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Artikelaktionen

Medien und Didaktik

Überblick

Überblick

Sprecherin und Sprecher: Prof. Dr. Katrin Lehnen, Prof. Dr. Vadim Oswalt

Das Interesse richtet sich auf Fragen der Medialität und Medialisierung kultureller Prozesse im Spannungsfeld von Literatur, Sprache und Geschichte sowie auf Aspekte ihrer didaktischen Vermittlung. Im Zentrum der interdisziplinären Forschung stehen theoretische und empirische Arbeiten zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, zu Film- und Fernsehanalyse, Formen der literarischen und medialen Inszenierung von Erinnerung, digitalen Kommunikations- und Interaktionsformen im Web, medienspezifischen Text- und Schreibprozeduren, u.a.
Die Aktivitäten stehen in engem Zusammenhang zu Konzepten der Aneignung und Entwicklung von Medienkompetenz in unterschiedlichen Lernkontexten. Sie stützen sich auf ein breites Methodenspektrum, das prozess- und produktanalytische Verfahren einschließt und sich auf traditionelle wie neue Medien bezieht.

Aktivitäten

Archiv

Das ZMI gratuliert: Carsten Gansel erhält das Bundesverdienstkreuz

Das ZMI gratuliert: Carsten Gansel erhält das Bundesverdienstkreuz

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Ministerpräsident Erwin Sellering (Mecklenburg-Vorpommern) mit dem JLU-Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Carsten Gansel. Foto: Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern
Aufgrund seiner Verdienste um die deutsche Literatur ist der Literaturwissenschaftler Prof. Carsten Gansel (Sektion 2) in seiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Erwin Sellering überreichte den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an Gansel und drei weitere Geehrte. „Mit dieser hohen Auszeichnung ehren wir Menschen, die etwas ganz Besonderes, etwas Herausragendes geleistet haben, die sich mit viel Idealismus und Einsatzbereitschaft einer Aufgabe widmen, die der Gemeinschaft, die uns allen zugutekommt”, sagte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) anlässlich der Verleihung in der Staatskanzlei in Schwerin.
Carsten Gansel gründete 1990 die Mecklenburgische Literaturgesellschaft in Neubrandenburg, deren Vorsitzender der Literaturwissenschaftler bis heute ist. Er ist zudem Mitbegründer des national wie international renommierten Uwe-Johnson-Literaturpreises und seit 2006 dessen Sprecher. Erst kürzlich hat er mit dem von ihm herausgegebenen Band „Durchbruch bei Stalingrad“ für Furore gesorgt. Es war ihm gelungen, die 1949 vom russischen Geheimdienst konfiszierte Urfassung des großen Antikriegsromans von Heinrich Gerlach in russischen Archiven wiederzufinden. Ebenfalls 2016 erschien die von Carsten Gansel besorgte Neuedition der im Archiv aufgefundenen Originalfassung von Hans Falladas Welterfolg „Kleiner Mann - was nun?“.

(15.05.2017, Katharina Monaco)

Erzählen über Kindheit und Jugend in der Gegenwartsliteratur. Geschichten vom Aufwachsen in Ost und West in Literatur und Medien – ZMI fördert internationale DFG-Tagung

Erzählen über Kindheit und Jugend in der Gegenwartsliteratur. Geschichten vom Aufwachsen in Ost und West in Literatur und Medien

ZMI fördert internationale DFG-Tagung 

Prof. Carsten Gansel aus der Sektion 2 des ZMI und Prof. Bettina Kümmerling-Meibauer von der Universität Tübingen organisieren eine Tagung zu Kindheit und Jugend in der Gegenwartsliteratur und anderen Medien, die vom 30. Juni bis zum 2. Juli auf Schloss Rauischholzhausen stattfindet. Die interdisziplinäre Tagung bietet WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Fachdisziplinen (u.a. Neurophysiologie und -psychologie, Soziologie, Germanistik, Anglistik, Romanistik, Slawistik, Skandinavistik, Komparatistik, Kindheitsforschung, Medienwissenschaft/-didaktik, Kinderliteratur-wissenschaft) ein Forum zum gegenseitigen Austausch und zur weiterführenden Diskussion.

Ein Schwerpunkt der Tagung liegt auf der Verbindung zwischen gewandelten Kindheitsbildern und Erzählungen über Kindheit und Jugend in Europa seit den 1990er Jahren. Dabei steht die Verbindung von historischen und aktuellen theoretischen Fragestellungen im Vordergrund, um auf diese Weise neue Forschungsperspektiven auf die vielfältigen literarischen Darstellungen und die Komplexität des Gegenstandes zu gewinnen. Eine besondere Stellung nehmen in diesem Rahmen die Schnittstellen zwischen Kinder- und Jugendliteratur/-Medien sowie Literatur für Erwachsene hinsichtlich der Darstellung von Kindheit und Jugend in verschiedenen europäischen Ländern ein. Weitere Themen, mit denen sich die Konferenz befassen wird, sind die Unterscheidung zwischen nationalen und transnationalen Konzepten von Kindheit und Jugend, die Entwicklung neuer narrativer Formate, die sogar hybride Erzählformen – einschließlich von medialen Adaptionen – generiert haben, die Bedeutung des kulturellen Raumes und der literarischen Topographie, die Verbindung von autobiographischem Erzählen und Gedächtnis und der Einfluss von Migrationsbewegungen auf die Entstehung von Narrationen, die durch einen multikulturellen und mehrsprachigen Zugang charakterisiert sind.

Zum vollständigen Programm klicken Sie hier.

(28.06.2016, Ann-Marie Riesner)

Madgermanes - Buchpräsentation GELESO 2017

Madgermanes

Buchpräsentation im Rahmen des Geschichtslesesommers 2017

In der DDR waren rund 20.000 Vertragsarbeiter aus Mosambik zwischen 1979 und 1991 beschäftigt. Ihr Aufenthalt, der bis auf vier Jahre befristet war, sollte ihnen vor allem eine Berufsausbildung ermöglichen, um nach ihrer Rückkehr zum Aufbau eines unabhängigen sozialistischen Mosambiks beitragen zu können. Die Realität sah jedoch gänzlich anders aus. Für ihre Ausbildung gab es keinerlei Verwendung. Die Comic-Autorin Birgit Weyhe hat mit ihrem Graphic Novel Madgermanes ein Stück deutsch-afrikanische Geschichte recherchiert und aufgearbeitet. Sie erzählt die hierzulande kaum bekannte Geschichte dieser Menschen. Durch subtiles Einfügen von Erinnerungsobjekten und allegorischen Motiven entstand ein Comic, der in seiner Bild- und Erzählsprache die Grenzen zwischen afrikanischer und europäischer Kultur überschreitet.

Birgit Weyhe verbrachte ihre Kindheit in Ostafrika und studierte Literatur, Geschichte und Illustration in Konstanz und Hamburg. Seitdem arbeitet sie als freie Illustratorin und Comic-Zeichnerin. Madgermanes wurde mit dem Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung 2015 und dem Max & Moritz Preis 2016 für das „beste deutschsprachige Comic“ ausgezeichnet.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Professur für Didaktik der Geschichte (Prof. Vadim Oswalt; ZMI-Sektion 2) und des Literarischen Zentrums Gießen e.V. (Prof. Sascha Feuchert; Vorsitzender des LZG und ZMI-Sektion 4). Im Rahmen des Geschichtslesesommers 2017 stellt Birgit Weyhe ihren Graphic Novel am 20. Juni 2017 um 10 Uhr im Hörsaal A2, Philosophikum I der JLU Gießen vor. Moderieren werden Monika Rox-Helmer vom Historischen Institut der JLU und Anna-Lena Heid vom LZG. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei!

Weitere Informationen zum Graphic Novel finden Sie hier, ein Interview mit der Autorin können Sie hier nachlesen sowie hier Hintergrundinformationen zu den Madgermanes in Maputo.

(14.06.2017, Katharina Monaco)

Literatur im Dialog

Interviews von Carsten Gansel in „Literatur im Dialog“

Literatur im DialogDas von Norman Ächtler, ZMI-Sektion 2 Medien und Didaktik, herausgegebene und im Verbrecher Verlag, Berlin, erschienene Buch „Literatur im Dialog“ versammelt Interviews von Carsten Gansel mit maßgebenden Vertretern der beiden Literatursysteme Ost- und Westdeutschland sowie der nachfolgenden Autorengeneration zu einem repräsentativen Dialog über die Kultur- und Zeitgeschichte der jüngsten deutschen Vergangenheit. Vor dem Hintergrund der gemeinsamen Erfahrung des Epochenumbruchs von 1989 verhandeln die Gesprächspartner insbesondere die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Autorenpoetik, individuellem und kulturellem Gedächtnis. Interviewt werden unter anderem Jürgen Becker, Thomas Brussig, Günter Grass, Norbert Gstrein, Christoph Hein, Peter Härtling, Stephan Heym, Reinhard Jirgl, Hermann Kant, Uwe Kolbe, Peter Kurzeck, Erich Loest, Giwi Margwelaschwili, Ulrich Plenzdorf, Marcel Reich-Ranicki, Wolfgang Schreyer und Christa Wolf.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Verbrecher Verlags.

Durchbruch bei Stalingrad

Durchbruch bei Stalingrad

Carsten Gansel veröffentlicht den sieben Jahrzehnte verschollenen Antikriegsroman

Nach jahrelangen Vorarbeiten erschien am 10. März im Galiani Verlag, Berlin, das lange verschollene Manuskript von Heinrich Gerlachs Roman Durchbruch bei Stalingrad, der große Antikriegsroman eines Stalingrad-Zeitzeugen.

Das Manuskript, ab 1944 heimlich in russischer Kriegsgefangenschaft verfasst, wurde 1949 vom russischen Geheimdienst beschlagnahmt, wanderte über die Schreibtische von Lawrenti Berija und Georgi Malenkow, bevor es für die nächsten 70 Jahre in einem Moskauer Geheimarchiv verschwand.

Der Autor Heinrich Gerlach, ein deutscher Offizier, der in Stalingrad und im später russischen Lager zum entschiedenen Gegner Hitlers wurde, war bei der Gründung des Bundes Deutscher Offiziere dabei, agitierte gegen Hitlerdeutschland (seine Familie kam dafür in Sippenhaft), wurde aber, nachdem er sich nach Kriegsende weigerte, für die Sowjets zu spionieren, zur persona non grata.

Das Manuskript (und sämtliche geheime Abschriften) wurden konfisiziert, Gerlach selbst zu 25 Jahren Lagerhaft verurteilt. Erst nachdem er sich zum Schein zur Spionage bereit erklärte, kam er frei. Ohne den Roman.

Carsten Gansel, ZMI-Sektion 2 (Medien und Didaktik), ist in Moskauer Archiven der Fund des Originalmanuskripts von Gerlachs Durchbruch bei Stalingrad gelungen. Vom Herausgeber mit einem reichen dokumentarischen Anhang versehen, liegt es nach 70 Jahren zum ersten Mal gedruckt vor.

Weitere Informationen:

Am 12. April 2016 liest Carsten Gansel im Literarischen Zentrum Gießen, Kongresshalle, aus Durchbruch bei Stalingrad.

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Neuerscheinungen

Neuerscheinungen
  • Feilke, Helmut / Lehnen, Katrin / Rezat, Sara / Steinmetz, Michael (Hg.) (2017): Materialgestütztes Schreiben lernen. Grundlagen – Aufgaben – Materialien. Sekundarstufen I und II. Braunschweig: Schroedel Verlag.
  • Gerlach, Heinrich / Gansel, Carsten (Hg.) (2017): Odysee in Rot. Herausgegeben, mit einem Nachwort und dokumentarischem Material versehen, von Carsten Gansel. Berlin: Galiani.
  • Gerlach, Heinrich / Gansel, Carsten (Hg.) (2016): Durchbruch bei Stalingrad 1944. Herausgegeben, mit einem Nachwort und dokumentarischem Material versehen, von Carsten Gansel. Berlin: Galiani.
  • Ächtler, Norman (Hg.) (2016): Literatur im Dialog. Berlin: Verbrecher Verlag.
  • Ächtler, Norman / Rox-Helmer, Monika (Hg.) (2013): „Zwischen Schweigen und Schreiben. Interdisziplinäre Perspektiven auf zeitgeschichtliche Jugendromane von Kirsten Boie und Gina Mayer.“ In: Kai Bremer (Hrsg.): Literarisches Leben heute, Bd. 3. Frankfurt/Main [u.a.]: Peter Lang.
  • Feilke, Helmuth / Lehnen, Katrin (Hg.) (2012): Schreib- und Textroutinen. Theorie, Erwerb und didaktisch-mediale Modellierung [Reihe: Forum Angewandte Linguistik, 52]. Frankfurt/Main [u.a.]: Peter Lang Verlag.
  • Gansel, Carsten / Zimniak, Pawel (Hg.) (2011): Zwischen didaktischem Auftrag und grenzüberschreitender Aufstörung? Zu aktuellen Entwicklungen in der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur. Heidelberg: Winter.
  • Gansel, Carsten / Zimniak, Pawel (Hg.) (2011): Zwischenzeit, Grenzüberschreitung, Aufstörung: Bilder von Adoleszenz in der deutschsprachigen Literatur. Heidelberg: Winter.