän, drittens materiell, zwischen Elementarteilchen und der schwarzen Materie des Universums. Die Referenten beziehen sowohl natur- als auch geisteswissenschaftliche Perspektiven, ebenso wie künstlerische Auseinandersetzungen, in ihre Konzeptionierung eines planetaren Denkens mit ein. Die Veranstaltung moderierten Prof. Dr. Thomas Hickler und Dr. Camelia-Eliza Telteu. Eine Videoaufzeichnung des Vortrages finden Sie hier.

Ihren Vortrag beziehen die beiden Referenten inhaltlich auf das von ihnen herausgegebene Buch „Planetar Denken – Ein Einstieg“, welches in diesem Jahr erschienen ist.

Der Vortrag ist Teil einer Online-Seminarreihe der „Planetary Thinking Working Group“ (Goethe Universität Frankfurt, Senckenberg, und dem Institut für sozial-ökologische Forschung - ISOE) in Kooperation mit der Universität Gießen, dem Forschungskolleg Humanwissenschaften und GRADE Sustain. In der Reihe sprachen Natur- und Sozialwissenschaftler*innen über den Einfluss planetaren Denkens auf ihre Arbeit. Die Reihe soll im November 2021 fortgesetzt werden.

 

 

Gespräch mit Claus Leggewie für Deutschlandfunk Kultur: „Der Handschlag ist ein Friedenszeichen“

 

Der Handschlag habe eine lange Tradition als Friedensbekundung und so wird in die Art, wie sich etwa zwei Präsident*innen begrüßen, oft viel Bedeutung gelegt. So auch bei US-Präsident Joe Biden und dem russischen Präsidenten Vladimir Putin, deren Handschlag im Juni 2021 zu Beginn ihres Gipfeltreffens in Genf „steif“ und „sehr gezwungen“ ausgesehen habe. Claus Leggewie analysiert im Gespräch mit Sigrid Brinkmann für Deutschlandfunk Kultur am 16. Juni 2021 das historische Symbol für Demokratie und Frieden und zieht Vergleiche zu vorherigen amerikanisch-russischen „Handshakes“ und die möglichen Interpretationen zu den Verhältnissen der beiden Länder heran.

 

 

Buchrezension von Claus Leggewie zu Michel Winocks Biografie über Gustave Flaubert: „Wie man keine Revolution macht“

Cover Biografie Gustave Flaubert

 

In diesem Jahr hätte Gustave Flaubert (1821 – 1880) seinen 200. Geburtstag gefeiert. Aus  gegebenem Anlass erschien in diesem Jahr die ins Deutsche übersetzte Biografie über den französischen Schriftsteller im Hanserverlag, die laut Claus Leggewie „aus der schier unüberschaubaren Flaubert-Bibliothek heraus[ragt]“. In dem am 19. Juni 2021 in der taz veröffentlichten Buchrezension „Wie man keine Revolution macht“ legt Leggewie die Herangehensweise des französischen Historikers Michel Winock dar, der „Leben und Werk, Psyche und Methode, Romanwerk und Briefe bis ins kleinste Detail zerlegt und […] Flauberts Biografie […] in die politische Geschichte Frankreichs ein[ordnet]“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Claus Leggewie, Lukas Kübler und Patrizia Nanz in der Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte: „Demokratische Innovation durch Bürgerräte“

Leggewie-Beitrag in Aus Politik und Zeitgeschehen 2021-26-27 © bpb

Am 25. Juni 2021 erschien der Beitrag „Demokratische Innovation durch Bürgerräte“ von Claus Leggewie, Lukas Kübler und Patrizia Nanz in der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“. Die Autor*innen legen darin unterschiedliche Ideen dar, um etwa der Repräsentationskrise, Entdemokratisierung und anderen Faktoren, die zu derzeitigen Krisendiagnosen zum Zustand der Demokratie beitragen, entgegenzuwirken. Sie sprechen vier mögliche Kategorien der „demokratischen Innovationen“ an, wie „erstens direktdemokratische Ansätze, zweitens kommunale Mitbestimmungsformate, drittens zufallsbasierte ‚Mikro-Öffentlichkeiten‘ (mini-publics) und viertens digitale Beteiligungsinstrumente“. Darüber hinaus beleuchtet der Beitrag die neueren Entwicklungen auf dem Gebiet der Bürgerräte.










Claus Leggewie und Rachid Ouaissa in Blätter für deutsche und internationale Politik: „Algerien: Das Ancien Régime vor der Implosion?“

Leggewie-Beitrag in Blätter für deutsche und internationale Politik, Juli-Ausgabe 2021

 

In der Juli-Ausgabe 2021 der „Blätter für deutsche und internationale Politik“ stellen Claus Leggewie und Rachid Ouaissa in ihrem Artikel „Algerien: Das Ancien Régime vor der Implosion?“ aktuelle Entwicklungen vor und nach den vorgezogenen Parlamentswahlen am 12. Juni 2021 in Algerien dar.

















Claus Leggewie und Christoph Butterwegge in Der Freitag: „Verbote sind gerechter als höhere Preise“

 

In der Ausgabe vom 8. Juli 2021 von „Der Freitag“ erklären Claus Leggewie und Christoph Butterwegge im Gespräch mit Velten Schäfer Ansätze, wie Deutschland das Zwei-Grad-Ziel doch noch in die Praxis umsetzen könnte. So müsse die Klimafrage zwar weiterhin zentral bleiben, dabei sollte jedoch die soziale Frage nach Armut und Ungleichheit nicht verdrängt und stattdessen „politisch auch miteinander verbunden“ werden.



Claus Leggewie zur Idee eines „Homo Cooperativus“ im Deutschlandfunk

 

Als Alternative zum eigennützigen Homo Oeconomicus schlägt Claus Leggewie in einem Deutschlandfunk-Beitrag vom 25. Juli 2021 das Gegenbild des Homo Cooperativus vor. Mit diesem Bild sollen „menschliche Anlagen und Fähigkeiten zur Kooperation […] statt Eigennutz und Konkurrenz [ins Zentrum rücken]“. Was das für die internationale Politik bedeute, erklärt Leggewie anhand von drei Beispielen: Schuldenerlasse, Öffnung der Migrationswege und eine globale solidarische Gesundheitsversorgung.

 

 

Buchrezension von Claus Leggewie zu Tom Hollands „Herrschaft. Die Entstehung des Westens“: „Und es wurde Licht?“

Cover Tom Holland - Herrschaft

 

„Eine opulent erzählte Geschichte des Westens von Babylon bis #MeToo“ – so beschreibt Claus Leggewie „Herrschaft. Die Entstehung des Westens“ (im englischen Original: „Dominion“), die neueste Publikation des britischen Autors Tom Holland, in seiner Buchrezension in der taz vom 14. August 2021. Auf über 600 Seiten biete Holland eine „verführerisch spannend erzählte Synthese aus anekdotischen Einzelbeispielen und den Diffusionsprozessen in den drei großen Etappen Antike […], Christentum […] und Modernitas“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

taz-Kommentar von Claus Leggewie und Daniel Cohn-Bendit: „Koalition mit Weitblick“

 

In einem Ende August erschienenen Artikel der taz kommentieren Claus Leggewie und der ehemalige Grünen Abgeordnete im Europäischen Parlament Daniel Cohn-Bendit die anstehende Regierungsbildung nach der Bundestagswahl 2021. Sie plädieren für eine „Koalition mit Weitblick“. Als zentrale Herausforderungen einer zukünftigen Koalition identifizieren sie die Themen Klimawandel und Umweltschutz, die Schließung eines Generationenvertrages, Digitalisierung und nicht zuletzt Migration. Sie fordern außerdem eine gründliche Reflexion „der normativen und institutionellen Grundlagen der westlichen Bündnisse“ wie der Europäischen Union, um „antipolitischen Nihilisten“ und diktatorischen Regimen etwas entgegensetzen zu können.

 

 

Claus Leggewie im Journal Internationale Politik und Gesellschaft: „Tangente statt Dreieck“

 

Anfang September veröffentlichte Claus Leggewie einen Beitrag im IPG, in dem er die Zersplitterung Europas in „Teilallianzen“ konstatiert und an ein in Vergessenheit geratenes europäisches Bündnis erinnert: das Weimarer Dreieck. Das außenpolitische Gesprächs- und Konsultationsforum Deutschlands, Frankreichs und Polens wurde vor 30 Jahren begonnen, sei jedoch nicht zuletzt aufgrund nationalstaatlicher Differenzen im Sande verlaufen. Anstatt die drei wichtigsten Agenden unserer Zeit – Klima- und Umweltpolitik, europäische Außenpolitik und Migration – im nationalstaatlichen Alleingang bearbeiten zu wollen, plädiert Leggewie für die Revitalisierung des Bündnisses als ein „Weimar 2.0“, dessen zentrale Säulen er in einer gemeinsamen Energie- und Klimapolitik sowie bürgerschaftlichen Kooperationen in Form von trilateralen Bürgerräten sieht.

 

 

Neues aus der Georg Büchner-Professur

„A House of Call“ – Uraufführung des neuen Orchesterzyklus von Heiner Goebbels Ende August in der Berliner Philharmonie

Heiner Goebbels mit dem Dirigenten Vimbayi Kaziboni bei der Generalprobe. Foto: Astrid Ackermann/ Berliner Festspiele
Heiner Goebbels mit dem Dirigenten Vimbayi Kaziboni bei der Generalprobe. Foto: Astrid Ackermann / Berliner Festspiele

Die bereits für 2020 geplante Uraufführung eines neuen abendfüllenden Orchesterwerks von Heiner Goebbels musste auf den 30. August 2021 verschoben werden und eröffnete damit das diesjährige Musikfest der Berliner Festspiele in der Berliner Philharmonie.

Zeitgleich zur Uraufführung erschien beim Berliner Verlag neofelis der Band „A House of Call. Materialausgabe“. Im Rahmen seiner Georg Büchner-Professur hat Prof. Heiner Goebbels seine Recherchen zu den in der Komposition vorkommenden Stimmen vorangetrieben und in Zusammenarbeit mit der Theaterwissenschaftlerin Dr. Astrid Schenka und mit Unterstützung der JLU als erweitertes Programmbuch zu der kompositorischen Arbeit veröffentlicht.  Eine englische Übersetzung ist in Vorbereitung.

Neben zahlreichen Gästen aus der Kunst- und Kulturszene kamen zur Uraufführung auch Norbert Lammert, ehemaliger Präsident des Deutschen Bundestags, und Monika Grütters, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

Grütters, Goebbels, Fausch, Hopp, Foto: Astrid Ackermann/ Berliner Festspiele

Monika Grütters zwischen Prof. Heiner Goebbels und Christian Fausch, künstlerischer Geschäftsführer des Ensemble Modern; ganz links: Winrich Hopp, künstlerischer Leiter des Musikfestes Berlin und der Konzertreihe musica viva. Foto: Astrid Ackermann / Berliner Festspiele

 

 

Heiner Goebbels: „A House of Call. Materialausgabe“: Ein Buch zum Konzert oder ein Konzert zum Buch?

Cover Goebbels A House of Call

Der Komponist und Theatermacher Heiner Goebbels hat in den letzten Jahren auf seinen Reisen, bei zufälligen Begegnungen, Projekten und Recherchen immer wieder Aufnahmen von Stimmen gesammelt. Eigene, eigentümliche Stimmen, die ihn berührt, verstört, begeistert, befremdet haben. Es handelt sich um Stimmen aus ganz unterschiedlichen Kontexten, Klangräumen, musikalischen Traditionen und Sprachen, um volkstümliches Material, Rituale, Literatur, aufgenommen im Verlauf der letzten etwa hundert Jahre. Aus dieser phonographischen Sammlung in einem imaginären Notizbuch ist nun zweierlei geworden:

„A House of Call“ als abendfüllendes Konzert für das Ensemble Modern Orchestra, in dem diese Stimmen oft zum ersten Mal auf einer Konzertbühne zu hören sind und den Ton angeben: Rufe, Aufrufe, Anrufungen, Beschwörungen, Gebete, Sprechakte, Gedichte, Lieder. Das Orchester präsentiert, unterstützt, begleitet sie, antwortet oder widerspricht ihnen – wie in einem säkularen „Responsorium“.

„A House of Call. Materialausgabe“ als Buch, das anhand zahlreicher Dokumente, Texte, Bilder und Quellen versucht, dem auf die Spur zu kommen, was die Stimmen auszeichnet. Etwa die Hälfte dieser Stimmen wurde mit historischen Phonographen auf Wachsmatrizen aufgenommen und ihre Entstehung ist oft ambivalent. Vielerlei Gründe mögen zu den Aufnahmen geführt haben: musikethnologische bzw. musik- und sprachwissenschaftliche Forschungen, soziologische oder anthropologische Interessen.

Die Musik von Heiner Goebbels ist eine direkte Antwort auf die Komplexität und Rauheit der Stimmen, ihre Ausstrahlung und die Geschichte dieser Aufnahmen. Das Buch diskutiert die heterogenen Kontexte ihrer Entstehung und geht z. B. der Frage nach, ob die Stimmen bei Konzerten oder unter fragwürdigen, beispielsweise kolonialen Bedingungen aufgenommen worden sind und was ihre Eigentümlichkeit ausmacht.


Heiner Goebbels: A House of Call. Materialausgabe. Berlin: neofelis. 140 S. mit zahlreichen Abbildungen, Print: 9,00 Euro

ISBN: 978-3-95808-312-7



Zahlreiche Interviews und ein Porträt über Heiner Goebbels

Vimbayi Kaziboni bei der Uraufführung zu A House of Call, Foto: Astrid Ackermann/ Berliner Festspiele
Vimbayi Kaziboni bei der Uraufführung zu „A House of Call“. Foto: Astrid Ackermann / Berliner Festspiele

Ein ausführliches Gespräch über „A House of Call“ zwischen Heiner Goebbels und Winrich Hopp, dem künstlerischen Leiter des Berliner Musikfestes und der Reihe musica viva / Bayrischer Rundfunk München, erschien in der Neuen Musikzeitung, in der Beilage des Berliner tagesspiegel, und im Ensemble Modern Magazin. Auch im Feuilleton der FAZ bereitete Winrich Hopp im Gespräch mit dem Musikredakteur Jan Brachmann auf dieses Konzert vor. Im Vorlauf zu dieser Uraufführung gab Prof. Heiner Goebbels zahlreiche Rundfunk-Interviews mit BR Klassik, WDR, RBB, DLF, NDR.

Am 2. September 2021 veröffentlichte DIE ZEIT im Feuilleton ein Porträt des Komponisten von Sinem Kılıç mit dem Titel „Die Stimmen sind das Kostbarste was wir haben“. Ein Interview in Bildern wird demnächst auf der Webseite von br-musica viva mit Fotos von Astrid Ackermann erscheinen. Rainer Nonnenmann veröffentlichte am 6. September 2021 ein Interview mit Heiner Goebbels für den Kölner Stadtanzeiger unter dem Titel „Der Raum zwischen Text und Gesang“.

 

 

Großes Presse-Echo nach der Berliner Uraufführung von „A House of Call“ für einen „Liederabend ohne physisch anwesende Solosänger“

 

Nach der vom Publikum begeistert aufgenommenen Uraufführung erschienen zu „A House of Call“ mit dem Ensemble Modern Orchestra unter der Leitung von Vimbayi Kaziboni zahlreiche Kritiken in der Tagespresse.

 

Philharmonie Köln, Foto: Heiner Goebbels
„A House of Call“-Aufführung in der Philharmonie Köln. Foto: Heiner Goebbels
„Denken, träumen – und immer weiter komponieren: Das Ensemble Modern Orchestra unter Vimbayi Kaziboni eröffnet das Musikfest Berlin mit dem wundervollen Antikomponisten Heiner Goebbels. [...] Goebbels reifstes und vollständigstes Meisterwerk.“

Reinhard Brembek, Süddeutsche Zeitung, 1. September 2021

 

„Das Licht erlischt. Und in der Nacht öffnet sich der eigentliche Raum dieser Komposition, zeitlich auf knapp zwei Stunden begrenzt, in seinen Bezügen aber ins Unendliche ausfasernd. [...] Dokumente aus seinem akustischen Notizbuch, die keine Summe ergeben, in der Addition aber jenes offene Netz von Bedeutungen bilden, in dem sich jeder mit der Kontingenz der eigenen Erfahrungen einzurichten hat.“

Gregor Dotzauer, tagesspiegel, 1. September 2021

 

„‚A House of Call‘ is a magnificent new work, worth catching on any of its coming ports of call and surely destined to enter the repertoire.“

Shirley Abthorp, Financial Times, 1. September 2021 

 

„Bei der Uraufführung von ‚A House of Call. My Imaginary Notebook‘ landete er gestern Abend in der Berliner Philharmonie einen umjubelten Wurf. [...] Goebbels viersätziges Opus ist monumental und intim, persönlich und reflexiv, emotional und referenziell. Aber Goebbels nimmt von sich und uns Hörern das bleierne Gewicht von verordnender Gedankenschwere. [...] Der Konzertsaal ist in Goebbels’ Werk ein Forum, wo sich unberührbare Stimmkonserven über das Publikum ergießen und in diesem Glücksgefühle, Fragen, Sehnsüchte auslösen. [...] Dieser Liederabend ohne physisch anwesende Solosänger beinhaltet eine fast anachronistische Spannkraft. Goebbels zwingt koloristisch-spielerische Versatzstücke unter einem großen Bogen.“

Roland Dippel, Neue Musikzeitung, 1. September 2021

 

„Aber was Goebbels daraus in seiner Orchestermusik macht, zeigt seine Meisterschaft ebenso wie seine Sensibilität gegenüber nicht-europäischen Klangkulturen.“

Berthold Seliger, Neues Deutschland, 2. September 2021

 

„Etwa Hundert Minuten Spielzeit ohne Pause. Das hat Dimensionen einer Symphonie von Gustav Mahler. Mit dem hat Goebbels nicht nur die Lust an der Vermischung von Stilen gemeinsam, sondern auch den Sinn für Dramaturgie. [...] Das neue Stück [...] zeigt hier eine politische Seite, die zum Phänomen Stimme gehört, wie Goebbels in seinem enzyklopädischen Ansatz behandelt. Eine Materialsammlung, soeben erschienen im neofelis Verlag, hält erhellende Informationen zu den Aufnahmen bereit und dazu, was der Komponist damit verbindet.“

Clemens Haustein, FAZ, 6. September 2021

 

Tonhalle Düsseldorf, Foto: Heiner Goebbels
„A House of Call“-Aufführung in der Tonhalle Düsseldorf. Foto: Heiner Goebbels

„Alles beginnt mit etwas wie einer allgemeinen Unruhe. Dann, nach einer Art Blitzschlag, hat sich das Licht konzentriert. Das Ensemble Modern Orchestra sitzt wie um 90° gedreht auf der Bühne der Philharmonie Köln. [...] Und die Komposition? Viersätzig, mit einem Interludium. Die Satztitel: ‚Stein Schere Papier‘ (wo das thematische Feld des Sisyphos-Mythos als zugespitzte Metapher der eigenen künstlerischen Produktion und der Autor Heiner Müller zentrale Rollen spielen), ‚Grain de la voix‘ (wo gesprochene, gesungene, aufgezeichnete, überlieferte Sprache im Zentrum stehen), ‚Wax and Violence‘ (wo es in einem sehr weiten Sinne um Kolonialismus, Gewalt und historische Schuld geht), ‚When Words Gone‘ (wo Mitteilungsbereiche jenseits von Sprache betrachtet und besungen werden).“

Hans Jürgen Linke, Frankfurter Rundschau, 8. September 2021

 

Die Rundfunk-Rezensionen, direkt am Abend nach dem Konzert bzw. am Morgen danach, fielen begeistert aus. Uwe Friedrich spricht in „Fazit“, DLF Kultur, von „ganz beeindruckenden, riesigen Assoziationsräumen, die da aufgemacht werden; [...] dass der Titel auf James Joyce verweist, den stream of consciousness: dass man nicht alles verstehen kann, auch gar nicht verstehen soll, sondern sich hineinbegibt in eine quasi Trance, aber immer bei Bewusstsein, denn Heiner Goebbels ist auch ein extrem formbewusster Komponist.“ Kai Luehrs-Kaiser feiert Heiner Goebbels in der Frühkritik des RBB als „großen Unorthodoxen, der sich weder um Atonalitätsvorgaben noch um Dogmen schert, immer noch der Erfrischendste von Allen.“




Publikationen

Carsten Gansel, Katrin Lehnen, Vadim Oswalt (Hg.): „Schreiben, Text, Autorschaft I. Zur Inszenierung und Reflexion von Schreibprozessen in medialen Kontexten“

Gansel et al. 1

 

Mitte November 2021 erscheinen zwei Bände zum Thema Schreiben, Text und Autorschaft, die auf eine Tagung der Sektion im Februar 2020 zurückgeht. Beide Bände setzen sich mit dem Schreiben und der – überwiegend literarischen – Textproduktion in unterschiedlichen Genres und Medien auseinander, die durch die Digitalisierung teils zu neuen Formaten und veränderten Praktiken der Produktion und Rezeption führen. Das Schreiben selbst hat – unabhängig von seiner medialen Verfertigung – nichts von seinem Reiz verloren und bildet häufig Gegenstand von Filmen, Serien, Romanhandlungen, Tagebüchern und Selbstzeugnissen mit entsprechenden Inszenierungen und Stilisierungen. Es ist Medium der Selbstvergewisserung, des Erinnerns und des Archivierens, aber auch des Verzweifelns und Blockiertseins. Die beiden Bände vereinen zahlreiche Beiträge, die sich auf anregende Weise mit einzelnen Autor*innen, Genres und medialen Veränderungen auseinandersetzen und das Schreiben auf neue Weise unter die Lupe nehmen. Die Beiträger*innen diskutieren die kognitive, historische und gesellschaftliche Bedeutung des Schreibens und fragen aus interdisziplinärer Perspektive nach den besonderen Arrangements und Inszenierungen von Schreiben, Text/Werk und Autorschaft.


Carsten Gansel, Katrin Lehnen, Vadim Oswalt (Hg.): Schreiben, Text, Autorschaft I. Zur Inszenierung und Reflexion von Schreibprozessen in medialen Kontexten. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2021. Reihe: Deutschsprachige Gegenwartsliteratur und Medien. 339 S., Print: 44,99 Euro

ISBN: 978-3-8471-1272-3



Carsten Gansel, Katrin Lehnen, Vadim Oswalt (Hg.): „Schreiben, Text, Autorschaft II. Zur Narration und Störung von Lebens- und Schreibprozessen“

Gansel et al. 2


Mitte November 2021 erscheinen zwei Bände zum Thema Schreiben, Text und Autorschaft, die auf eine Tagung der Sektion im Februar 2020 zurückgeht. Beide Bände setzen sich mit dem Schreiben und der – überwiegend literarischen – Textproduktion in unterschiedlichen Genres und Medien auseinander, die durch die Digitalisierung teils zu neuen Formaten und veränderten Praktiken der Produktion und Rezeption führen. Das Schreiben selbst hat – unabhängig von seiner medialen Verfertigung – nichts von seinem Reiz verloren und bildet häufig Gegenstand von Filmen, Serien, Romanhandlungen, Tagebüchern und Selbstzeugnissen mit entsprechenden Inszenierungen und Stilisierungen. Es ist Medium der Selbstvergewisserung, des Erinnerns und des Archivierens, aber auch des Verzweifelns und Blockiertseins. Die beiden Bände vereinen zahlreiche Beiträge, die sich auf anregende Weise mit einzelnen Autor*innen, Genres und medialen Veränderungen auseinandersetzen und das Schreiben auf neue Weise unter die Lupe nehmen. Die Beiträger*innen diskutieren die kognitive, historische und gesellschaftliche Bedeutung des Schreibens und fragen aus interdisziplinärer Perspektive nach den besonderen Arrangements und Inszenierungen von Schreiben, Text/Werk und Autorschaft.



Carsten Gansel, Katrin Lehnen, Vadim Oswalt (Hg.): Schreiben, Text, Autorschaft II. Zur Narration und Störung von Lebens- und Schreibprozessen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2021. Reihe: Deutschsprachige Gegenwartsliteratur und Medien. 420 S., Print: 49,99 Euro

ISBN: 978-3-8471-1339-3



Carsten Gansel (Hg.): „Hans Fallada. Warnung vor Büchern. Erzählungen und Berichte“

Gansel Buchcover Fallada

 

Neues von Hans Fallada entdecken: Die hier versammelten Anekdoten, Berichte, Erzählungen und Reden, die von der Mitte der 1920er Jahre bis zu seinem Tod 1947 reichen, sind zum Teil wenig bekannt oder noch gänzlich unveröffentlicht. Sie offenbaren, in welchem Maße der Autor ein einzigartiges Gespür für soziale Problemlagen entwickelt, sensibel Wirklichkeit beobachtet und künstlerische Mittel findet, um mit wenigen Strichen welthaltige Geschichten zu entwerfen – humorig, ironisch, manchmal auch sarkastisch. Falladas Glaube an die „Anständigkeit des Menschen“ zeigt sich dabei jedoch stets unerschütterlich.

 

Carsten Gansel (Hg.): Hans Fallada. Warnung vor Büchern. Erzählungen und Berichte. Stuttgart: Reclam, 2021. 384 S., Print: 7,80 Euro
ISBN: 978-3-15-014081-9

E-Book: 6,99 Euro
ISBN: 978-3-15-961870-8

 

 

 

 

 

Ansgar Schnurr, Sabine Dengel, Julia Hagenberg, Linda Kelch (Hg.): Mehrdeutigkeit gestalten. Ambiguität und die Bildung demokratischer Haltungen in Kunst und Pädagogik

Schnurr Buchcover Mehrdeutigkeit gestalten

 

Phänomene des Mehrdeutigen sind für die Kunst bestimmend, faszinierend und anspruchsvoll. Herausfordernd sind zugleich die vieldeutigen Strukturen in global entgrenzter Kultur, sozialen Ordnungen und Identitätsvorstellungen. Demgegenüber sind weltweit reaktionäre und antidemokratische Schließungsbewegungen zu beobachten, die dieser Vagheit mit binären Vorstellungen von scheinbar klarer Eindeutigkeit begegnen. Ambiguität auszuhalten und zu gestalten ist darum umso mehr künstlerische wie politische Bildungsaufgabe. Der nun erschienene Tagungsband zu einem 2019 in der Kunstsammlung Nordrheinwestfalen stattgefundenen interdisziplinären Kongress diskutiert die Fragen, inwiefern Ambiguitäten in Kunst und Politik struktur-ähnlich sind und eine pädagogische Auseinandersetzung mit Kunst zugleich demokratische Haltungen bilden kann. Herausgeber*innen des Bandes sind Prof.  Ansgar Schnurr (ZMI, Kunstdidaktik, JLU), Dr. Sabine Dengel (Bundeszentrale für politische Bildung bpb), Julia Hagenberg (Leiterin Kunstvermittlung der Kunstsammlung NRW) und Linda Kelch (Bundeszentrale für politische Bildung bpb). Aus dem ZMI ist im Band ferner Prof. Dorothée de Nève mit einem politikwissenschaftlichen Beitrag über „(Zu)Mutungen in der Demokratie. Potenziale künstlerischer Interventionen“ vertreten. 

Weitere Beiträge aus Kunst und Kunstwissenschaften, Pädagogik, Politik- und Kulturwissenschaft beschreiben die Strukturen und das Bildungspotenzial des Offenen und Mehrdeutigen, das in gegenwärtiger und künftiger Kultur und Gesellschaft vielfältige Herausforderungen für die ästhetische und politische Bildung bietet.

 

Ansgar Schnurr, Sabine Dengel, Julia Hagenberg, Linda Kelch (Hg.): Mehrdeutigkeit gestalten. Ambiguität und die Bildung demokratischer Haltungen in Kunst und Pädagogik. Bielefeld: transcript, 2021. 300 S., Print: 30,00 Euro
ISBN: 978-3-8376-5007-5

 

 

Nachwort und Anmerkungen von Sascha Feuchert in „Abend über Potsdam“ von Lutz Hübner und Sarah Nemitz

Cover Feuchert Abend über Potsdam

 

Das 2017 uraufgeführte Theaterstück zeigt ein sehr aktuelles Thema – eine Gesellschaft, die sich radikalisiert. Im September 1929 porträtiert in Potsdam auf einer Terrasse über den Dächern der Stadt die jüdische Malerin Lotte Laserstein eine Gruppe von fünf Bekannten. Die Arbeit daran setzt sie über die kommenden Monate fort. Die zunächst beschwingte Stimmung kippt allerdings bis zur Reichstagswahl 1930. „Börsenkrach, Weltwirtschaftskrise und dann ‒ der Aufstieg der Nazis. Was bedeutet das für die einzelnen Figuren? Wie verhalten sich Menschen, die unter Druck geraten? Wer wird zum Profiteur, wer zum Opfer, und wer leistet Widerstand?“

 

Davon erzählt das Stück, das nun bei Reclam als erster Band in der neuen Reihe „Theater der Gegenwart“ mit Anmerkungen und einem Nachwort von Prof. Sascha Feuchert (Arbeitsstelle Holocaustliteratur) erschienen ist.


Lutz Hübner, Sarah Nemitz: Abend über Potsdam. Nachwort und Anmerkungen von Sascha Feuchert. Stuttgart: Reclam, 2021. Reihe: Theater der Gegenwart. 102 S., Print: 5,20 Euro

ISBN: 978-3-15-014175-5

 

 

 

 

Personalia

ZMI gratuliert Katharina Lorenz zur Wahl als neue JLU-Vizepräsidentin für Studium und Lehre

Katharina Lorenz. Foto: JLU / Rolf K. Wegst
Prof. Katharina Lorenz. Foto: JLU / Rolf K. Wegst

Das ZMI gratuliert Prof. Katharina Lorenz zur Wahl als neue Erste Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Justus-Liebig-Universität Gießen. In ihrer Dankesrede sprach Lorenz davon, die Universität als einen Raum mitkultivieren zu wollen, in dem Lernende und Lehrende sich gemeinsam neues Wissen erschließen. Die Klassische Archäologin befasst sich in ihrer Forschung mit der Funktionsweise der antiken Bildkulturen und mit den Implikationen digitaler Technologien für die geisteswissenschaftliche Wissensproduktion. An der JLU hat sie seit April 2018 die Professur für Klassische Archäologie am Fachbereich 04 – Geschichts- und Kulturwissenschaften inne und ist zudem Leiterin der Gießener Antikensammlung.

Der Erweiterte Senat der JLU wählte Katharina Lorenz am 30. Juni 2021 zur Ersten Vizepräsidentin mit Ressortzuständigkeit für Studium und Lehre. Sie tritt am 16. Dezember 2021 die Nachfolge von Prof. Verena Dolle an, die das Vizepräsidentenamt für Studium und Lehre zwei Amtszeiten lang innehatte. Die Amtszeit beträgt drei Jahre.

 

 

Ningjie Zhang als Gastwissenschaftlerin am ZMI

Ningjie Zhang © privat
Dr. Ningjie Zhang. Foto: privat

Seit Oktober 2021 ist Dr. Ningjie Zhang als Gastwissenschaftlerin am ZMI tätig. In den letzten zwei Jahren, während ihres Forschungsaufenthaltes am ZMI, hat sie zu gegenseitigen stereotypen Wahrnehmungen chinesischer Deutschstudierender und deutschsprachiger Lehrkräfte in China geforscht. Zhang doziert am SISU (Sichuan International Studies University) für Landeskunde und Deutsch als Fremdsprache und wird für das kommende Jahr 2022 von Deutschland aus Online-Unterricht für über 100 DaF-Germanistikstudierende in China durchführen. Die Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Online-Unterricht und der dabei eingesetzten Medien wird sie in ihre Arbeit am ZMI einbringen und dabei Forschungsansätze in diesem Bereich herausarbeiten sowie Forschungsideen entwickeln und umsetzen. Neben ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit schreibt Dr. Zhang für das am SISU angesiedelte Zentrum für Deutschlandstudien Beiträge zu aktuellen Themen in Deutschland.

 

 

Elif Özmen erhält Projektförderung der Volkswagenstiftung

Prof. Elif Özmen. Foto: Oliver Schepp.
Prof. Elif Özmen. Foto: Oliver Schepp

Prof. Elif Özmen wird ab Oktober 2021 mit ihrem Projekt „Über den Wert der (Un)Wahrheit in der Demokratie“ für ein Forschungsjahr durch die Volkswagenstiftung gefördert.

Das Projekt nimmt sich der normativen Fragen an, die durch die zunehmende Verbreitung und Akzeptanz von Lügen in der Politik und die dadurch tangierten epistemischen und ethischen Konstituenten der Demokratie aufgeworfen werden. Mit Mitteln der logisch-semantischen und moralphilosophischen Analyse sollen so verbreitete Irrtümer über die Lüge in der Politik aufgeklärt werden.

 

 


Johanna Michel erhält Preis der Deutschen Gesellschaft für Fremdsprachenforschung

DGFF-Preis für Johanna Michel
Screenshot der DGFF-Preisverleihung

Die Deutsche Gesellschaft für Fremdsprachenforschung (DGFF) verleiht Johanna Michel den DGFF-Preis in der Kategorie für Staatsexamens- und Masterarbeiten. Die Arbeit mit dem Titel „Feedback beim Fremdspracherwerb mit digitalen Medien“ ist im Masterstudiengang Sprachtechnologie und Fremdsprachendidaktik (FB 05) entstanden. Sie hat zum Ziel, mit Hilfe einer Umfrage herauszufinden, was gutes digitales Feedback aus der Perspektive von Fremdsprachenlernenden ausmacht. Die Arbeit greift ein für die Weiterentwicklung des Fremdsprachenlernens mit Lernsoftware zentrales Thema auf. Die Arbeit von Johanna Michel zeichnet sich durch große Eigenständigkeit aus durch eine sehr gute Kenntnis und zugleich auf die spezifische Fragestellung fokussierte Darstellung der Fachliteratur kombiniert mit der Fähigkeit, eine empirische Studie zu konzipieren, technisch zu realisieren und fundiert auszuwerten. Die DGFF zeichnet wissenschaftliche Arbeiten aus, die aufgrund ihrer innovativen Anlage einen herausragenden und voraussichtlich langfristig wirksamen Beitrag für die Fremdsprachenforschung geleistet haben. Der Forschungspreis wurde am 22. September 2021 im Rahmen des DGFF-Kongresses verliehen. Die Arbeit ist digital im OPAC der JLU Gießen veröffentlicht.

Johanna Michel war bis Ende Januar 2021 wissenschaftliche Hilfskraft am ZMI in den Projekten „Digitale Medien beim Deutscherwerb von studieninteressierten Geflüchteten“ und DigiDaFZ. Das ZMI gratuliert Johanna herzlich zu dem Preis!

 

 

Selmin Hayircil wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik

Selmin Hayircil. Foto: Jan Simon Schäfer
Selmin Hayircil. Foto: Jan Simon Schäfer

Selmin Hayircil ist seit September 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für germanistische Sprach- und Mediendidaktik am Institut für Germanistik. Seit April 2018 promoviert sie über Digitale Medien und außerschulisches Fremdsprachenlernen bei Prof. Dietmar Rösler und war daneben auch als wissenschaftliche Hilfskraft bei ihm angestellt. Selmin Hayircil gibt Workshops darüber, wie Apps und Tools im Fremdsprachenunterricht didaktisch eingesetzt werden können. Sie forscht außerdem über Augmented Reality im online DaF-Unterricht. Im Sommersemester 2021 leitete sie an der JLU ein Seminar über Lehren und Lernen mit digitalen Medien im DaF-Unterricht und wird im Wintersemester 2021/2022 ein Seminar über Digitale Unterrichtswerkzeuge in der Grundschule halten. Darüber hinaus hat Selmin Hayircil im HWMK-Projekt „Digitale Medien beim Deutscherwerb von studieninteressierten Geflüchteten“ mitgewirkt.

Sie arbeitete nach ihrem Diplom an der Universität Istanbul im Fachbereich Deutsch auf Lehramt sechs Jahre an der TED Samsun private Grundschule als Deutsch als Fremdsprachenlehrerin. Danach schloss sie an der Justus-Liebig-Universität Gießen ihren Master im Fachgebiet Deutsch als Fremdsprache mit dem Schwerpunkt digitale Medien und dem Nebenfach Erziehungswissenschaften ab. Während ihres Masterstudiums arbeitete sie als studentische Hilfskraft für Prof. Dietmar Rösler an der Professur für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache.

Selmin Hayircil koordinierte von 2016 bis 2021 im ZMI die Sektion „Educational Linguistics“. Sie hat von Oktober 2020 bis September 2021 in der Öffentlichkeitsarbeit des ZMI gearbeitet und arbeitet seit September 2021 für Prof. Katrin Lehnen an der JLU als wissenschaftliche Mitarbeiterin.

 

 

Diana Hitzke verlässt das ZMI

Dr. Diana Hitzke. Foto: privat.
Dr. Diana Hitzke. Foto: Foto-COM

Dr. Diana Hitzke verlässt nach einem Jahr als Projektkoordinatorin des LBM-Schwerpunkts „Digitaler Habitus“ das ZMI. Sie hat während ihrer Zeit am ZMI unter anderem die Aktionswoche „Digitaler Habitus“ koordiniert und die Publikation des Konzeptbands (siehe Beitrag in News) begleitet. Sie hat im September 2021 in die Personalabteilung der JLU gewechselt und arbeitet dort als Referentin für Personalentwicklung. Das ZMI bedankt sich herzlich bei Diana Hitzke für ihre tolle Arbeit und wünscht ihr alles Gute für ihre Zukunft.